Kann einem Mitglied im Gesamtvorstand eines Vereins (also nicht geschäftsführend) eine Geldstrafe für den Rücktritt verhängt werden?

Für das Rücktreten von einem Amt soll ich nun für die Erneuerung von Visitenkarten und Flyern bezahlen.

Für Vorhaben, die weder mit mir noch mit durch mich verursachte Mitkosten was zu tun haben (keine Projekte auf meinem Namen offen).

Welche Rechtsgrundlage hat dies?

Ich kann diesen Beschluss offenkundig ad absurdum führen:

1. Ich habe von einem Recht gebrauch gemacht, für das bürgerrechtlich keine Strafe vorgesehen ist, das in der Tat beliebig ohne Angaben von Gründen möglich ist, insbesondere da ich weder offene Forderungen noch ein nicht abgeschlossenes Projekt im Vereinsnamen habe.

Auch in der Satzung steht keine Geldstrafe für das Niederlegen eines Amtes als Nicht-Hauptvorstand.

Soll ich die verfassungsgetreue Freiheit auf Entscheidung eines freien Rechts etwa mit Geldstrafe begleichen? Hallo, spreche ich hier die Demokratie?

2. Logisch: Soll man dann jedem, der ein Amt wechselt einen potenziellen Sicherungsfonds abknüpfen? Sollen Mitglieder, die austreten, eine Leben an Mitgliedsbeiträgen zahlen für den potenziellen Schaden? Soll ich Elon Musk auf $220 Mrd. verklagen, weil ich einen finanziellen Schaden davon habe, nicht er zu sein?

Was unterscheidet denn dieses Gedankengut von faschistischen, anti-demokratischen Grundsätzen?

Soll jede informelle, unverbindliche Forderung eines Gesamtvorstandes stets erfüllt werden und sonst mit Geldstrafe belegt werden?

Auffällig ist auch, dass dies als SEPA-Auftrag durchgeführt werden soll - warum denn nicht als schriftliche Rechnung? Damit ich mich etwas einschüchtern lassen soll ohne einen Einspruch?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Du sollst Kosten übernehmen. Eine Geldstrafe ist etwas ganz anderes.
Das ist vielleicht kleinkariert, aber in keinem Fall faschistisch.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Mich verwundert eine solche Frage in einem solchen Forum. Du fragst nach Rechtsgrundlagen bei Laien nach? Weshalb? Was erhoffst Du Dir davon? Du wirst hier mit Sicherheit keine rechtssicheren Auskünfte erhalten. Das Du einen Beschluss offenkundig ad absurdum führen kannst liegt in der Natur der Sache. Es ist ja Dein Blickwinkel. Dein Gegenüber hat scheinbar eine andere Auffassung, also geht es um eine strittige Angelegenheit. Also ab zum Anwalt, da wären Deine Fragen richtig gestellt und da erhälst Du dann auch die gewünschten Auskünfte. Rechtssicher sind die übrigens erst, wenn ein Urteil gesprochen wurde und das Urteil rechtskräftig ist. Ungeachtet dessen gehören Emotionen in ein solches Verfahren mit Sicherheit nicht rein. Das hilft weder Dir, noch der Bearbeitung der Sache.
 

KGBRUS

Gucken wat der Ball macht
Warum solltest Du nicht für einen Schaden, den Du verursacht hast zur Verantwortung gezogen werden?
 
Mich verwundert eine solche Frage in einem solchen Forum. Du fragst nach Rechtsgrundlagen bei Laien nach? Weshalb? Was erhoffst Du Dir davon? Du wirst hier mit Sicherheit keine rechtssicheren Auskünfte erhalten. Das Du einen Beschluss offenkundig ad absurdum führen kannst liegt in der Natur der Sache. Es ist ja Dein Blickwinkel. Dein Gegenüber hat scheinbar eine andere Auffassung, also geht es um eine strittige Angelegenheit. Also ab zum Anwalt, da wären Deine Fragen richtig gestellt und da erhälst Du dann auch die gewünschten Auskünfte. Rechtssicher sind die übrigens erst, wenn ein Urteil gesprochen wurde und das Urteil rechtskräftig ist. Ungeachtet dessen gehören Emotionen in ein solches Verfahren mit Sicherheit nicht rein. Das hilft weder Dir, noch der Bearbeitung der Sache.
Die ad-absurdum-Argumentation führt unter Annahme von rechtsstaatlichen, demokratischen Axiomen (siehe z.B. Grundgesetz) zu Widersprüchen und Belangung unabhängig von Eigenverantwortung.

Daraus kann man beliebig lange Konsequenzen ziehen, ohne je etwas zu erreichen.

Nach mathematischer Logik ist damit - da das Axiomensystem als konsistent geltend - die Schlussfolgerung falsch.

Das folgt aus formaler Logik - welche Emotion ist hier involviert?

Es sei denn, du würdest Logik auch als bloße Meinung interpretieren - was würde Rechtssprechung denn dann von einer bloßen Meinung unterscheiden?
 
Warum solltest Du nicht für einen Schaden, den Du verursacht hast zur Verantwortung gezogen werden?
Alle Mitglieder, die jemals ausgetreten sind, haben auch einen impliziten Schaden verursacht.

Alle, die nicht Mitglieder sind, verursachen einen impliziten Schaden.

Ich habe auch finanziellen Schaden davon, dass Elon Musk mir nicht $220 Mrd. übergibt.

Merkst du die Absurdität?

Mit dem Verfahren kann man die Funktionalität des Wirtschaftssystems lahmlegen, woraus folgen muss - da Marktwirtschaft selbststabilisierend unter Nash-Gleichgewicht - dass die Prämisse des Arguments unschlüssig/unsinnig ist.

Siehe auch meinen Text dazu. Typischer Fall von Informationsaufnahme-Unverträglichkeit, hm?
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Die ad-absurdum-Argumentation führt unter Annahme von rechtsstaatlichen, demokratischen Axiomen (siehe z.B. Grundgesetz) zu Widersprüchen und Belangung unabhängig von Eigenverantwortung.

Daraus kann man beliebig lange Konsequenzen ziehen, ohne je etwas zu erreichen.

Nach mathematischer Logik ist damit - da das Axiomensystem als konsistent geltend - die Schlussfolgerung falsch.

Das folgt aus formaler Logik - welche Emotion ist hier involviert?

Es sei denn, du würdest Logik auch als bloße Meinung interpretieren - was würde Rechtssprechung denn dann von einer bloßen Meinung unterscheiden?
Alles gut Dicker, mach mal. Ich sehe, Du willst auf Teufel komm raus diskutieren. Aber das machste ohne mich. An einer Lösung (D)eines Problems bist Du gar nicht interessiert. Also viel Spass noch.
 
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