Italien - Wird der WM Titel aberkannt?

André

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MATERAZZIS BELEIDIGUNG

Warum die Fifa Italien den Titel aberkennen könnte

Von Pavo Prskalo

Marco Materazzis Pöbeleien gegen Zinedine Zidane könnten Italien teuer zu stehen kommen: Das Fifa-Reglement sieht harte Strafen für Beleidigungen vor. Noch liegen dem Weltverband aber keine Beweise gegen den italienischen Verteidiger vor.

Hamburg - Was Materazzi Gegenspieler Zidane zugerufen hat, ist noch nicht geklärt. Lippenleser behaupten, dass der Italiener den französischen Kapitän als "Sohn einer Terroristen-####" beleidigt und dann "Verpiss dich doch einfach" gesagt haben soll. Andere sprechen davon, er habe Zidanes Schwester zweimal als Prostituierte bezeichnet.

Materazzi bestreitet dies, räumt aber ein, Zidane beleidigt zu haben. Er habe Zidane nur kurz am Trikot festgehalten. Darauf habe ihn der Franzose herablassend gemustert und gesagt, wenn er wolle, könne er das Trikot nach dem Spiel haben. "Ich habe ihm mit einer Beleidigung geantwortet, das stimmt."

Wird dem 32-Jährigen zweifelsfrei der Wortlaut seiner Beleidigung nachgewiesen, drohen ihm und seinem Team womöglich harte Konsequenzen.

Erst im März dieses Jahres hat die Fifa auf einer Konferenz neue Strafen gegen Rassismus beschlossen. Im Artikel 55, Absatz 4 des Fifa-Disziplinarreglements heißt es: "Verhalten sich Spieler, Offizielle von Verbänden oder Clubs sowie Zuschauer in irgendeiner Form diskriminierend oder menschenverachtend gemäss Abs. 1 und/oder 2 dieses Artikels, so werden der betreffenden Mannschaft, sofern zuordbar, bei einem ersten Vergehen automatisch drei Punkte abgezogen. (...) In Spielen ohne Punktevergabe wird die entsprechende Mannschaft, sofern zuordenbar, disqualifiziert."

Im Absatz 1 des Reglements ist von herabwürdigenden, diskriminierenden oder verunglimpfende Äußerungen in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Herkunft die Rede.

Sollte die Fifa, falls Materazzis Beleidigung bewiesen werden kann, Italien den Weltmeister-Titel aberkennen?

Findet die Fifa Beweise gegen Materazzi und deutet diese auf oben beschriebene Weise, könnte dem italienischen Team sogar der WM-Titel aberkannt werden. So besagt es der letzte Satz im vierten Absatz.

Noch aber will der Weltverband nicht gegen Materazzi ermitteln. "Noch liegen uns keine Beweise vor. Wir müssen zunächst alle Umstände klären. Alles andere sind Gerüchte und Spekulationen", sage Fifa-Sprecher Andreas Herren SPIEGEL ONLINE. Beweise gebe es derzeit nur gegen Zidane. "Wir werden ein Disziplinarverfahren gegen ihn eröffnen", erklärte Herren.

Zidanes Manager Alain Migliaccio kündigte an, sein Schützling werde in den nächsten Tagen über den Vorfall sprechen. "Bis jetzt hat er mir nur gesagt, dass Materazzi etwas sehr Ernstes zu ihm gesagt hat." Üblicherweise bleibe Zidane gelassen, am Sonntagabend im Berliner Olympiastadion sei aber "etwas in ihm explodiert".


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koenigs_olaf

Passion OFC
Da kommt jetzt einiges zusammen.

Zidane hat gerade im Fernsehen gesagt, daß sich die Beleidigungen Materrazis sehr wohl gegen seine Schwester und kranke Mutter gerichtet haben.

Nebenbei gibts noch das hier zu vermelden:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,151...,426420,00.html

12. Juli 2006


VIDEOBEWEIS

Anwalt fordert Annullierung des WM-Finals

Nicht der Schiedsrichter hat die Tätlichkeit Zinedine Zidanes im WM-Finale gesehen, sondern der vierte Unparteiische Luis Medina Cantalejo. Sollte dieser dabei unzulässigerweise Videobilder benutzt haben, müsse das Finale wiederholt werden, fordert ein französischer Jurist.

Hamburg - Der Anwalt Méhana Mouhou kündigte heute an, dass er Ende nächster Woche ein Eilverfahren vor einem Pariser Gericht anstrengen will. Sein Ziel sei es, Medina Cantalejo, den vierten Schiedsrichter des WM-Finals, zu den Umständen des Platzverweises gegen Zidane zu vernehmen.

Medina Cantalejo hatte den Kopfstoß des französischen Kapitäns gegen Italiens Verteidiger Marco Materazzi gesehen und per Funk an Schiedsrichter Horacio Elizondo und dessen Assistenten weitergegeben.

Falls der vierte Unparteiische dabei unzulässigerweise Videobilder genutzt haben sollte, müsse das Endspiel vor Gericht annulliert und neu ausgetragen werden, so Mouhou weiter. Der Anwalt handele nach eigenen Angaben "im Namen mehrerer Fußballclubs", deren Identität er nicht nennen wolle.

Die Fifa hatte den Videobeweis bisher abgelehnt. "Solange ich Fifa-Präsident bin, wird es keinen Videobeweis geben. Der Fußball ist ein Spiel mit menschlichem Gesicht, ein Spiel mit Irrtümern von Trainern, Spielern und Schiedsrichtern", hatte Fifa-Chef Joseph Blatter zur Begründung gesagt.

Im Fall Zidane hatte der Weltverband erklärt, Videoaufnahmen seien bei der Entscheidung des Schiedsrichters nicht verwandt worden. Medina Cantalejo habe "den Vorfall von seiner Position am Spielfeldrand direkt (ohne Zuhilfenahme eines Monitors) gesehen", hieß es in einer Pressemitteilung.


Interessant hierbei: Medina Cantalejo war zufällig der Schiri, der die Schwalbe gegen Australien für Elfmeterwürdig erachtet hat.

Was kann so ein Titel stinken...:finger:
 

André

Admin
Also ich würde mir ein neues Spiel wünschen!

Das mit dem Videobeweis wäre schon hart! Und der vierte Schiri hat irgendwie so nen italienischen Namen oder täusche ich mich da? :floet:
 

R.v.N.

Junior Konzepter UX
also ich schätze nich, dass es aberkannt wird aber wenn dann wärs schon ziemlich lustig irgendwie...
 
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