Ist es das was der Fußball-Fan möchte

U w e

Moderator
Ja klar, der Fan möchte dies so! Deshalb gibt es auch die Nations League, den Supercup, die FIFA Club WM, den UEFA-Super Cup etc.

Würde es alles nicht geben wenn der Fan dies nicht fordern würde.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Nö, ist für mich nicht klar. Denn Wettbewerbe werden ja nicht kreiert, wenn es keinen Bedarf gibt. Den gibt es aber scheinbar. Und da stellt sich eben die Frage, wer den Bedarf hat.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Jetzt müsste euch noch einheitlich klar sein, wen ihr mit Fan und mit Kunde meint, wenn ihr da differenzieren wollt, wer was will.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ja klar kann das jeder für sich selber definieren. Nur wird es dann schwierig, mit jemandem über Fan- oder Kundenwünsche zu diskutieren, wie ihr das ja hier macht, der unter Fan und Kunde vielleicht was ganz anderes versteht und man das vom Gegenüber gar nicht weiss.

Ich könnte jetzt zum Beispiel deine Behauptung in deinem zweiten Beitrag gar nicht beurteilen, weil ich nicht wüsste, was du unter Fan und Kunde verstehst.
 

U w e

Moderator
Nö, ist für mich nicht klar. Denn Wettbewerbe werden ja nicht kreiert, wenn es keinen Bedarf gibt. Den gibt es aber scheinbar. Und da stellt sich eben die Frage, wer den Bedarf hat.
Wenn es um den Willen der Fans ginge würde es keine Relegationsspiele geben oder alle Meister der Regionalligen würden aufsteigen.
Es gibt oder gab auch keinen Bedarf an einer Nations League.
Die Verbände, die Fifa, die UEFA, die wollen alle nur Kohle machen, denen sind die Spieler vollkommen egal - Hauptsache jeden Tag laufen irgendwelche konstruierten "Pflichtspiele" die man vermarkten kann.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Wenn es um den Willen der Fans ginge würde es keine Relegationsspiele geben oder alle Meister der Regionalligen würden aufsteigen.
Es gibt oder gab auch keinen Bedarf an einer Nations League.
Die Verbände, die Fifa, die UEFA, die wollen alle nur Kohle machen, denen sind die Spieler vollkommen egal - Hauptsache jeden Tag laufen irgendwelche konstruierten "Pflichtspiele" die man vermarkten kann.
Das könnte ja alles sofort gestoppt werden, wenn der Bedarf eben nicht da wäre. Die Stadien sind doch bei diesen Spielen voll, übrigens von Kunden und Fans.
 

delmember

Champions League Tippspiel-Sieger 2021/2022
Ja klar, der Fan möchte dies so! Deshalb gibt es auch die Nations League, den Supercup, die FIFA Club WM, den UEFA-Super Cup etc.

Würde es alles nicht geben wenn der Fan dies nicht fordern würde.
Der Markt ist in meinen Augen aber recht überbläht. Schön wäre es dann aber auch wenn die Spiele im Payment ausgetragen werden damit alle beteiligten "befriedigt" werden.
 

jambala

Moderator
Verabschiedet Euch doch bitte von der Vorstellung des Fan. Egal ob EPL, UEFA, DFB - schlussendlich geht es nur noch um Konsumenten von Fußballinhalten. Solange Leute wie in der EPL bereit sind, im guten drei- bis vierstelligen Bereich für den Konsum von Fußball zu investieren, wird immer wieder etwas hinzugefügt werden, um noch mehr abzugreifen. Klar wird dann über einen mediokren Hotdog zu 15 Pfund gejammert - die 50+X Millionen Pfund gezahlte Ablöse wird dagegen aber als "bargain" angesehen. Solange das so ist, wird die Sau Profifußball gemästet bis sie platzt.
 

Hendryk

Forum-Freund
Verabschiedet Euch doch bitte von der Vorstellung des Fan.
Nur insofern, dass der (Profi)Fußball immer mehr auf Konsumenten - also Kunden - ausgerichtet ist.
Als Fan - abgewandelt von fanatisch - habe ich mich nie gesehen. Sondern immer als Anhänger des Fußballsports. Unabhängig von der Liga und ich bin auch Anhänger mehrerer Vereine.
Bezahlfernsehen ist mir nicht nur zu teuer, ich habe auch nicht die Zeit, es entsprechend zu nutzen. Sinn würde es für mich machen nur für die Spiele zu zahlen, die ich auch sehe. Bei dem Modell bekommen natürlich viele Vereine kaum oder gar kein TV-Geld.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich denke mal, man sollte zu sich auch ehrlich sein:
Für einen selbst kann es natürlich komplett nervig sein, dass ständig irgendwelche neuen Wettbewerbe vorgeschlagen, diskutiert und eingeführt werden, die man für sich gar nicht "braucht".
Genauso kann man es für unredlich und komplett neben der Spur halten und auch ablehnen, welche immensen Summen an Ablösen und Gehältern in den "Boomligen" und "Boomteams" gezahlt werden.
Dann gibt's aber, meiner Ansicht nach, v.a. drei Optionen:
1) Man hält es einfach aus, toleriert es, schaut sich so manches Spiel weiter an, weil man den Fußball halt irgendwie schon geil findet, gesteht sich aber selbst ein, dass es ein wenig seltsam ist wie man sich da verhält.
2) Man lässt es dann sein und wendet sich ab, weil's einem halt reicht und man damit nichts mehr zu tun haben will.
3) Man engagiert sich dagegen; was, natürlicher Weise, die Wenigsten machen; ich würde es auch nicht tun.

Ich selbst bin ja mal gespannt, wie es sich dann bei dem, für mich, "Qatar-Wahnsinn" ablaufen wird.
Wird das wirklich so stark abgelehnt werden? Ich hab da so meine Zweifel.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ich denke mal, man sollte zu sich auch ehrlich sein:
Für einen selbst kann es natürlich komplett nervig sein, dass ständig irgendwelche neuen Wettbewerbe vorgeschlagen, diskutiert und eingeführt werden, die man für sich gar nicht "braucht".
Das kommt halt sehr auf den Blickwinkel an, wer was "braucht".
Als Anhänger eines Zweit- bis Drittligisten hat mich in Deutschland der gesamte Europapokal nur sehr am Rande interessiert. Da brauchte ich keine neue Conference League. Und die braucht der durchschnittliche Bayernfan/-zuschauer/-kunde/-wasauchimmer naturgemäss auch nicht.

Aber andere vielleicht schon.
 

jambala

Moderator
Hendryk, das ist aber genau der Punkt, dass "echte Fans" genau dieses befeuern und befeuert haben. Zu meiner Jugendzeit gab es kein Heim, Gast, Dritt plus Eventtrikot. Teilweise gab es für den normalen Fan die Trikots nur über den Weg, es im Stadion zu bekommen direkt vom Spieler. Heute kaufen sich etliche Fans jedes verfügbar gemachte Trikot, inklusive Veredelungen für ein Schweine Geld, von den limitierten reden wir da erst recht nicht. Bei den Eintrittspreisen ist es nicht besser, und viele haben dann zusätzlich noch die notwendigen Abos (eines reicht ja je nach Spieltag nicht mehr), um die Spiele zu sehen. Alles was noch kommen wird, ist die logische Folge der Entwicklung seit den 2000ern.
 

powerhead

Pfälzer
Die Kommerzialisierung des Fußball geht mir schon seit vielen Jahren auf den Sack.
Ich denke mal, man sollte zu sich auch ehrlich sein:
Für einen selbst kann es natürlich komplett nervig sein, dass ständig irgendwelche neuen Wettbewerbe vorgeschlagen, diskutiert und eingeführt werden, die man für sich gar nicht "braucht".
Genauso kann man es für unredlich und komplett neben der Spur halten und auch ablehnen, welche immensen Summen an Ablösen und Gehältern in den "Boomligen" und "Boomteams" gezahlt werden.
Dann gibt's aber, meiner Ansicht nach, v.a. drei Optionen:
1) Man hält es einfach aus, toleriert es, schaut sich so manches Spiel weiter an, weil man den Fußball halt irgendwie schon geil findet, gesteht sich aber selbst ein, dass es ein wenig seltsam ist wie man sich da verhält.
2) Man lässt es dann sein und wendet sich ab, weil's einem halt reicht und man damit nichts mehr zu tun haben will.
3) Man engagiert sich dagegen; was, natürlicher Weise, die Wenigsten machen; ich würde es auch nicht tun.

Ich selbst bin ja mal gespannt, wie es sich dann bei dem, für mich, "Qatar-Wahnsinn" ablaufen wird.
Wird das wirklich so stark abgelehnt werden? Ich hab da so meine Zweifel.
Es gibt noch eine vierte Möglichkeit: Besuch von Spielen der unteren Ligen ab Regionalliga, die sind zwar die Basis, aber kommerziell vollkommen uninteressant.
Ich sehe mir mehr Spiele von Amateuren an, als Spiele der 05er. Mir geht der ganze Event-Charakter schon seit dem Umzug vom Bruchwegstadion in die neue "Arena" mächtig auf den Senkel, allein schon, dass das neue Stadion als Arena bezeichnet wird, ist ätzend. In den Amateur Ligen gibt es glücklicherweise auch keinen VAR...
 

André

Admin
Immer wenn ne Party war, kamen mein Kumpel und ich später weil die "Freaks" noch in Gladbach sind. Da waren wir Anfang 2000 wirklich noch sowas wie ne Ausnahme. Das hat sich mit dem neuen Stadion und dem Sommermärchen dann aber schlagartig geändert.

Inzwischen fahre ich nicht mehr oft, dafür haben einige von den Typen für die ich 2000 ein Freak war, inzwischen ne DK. Und ich frage mich: Junge, du warst doch nie Gladbach Fan, und du hast dich doch noch nicht einmal für Fußball interessiert? Aber heute immer das neueste Trikot am Start. Ahnung vom Fußball haben die immer noch nicht, mit Glück könnten sie 10 Spieler aus dem aktuellen Kader aufzählen.

Heute ist es aber chick und irgendwie scheint es ja zu funktionieren, denn die Stadien bleiben ja nicht leer.
Da wurden halt viele neue Kundengruppen erschlossen. Aber so ist halt das Leben. Marktwirtschaft regelt.

Klar finde ich persönlich vieles doof, aber wenn die Masse es annimmt, sollen sie es halt machen, würde ja jeder machen. Wenn ich als Dachdecker grüne Dächer verkaufen könnte, mir persönlich aber nur schwarze gefallen, wäre mir das ja ziemlich egal, hauptsache der Rubel rollt.

Das ist so ähnlich wie mit den Talkshows in den 90ern. Da gab es mal Hans Meiser oder wie der hieß. Und irgendwann gab es auf allen Sendern, von 14 -18 Uhr nur noch Talkshows. Bestimmt 20 Stück täglich. Das lief ne Zeit und irgendwann war der Markt gesättigt und keiner hatte mehr Bock drauf. Könnte beim Fußball durchaus auch mal passieren, dann muss man halt auch mal nen Schritt zurück machen. Aber bis dahin wird halt versucht, ans Limit zu gehen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Das kommt halt sehr auf den Blickwinkel an, wer was "braucht".
Als Anhänger eines Zweit- bis Drittligisten hat mich in Deutschland der gesamte Europapokal nur sehr am Rande interessiert. Da brauchte ich keine neue Conference League. Und die braucht der durchschnittliche Bayernfan/-zuschauer/-kunde/-wasauchimmer naturgemäss auch nicht.

Aber andere vielleicht schon.
Sag ich ja: "Für einen selbst".
 
Immer wenn ne Party war, kamen mein Kumpel und ich später weil die "Freaks" noch in Gladbach sind. Da waren wir Anfang 2000 wirklich noch sowas wie ne Ausnahme. Das hat sich mit dem neuen Stadion und dem Sommermärchen dann aber schlagartig geändert.

Inzwischen fahre ich nicht mehr oft, dafür haben einige von den Typen für die ich 2000 ein Freak war, inzwischen ne DK. Und ich frage mich: Junge, du warst doch nie Gladbach Fan, und du hast dich doch noch nicht einmal für Fußball interessiert? Aber heute immer das neueste Trikot am Start. Ahnung vom Fußball haben die immer noch nicht, mit Glück könnten sie 10 Spieler aus dem aktuellen Kader aufzählen.
Ich fahre auch nicht mehr so oft. Bin ruhiger geworden. Vor einigen Jahren noch bin ich zu jedem Spiel gefahren. Oft auch auswärts. Schon als Teenager war das für mich erklärte Ziel eine Dauerkarte zu erwerben. Allerdings musste es die Nordkurve sein. Das klappte nie. War immer ausverkauft.
Nordkurve war leider nie drin. Zur Zeit Wartezeit darauf - 15 !! Jahre.
Trikot war und ist mir wurscht.
Meine Kumpels mit denen ich damals zum Fussball gefahren bin, waren auch so drauf.

Party ging eh oft nicht weil ich fahren musste. Wir sind oft mit dem PKW angereist. Oft war ich auch mal alleine unterwegs.
Aber wenn sich ne Party ergab und ich nicht fahren musste, gerne. 🙂


Das viele der Stadionbesucher nur kommen um Party zu machen, oder um mal Abwechslung zu haben, oder so.......habe ich oft genug mitbekommen. Gespräche über Urlaube oder Kochrezepte, sogar Beschwerden weil es laut wurde, habe ich oft genug mitbekommen.
.............Geht mit, mittlerweile, am Poppes vorbei..........

Allerdings nie in der Nordkurve. :lachweg::lachweg:
 
Zuletzt bearbeitet:

Hendryk

Forum-Freund
Hendryk, das ist aber genau der Punkt, dass "echte Fans" genau dieses befeuern und befeuert haben. Zu meiner Jugendzeit gab es kein Heim, Gast, Dritt plus Eventtrikot. Teilweise gab es für den normalen Fan die Trikots nur über den Weg, es im Stadion zu bekommen direkt vom Spieler. Heute kaufen sich etliche Fans jedes verfügbar gemachte Trikot, inklusive Veredelungen für ein Schweine Geld, von den limitierten reden wir da erst recht nicht. Bei den Eintrittspreisen ist es nicht besser, und viele haben dann zusätzlich noch die notwendigen Abos (eines reicht ja je nach Spieltag nicht mehr), um die Spiele zu sehen. Alles was noch kommen wird, ist die logische Folge der Entwicklung seit den 2000ern.
Seit den 2000ern...
Ich war von Mitte der 70er bis Anfang der 90er fast jedes Wochenende in einem Stadion. Sehr viel in Delmenhorst beim SV Atlas (Oberliga Nord = 3.Liga damals). Dann durch meinen Kollegen im Heimatverein, erst 3.Mannschaft, dann 2. Mannschaft. Da sind wir, ich als Zuschauer, in der untersten Kreisklasse gestartet, erstes Punktspiel gleich 13:1 (auswärts) gewonnen.
Und natürlich auch immer mal bei Werder.
Dann kamen Frau und Familie und es ging nicht mehr viel. Also was seit den 2000ern passiert ist, da war ich nicht mehr wirklich dabei und bedaure es auch nicht. Inzwischen wieder etwas mehr Stadion, Frauenfußball (Werder) und der neue SV Atlas Delmenhorst, den alten von früher gibt es nicht mehr.
Ich hatte mal nen grün/weißen Schaal, woher? Der ist schon jahrzehntelang verschwunden. Ich brauche da nichts von. Und wenn du schreibst, dass "echte Fans" genau dieses befeuern und befeuert haben. Zitat Ende.
Wir sind dann da wo ich geschrieben habe, dass ich mich nie als Fan gesehen und bezeichnet habe. Und diesen Konsum so nie gewollt und auch nicht unterstützt habe.
Und wie @Andre es beschreibt, da sitzen heute Leute im Stadion, für die es einfach chick ist. Ein Event eben... Echte Fans?
 

SaintWorm

Kein M0derator
Moderator
Man muss ja auch mal betrachten, was so an Zielgruppe nachkommt, und wie die Fussball beim Aufwachsen erlebt haben. Es ist dann leicht die Frage zu stellen, ob das echte Fans sind und das der Generation abzusprechen.
Emotional habe ich mich vom Profifussball mehr oder weniger verabschiedet. Okay, Werder, ist halt Familie. Aber inzwischen eher Cousine zweiten Grades als Schwester. Wormatia jetzt wieder in der 4. Liga, was ziemlich ideal ist.

Wie alles im Leben ist auch das Fussballgeschäft in Bewegung und ich persönlich finde die Richtung schrecklich. Dementsprechend habe ich meine investierte Zeit auf ein Minimum zurückgefahren. Gleichzeitig kommen aber Massen an Fussballfans nach, die völlig anders sozialisiert wurden. Die gar nichts anderes kennen, als Champions League; die exzessiv FIFA gezockt haben und dementsprechend eine engere Bindung an individuelle Spieler und eine größere Affinität zur Show auf dem Platz haben.

Es ist nunmal Lauf der Dinge, dass sich Dinge verändern und dass Menschen zurückbleiben, die der Veränderung skeptisch gegenübertreten. Ich erinnere mich noch, dass mein Opa damals gemeckert hat, dass bei der Wormatia nicht mehr alle Spieler aus Worms und der nächsten Umgebung kamen. Für ihn war das der übliche Lauf der Dinge, für mich schwer nachvollziehbar.

Lange Rede, kurzer Sinn: "Für einen selbst."
 
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