Horst Köhler ist zurückgetreten

Der Kandidat muss nicht zeingend überparteilich sein, da seine Parteizugehörigkeit während der Amtszeit ohnehin ruht.

Angesichts der klaren Mehrheit in der Bundesversammlung sollte man jedoch auf diese oppositionellen Geplänkel ebenso verzichten, wie auf die Nominierung eines abgehalfterten Fernsehkommissars durch die Kommunisten.

Hilfreich in der aktuellen Situation wäre jedoch ein "Konsens-Kandidat", der parteipolitisch möglichst "unbelastet" ist.

Die abgehalfterte Regierungsqlique sollte daher im übergeordneten deutschen Interesse auf die rücksichtslose Durchsetzung parteipolitischer Interessen ebenso verzichten, wie auf die Nominierung farbloser Parteisoldaten durch das Sammelbecken ehemaliger Nazis.
 
Als junger und freier Ckristdemokrat käme Gauck für mich schon in Betracht. Schon allein wegen seines Engagements bei der Aufdeckung der kommunistischen Verbrechen.

Aber Wulff ist halt noch ne ganze Klasse besser.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Was der Gauck nicht alles so gemacht hat. Würde mich nicht wundern, wenn ihm auch noch redaktionelle Miarbeit am Schwarzbuch des Kommunismus nachgesagt wird, dem Oberaufdecker kommunistischer Verbrechen. :D
 

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Hilfreich in der aktuellen Situation wäre jedoch ein "Konsens-Kandidat", der parteipolitisch möglichst "unbelastet" ist.

Jep. Das ist eigentlich auch meine Intention.

Prinzipiell kann es auch einer aus einer Partei sein keine Frage, aber dann sollte er lange genug draussen sein aus dem operativen Geschäft.

Irgendeiner aus der Opposition hat heute im Fernsehen den Namen Töpfer reingehauen, auf den man sich hätte auch gemeinsam verständigen können. Unabhängig von der Person, aber so einer wäre prinzipiell auch nicht schlecht.
 

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Seh ich gar nicht. Weizi und Rau waren doch klar besser als Köhler und Herzog, um nur mal die letzten 4 zu vergleichen.

Das mag sein. Aber unumstritten war Rau auch nicht. Ausserdem haben wir andere Zeiten.

Hinzu kommt noch, dass Rau seinerzeit bei ihrer Wahl schon ein Weilchen ohne Funktion war.
 
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das ist doch kein gegenargument, sondern ein Argument dafür.

Nuja. Kann man sicher so und so sehen. Für die tatsächliche Funktion des Kanzlers wäre wohl eher seine Direktwahl ein Argument.
Der Bundespräsident hat in der gestaltenden Politik einfach zuwenig zu melden. Die starke Person im Land ist der Kanzler. Und wenn schon Direktwahl, dann denjenigen, der am nächsten an der tagespolitik ist und nicht denjenigen, der (nur) durchs Land tingelt, Gäste empfängt und Gesetze absegnet.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
das ist doch kein gegenargument, sondern ein Argument dafür.

Nichts anderes hat er ausgedrückt, wenn man zwischen den Zeilen liest. Es handelt sich dabei nämlich um ein Argument der Regierungsparteien und dabei ist es völlig wurscht, wer gerade an der Macht ist.
 

Holgy

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Gauck ist mir persönlich zu alt für das Amt. Wird interessant wie die Linken abstimmen..mit Gauck haben sie vermutlich ein Problem. Allerdings könnten sie jetzt mal Farbe zu Rot-Grün bekennen.

Die wählen natürlich niemals Gauck. Die suchen sich einen eigenen Kandidaten.
 

Holgy

Kommischer Foggel
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Nuja. Kann man sicher so und so sehen. Für die tatsächliche Funktion des Kanzlers wäre wohl eher seine Direktwahl ein Argument.
Der Bundespräsident hat in der gestaltenden Politik einfach zuwenig zu melden. Die starke Person im Land ist der Kanzler. Und wenn schon Direktwahl, dann denjenigen, der am nächsten an der tagespolitik ist und nicht denjenigen, der (nur) durchs Land tingelt, Gäste empfängt und Gesetze absegnet.

hä, meinst du jetzt das eine direktwahl des Bundespräsidenten das amt des kanzlers schwächt?

eine direktwahl des kanzlers ist natürlich suboptimal. Was soll denn SPD-Kanzler mit einer CDU mehrheit anfangen oder ein CDU-kanzler mit einer SPD-Mehrheit?

Den Präsi könnte man aber locker von allen wählen lassen.
 

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hä, meinst du jetzt das eine direktwahl des Bundespräsidenten das amt des kanzlers schwächt?

Nöö. Ich meine, dass das das Argument der Gegner einer Direktwahl ist. Und das das Argument aus plebiszitärer Sicht nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Die Machbalance verschiebt sich schon ein wenig Richtung Bundespräsident, wenn dieser direkt, der Kanzler aber nur indirekt gewählt wird.

eine direktwahl des kanzlers ist natürlich suboptimal. Was soll denn SPD-Kanzler mit einer CDU mehrheit anfangen oder ein CDU-kanzler mit einer SPD-Mehrheit?

Sich auf den Arsch setzen und vernünftige Politik machen. immerhin ist der Kanzler ja Regierungschef. Und muss sowieso Rücksicht auf die Mehrheiten im Parlament nehmen.
 

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Verstehe ich nicht. :weißnich: Wieso sollte eine Direktwahl des Präsidenten den Kanzler schwächen?

Nuja, man argumentiert mit der Machtbalance im Grundgesetz. Die nämlich ziemlich "verworren". Guck, im Moment isses so, dass das Parlament die direkte Macht hat. Indirekt durch die Wahl über das Parlament die Kanzlerin. Und noch indirekter über die Beteiligung der Länder der Bundespräsident. Der hat aber formal das höchste Amt im Staate inne. Und kontrolliert gesetze auf offensichtliche Verfassungswidrigkeiten, bevor er unterzeichnet. Zudem ernennt und entlässt er Minister.

Wenn man das jetzt aufbricht und die Abhängigkeit des Bundespräsidenten vom Parlament und den Ländervertretern auf das Volk direkt übertragen will, dann stärkt dies natürlich seine (formale) Autorität. Und wenn jemand gestärkt wird, wird auf der anderen Seite eine anderer konkludent geschwächt.
 
Und wenn jemand gestärkt wird, wird auf der anderen Seite eine anderer konkludent geschwächt.

Selten habe ich so einen Blödsinn gelesen.

Auf welche Weise jemand gewählt wird, ob direkt oder indirekt, hat mit Stärke oder Schwäche absolut gar nichts zu tun.

Wer im Parlament die Mehrheit hat, ist auf jeden Fall stark.

Wer sie in der Bundesversammlung hat, erst recht.

Wer sie aber ih einer Direktwahl bei einer Wahlbeteiligung von 50 % hat und davon 26 % auf sich vereinigt, steht eher auf recht wackeligen Beinen.
 

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Die wählen natürlich niemals Gauck. Die suchen sich einen eigenen Kandidaten.

Können sie ja auch. Dann gibt es eben 3 Wahlgänge. Ist zwar dann noch peinlicher, aber immerhin interessant, wem die Linken dann die Stimme geben. Kann mir kaum vorstellen, dass sie in einem dritten Wahlgang an ihrem Kandidaten festhalten udn dadurch womöglich den Wulff ins Amt verhelfen.
 

Holgy

Kommischer Foggel
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Nuja, man argumentiert mit der Machtbalance im Grundgesetz. Die nämlich ziemlich "verworren". Guck, im Moment isses so, dass das Parlament die direkte Macht hat. Indirekt durch die Wahl über das Parlament die Kanzlerin. Und noch indirekter über die Beteiligung der Länder der Bundespräsident. Der hat aber formal das höchste Amt im Staate inne. Und kontrolliert gesetze auf offensichtliche Verfassungswidrigkeiten, bevor er unterzeichnet. Zudem ernennt und entlässt er Minister.

Wenn man das jetzt aufbricht und die Abhängigkeit des Bundespräsidenten vom Parlament und den Ländervertretern auf das Volk direkt übertragen will, dann stärkt dies natürlich seine (formale) Autorität. Und wenn jemand gestärkt wird, wird auf der anderen Seite eine anderer konkludent geschwächt.


aha, nun kann ich das argument nachvollziehen, und natürlich ist das nicht ganz von der hand zu weisen. aber aufgrund der festgelegten funktionen der ämter halte ich das für ein schwaches argument. aber selbst wenn es so wäre, könnte man es ja auch als wünscheswertes korrektiv sehen.
 

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Es handelt sich dabei nämlich um ein Argument der Regierungsparteien und dabei ist es völlig wurscht, wer gerade an der Macht ist.

In der Tat. Wenn die Machtverhältnisse in der Bundesversammlung gerade andersrum sind, sind zwar nicht die Argumente der Direktwahlgegner andersrum, aber die Personen zwischen Befürwortern und gegenern tauschen sich aus.
 
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