Gauck oder Wulff?

Ich würde ihn wählen ...

  • Gauck

    Stimmen: 35 89,7%
  • Wulff

    Stimmen: 5 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    39

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Wenn ich einer der von CDU/CSU oder FDP benannten Wahlmänner (oder gar ein MdB dieser Fraktionen) gewesen wäre, hätte ich Gauck gewählt. Er vertritt konservative Positionen, er stellt etwas dar, was ich als politische Aura bezeichnen würde, wirkt ehrenwert, hat das eher klassische Alter für das Amt UND ein guter Ministerpräsident könnte weiter das machen, was er in jedem Fall kann.

In exakt zwei Wahlgängen hätte ich so gestimmt, im Dritten hätte ich meine Stimme davon abhängig gemacht, wie sich die Linken entscheiden würden. Wäre mir nicht klar gewesen, wie sie wählen, wäre ich bei meinem Stimmverhalten geblieben. Es hätte dann die - zugegeben kleine - Chance existiert, dass mein Favorit gewinnt. Da aber auch mir nicht entgangen wäre, dass die Linke nicht über ihren Schatten springen wird, wäre meine Stimme bei Gauck verloren gewesen. Also hätte ich im 3. Wahlgang Wulff gewählt, um meinem Lager den Rücken zu stärken.

Fällt Euch was auf?

Alle unterstellen, die "Abweichler" wollten die eigene Chefin abwatschen.

Erstaunlich ist nämlich, dass die Abweichler in mindestens 1 Wahlgang die einzigen waren, die den Favoriten des Volkes gewählt haben, UND entgegen jeglicher ätzender parteipolitischer Linie gewählt haben.

Nach Ihrem Gewissen? So lange, bis erkennbar war, dass er es einfach nicht schaffen kann? Ich halte das einfach nicht für ausgeschlossen.

Ich finde eigentlich, dieser Aspekt bleibt in diesem linkslastigen Forum ;) :huhu: :D mal wieder völlig unberücksichtigt.
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Nicht in der Argumentation des politischen Gegners. Ein gaaanz junger Abgeordneter der Linken wurde heute im Parlament durch einen Unions-Abgeordenten ausdrücklich in Sippenhaft für die Vergangenheit der Linkspartei genommen. Das wird sich auch in 20 oder 30 Jahren nicht ändern, fürchte ich.
dann soll er doch antworten: ich finde, alles war in der ddr sche..., außer fkk.
 
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht enttäuscht bin mit der Wahl für Christian Wulff. Er war zwar nicht der Mann, den ich als Wahlmann bevorzugt hätte, aber er hat sich mit Joachim Gauck einen fairen Wahlkampf auf Parteiebene geliefert und zeigten höchsten Respekt in den zahlreichen Medien gegenüber ihren Gegngern auf das Amt des Staatsoberhauptes. Das hat gezeigt, dass beide so oder so dieses Amt mit Würde mit Leben erfüllen würden. Diese Professionalität und Seriosität hat mich zutiefst beeindruckt und mir imponiert. Aus diesem Grund sah ich beide vor Verkündung der Entscheidung als geeignete Kandidaten an.

Aber mir war klar, dass beide eine ganz andere Außendarstellung als Bundespräsident haben würden. Während Joachim Gauck seine Schwerpunkte in seiner Vorstellung der Kandidatur vor allen Dingen auf "Freiheit und wahrende Demokratie" als geschichtshistorischer Mahner setzte, stand Christian Wulff eher für den appellierenden Politiker in Sachen "Integration und ehrenamtliches Engagenment in allen Bereichen des Landes". Um es kurz zu fassen: Joachim Gauck als der Vertreter des Empirismus. Wulf als der Vertreter des Rationalismus.

Als Bundespräsident bringt Christian Wulff mit seinem Alter sicher auch etwas Frische mit, den alle im weitesten Sinne kennen als erfahrenen Politiker und Ministerpräsidenten von Niedersachsen kennen. Wer weiß, vielleicht bringt er die eine oder andere Veränderung mit sich, weil er weiß, in welcher Lage er sich in der Parteipolitik befand. Ganz nebenbei bringt er auch eine junge Familie mit und wird schon bald mit seiner Ehefrau Bettina als das Glamour-Paar bei RTL Explosiv gehuldigt. ;)

Mit tut Joachim Gauck schon etwas Leid, weil er viele Stimmen im dritten Wahlgang durch starrsinnige Wahlfrauen und Wahlmänner der Linken verloren hatte. Ich schon sehr über ihr Handeln enttäuscht, da sie alles andere als vorbildlich war und die zahlreichen Enthaltungen in einer Bundespräsidentschaftswahl unwürdig für eine demokratische und mitentscheidende Partei Deutschlands ist. Auf dieser Weise kann man im Endeffekt auch Stimmen bei den nächsten Wahlen auf kommunaler, ländlicher und Bundeseben verlieren. Denn was hat das für eine Aussenwirkung, wenn man zu einem Bundespräsidenten überhaupt keine Meinung besitzt und man zumindestens nicht in der Lage ist einen von zwei zu wählenden Kandidaten zu stimmen. :top:
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Aber mir war klar, dass beide eine ganz andere Außendarstellung als Bundespräsident haben würden. Während Joachim Gauck seine Schwerpunkte in seiner Vorstellung der Kandidatur vor allen Dingen auf "Freiheit und wahrende Demokratie" als geschichtshistorischer Mahner setzte, stand Christian Wulff eher für den appellierenden Politiker in Sachen "Integration und ehrenamtliches Engagenment in allen Bereichen des Landes". Um es kurz zu fassen: Joachim Gauck als der Vertreter des Empirismus. Wulf als der Vertreter des Rationalismus.
"Freiheit und wahrende Demokratie" = Empirismus, "Integration und ehrenamtliches Engagenment in allen Bereichen des Landes" = Rationalismus? Bisschen hochtrabend, finnze nich? :suspekt:

Und was soll das überhaupt sein, "wahrende" Demokratie? :gruebel:
 
"Freiheit und wahrende Demokratie" = Empirismus, "Integration und ehrenamtliches Engagenment in allen Bereichen des Landes" = Rationalismus? Bisschen hochtrabend, finnze nich? :suspekt:

Und was soll das überhaupt sein, "wahrende" Demokratie? :gruebel:

Kann nicht hochtrabend sein, da ich schließlich nicht die Integration von Migranten mit Rationalismus gleich gesetzt habe. ;)
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Aso - kein eigener Kandidat = keine Meinung zu den vorhandenen......

Deine Schlüsse müsste man ziehen können....
 
Aso - kein eigener Kandidat = keine Meinung zu den vorhandenen......

Deine Schlüsse müsste man ziehen können....

Was hast du denn für Meinung dazu, wenn die Wahlmänner auf Landes- und Bundesbene einer demokratischen Partei plötzlich nicht in der Lage sind einen eigenen Kandidaten aufzustellen und zudem sich von der Wahl mehrheitlich enthalten, obwohl zwei Kandidaten zur Wahl standen? Ich - wie viele andere auch - kann daraus keine positiven Schlüsse ziehen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Nee....du schliesst daraus, dass sie zu beiden "keine" Meinung haben. Und ich nur, dass die beide ablehnen. Aber eine Ablehung kann man in der Bundesversammlung halt nicht ausdrücken.

Eine Ablehung ist aber auch eine Meinung. Auch wenn sie dir nicht gefällt.
 
Nee....du schliesst daraus, dass sie zu beiden "keine" Meinung haben. Und ich nur, dass die beide ablehnen. Aber eine Ablehung kann man in der Bundesversammlung halt nicht ausdrücken.

Eine Ablehung ist aber auch eine Meinung. Auch wenn sie dir nicht gefällt.

Es ist indem Sinne keine Ablehnung gegenüber beiden Kandidaten, weil sie im dritten Wahlgang nicht in der Lage waren, eine Alternative zu benennen. Dann kännte man schließlich auch davon ausgehen, dass sie sich zu einen der Alternativen "outen" können.

Ich empfinde dies als unwürdig und beschämenswert für eine Angeordneten als Vertretung der Bürger Deutschlands. Übrigens hat das rein gar nichts mit "Gefallen" zu tun. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Es ist indem Sinne keine Ablehnung gegenüber beiden Kandidaten, weil sie im dritten Wahlgang nicht in der Lage waren, eine Alternative zu benennen.

Warum hätten sie das tun sollen? Aus Spaß an der freude?

Die Kandidatein der Linken hat ihre Kandidatur selbst zurückgezogen, wie berichtet wurde. Die Erfolgsaussichten eines neuen eigenen Kandidaten waren eh äußerst gering, wenn nicht gar Null. Warum also einen aufstellen?

Mach mal ein Gedankenexperiemnt: Verein, 20 Mitglieder, 2 Leute stehen zur (Kampf)Abstimmung, Chef zu werden. Neuvorschläge sind noch zugelassen, du weisst, dass sich 10 für den einen und 7 für den anderen entscheiden werden, nur du und zwei andere sind mit keinem von beiden einverstanden. Was machst du?
 
Warum hätten sie das tun sollen? Aus Spaß an der freude?

Die Kandidatein der Linken hat ihre Kandidatur selbst zurückgezogen, wie berichtet wurde. Die Erfolgsaussichten eines neuen eigenen Kandidaten waren eh äußerst gering, wenn nicht gar Null. Warum also einen aufstellen?

Es wäre trotzdem eine klare Meinung bezüglich des Amtes des Bundespräsidenten bezogen worden. So aber ist es für eine demokratische Partei zum höchsten Staatsamt einfach nur gesichtslos und ihm gegenüber respektlos.

Wie auch immer, diese Frage wird mir noch häufig herumschwirren, weil ich es nicht nachvollziehen kann, wie eigentlich eine gesamte Partei sich einer solchen Wahl plötzlich enthalten kann. Ich finde keine trefferenden Worte meiner Wut.

Ich hoffe, du vergleichst nun nicht die Wahl des Bundespräsidenten mit einer Wahl des Vorsitzenden eines x-beliebigen Sportvereins. :lachweg:
Aber um deine Frage zu beantworten: Entweder ich ich hätte mit den zwei anderen einen geeigneten Kandidaten aufgestellt oder mich für einen der zwei Kandidaten entschieden. Eine Enthaltung ist so oder so zwecklos. Sonst lohnt sich doch nicht die Teilnahme an dem gesamten Wahlabend mit anschließendem glücklichen Feierabend in der nächsten Eckkneipe. :huhu:
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Es wäre trotzdem eine klare Meinung bezüglich des Amtes des Bundespräsidenten bezogen worden.

Heisst also: Keinen Kandidaten wegen mangelnder Erfolgsaussichten mehr zu benennen, das zudem auch gaanz kurzfristig = mangelnder Respekt vor dem Amt?

Da haben wir es wieder mit den Schlüssen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Aber um deine Frage zu beantworten: Entweder ich ich hätte mit den zwei anderen einen geeigneten Kandidaten aufgestellt oder mich für einen der zwei Kandidaten entschieden. Eine Enthaltung ist so oder so zwecklos.

Einen chancenlosen Kandidaten aufstellen, nur um einer Enthaltung zu entgehen findeste da echt besser? Wegen dem Respekt vor dem Amt? Oder gibts da noch einen anderen Grund?

Wenn nicht, dann zum Respekt vor dem Amt: Respektlos vor dem Amt ist sicher nicht, wer keinem der Kandidaten seine Stimme gibt, sondern sich enthält. Der ist wohl eher konsequent.

Zudem sieht das entsprechende Wahlgesetz ausdrücklich die Möglichkeit einer Enthaltung vor. Ist jetzt das Wahlgesetz ansich auch respektlos vor dem Amt, wenn es diese Möglichkeit der Simmenabgabe einräumt?
 
Zuletzt bearbeitet:

GilbertBrown

Green Bay Packers Owner
Nee....du schliesst daraus, dass sie zu beiden "keine" Meinung haben. Und ich nur, dass die beide ablehnen. Aber eine Ablehung kann man in der Bundesversammlung halt nicht ausdrücken.

und was soll eine enthaltung bringen? gewählt wird sowieso einer, also entscheide ich mich für das persönlich kleinere übel. nicht wählen bringt einfach nichts. wenn die wahlbeteiligung bei 0,1% liegt, hat trotzdem einer das amt.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
und was soll eine enthaltung bringen? gewählt wird sowieso einer, also entscheide ich mich für das persönlich kleinere übel. nicht wählen bringt einfach nichts. wenn die wahlbeteiligung bei 0,1% liegt, hat trotzdem einer das amt.

Die ham ja nicht "nicht gewählt". Sonst wären es ja weniger abgegebene Stimmen. Die haben gewählt, sich zu enthalten. Weil sie nicht ablehnen können. Und das ist was anderes, als "keine Meinung" zu haben.

Dessen ungeachtet. Selbst eine Stimmenabgabe für Gauck hätte "nichts gebracht", um deine Frage, was eine Enthaltung bringen soll, mal andersrum zu beantworten. Wozu also für Gauck stimmen, wenn es eh nix bringt?
 
Heisst also: Keinen Kandidaten wegen mangelnder Erfolgsaussichten mehr zu benennen, das zudem auch gaanz kurzfristig = mangelnder Respekt vor dem Amt?

Da haben wir es wieder mit den Schlüssen.

Exakt.

Denn es geht in diesem Kontext nicht darum, in welchen Zeitraum und aus welchen Gründen "Die Linke" ihren Kandidaten nicht aufgestellt hat, sondern weshalb sie sich plötzlich im dritten und alles entscheidenden Wahlgang zurückzog, keinen Kandidaten mehr aufstellte und nicht willens war zwischen zwei Kandidaten sich zu entscheiden, sondern sich der Wahl des Staatsoberhauptes enthielt. Das ist höchstens eine Ablehnung gegenüber den das höchste Staatsamt - Mehr hat es aber auch nicht mit ablehnenden Haltung zu tun. Denn ich bin mir sehr sicher, dass es in keinem Sinne der Bürger ist, keine Meinung zu irgendeinem Kandidaten zu beziehen, sondern sich, wie ein kleines Kind wenn es nicht ihr Schokoladeneis bekommt, zurückzuziehen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Exakt.

Denn es geht in diesem Kontext nicht darum, in welchen Zeitraum und aus welchen Gründen "Die Linke" ihren Kandidaten nicht aufgestellt hat, sondern weshalb sie sich plötzlich im dritten und alles entscheidenden Wahlgang zurückzog, keinen Kandidaten mehr aufstellte und nicht willens war zwischen zwei Kandidaten sich zu entscheiden, sondern sich der Wahl des Staatsoberhauptes enthielt.

Nochmal: Sie hat sich nicht der Wahl enthalten, sondern der Stimme. Sie hat also teilgenommen, alle (vermutlich) haben ihre Stimme abgegeben. Das bitte ich doch von einer Nichtwahl zu trennen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Exakt.

Denn es geht in diesem Kontext nicht darum, in welchen Zeitraum und aus welchen Gründen "Die Linke" ihren Kandidaten nicht aufgestellt hat, sondern weshalb sie sich plötzlich im dritten und alles entscheidenden Wahlgang zurückzog, keinen Kandidaten mehr aufstellte und nicht willens war zwischen zwei Kandidaten sich zu entscheiden.

Da isses schon respektloser gegenüber dem Amt, einen "Ersatzkandidaten" als 2., 3. oder 4. Wahl zu benennen, der dann nur im dritten Wahlgang, dazu noch ohne Chancen auf eine Wahl, antritt.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Gegenfrage: Warum sich mit einer Enthaltung einer Entscheidung zweier würdiger Kandidaten entziehen, wenn es eh nix bringt?

Weil eine Enthaltung auch einen Aussageinhalt hat, im Gegensatz zu deiner Intention aber einen anderen.

Zudem sieht das Gesetz eine Enthaltung ausdrücklich vor. Ist also legitim. Wie im übrigen bei jeder Abtimmung.

Keine Enthaltung gab es früher mal. Da wurde nämlich genauso argumentiert, wie du das jetzt tust.

Und bevor du zu toben anfängst: Ich war damals dabei, ich weiss, wovon ich rede.
 
Zuletzt bearbeitet:

GilbertBrown

Green Bay Packers Owner
Die ham ja nicht "nicht gewählt". Sonst wären es ja weniger abgegebene Stimmen. Die haben gewählt, sich zu enthalten. Weil sie nicht ablehnen können. Und das ist was anderes, als "keine Meinung" zu haben.

Dessen ungeachtet. Selbst eine Stimmenabgabe für Gauck hätte "nichts gebracht", um deine Frage, was eine Enthaltung bringen soll, mal andersrum zu beantworten. Wozu also für Gauck stimmen, wenn es eh nix bringt?

falsch, sie haben schon "nicht gewählt". eine mitglied der bundesversammlung, das sich enthält, ist vergleichbar mit einem nichtwähler bei einer normalen wahl. da gibt's auf sem stimmzettel auch kein "enthaltung", wo man sein kreuzchen machen kann.

den zweiten absatz müsste man eigentlich unkommentiert lassen. und wenn eine mannschaft ein spiel verliert, wäre es eh besser gewesen, gar nicht erst anzutreten. was für ein blödsinn
 
Nochmal: Sie hat sich nicht der Wahl enthalten, sondern der Stimme. Sie hat also teilgenommen, alle (vermutlich) haben ihre Stimme abgegeben. Das bitte ich doch von einer Nichtwahl zu trennen.

Lass uns doch nicht in Haarspalterei enden.

Tatsache ist doch, dass die Wahlmänner und Wahlfrauen der Linken, genauso wie alle anderen Wähler der demokratischen Parteien des Landes, die Chance hatten, ihre Stimmen für einen geeigneten Kandidaten auch im dritten Wahlgang abzugeben. Was mich enttäuscht, ist die Tatsache, dass sie weder einen eigenen Kandidaten für die dritte Wahl aufgestellt hatten noch sich entscheiden konnten für einen der beiden zur Wahl stehenden Kandidaten. Wann bitte schön, haben sich zuletzt 121 Wähler (!) ihrer Stimme bei einer Bundespräsidentschaftswahl enthalten? Ich erinnere gerne noch einmal daran, dass der Bundespräsident der Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland ist. Empfindest du es deshalb auch als würdig, sich dieser Wahl zwischen zwei Kandidaten grundsätzlich nicht zu stellen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bedauerlicherweise ist der Wulff nun vergeben.
Er war der Einzige, der für mich AMs Nachfolger hätte sein können.
Meine letzte Hoffung: Die blöde, fette Plaudertasche Gabriel will ja wohl keiner.
Die Linke ist für mich jetzt die Vuvuzela-Partei: Keiner will sie, aber muss sie wohl oder übel ertragen, bis es vorbei ist.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Lass uns doch nicht in Haarspalterei enden.

Dann bleib bitte präzise. Sonst verfälscht du nämlich schleichend Tatsachen.

Tatsache ist doch, dass die Wahlmänner und Wahlfrauen der Linken, genauso wie alle anderen Wähler der demokratischen Parteien des Landes, die Chance hatten, ihre Stimmen für einen geeigneten Kandidaten auch im dritten Wahlgang abzugeben.

Stimmt. Wenn es denn einen geeigneten aus ihrer Sicht gegeben hätte. Gab es aber nicht mehr. Ihr eigener "geeigneter" Kandidat hat nämlich das Handtuch geschmissen, ein Ersatzkandidat wäre als 2. Wahl auch nicht geeignet gewesen und gegen die anderen beiden hatten sie auch was.

Was mich enttäuscht, ist die Tatsache, dass sie weder einen eigenen Kandidaten für die dritte Wahl aufgestellt hatten noch sich entscheiden konnten für einen der beiden zur Wahl stehenden Kandidaten.

Das kann es. Nur der Schluss, den du daruas ziehst, ist eben nicht präzise.

Wann bitte schön, haben sich zuletzt 121 Wähler (!) ihrer Stimme bei einer Bundespräsidentschaftswahl enthalten?

Gar nicht. Aber was besagt das? Doch nur, dass andere seinerzeit im dritten Wahlgang nicht so starke Vorbehalte gegenüber einem der beiden stärksten Kandidaten gehabt haben, wie es diesmal war.

Ich erinnere gerne noch einmal daran, dass der Bundespräsident der Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland ist. Empfindest du es deshalb auch als würdig, sich dieser Wahl grundsätzlich nicht zu stellen?

Nochmal: Sie haben sich der Wahl gestellt. Ob du das nun wahrhaben willst oder nicht.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Erschreckend ist bei der ganzen Wahl, dass bis zu 6 Leute zu dämlich waren ihren Wahlzettel richtig auszufüllen bzw. auf'm Klo waren.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
falsch, sie haben schon "nicht gewählt". eine mitglied der bundesversammlung, das sich enthält, ist vergleichbar mit einem nichtwähler bei einer normalen wahl. da gibt's auf sem stimmzettel auch kein "enthaltung", wo man sein kreuzchen machen kann.

In einer "normalen" Wahl eines Bundes- oder Landtages sicher nicht. Bei der Wahl in der Bundesversammlung schon.

Genau DAS ist ja der Unterschied.

Mit einem Nichtwähler bei einer Bundestagswahl kannste den Wahlmann vergleichen, der "keine Stimme" abgibt. Deren gab es nämlich auch zwei. :D
 
Oben