Fußball ohne Fans?

Ein bisschen weniger Melodramatik wäre nett. Oder auch viel weniger. Aber der Fan will halt gerne glauben, dass all die Kicker seines Lieblingsteams wegen der geilsten Fans der Welt und der tollen Stimmung im eigenen Stadion dort spielen. Und dass es beim Fußball in letzter Konsequenz eigentlich um ihn selbst geht. Oder zumindest gehen sollte.
Dabei ist das Prinzip so einfach. Angebot und Nachfrage. Sich einerseits über den abgehobenen Fußball zu echauffieren, diesen aber andererseits schön weiter zu finanzieren, geht halt nicht zusammen. Kurz gesagt: Wem zu viel Geld im Fußball zirkuliert, der soll halt weniger reinstecken. Wenn das genug machen, ist es bald vorbei mit den obszönen Gehältern und Prämien.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Dabei ist das Prinzip so einfach. Angebot und Nachfrage. Sich einerseits über den abgehobenen Fußball zu echauffieren, diesen aber andererseits schön weiter zu finanzieren, geht halt nicht zusammen. Kurz gesagt: Wem zu viel Geld im Fußball zirkuliert, der soll halt weniger reinstecken. Wenn das genug machen, ist es bald vorbei mit den obszönen Gehältern und Prämien.
Nee, so einfach ist es nicht. Weil selbst 20.000 Dauerkarten vom Gesamtumsatz wieviel ausmachen?
Ausserdem betrifft das ja nur den ersten Punkt von den genannten Vieren.

Aber das macht den Beitrag auch nicht besser, man erfährt ja nix Neues.
Dummerweise wird der altbekannte Spruch von O. Rehagel mal wieder entgegen seiner Bedeutung zitiert.
 

Detti04

The Count
Das Problem ist nicht die Kommerzialisierung, d.h. das Mehr an Geld, sondern die Ungleichverteilung des Geldes. Einen nicht-kommerzialisierten Profifussball hat die Mehrheit derjenigen, die sich ueber Kommerzialiserung beschweren, naemlich nie erlebt. Wie soll das uebrigens gehen, "Profifussball", d.h. Fussball, den Menschen beruflich betreiben, ohne dass in irgendeiner Form Kommerz dahintersteckt? Von irgendwoher muss das Geld schliesslich kommen, von dem diese Menschen bezahlt werden.

Natuerlich sind heutzutage viele Summen absurd hoch, und der Profifussball wuerde schlimmstenfalls nur marginal schlechter, wenn Buli-Profis nur ein Zehntel dessen bekaemen, was sie aktuell verdienen. Nur: Wenn Leute bereit sind, Hunderte von Euros zu zahlen, nur um Fussball in der Glotze zu gucken, dann sollte man dafuer nicht den Klubs verantworlich machen.
 
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