Freddie Mercury

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Aber mal ne andere Frage: Warum wird hier immer wieder Musik niedergemacht,sobald sie Erfolg hat ? Ich hab hier schon des Öfteren gelesen,die Musik xy sei gut gewesen bis sie im Radio rauf- und runter gedudelt wurde.Oder z.B. die Band war super bis sie zu mainstreammäßig wurde.Da seh ich keine Logik.Entweder mag ich die Mucke oder nicht.Dabei ist es mir scheißegal,ob davon 1 CD oder 1 Million verkauft wurden.
Gute Frage. Nun ist es aber tatsächlich so, dass manche Bands in ihren Anfängen innovativ und spannend klingen, sich aber mit der Zeit dem Massengeschmack anpassen, also eher in Richtung 0815-Sound gehen. Und wenn man eben diesen Massengeschmack nicht sonderlich mag (wie ich z.B.), darf man das doch wohl kritisieren.

Gebe dir aber recht, dass mehr Erfolg nicht automatisch geringere Qualität bedeutet. Kommt eben auf die Band an. Und letztendlich natürlich vor allem auf den Geschmack des Einzelnen - wie immer, wenn es um Musik geht.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Aber mal ne andere Frage: Warum wird hier immer wieder Musik niedergemacht,sobald sie Erfolg hat ?

Das ist leicht. Alles was Kommerz ist, ist grundsätzlich mal schlecht, weil da nicht mehr Tradition, Leistung, Persönlichkeit und Qualität eine Rolle spielt, sondern nur noch die Kohle.

Ergo: Wer CD's verkauft, in Chart-Stückzahlen, ist dem Kommerz verfallen und dann bestenfalls nur noch die Hälfte wert.
 

BärVomBorsigplatz

Echt-Borusse
Gute Frage. Nun ist es aber tatsächlich so, dass manche Bands in ihren Anfängen innovativ und spannend klingen, sich aber mit der Zeit dem Massengeschmack anpassen, also eher in Richtung 0815-Sound gehen. Und wenn man eben diesen Massengeschmack nicht sonderlich mag (wie ich z.B.), darf man das doch wohl kritisieren.

Gebe dir aber recht, dass mehr Erfolg nicht automatisch geringere Qualität bedeutet. Kommt eben auf die Band an. Und letztendlich natürlich vor allem auf den Geschmack des Einzelnen - wie immer, wenn es um Musik geht.

Ich stell jetzt mal ne andere These auf: Sobald sich der Massengeschmack dem Sound einer Band angepasst hat,wird diese plötzlich uninteressant,weil kommerziell.
Das beste Beispiel dafür war seinerzeit die LP "Deep Purple in Rock".Zunächst DER Geheimtipp unter unseren "Rockexperten".Als die LP die Hitparaden stürmte und auch noch ne Single-Auskopplung ein Riesenerfolg wurde,war die Kapelle plötzlich zu kommerziell für unsere Elitäristen.

Okay,für deine These sprechen z.B. Elvis,Bryan Adams oder die Scorpions.Die haben nun wirklich ihren Stil angepasst,was ICH nun überhaupt nicht verwerflich finde,im Gegenteil.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Dass "Deep Purple in Rock" als zu kommerziell angesehen wurde, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Von mir jedenfalls nicht. Wenn, dann gilt das eher für ihre späteren Erfolge und Hits wie "Smoke on the Water".
 

Itchy

Vertrauter
Kann ich mich nur anschließen.Mit dem kleinen Zusatz: singen konnte er wie kein Zweiter.Dadurch wurde der Rest der Kapelle unverdienterweise etwas in den Hintergrund gedrängt.

Aber mal ne andere Frage: Warum wird hier immer wieder Musik niedergemacht,sobald sie Erfolg hat ? Ich hab hier schon des Öfteren gelesen,die Musik xy sei gut gewesen bis sie im Radio rauf- und runter gedudelt wurde.Oder z.B. die Band war super bis sie zu mainstreammäßig wurde.Da seh ich keine Logik.Entweder mag ich die Mucke oder nicht.Dabei ist es mir scheißegal,ob davon 1 CD oder 1 Million verkauft wurden.

Stimmt so nicht. Die Musik gefällt ja nicht deswegen nicht, weil sie im Radio hoch und runter läuft, sondern weil sie so konzipiert ist. Mir hat an Queen der 70er immer das Komplexe gefallen, wie sich ein Stück aufbaut, wie es verläuft. Deswegen auch kein bumm-bumm-ba oder Pilzenlied, deswegen nicht mehr die Musik der 80er.
Ich war ehrlich gesagt auch nie der Überfreund von Mercurys Stimme, die Chöre waren eigentlich meistens die besseren Teile.
 

Dilbert

Pils-Legende
Das ist leicht. Alles was Kommerz ist, ist grundsätzlich mal schlecht, weil da nicht mehr Tradition, Leistung, Persönlichkeit und Qualität eine Rolle spielt, sondern nur noch die Kohle.

Ergo: Wer CD's verkauft, in Chart-Stückzahlen, ist dem Kommerz verfallen und dann bestenfalls nur noch die Hälfte wert.

Nö.

Wenn ich eine Gruppe gut finde, dann freue ich mich auch, wenn sie irgendwo in den Charts auftaucht, weil sie die Kohle dann meiner Meinung nach auch verdient haben.

Womit ich oftmals Probleme habe, ist wenn eine Band ihren Stil komplett über den Haufen wirft. Gefällt mir die Mucke danach immer noch gut, okay, aber teilweise erkennt man eine Band kaum mehr wieder.

Z.B. Blind Guardian. Hier ein Song vom Beginn der 90er, als sie meiner Ansicht nach ihre beste Zeit hatten. YouTube - Blind Guardian - Welcome to Dying

Geradeaus mit Vollgas in die Nackenmuskeln.

Dann das Ding hier, rausgekommen 1998. Man sucht schon beinahe verzweifelt einen roten Faden (auch wenn sie es auf dem "A Night in the Opera"-Album damit noch mehr übertrieben haben, auf dem kann ich wirklich kaum sagen, welchen Song ich gerade höre), dazu völlig überproduziert. Und das ist einer der besseren Songs des "Nightfall in the Middle Earth"-Albums. Künstlerisch ist sowas vielleicht höchst wertvoll, aber im Ohr hängen bleibt kaum etwas.

YouTube - Time Stands Still (At The Iron Hill), Blind Guardian

Und hier einer vom letzten Album: Eigentlich ein ganz guter Song, aber irgendwie klingt er zerfetzt, gruselig verzerrt... und einfach nur FALSCH! Was haben die aus Hansis Stimme gemacht? Der klingt teilweise, als hätte man ihm beim Singen Zitronenscheiben inne Augen gedrückt.

YouTube - Another Stranger Me - Blind Guardian - A Twist In The Myth

Noch einer vom letzten Album: Hat sicherlich ein paar gute Phasen, aber teilweise bekomme ich da gerade vom "Gesang" Ohrenschmerzen. Und eine halbwegs durchgängigie Songstruktur sucht man völlig vergebens:

YouTube - Blind Guardian - This Will Never End

Ich hab mir bisher voller Vorfreude wirklich jedes Album der Band gekauft. Beim nächsten werde ich erstmal die Kritiken lesen, bei youtube soviel es geht reinhören und mir dann genau überlegen, ob der Kram wirklich noch etwas mit der Band zu tun hat, die ich für Granaten wie The last Candle oder Valhalla einst so geliebt habe.
 
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BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Wenn ich eine Gruppe gut finde, dann freue ich mich auch, wenn sie irgendwo in den Charts auftaucht, weil sie die Kohle dann meiner Meinung nach auch verdient haben.


:hail::hail:

Womit ich oftmals Probleme habe, ist wenn eine Band ihren Stil komplett über den Haufen wirft.

Lass mal. Das geht nicht nur dir so. Das ist an sich auch nicht das Problem.

Das Problem ist, dass es häufig vorkommt, dass gera die die Bands, die gestern noch die Plattenregale füllten, gnaz plötzlich sogar aussortiert werden, nur wiel sie mal einen Charterfolg haben. Habe ich zumindest im Falle von Metallica und ACDC bei einigen so erlebt. Erfolgreich=Kommerz=Schrott.

Dabei verkennen die Zuhörer regelmäßig, dass auch der anderen Seite auch Menschen stehen, die sich auch weiterentwickeln (oder auch nicht) und dass eine Weiterentwicklung häufig nicht in die gleiche Richtung erfolgt, oder aber mit anderer Geschwindigkeit, schlicht, dass man sich bezüglich Musikgeschmack und der "Erfüllung" dessen auseinanderentwickelt.

Dieses Auseinanderentwicklen habe ich so miterlebt mit Depeche Mode. In den 80ern klasse Musik, heute, naja..... aber dass ich deswegen die Bans plötzlich "Sch...e" finde, kann ich nicht sagen. Obwohl das ein blödes Beispiel ist. Ein besseres sind da die "Toten Hosen" oder die Ärzte.

Andererseits hast du natürlich auch recht. Es gibt auch viele Gruppen, die sich um der Chartplazierung willen bewusst und absichtlich in die kommerzielle Richtung entwickeln. Wobei mir die Verwerflichkeit dessen auch nicht ganz klar ist.

Mein größtes Problem ist immer noch, wenn jemand eine ihm nicht genehme Musikrichtung als Mist, Kommerzmucke, "billigen Pop" (oder auch "Proletenrock") oder so abwertet. Das hat kein Stil verdient. Da wäre es manchmal besser, einzuräumen, dass man mit der Musikrichtung nix anfangen kann, und gut is.
 

Dilbert

Pils-Legende
Mein größtes Problem ist immer noch, wenn jemand eine ihm nicht genehme Musikrichtung als Mist, Kommerzmucke, "billigen Pop" (oder auch "Proletenrock") oder so abwertet. Das hat kein Stil verdient. Da wäre es manchmal besser, einzuräumen, dass man mit der Musikrichtung nix anfangen kann, und gut is.

Das mit der Bezeichnung "billiger Pop" wirste bei mir aber nicht rauskriegen, wenn beim DIMA mal einer eine Band / ein Interpret denselben Song zum 200000000. mal mit einem anderen Text versieht, aber die Mucke (bevorzugt aus dem PC oder vom Keyboard mit ein bisschen Bumm Bumm drin). Denn das ist einfach nur... ja, billiger Pop und schreckliche, seelenlose Kommerzmucke.

Blind Guardian sind allerdings auch ein blödes Beispiel, weil sie ihre Mucke bestimmt nicht dahingehend geändert haben um mehr Platten zu verkaufen. Sie haben sich weiterentwickelt, aber diese Entwicklung gefällt mir immer weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
(...)

Das Problem ist, dass es häufig vorkommt, dass gera die die Bands, die gestern noch die Plattenregale füllten, gnaz plötzlich sogar aussortiert werden, nur wiel sie mal einen Charterfolg haben. Habe ich zumindest im Falle von Metallica und ACDC bei einigen so erlebt. Erfolgreich=Kommerz=Schrott.

(...)

AC/DC wurden aussortiert, weil sie zuviel Erfolg hatten? Fiel mir nicht auf.

Was Metallica betrifft, wurden die doch weniger aussortiert sondern ihre Hörerschaft änderte sich:
Waren's in den Achtzgern vor allem die Speed- und Thrashmetaler, die auf die Alben "Kill 'em all", "Ride the lightning" und "Master of Puppets" abfuhren, so kamen mit dem schwarzen Album und dem darauf folgenden "Load" v.a. die Fans des "softeren Metals" dazu und die Thrasher wurden weniger bzw. hörten halt die alten Scheiben.

Ein Freund von mir, Gattung Thrashmetaler, ging 91 oder 92 zu einem Metallicakonzert in der Olympiahalle und kugelte sich vor Lachen als er bemerkte, dass in etwa die Hälfte der Anwesenden völlig verwirrt war, dass es ausser "Enter Sandman" von der gleichen Band auch noch völlig was anderes gibt wie z.B. "Whiplash", "Seek and Destroy", "Battery", ... :D

Wenn man sich in den extremeren Musikbereichen bewegt, dann würde ich auch nicht von "Boykott" oder "Niedermachen" sprechen, denn das tun die ursprünglichen Fans größtenteils auch nicht, sie hören schlicht lieber ihren Stil und nicht mehr eine Band, die komplett andere Mucke macht. Is' ja auch klar, oder? Wenn ich auf extremen Metal stehe, dann gibt mir reiner Rock einfach nicht das, was ich suche und deswegen schwenke ich dann zu Kombos, die eben mehr Rabatz machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Metallica muss man wohl festhalten, das das schwarze Album tatsächlich eher den Massengeschmack traf und beinharten Thrashern natürlich nicht mehr gefiel. Die folgen Metallica Alben waren dann nur noch für die absoluten Metallicafans. Das Metallica da die Kommerzschiene gefahren ist, kann man wohl kaum ernsthaft vertreten. Das war eher kommerzieller Selbstmord. Ganz neutral gesehen muss konstatiert werden, das das kreative Potential Metallicas nach dem schwarzen Album aufgebraucht war.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Okay,für deine These sprechen z.B. Elvis,Bryan Adams oder die Scorpions.Die haben nun wirklich ihren Stil angepasst,was ICH nun überhaupt nicht verwerflich finde,im Gegenteil.
Wenn es dir hinterher immer noch gefällt, ok. Ich habe die Scorpions nie gehört, war einfach nicht meins, dieser Lederjackenbetroffenheitsrock. Bis ich mal die erste LP von denen zufällig hörte. Die gefiel mir, die habe ich mir gekauft.

Was ich schade finde, ist wenn Bands mit ihrem erfolgreichsten Stück identifiziert werden, auch wenn das ihren restlichen Stil überhaupt nicht wiedergibt. Aber im Radio kommt dann wenn überhaupt immer nur das eine Stück. Obwohl ausgerechnet dieses meistens eher seicht ist. So wie We are the Champions, Stairway to Heaven, Another Brick in the Wall. Gerade die 3 Bands haben nun wirklich mehr zu bieten.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ganz neutral gesehen muss konstatiert werden, das das kreative Potential Metallicas nach dem schwarzen Album aufgebraucht war.
Wenn dann vorher. Wobei das neue ja sowohl musikalisch als auch grafisch (was das Logo angeht) ein Schritt zurück nach vorn ist. Ich war überrascht, dass sie da so die Kurve gekriegt haben. Dass mir die ersten 4 besser gefallen, als die letzten 4 hat auch nix damit zu tun, dass ich sie als kommerziell ablehne. Das ist ne reine Geschmacksache. Wäre ja auch Blödsinn, Master of Puppets ist schliesslich soweit ich weiß kommerziell der größte Erfolg der Band.

Manchmal liegt es auch an einem Wechsel in der Besetzung, dass es einem einfach nicht mehr so gut gefällt, oder gerade deswegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass mir die ersten 4 besser gefallen, als die letzten 4 hat auch nix damit zu tun, dass ich sie als kommerziell ablehne. Das ist ne reine Geschmacksache. Wäre ja auch Blödsinn, Master of Puppets ist schliesslich soweit ich weiß kommerziell der größte Erfolg der Band.

Ja. Die späteren Alben sind einfach "ganz andere Musik" als die späteren. Daran liegt das Nichtgefallen von vielen, die die ersten Alben mochten. Aber auch objektiv gesehen ist seit dem schwarzen Album die Luft raus.

Das neue gefällt mir auch nicht so. Man kann nicht einfach nach über 20 Jahren an die (späten) Anfänge anknüpfen als wäre nichts gewesen.

Die späten Queen gefallen mir auch nur noch bedingt.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Was ich schade finde, ist wenn Bands mit ihrem erfolgreichsten Stück identifiziert werden, auch wenn das ihren restlichen Stil überhaupt nicht wiedergibt. Aber im Radio kommt dann wenn überhaupt immer nur das eine Stück. Obwohl ausgerechnet dieses meistens eher seicht ist. So wie We are the Champions, Stairway to Heaven, Another Brick in the Wall. Gerade die 3 Bands haben nun wirklich mehr zu bieten.
Was Stairway to Heaven betrifft, gebe ich dir nur zum Teil recht. Klar haben Led Zeppelin viel mehr zu bieten, aber ich finde das Stück weder seicht noch untypisch für die Band - es wurde halt einfach nur zu oft gespielt, das ist das Problem (das du ja auch angesprochen hast). Irgendwann überhört man sich auch das beste Stück.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Ich stell jetzt mal ne andere These auf: Sobald sich der Massengeschmack dem Sound einer Band angepasst hat,wird diese plötzlich uninteressant,weil kommerziell.
Das beste Beispiel dafür war seinerzeit die LP "Deep Purple in Rock".Zunächst DER Geheimtipp unter unseren "Rockexperten".Als die LP die Hitparaden stürmte und auch noch ne Single-Auskopplung ein Riesenerfolg wurde,war die Kapelle plötzlich zu kommerziell für unsere Elitäristen.

Okay,für deine These sprechen z.B. Elvis,Bryan Adams oder die Scorpions.Die haben nun wirklich ihren Stil angepasst,was ICH nun überhaupt nicht verwerflich finde,im Gegenteil.


Es kommt auch darauf an, für was man als Band steht.....jemand, der mir etwas von Veränderungen und Spießern vorgaukelt aber sich dann ausverkaufen läßt, dem seine Musik kommt nicht mehr rüber, denn Musik lügt nicht....und das merken die einen oder auch nicht....mir ist es relativ egal, ich ändere die Welt nicht und sie ändert mich nicht....dafür schreibe ich keine Autogramme...so ist es!
 

SaintWorm

Bolminator
Moderator
Dann das Ding hier, rausgekommen 1998. Man sucht schon beinahe verzweifelt einen roten Faden (auch wenn sie es auf dem "A Night in the Opera"-Album damit noch mehr übertrieben haben, auf dem kann ich wirklich kaum sagen, welchen Song ich gerade höre), dazu völlig überproduziert. Und das ist einer der besseren Songs des "Nightfall in the Middle Earth"-Albums. Künstlerisch ist sowas vielleicht höchst wertvoll, aber im Ohr hängen bleibt kaum etwas.

YouTube - Time Stands Still (At The Iron Hill), Blind Guardian

Tja, da muss ich Dir widersprechen. Für mich ihr bestes Album, ein Ohrwurm nach dem anderen, bei mir ist eigentlich alles hängen geblieben. Klar ist das aufwendig produziert, hat sich in meinen Augen bzw Ohren aber absolut gelohnt.

"A Night in the Opera" fand ich dann allerdings ziemlich schwach.
 

Detti04

The Count
Aber mal ne andere Frage: Warum wird hier immer wieder Musik niedergemacht,sobald sie Erfolg hat ? Ich hab hier schon des Öfteren gelesen,die Musik xy sei gut gewesen bis sie im Radio rauf- und runter gedudelt wurde.Oder z.B. die Band war super bis sie zu mainstreammäßig wurde.Da seh ich keine Logik.Entweder mag ich die Mucke oder nicht.Dabei ist es mir scheißegal,ob davon 1 CD oder 1 Million verkauft wurden.
Wenn ein Lied im Radio rauf und runter gespielt wird, verkommt es eben zu Hintergrundmusik und wird so letztlich - ob verdient oder nicht - abgewertet. Durch hundertfaches Hoeren wird irgendwann auch die letzte Komplexitaet weggebuegelt, welche (zumindest fuer mich) ein Stueck erst richtig interessant macht. Und nach dem Dudeln im Radio kommt dann das Dudeln im Kaufhaus, und das haben viele Lieder einfach nicht verdient. Ich kann mich noch gut erinneren, wo ich zum ersten Mal "Smells like teen spirit" in einem Supermarkt gehoert habe (naemlich in einem Dixi-Supermarkt in Boeblingen): damals hab ich naemlich fassungslos zwischen den Regalen gestanden und mich gefragt, ob ich jetzt weinen oder die Bude abfackeln soll.

Oder um ein einfaches Beispiel zu bringen: du willst ja vermutlich auch nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit dasselbe Essen serviert bekommen, selbst wenn es Dein Lieblingsessen ist, oder? Mir zumindest vergeht nach 'ner Zeit dann er Appetit und dieses Essen verliert meine Wertschaetzung.
 

Dilbert

Pils-Legende
Tja, da muss ich Dir widersprechen. Für mich ihr bestes Album, ein Ohrwurm nach dem anderen, bei mir ist eigentlich alles hängen geblieben. Klar ist das aufwendig produziert, hat sich in meinen Augen bzw Ohren aber absolut gelohnt.

"A Night in the Opera" fand ich dann allerdings ziemlich schwach.

Ich muss das selbst auch revidieren. Ich hab mir heute die Live-Doppelscheiblette von 2003 (?) angehört, und da sind vom Nightfall-Album viele gute Lieder drauf. "A Night at the Opera" hab ich mir glaube ich insgesamt zweimal angehört, und ausser zwei Songs blieb da nichts hängen (und die fand ich nichtmal besonders gut). "A Twist in the Myth" ist meiner ansicht nach aber die grösste Katastrophe. Weiterentwicklung gut und schön, aber der Sound dieser CD ist einfach nur grotte. Absichtlich zermatschter Gesang, fast schon steril klingende Gitarren. Dabei haben viele Songs durchaus gute Ansätze, aber die wurden grauenhaft kaputtmodernisiert. Ich verstehe seit dem Album jedenfalls nur zu gut, warum Thomen Stauch (Drummer bis 2005) mit der musikalischen Entwicklung nicht mehr zurechtkam, und zu Savage Circus abgehauen ist.

YouTube - Savage Circus - Tomorrowland

Da isser inzwischen aber auch nicht mehr.

Fans der alten Blind Guardian-Scheiben kann ich an dieser Stelle nur die Band Persuader ans Herz legen. Deren Sänger klingt (gerade auf dem letzten Album) teilweise schon dermassen nach Hansi Kürsch, dass es fast eine Frechheit ist (obwohl der ja gar nichts dafür kann).

YouTube - Persuader - Twisted Eyes

YouTube - Persuader - Slaves of labour

YouTube - Persuader - The Hunter

P.S.: Ja, das ist derselbe Typ, der auch bei Savage Circus singt.
 
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