Financial Fairplay kommt: Verändert es den Fussball?

Guten Abend.
Wie man schon seit längerem weiß, will die Uefa ein Projekt (oder wie soll ich es nennen ?) durchführen.. und zwar Financial Fair Play. Heute habe ich in einem anderem, eher kleinerem Fußballforum, eine Diskussion entdeckt und habe mir auch ein paar Gedanken gemacht und hätte ein paar Fragen.

Wenn zum Beispiel der FC Chelsea London, mit ihrem Investor Roman Abramowitsch, 50 Millionen € erwirtschaftet, dann darf Chelsea ja maximal 95 Millionen € ausgeben für Transfers, denn dann wäre die maximale Grenze von 45 Millionen € Schulden ja erreicht ?
Wenn jetzt aber sagen wir Abramowitsch, Geld in den Verein pumpt, zählt es dann als erwirtschaftetes bzw. eingenommenes Geld oder darf man dann wirklich nur mit dem Geld arbeiten, das man selbst erwirtschaftet ?
Sind damit den Investoren die Hände gebunden oder dürfen sie weiter rein pumpen ?

Danke für die Antworten
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das weiß wohl noch nicht mal die Fifa so genau: Europas Club-Fußball: Uefa will "Financial Fair Play" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport

Das ist wohl so der Grobentwurf. Das soll durch ein Lizensierungsverfahren festgeschrieben werden.

1. Die Verpflichtung der Vereine, über einen gewissen Zyklus hinweg pro Saison nicht mehr auszugeben als sie einnehmen.

2. Die Festlegung von Regeln zu Gehaltsobergrenzen und Transferausgaben.

3. Die Bestimmung von Indikatoren zur nachhaltigen Eingrenzung von Schulden.

4. Die Verpflichtung der Clubs, ihre Zusagen zu jeder Zeit einzuhalten. Alle Vorschriften sollen sich dabei mit dem Uefa-Clublizensierungsverfahren vereinbaren lassen.

Aber was als Einnahmen und Ausgaben gilt, ist wohl tatsächlich unklar:

Erster Streitpunkt: Wie konsequent soll die Formel "nicht mehr ausgeben als einnehmen" umgesetzt werden? Der derzeitige Plan sieht vor, dass alle Teilnehmer der Uefa-Wettbewerbe für die vergangenen drei Geschäftsjahre eine mindestens ausgeglichene Bilanz aufweisen müssen, sonst erfolgt die Disqualifikation.

Zweiter Diskussionspunkt: Welche Ein- und Ausgaben werden überhaupt berücksichtigt, um die finanzielle Gesundheit eines Clubs beurteilen zu können? Der Uefa schwebt derzeit vor, zu unterscheiden zwischen sogenannten "guten Ausgaben" und "schlechten Ausgaben". Doch wie kann man gut und schlecht rational definieren? Für die Architekten von Financial Fair Play sind die guten Investitionen zum Beispiel solche in die Jugendarbeit oder die Stadioninfrastruktur. Als schlechte Aufwendungen seien hingegen zum Beispiel Ablösesummen für Spielertransfers oder unangemessene Gehaltszahlungen zu verstehen.

Einführung ist für 2015 vorgesehen. Aber da bleibt wohl noch viel Arbeit, wie das dann tatsächlich aussehen soll.
 
2. Die Festlegung von Regeln zu Gehaltsobergrenzen und Transferausgaben.
An sich hab ich gegen die ganze "Financial Fair Play"-Sache nichts, aber der zitierte Teil stört mich. Die Nachfrage regelt den Preis und so sollte das auch weiterhin bleiben, da möchte ich nicht, dass die UEFA irgendwas in Sachen Ablösesummen vorschreibt, wenn für Real ein Ronaldo mehr als 90 Millionen € wert ist, dann sollen sie ihn auch um diesen Preis kaufen dürfen. Eingedämmt werden höhere Transferausgaben ja sowieso dadurch, dass Vereine nicht mehr ausgeben dürfen, als sie eingenommen haben (zumindest, wenn das wirklich konsequent umgesetzt wird). Wobei ich auch den Standpunkt verstehen würde, dass Fußballvereine nun mal Unternehmen sind und ihnen deshalb niemand vorschreiben sollte, wie hoch ihre Schulden sein müssen. Wenn sie dann in Konkurs gehen, sind sie halt selbst Schuld, wie ein normales Unternehmen auch.
 

André

Admin
„Financial Fairplay“, das Reformprojekt der Europäischen Fußball-Union (Uefa), schreibt künftig vor der Zulassung zu den europäischen Klubwettbewerben schwarze Zahlen in der Klub-Bilanz vor - die nicht mehr durch Zuschüsse eines reichen Eigentümers ausgeglichen werden darf.

Ein interessantes Interview dazu mit Karl-Heinz Rumenigge findet Ihr bei der faz: Karl-Heinz Rummenigge im Gespräch: „Wir brauchen mehr Geld“ - Bundesliga - Sport - FAZ.NET

Wird dann alles besser und fairer, und haben Plastikclubs und Mäzenprojekte dann wirklich keine Chance mehr? Was meint Ihr?
 

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Jede Saison ein Titel!
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Ein einfacher Umgehungstatbestand ist ein entsprechend hoher Sponsoring-Vertrag mit einer Firma des "Eigentümers". Irgend eine (nutzlose) Gegenleistung wird sich da schon finden lassen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Höhö, bei dem "fair" muss ich grinsen, wenn ich solche Sätze lese:

"Ein Aufstieg wie der von Manchester City wird künftig schwieriger. Aber will man die Manchester Citys dieser Welt fördern? Ich als Fußballfan will etwas anderes: Ich will Inter, Real, Barcelona, Bayern, Milan, Manchester United sehen. Weil das über viele Jahre hinweg die besten Klubs der Welt sind und Tradition haben."

"Wir sind von den fünf großen Ligen Europas mit weitem Abstand Tabellenletzter bei TV-Erlösen. Wenn das nicht dramatisch verändert wird, bekommt die Bundesliga trotz ihres momentan gesunden wirtschaftlichen Zustands ein Problem. „Financial Fairplay“ verbessert unsere Situation im europäischen Wettbewerb, die TV-Vermarktung verschlechtert sie."

---> Könnte sich einem glatt der Gedanke aufdrängen, es ginge um Wahrung des Status Quo und mehr Geld für'n FCB :D
 

André

Admin
Ein einfacher Umgehungstatbestand ist ein entsprechend hoher Sponsoring-Vertrag mit einer Firma des "Eigentümers". Irgend eine (nutzlose) Gegenleistung wird sich da schon finden lassen.
Das denke ich auch. Da kommt der Hopp und bietet Hoffenheim 25 Millionen wenn die Hopp ist top auf Ihre Brust schreiben. Und nu?

@Ru: Das meinste nur. ;)
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
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"Ein Aufstieg wie der von Manchester City wird künftig schwieriger. Aber will man die Manchester Citys dieser Welt fördern? Ich als Fußballfan will etwas anderes: Ich will Inter, Real, Barcelona, Bayern, Milan, Manchester United sehen. Weil das über viele Jahre hinweg die besten Klubs der Welt sind und Tradition haben."

Der ist gut.

Kleines Gedankenexperiment. Wir transferieren in Gedanken Messi, Iniesta, Xavi, Pique und die anderen alle von Barca nach Manschester City. Und deren Spieler umgekehrt zum FC Barcelona. Dann wechseln wird noch den Trainer jeweils aus. Gleichzeitig nehmen wir an, Barca bringt 5000 Auswärtsanhänger mit und Manchster auch.

Wen will man dann sehen? Barca? Weil die so ein geiles Trikot haben? Kann ich mir nicht so ganz vorstellen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
So lange zentrale Fragen des angeblichen financial fair plays nicht geklärt sind, wie in diesem thread schon angesprochen: http://www.soccer-fans.de/fussball-stammtisch/41102-financial-fair-play-investoren.html

hann ich das nicht beurteilen. Meiner Meinung nach ist das völlig überflüssig und sinnlos. Fußballvereine sind Entertainmentfirmen. Für die gelten die gleichen Rechte wie für andere Firmen. Man stelle sich mal vor, jemand wollte alle Maschinenbaufirmen dazu zwingen, dass für sie andere (Finanz-)Gesetze gelten als für alle andere Firmen. Ist doch absurd! (Aber für absurd war ja nie ein Argument, etwas im Fußball nicht zu machen...)
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Auf jeden Fall bräuchte man, wenn es überhaupt was "nützen" sollte, eine Deckelung der Zuwendungen von Außen. Bspw. bei 5% des Etats.

Damit ist nicht gemeint, dass man nicht mehr zuwenden dürfen soll. Aber für die Lizenzerteilung sollte eben nur ein entsprechender Maximalbetrag als Einnahme (und damit für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit) herangezogen werden. Selbstredend muss man die Über-Zuwendungen dann so fortschreiben, dass man nicht nach 10 Jahren die angehäufte Liquidität wieder in die Lizenzmasse einbringen kann.

Des weiteren braucht man Maximalquoten für Spielertransfers und Gehälter pro Verein und Jahr

Aber selbst dann gibt es noch ein Risiko. Nämlich, dass sich Fussballfirmen einfach neu und anders organisieren und ihr eigenes Ding machen. Schliesslich ist ja die Zentral-Lizenzerteilung , die zentralvermarktung, überhaupt der ganze Zirkus der UEFA auch nur ein Kartell in weitestem Sinne. Da isses schon vorstellbar, dass (irgendwann) diverse Clubs sagen, sie machen das ganze Theater nicht mehr mit und gründen ihre eigene Arena.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Da isses schon vorstellbar, dass (irgendwann) diverse Clubs sagen, sie machen das ganze Theater nicht mehr mit und gründen ihre eigene Arena.
Haben wir doch jetzt schon, quasi. Oder warum und auf wessen Betreiben hin vollzogen sich die diversen Reformen der Europapokalwettbewerbe und zu wessen Nutzen? Rein darauf angelegt, den G14 oder wie weit man diesen elitären Zirkel fassen will, Planungssicherheit geben zu können was ihre Präsenz und Einnahmen aus der CL angeht.
Die nationalen Ligen sind da eher notwendiges Übel, um dem Kunden im eigenen Land das Gefühl zu geben dort würde die Musik spielen. Für den ist nämlich so ein Bundesligaspiel oft nicht weniger wichtig als ein Spiel in der CL. Ständig gegen Milan, Manchester, Real etc. würde ja auch schnell langweilig werden und seine Exklusivität verlieren. Und jeden Tag in der Zeitung stehen muss man ja auch, egal ob gegen Barcelona oder Freiburg.

Dagegen sind die meisten anderen Vereine ziemlich abgehängt, wer in die CL kommt steht ja relativ fest. Bzw. wer dort niemals reinkommen wird oder nur ganz vielleicht in einer extremen Ausnahmesituation.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
"Wir sind von den fünf großen Ligen Europas mit weitem Abstand Tabellenletzter bei TV-Erlösen. Wenn das nicht dramatisch verändert wird, bekommt die Bundesliga trotz ihres momentan gesunden wirtschaftlichen Zustands ein Problem. „Financial Fairplay“ verbessert unsere Situation im europäischen Wettbewerb, die TV-Vermarktung verschlechtert sie."

Da hat er nicht ganz unrecht, allerdings muss er sich fragen wie er die TV-Vermarktung verbessern will. Bleibt eigentlich nur eine Einzelvermarktung des FCB. Allerdings darf er dann nicht von den Erlösen für die Liga reden, wenn er glaubwürdig sein will. Denn die Sache ist ja die, dass der deutsche TV-Kunde aus welchen Gründen auch immer nicht oder nur sehr begrenzt willens ist, das Geld für pay-TV-Fussball auszugeben wie er es nach Rummenigges Vorstellungen tun müsste damit sich ein entsprechender Erlös für den jeweiligen Sender rechnet. Wir haben ja nicht umsonst inzwischen den dritten Anbieter nach premiere und arena.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...) Bleibt eigentlich nur eine Einzelvermarktung des FCB. Allerdings darf er dann nicht von den Erlösen für die Liga reden, wenn er glaubwürdig sein will. (...)

Nur darauf wollte ich auch mit dem Zitierten raus: Es geht schlicht um mehr TV-Einnahmen für den FC Bayern, die er aktuell nicht in dem Ausmaß kriegen kann, wie ein Man. Utd. beispielsweise.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Den Rummenigge schätze ich so ein, dass er seinen Verein nur noch gegen Bezahlung präsentiert sehen möchte. Im free TV also garnicht mehr oder eben als Ausschnitte in den Nachrichten gegen anteilige GEZ Gebühren.
Die Einnahmen aus pay TV wie sky oder Liga Total reichen ihm natürlich auch nicht, weil das Bezahlfernsehen zu wenig Kunden generiert. Seitdem die Kirch Media Gruppe pleite gegangen ist, werden für Rummenigge nie wieder solch rosige Zeiten anbrechen. Er wird sich dafür stark machen, dass über die EU Kommission die europaweite Einführung des sog. Salary Cap ( Gehaltsobergrenze ) beschlossen wird. Wird schwer werden oder gar nicht möglich sein, ich habe da zum Thema Salary Cap etwas bei Wikipedia gefunden:
Allerdings scheint fraglich, ob die Europäische Union hierzu Regelungen beschließen kann, da sie im Bereich der Sportpolitik über keine besonderen Kompetenzen verfügt.
:weißnich:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
So, es wird wieder etwas mehr diskutiert, über das ominöse FFP.

Kalle Rummenigge hat natürlich primär Schiss, das alle anderen Ligen bescheißen, was der FCB ja nie machen würde. ;)

Zitat:
"Ich sehe das Verhalten meiner Kollegen. Weniger in Deutschland, mehr das in anderen großen Ligen. Man muss sich ja auch auf die Einführung vorbereiten. Ich frage mich, wie machen das einige Klubs in England, Italien oder auch Spanien? Laufen die sehenden Auges in ihr Unglück oder glauben sie, dass die Geschichte nicht seriös ist?"
Fußball - Newsticker - UEFA - Rummenigge fordert UEFA zum Handeln auf

Außerdem vermisst Kalle einen "Strafenkatalog" bei Verstoß. ich dachte bisher, dass das ein Lizenzverfahren sein soll, und wer die nicht erfüllt, bekommt eben keine. :weißnich:

Was ich auch noch nicht wusste:
Die "Financial Fair Play"-Regeln der Uefa sollen ab der Saison 2013/14 wirksam werden. Fußballklubs, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen wollen, dürfen nur noch operative Verluste von höchstens fünf Millionen Euro pro Jahr schreiben. Allerdings kann ein Investor zunächst höhere Verluste ausgleichen. Diese dürfen in den Spielzeiten zuvor (2011/12 und 2012/13) insgesamt aber nicht die Marke von 45 Millionen Euro übersteigen.
Quelle: Fußball - Newsticker - Sportpolitik - Financial Fair Play: Seifert rechnet mit Betrug

Hopp findet das FFP übrigens auch gut: Fußball - Newsticker - Bundesliga - Hopp nimmt Platini in die Pflicht :D

Naja, ich weiß nicht, was ich davon halten soll, ich sehe da noch viel zu viele Ungereimtheiten und was daran Fair Play sein soll, das die krass unterschliche finazielle Potenz der Vereine ein für alle mal festgeschrieben sein soll, leuchtet mir auch nicht ein. :weißnich:
 
Chelsea z.B. hat allein im Winter 80 Millionen für Spieler ausgegeben.
Und es sollen noch weitere 100 Millionen im Sommer folgen..
Meint ihr, da hat jemand schon einen Plan ausgedacht, wie man diese Regeln umgeht oder läuft der FC Chelsea, samt dem Russen an der Spitze, in den Abgrund, indem sie das FFF nicht ernst nehmen ?
 

alditüte

HSVer
Verläuft eh im Sande, dieses FFP … ich mein, ja, ich hab die Hoffnung. Aber mal im Ernst, wer an ein Durchgreifen der UEFA und ein Stopfen der Schlupflöcher glaubt, der hat allen Realitätssinn verloren. Paris, City, Zenit, Chelsea, Real und Co. werden uns auch weiterhin in der CL beglücken.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Dann musst du Werbung verbieten. Denn der Werbewert kann meiner Meinung nach beliebig hoch oder niedrig beziffert werden. Meiner Meinung nach sind auch die Summen die die FC AG oder die BvB KG für Trikotwerbung bekommen ohne entsprechenden Gegenwert. Ist aber nicht wirklich bezifferbar, insofern sind 100mio auch nicht unrealistischer.
 

André

Admin
Der belgische Spielerberater Daniel Striani kündigte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über seinen Anwalt Jean-Louis Dupont an, gegen die Bestimmungen des Financial Fairplay klagen zu wollen.

"Wir wollen den Richter dazu bekommen, dass er die Break-even-Regel für nichtig erklärt. Wenn nötig, auch mit einem Gang vor die nächste Instanz am Europäischen Gerichtshof."

"Die meisten Studien der Ökonomen, die sich mit diesem Thema befassen, zeigen, dass die UEFA mit der Break-even-Regel nicht nur ihre Ziele einer finanziellen Stabilität der Vereine und der Integrität des Wettbewerbs verpasst, sondern zudem nur die größten Klubs in Europa einen Vorteil daraus ziehen. Die kleinen Vereine bleiben klein. Das kann nicht der Sinn sein."

Droht ein neues Bosmann Urteil? (Wäre zumindest schon mal der gleiche Anwalt)
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Ist halt wie überall in der Wirtschaft. Die Klubs mit den schlausten und teuersten Anwälten finden immer einen Weg, so eine Regel zu umgehen.

In der sogenannten "Break-even-Regel" ist festgelegt, dass eine negative Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht mehr durch private Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden darf. Am Ende finden die Großvereine aber immer eine Lücke, um diese Gelder einfach als normale Einnahmen zu deklarieren... :isklar:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
"Die meisten Studien der Ökonomen, die sich mit diesem Thema befassen, zeigen, dass die UEFA mit der Break-even-Regel nicht nur ihre Ziele einer finanziellen Stabilität der Vereine und der Integrität des Wettbewerbs verpasst, sondern zudem nur die größten Klubs in Europa einen Vorteil daraus ziehen. Die kleinen Vereine bleiben klein. Das kann nicht der Sinn sein."

Droht ein neues Bosmann Urteil? (Wäre zumindest schon mal der gleiche Anwalt)


Das wäre sehr wünschenswert! Ich schrob es ja auch schon: Diese Regel ist ebenso wie die 50+1 Regel in Schland allein dafür da, um die Position der reichen Clubs zu schützen und die Konkurrenz klein zu halten.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich verstehe das ganze Financial Fair Play sowieso nicht.
Profifußball, v.a. der in den Regionen CL und EL, ist Geschäft und sollte als solches behandelt werden.
Es fragt auch kein Mensch danach woher Apple oder die Trumpf AG ihr Geld beziehen oder schreibt ihnen vor wieviel Gewinn oder Verlust sie machen dürfen.
 

André

Admin
Diese Regel ist ebenso wie die 50+1 Regel in Schland allein dafür da, um die Position der reichen Clubs zu schützen ...
Sehe ich anders. Das ein Geldgeber auch Einfluss und Druck ausüben will haben wir doch gesehen. Will man eigenständige Vereine sehen oder will man 18 Firmenmannschaften in einer Liga gegeneinander spielen lassen?

Auch sehe ich nicht wieso das den großen Vereinen nutzen sollte? Ein Investor steigt doch tausend mal lieber bei City, oder Chelsea ein , als beim FC Portsmouth.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Sponsoren über genauso einen Druck aus. Musste dann auch verbieten.

Ich sehe es wie rupert. Das sind keine Vereine, sondern Firmen. Und denen vorzuschreiben woher sie "ihr Geld beziehen oder (...) wieviel Gewinn oder Verlust sie machen dürfen." Ist absurd.

Seriöse Investoren sind doch viel wünschenswerter als diese dubiosen Milliardäre wie Kühne, die durch die Reglementierungen angelockt werden, die seriöse Investoren dagegen abschreckt.

Es nutzt den großen Vereinen, dass die kleinen nicht aufholen können, indem sie sich einen Investor holen. Die großen haben auch schon schon ihre Investoren, z.B. FCBM AG: Audi, addidas, telekom. Das ist eine reine Firmenmannschaft. Stört doch auch keinen.

Die sind versogt, haben ihren wirtschaftlkichen Vorsprung und dadurch die CL für sich gepachtet, aus der sie die Millionen ziehen. Die anderen können nicht rein und dürfen sich auch woanders keine Millionen holen. Perfektes System für Bayern&Co.
 
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