FC Bayern: Einfach nur unprofessionell oder Wettbewerbsverzerrung?

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Fans sind mit solchen Statements ja immer schnell bei der Hand, aber jetzt erheben auch die Kollegen von Rolex-Kalle diese Vorwürfen:

Allofs:
"Bisher waren die Bayern ein Vorbild was Professionalität angeht, aber diese Professionalität sieht man in den letzten Wochen nicht. Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte zuletzt teilweise hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Ich verstehe schon, dass einige Klubs mächtig sauer sind."

Besonders die Teams, die sich noch im Abstiegskampf befinden sind recht sauer:

Dufner (H96):
„In der Regel werden in der Liga alle von den Bayern hingerichtet, plötzlich ist es anders... Möglicherweise stellen bald vier oder fünf Vereine den Antrag, gegen die Bayern nur in den letzten Spielen zu spielen.“

Mainz ist zum Glück schon jenseits von gut und böse...

Tja - wie auch immer, so richtig gut für die Liga sind die Bazis nicht (mehr)...
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
1. haben alle restlichen Vereine 34 Spieltage Zeit, die Bayern nicht so dermassen davonziehen zu lassen
2. kann man nicht von W.verzerrung sprechen, weil man es selbst in der Hand hatte, nicht in die Abstiegszone zu geraten
3. ist es eine Binsenweisheit, daß 2 Vereine absteigen müssen und einer in die Relegation. Sich dann auf eine W.verzerrung rauszureden, heisst Verantwortung abzuwälzen statt sich an die eigene Nase zu fassen
Und jedes Jahr grüsst das Murmeltier... :vogel:
 

Detti04

The Count
Das war Wettbewerbsverzerrung, welche gleich auf 3 Wettbewerbe wirkte:

1. Zum Glueck haben Wolfsburg und Gladbach dafuer gesorgt, dass Leverkusen nicht zum direkten CL-Teilnehmer von Bayerns Gnaden wurde.
2. Augsburg ist ein EL-Teilnehmer von Bayerns Gnaden. Mit 3 Punkten weniger waere Augsburg schon jetzt nur noch 7. und koennte am letzten Spieltag noch von zwei Mannschaften ueberholt werden.
3. Freiburg koennte noch ein Drinbleiber von Bayerns Gnaden werden. Nach dem Sieg gegen Bayern reicht nun ein Punkt in Hannover zum sicheren Klassenerhalt; selbst nach einem Unentschieden gegen Bayern haette ein Unentschieden in Hannover fuer Freiburg vermutlich zum direkten Abstieg gefuehrt und bestenfalls fuer die Relegation gereicht.

Andererseits verzerrt Schalke den Wettbewerb am letzten Spieltag vermutlich auch...
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Komisch ist aber schon, daß immer am Ende einer Saison der Wettbewerb verzerrt wird, nie zum Ende der Halbsaison, und immer von Bayern, nie von anderen Vereinen. Es wird der Eindruck erweckt, als ob die Punkte, die Bayerns Gegner holen, immer von deren Gnaden abhängig wären und nie der eigenen Leistung zuzuschreiben sind. Für mich ist das Kappes, als ob Bayern über die Zusammensetzung der BuLi entscheiden würde.
Das Tor von Nils Petersen war astrein herausgespielt und Streich hat ein glückliches Händchen gehabt, ihn kurz vor Schluß zu bringen. Statt den Freiburgern den Sieg zu gönnen, weil er auch verdient war, wird daran rumgemäkelt, weil Bayern eh schon Meister ist. Das ist stillos und wird der guten Leistung des SC Freiburg nicht gerecht.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Komisch ist aber schon, daß immer am Ende einer Saison der Wettbewerb verzerrt wird, nie zum Ende der Halbsaison, und immer von Bayern, nie von anderen Vereinen. Es wird der Eindruck erweckt, als ob die Punkte, die Bayerns Gegner holen, immer von deren Gnaden abhängig wären und nie der eigenen Leistung zuzuschreiben sind. Für mich ist das Kappes, als ob Bayern über die Zusammensetzung der BuLi entscheiden würde.
Das Tor von Nils Petersen war astrein herausgespielt und Streich hat ein glückliches Händchen gehabt, ihn kurz vor Schluß zu bringen. Statt den Freiburgern den Sieg zu gönnen, weil er auch verdient war, wird daran rumgemäkelt, weil Bayern eh schon Meister ist. Das ist stillos und wird der guten Leistung des SC Freiburg nicht gerecht.

Es bleibt am Ende eben hängen, dass Pep in der letzten Saison nach der frühen Meisterschaft sinngemäss sagte, die Sache ist für ihn erledigt. Ein Kardinalfehler.

Jetzt schaust Du Dir die letzten Bayern-Spiele an und fragst Dich einfach: Wassen da los? Mit denen, die z.B. gestern oder auch in Kusen aufgelaufen sind, spielste über die Saison betrachtet schon um die CL-Plätze in der Liga.

So ganz echt ist das alles nicht, kannste mir erzählen, was Du willst. Und - nein - das hat jetzt nichts mit RibRob zu tun.

Ich bin wirklich der Auffassung: die hätte man diese Saison mal wieder packen können. Leider haben in der Hinrunde zu wenige dran geglaubt, Gladbach included.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Bayern ist offenbar zu präsent und das Maß aller Dinge, oben wie unten. Für die Saison 15/16 sollte der Staffelleiter den Spielplan so konzipieren, daß die Aufsteiger Ingolstadt, D 98 und der KSC an den letzten 3 Spieltagen auf den FCB treffen.
Schild ? Nee, aber er hier: :aufgeb:
 

Dilbert

Pils-Legende
Da hat kaum einer dran geglaubt, bis sie gegen uns verloren haben. Da war es nur schon zu spät.

Nach der Meisterschaft ist bei denen die Luft raus. Peps Aussage gestern nach dem Spiel (Zitieren kann ich es nicht, aber sinngemäss war es "Hoffentlich ist die Saison bald vorbei") sagt alles. Denen ist es fast wurscht, das Ding ist durch, und fertig.

Und ja, der fade Beigeschmack bleibt. Wenn eine Truppe, die vorher von 30 Spielen nur drei Spiele verloren hat, nach dem Gewinn der Meisterschaft plötzlich dreimal in Reihe versemmelt (davon zwei gegen Mannschaften die nicht gerade einen Lauf hatten oder durch brilliante Leistungen aufgefallen wären), dann hat das mit sportlicher Fairness nix mehr zu tun. Auch wenn man verstehen kann, dass da die Anspannung flöten gegangen ist.
 
Jetzt schaust Du Dir die letzten Bayern-Spiele an und fragst Dich einfach: Wassen da los? Mit denen, die z.B. gestern oder auch in Kusen aufgelaufen sind, spielste über die Saison betrachtet schon um die CL-Plätze in der Liga.

Du hast es doch schon fast erwaehnt. Grund ist die CL, wer will schon Kraefte in unbedeutenden Furzspielchen lassen, wenn er noch andere Ziele hat?

Wenn dann noch eine Formkrise, Verletzungsprobleme und wie gegen Freiburg eine unterirdische Schiedsrichterleistung dazu kommen sind die Ergebnisse in der Liga doch ganz schnell erklaert.
 
In Punkten ausgedrückt ist übrigens Hannovers Wettbewerbsverzerrung genauso groß wie die der Bayern. Dicht gefolgt vom BVB und Gladbach.

Und der SCPaderborn selbstredend auch. Die haben gestern das Tor einfach nicht treffen wollen. Obwohl sie die Bundesliga, sinngemäß, noch nicht für erledigt erklärt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
1.) Bayern hat in Bestbesetzung gegen Freiburg gespielt.
2.) Die Statistiken vom Spiel zeigen, dass die Spieler nicht unkonzentriert waren.

Das die Spieler nicht in der Lage sind sich selbst vorzugaukeln das Spiel sei das CL-Finale ist nunmal so. Kann man bei jeder anderen Bundesligamannschaft so beobachten wenn es für sie um nichts mehr geht.

Ich will nicht ausschließen, dass Bayern das Spiel gewonnen hätte, wenn sie noch nicht Meister gewesen wären. Man kann Bayern aber trotzdem keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen, denn die Verantwortlichen und Spieler haben alles versucht, aber Freiburg hat gestern eben gewonnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und der SCPaderborn selbstredend auch. Die haben gestern das Tor einfach nicht treffen wollen. Obwohl sie die Bundesliga, sinngemäß, noch nicht für erledigt erklärt haben.

Ich sprach von Punkten, die kann man ja nicht wegdiskutieren. Paderborn ist da mit -7 zur Hinrunde nur einen "schlechter" als ihr mit -6. Da ist ja eher ne normale Schwankung aus meiner Sicht.
 

Dilbert

Pils-Legende
Dem Trainer ist die Bundesliga seit der Meisterschaft schnuppe, das bringt der öffentlich zum Ausdruck.

Und dann wundert es mich nicht, dass die Mannschaft, ausgelaugt wie sie ist, Motivationsprobleme hat.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
:ironie: Wegen unlauteren Wettbewerbs kommen irgendwann Schadenersatzansprüche auf den FCB zu. Daraufhin strebt der Club eine Aussetzung des Wettbewerbs an und die BuLi wird am Reißbrett ausgespielt und der Meister anhand irgendwelcher Koeffizienten ermittelt. Vorteil: Bayern wird auch am Reißbrett Meister und die lästigen Meisterschaftsspiele fallen flach, die ja sowieso alle manipuliert sind.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Vielleicht sollte man Freiburg dann auch zum diesjährigen Meister ernennen! :D
 
Die Bayern schienen zumindest nicht übermotiviert.

http://www.kicker.de/news/fussball/...bericht_sc-freiburg-7_bayern-muenchen-14.html

Es war eine verdiente Führung der Bayern, die in fast allen Belangen besser waren. Einzige Ausnahme war das Zweikampfverhalten, wo der Sportclub durchaus Vorteile hatte. Insgesamt waren die Breisgauer, die nominell mit zwei Spitzen (Guedé/Mehmedi) aufliefen, gegen den Ball aber in einem 4-5-1 agierten, aber lange Zeit zu zaghaft - die Risikobereitschaft fehlte.
Das änderte sich aber Mitte der ersten Hälfte - und es sollte sich lohnen, auch weil die Bayern mit zunehmender Spieldauer immer lachser zur Sache gingen: Unter Druck unterlief Schweinsteiger ein folgenschwerer Fehler: Klaus fing den Ball ab und bediente umgehend Mehmedi. Der Schweizer nahm die Kugel gut mit und traf aus 18 Metern trocken ins linke Eck zum durchaus überraschenden 1:1-Ausgleich (33.). Der Treffer sorgte im weiten Runde für große Begeisterung und durchaus für Frust beim Meister, der danach zwar wieder einen Zahn zulegte, dabei aber zu hektisch und uninspiriert spielte.
 
Feststehender Meister trifft auf potenziellen Absteiger der um jeden Grashalm kämpft. Nach wie vor "überraschend", dass sie in Werten Laufleistung und Zweikampf besser waren.
 

Rossi

Berliner Nachteule
Moderator
Das ich nicht lache..."Und ewig grüßt das Murmeltier." :vogel: Jammer jammer, Ablenkungsmanöver.

Thomas Müller meinte schon im Porto-Rückspiel, dass sie "auf dem Zahnfleisch in diese beiden Spiele gegangen sind --- aber es war gutes Zahnfleisch." (Man muss ihn vielleicht nicht mögen, aber er sucht in Interviews nie nach Ausreden.)

Nun haben sie noch ein paar mehr Spiele auf dem Buckel...und das Zahnfleisch ist jetzt runter. Ganz einfach. Außerdem gibt es keinen weiteren Blumentopp zu gewinnen, wie sollte man so die letzten Reserve-Körner motivieren? Die brauchen jetzt Urlaub.

Nächste Saison dann hoffentlich gestärkt wieder auf dem Wunschweg zum Triple.
 
http://www.focus.de/sport/fussball/...e-undankbar-duerfen-fans-sein_id_4687356.html

Ist doch viel spannender was auf Schalke los ist, oder nicht? Wo die eingebildeten und undankbaren Fans mal wieder am rumpöbeln sind, weil Realität und Anspruch schon wieder um zu viele Tabellenplätze auseinanderklafft.

Aber interessanterweise diskutieren hier selbst die Schalke-Fans zu so einem Zeitpunkt deutlich lieber über jeden Pups den Bayern lässt :D

Das zeigt schon warum der FC Bayern in Deutschland diesen Stellenwert hat...
 

Detti04

The Count
Um das nochmal in Zahlen auszudruecken, was Dilbert schon erwaehnte:

Bayern vor der Meisterschaft: 30 Spiele - 24 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen
Bayern seit Feststehen der Meisterschaft: 3 Spiele - 3 Niederlagen

Letzte Saison:

Bayern vor der Meisterschaft: 27 Spiele - 25 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen
Bayern direkt nach Feststehen der Meisterschaft: 3 Spiele - 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Erstaunliche Zufaelle!
 

Detti04

The Count
Feststehender Meister trifft auf potenziellen Absteiger der um jeden Grashalm kämpft. Nach wie vor "überraschend", dass sie in Werten Laufleistung und Zweikampf besser waren.
In der Zweikampfstatistik liegt Bayern ueber die Saison gesehen auf Platz 2, Freiburg auf Platz 17. Wenn das dann im Spiel genau umgekehrt aussieht und Bayern zusaetzlich auch keine Karten kassiert, dann kann man das schon als Zeichen fehlenden bayrischen Einsatzes auffassen.

http://inside11.de/teamstatistik/zweikaempfe/
 
In der Zweikampfstatistik liegt Bayern ueber die Saison gesehen auf Platz 2, Freiburg auf Platz 17. Wenn das dann im Spiel genau umgekehrt aussieht und Bayern zusaetzlich auch keine Karten kassiert, dann kann man das schon als Zeichen fehlenden bayrischen Einsatzes auffassen.

http://inside11.de/teamstatistik/zweikaempfe/

Klar, aber in der Konstellation verwundert mich das halt nicht wie beschrieben. Und - sonst gewinnt Bayern lt. deiner Statistik 52% im Schnitt, gegen Freiburg dann halt "nur" 48%. Ist ja nun kein horrender Unterschied.

Und es ist ja nun auch nicht so (lt. Statistik), dass Freiburg mehr Ballbesitz hatte (im Gegenteil, Bayern hatte 78(!) %) und bei den Torschüssen stand es 9 zu 17 aus Freiburger Sicht.

http://www.kicker.de/news/fussball/...eldaten_sc-freiburg-7_bayern-muenchen-14.html

Zudem hatte Bayern eine Passquote von 91%, sonst im Schnitt "nur" 87%.

http://inside11.de/teamstatistik/passspiel/

Wie gesagt, ich bin auch der Meinung, die Bayern hätten vermutlich wenn die Meisterschaft noch nicht entschieden wäre noch mehr rausholen können.

Allerdings: selbst gegen Augsburg als sie mit ca. 75 Minuten in Unterzahl gespielt haben, hatten sie außer bei der Laufleistung insgesamt (nicht im Schnitt) bei allen wichtigen Werten die Nase vorn. Nur halt nicht bei Endergebnis.

http://www.kicker.de/news/fussball/...ldaten_bayern-muenchen-14_fc-augsburg-91.html
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Also für mich sind Ballbesitz und Passquote keine Kriterien, um Motivation und Einsatz messen zu können.

Zum Spiel in Freiburg: Ich habe da nur wenig gesehen, aber das, was ich gesehen habe war vom Einsatz der Bayern absolut unterirdisch. Mich deucht, es war kurz vor einem Freiburger Tor, da wurde im Mittelfeld mal gar nicht ernsthaft attakiert. Andere würde dazu "respektvoll nebenhergelaufen" sagen.
 
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