Eintracht Fans in Mainz diskriminiert!

André

Admin
Fans mussten Trikots ausziehen sonst wurden sie aus dem Stadion geschmissen. Einem 15 jährigen Mädchen wurde der Schal abgenommen.

Unglaublich, lebt der Führer wieder, oder was hab ich verpasst? :vogel:

Was bitte soll so ne Scheiße? Mochte Mainz trotz Fanfreundschaft nie sonderlich, aber die Aktion hier ist echt das allerletzte!

Skandal in Mainz ! - Eintracht Frankfurt
 

koenigs_olaf

Passion OFC
Grad richtig so. Ich wäre normalerweise dafür, dass denen dieses Zeugs auch grundsätzlich bei Grenzüberschreitung nach Offenbach abgenommen wird und Aufkleber vom Auto gekratzt werden müssen...:top: :prost: :zahnluec:
 

Halbstark

Lecker Ofc
Echt unglaublich was die Pozilei hier gestern für einen Aufstand gemacht hat. Leider hatte ich keine Kamera dabei, aber das war fast mit dem Besuch vom Bush Jr. vor ein paar Monaten vergleichbar.

Da meine Abneigung gegen 05 ja hinlänglich bekannt sein dürfte, erspare ich euch weitere Kommentare :zwinker:
 

Don Promillo

Erfahrener Benutzer
total bescheuerte aktion!
viele leute saßen mit freien oberkörper im stadion, und das bei dem wetter...
vor allem, ob sie nun ein trikot anhaben oder nackt sind, als ffm´ler waren sie so oder so zu erkennen.... :-/
 

Hessix

Benutzer
ist nicht nur in Mainz so. Gab doch vor der Saison schon was in der Presse wegen eines Ruhrpott Klubs glaub ich. Ist auch in den Stadien Ordnungen der meisten Stadien so festgehalten: Durchmischung der Fans ist nicht erlaubt.
Also selbst schuld, auch wenn ich es übertrieben finde, wobei den Offenbachern hier sowas ja recht sein sollte, schließlich habt ihr beim "Carnevall in de Ballsporthalle" ja erlebt wie es ausgehen kann, wenn Gegner im/am Block direkt zu erkennen sind
 
mag ja sein, das Durchmischungen nicht gestattet sind, aber wenn man nur die Fans der einen Seite auszieht, und die mit den heimischen Farben passieren läßt, dann kann von einer Gleichbehandlung wohl kaum eine Rede sein. Das ist definitiv diskriminierend.
 

Hessix

Benutzer
mag ja sein, das Durchmischungen nicht gestattet sind, aber wenn man nur die Fans der einen Seite auszieht, und die mit den heimischen Farben passieren läßt, dann kann von einer Gleichbehandlung wohl kaum eine Rede sein. Das ist definitiv diskriminierend.
Das kannst du sehen wie du willst, wenn du an ner Disco abgewiesen wirst, ist es eigentlich das gleiche. Ist das jetzt Diskriminierend oder einfach nur Schutz?
 
Im Falle der Disko ist es ein Ausüben des Hausrechts. Das ist zweifelhaft, aber legitim.

Im Falle des Stadions ist es - in so fern der Fan seine Karte bereits hat und bezahlt hat, (versuchter) Betrug, denn man will ihm dort die Leistung, für die er bezahlt hat, vorenthalten.
Sich bei herbstlichen Temperaturen nahezu unbekleidet aussen aufzuhalten, ist niemandem zumutbar.
Bei Fans, die ihre Karte erst am Eingang kaufen, nach dem sie darauf hingewiesen wurden, dass ihre Farben nicht zugelassen sind, ist es wiederum nur das Ausüben des Hausrechts.
Das Einbehalten von Fanartikeln ist übrigens im günstigsten Fall Unterschlagung.

Anders wäre es lediglich, wenn der Fan bereits mit dem Kauf der Karten einen entsrechenden Hinweis erhalten hätte, dass nur Fanartikel der heimischen Mannschaft zugelassen werden.

An sonsten kann man den Stadionbetreibern entweder wegen vorsätzlichem Betrug, oder wegen fahrlässiger Körperverletzung an den Karren pinkeln.
Unterschlagung wie oben erwähnt ist auch noch drin.
 

Hessix

Benutzer
du akzeptierst mit dem Kauf der Karte die Stadionordnung und in dieser steht es so drin.
Du hast dich vor dem Erwerb dieser Karte mit der Stadionordnung auseinander zu setzen. Macht zwar keiner, is aber so.
Die Stadionordnung muß auf der Karte abgedruckt sein, oder aushängen.
Ob ein verweis auf die Ordnung auf der Karte stehen muß, bin ich mir nicht sicher, hab jetzt auch keine zur Hand, wäre aber besser.

Tante Edith sagt: Die abgenommenen Fanartikel müssen natürlich nach dem SPiel zurückgegeben werden, is bei allen anderen Gegenständen ja genauso.
 
ein pauschales 'ich darf alles' in den AGBs hält vor Gericht nicht stand, und fällt unter die Salvatorische Klausel...

§3.5 betrifft veranstaltungsfreie Tage - das ist bei einem Siel ja nicht gegeben.
Die restlichen Absätze von §3 betreffen andere Dinge, die ebenfalls nichts mit Kleidung zutun haben.

§7 verbietet explizit genannte Dinge, so wie weitere Dinge, die entweder gefährlich, oder sperrig, oder als Wurfgeschoss verwendbar sind.
All diese Punkte treffen auf Kleidungsstücke nicht zu, so lange sie nicht 7.1.a genügen. Über sonstige Kleidervorschriften ist nichts zu finden.

Somit handelt es sich um einen ganz klaren Fall von Amtsanmassung, denn nach §5.2 können zwar Anordnungen erteilt werden, sie unterliegen aber immer der Verhältnismässigkeit.
Die war spätestens dann nicht mehr gegeben, als einheimische Farben geduldet wurden.

Die Stadionordnung legitimiert in dem Punkt genau überhaupt nichts - bin echt mal gespannt, wie das weiter geht.
 

Hessix

Benutzer
Du hast recht, dass ich mit den Paragraphen falsch lag, aber das Umsetzen etc. langt ja schon. Die Fanartikel sind dann halt als Provozierend. Bei einigen Blöcken steht direkt bei, dass keine fremden Fanartikel rein dürfen.
Leider finde ich es nicht mehr, aber in der Bundesliga gab es anfang dieser Saison auch mal Aufregung über diese Regelauslegung, allerdings vor dem Spiel.
Ich glaube es war ein Ruhrpottverein, finde aber nichts zu
 
Nun ja, so lange der Kartenkäufer nicht vor seinem Kartenkauf darüber informiert wurde, dass er auf seinem Platz nicht übliche Einschränkungen der Kleiderordnung zu befolgen hat, ist ein solches Vorgehen nicht legitim.

Wäre ich ein Betroffener, würde ich mich z.B. u.A. an den Verbraucherschutz wenden.

Ob eine derartige Information erfolgte, kann ich nicht sagen.

Umsetzen ist noch etwas anderes als das Abliefern von Kleidung. Hätte man den Fans als Alternative eine (gleichwertige) Umplatzierung angeboten, wäre das Stadion fein raus.
 

André

Admin
Das war Borussia Dortmund. Nur glaube ich nicht das die das so krass auslegen würden. :nene:

Das sich Fans entblößen müssen umd das Spiel sehen zu dürfen ist für mich mit den Methoden des Regimes im dritten Reich gleich zusetzten.

Hier läuft der Gegnerfan nackt rum und wird zur Schau gestellt, im dritten Reich war es der Judenstern der diese in der Öffentlichkeit als "unerwüscht" erkennen ließ.

Auch wenn der Vergleich von der Verhältnismäßigkeit natürlich hinkt, ist klar das das früher was ganz anderes und härter war, und es um Leben und Tot ging, aber ich denke Paralellen sind nicht zu leugnen.
 

fighter77

Benutzer
Mal ehrlich so macht man sich beliebt! Ich will ja jetzt nicht auf die Kacke hauen, aber wenn mir das passiert wäre, hätte ich nichts vom Spiel gesehen aber der Ordner auch nicht!
 

Peter Herter

Erfahrener Benutzer
Kann mich noch gut an unsere 2Liga Partie bei TB Berlin erinnern:jubel: ,da mussten Borussen ihre Schuhe vor den scheiss Stadion ausziehen und das bei scheiss Wetter und Kälte:finger: ,die Füsse wurden anschliessend mit Plastikfolie umwickelt,die Bullen hatten Angst mann würde mit Stiefeln die paar TBer wegtreten,Fragen?:po: :bmgapplaus:
 

André

Admin
Betreff Presseinfo Mainz 05




Sorry, Eintrachtfans!


Der 1. FSV Mainz 05 entschuldigt sich in aller Form bei den Fans von Eintracht Frankfurt für den beim Besuch des Bruchwegstadions im Rahmen des Rhein-Main-Derbys entstandenen Ärger. Frankfurter Fans, die Tickets für die Mainzer Fanblöcke erworben hatten, mussten mitgeführte Fanartikel wie Trikots oder Schals vor dem Betreten des Stadions abgeben.


„Wir möchten uns bei allen Eintrachtfans entschuldigen, die bei Betreten des Stadions ihre Fanutensilien abgeben mussten und dabei als Personen und Fans offensichtlich nicht mit dem gebotenen Respekt behandelt wurden“, sagt 05-Präsident Harald Strutz. „Die Maßnahmen am Spieltag entsprachen in keiner Weise unserem Verständnis von Gastfreundlichkeit und vom Umgang mit der Fankultur unserer Gäste. Es hat sich bei den Kontrollen am Stadioneingang nicht um eine Anordnung des Vereins gehandelt, sondern um eine intern nicht abgestimmte Anweisung der Geschäftsführung, über die Vorstand und Management nicht informiert waren. Aufgrund negativer Erfahrungen mit Gästefans in Mainzer Fanblöcken in der Vergangenheit und der Einstufung der Partie als Risikospiel ist hier leider überreagiert worden. Zum großen Erlebniswert der Duelle gegen Eintracht Frankfurt gehören für uns auch die lautstarken Fans der Gäste. Wir möchten die Eintrachtfans in ihren Vereinsfarben auch in Zukunft wieder als gute Gastgeber bei uns im Stadion begrüßen. Ich bin froh, dass Heribert Bruchhagen stellvertretend für Eintracht Frankfurt unsere Entschuldigung bereits akzeptiert hat.“


1. FSV Mainz 05
Pressesprecher Tobias Sparwasser
 

Hessix

Benutzer
Kann mich noch gut an unsere 2Liga Partie bei TB Berlin erinnern:jubel: ,da mussten Borussen ihre Schuhe vor den scheiss Stadion ausziehen und das bei scheiss Wetter und Kälte:finger: ,die Füsse wurden anschliessend mit Plastikfolie umwickelt,die Bullen hatten Angst mann würde mit Stiefeln die paar TBer wegtreten,Fragen?:po: :bmgapplaus:

da wart ihr damals nicht die einzigen, muß sich wohl durch die ganze Saison gezogen haben
 

koenigs_olaf

Passion OFC
Wenn es sich um die "Mainzer Fanblöcke" handelt ist es sogar noch ansatzweise nachvollziehbar. Jeder Bayern Fan, der beim Spiel in Frankfurt in der "Ecke" heimischer Fans stellt bzw. sitzt wird auch keinen Spaß haben...

Wenn es sich jedoch um die nahezu neutralen Blöcke auf der Gegengerade handeln sollte finde ich dieses Vorgehen auch groben Unfug.

Fakt ist halt schon, dass sich Frankfurt in Mainz fast grundsätzlich danebenbenimmt. Insoweit dürfen sie sich über Repressalien nicht wundern- vor allem dann nicht, wenn sie es jetzt schon als Hausrecht empfinden, in Farben auf die Mainzer Hintertor zu wollen...
 

Halbstark

Lecker Ofc
Ich denke im Vergleich zu den Erfahrungen der Dresdener in Saarbrücken sind die Frankfurter sogar noch gut weggekommen. Das soll keine Rechtfertigung sein, aber hier liegen die wirklich tiefgreifenden Schweinereien. Und wenn das Entkleiden minderjähriger weiblicher Fans sogar gerichtlich gestattet ist, ist für solche vergleichsweise harmlosen Vorgehensweisen Tür und Tor geöffnet :nene:

Saarbrücken/Dresden. Weibliche und männliche Fußballfans, die „unscheinbar und unverdächtig sind“ dürfen ohne Angabe von Gründen vor dem Stadionbesuch von der Polizei nackt ausgezogen werden. Dies geht aus einem Urteil hervor, dass vom Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis unter Aktenzeichen 6 K 74/05 eine Woche vor der WM veröffentlicht wurde.

Das Verwaltungsgericht wies damit die Klage einer 16-Jährigen ab, die sich wie viele andere weibliche Fans bei dem Zweitligaspiel 1. FC Saarbrücken gegen 1. FC Dynamo Dresden am 11. März 2005 vor dem Stadion vor Polizeibeamten ohne Angabe von Gründen in einer Kabine nackt ausziehen mussten. „Am Ende der Durchsuchung wurde der Klägerin angewiesen, den BH für eine Abtastkontrolle nach oben umzuklappen. Der Slip musste bis zu den Knien heruntergezogen werden und die Klägerin musste eine vollständige Körperdrehung durchführen“, so die Tatbestandsbeschreibung im Urteil. „Man konnte von draußen hineinsehen, da die Kabinen offen waren. Außerdem waren die Pflastersteine im März entsetzlich kalt“, erzählt die Klägerin.

Nach Angaben der Polizei Saarbrücken wurde die Klägerin wie viele weitere weibliche Fans gerade deswegen untersucht, weil sie zu den so genannten unverdächtigen Dynamofans gehört. Solche sind nach Definition der Polizeibehörde „unscheinbare, jüngere oder ältere und insbesondere weibliche Personen, die aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes nicht den gewalttätigen Fans zugeordnet werden können.“ Die Polizei begründete vor Gericht dieses Vorgehen damit, dass solche „unverdächtigen Fans“ Waffen, Rauchpulver und Signalmunition – versteckt in BHs und Slips – ins Stadion transportiert hätten. Weitergehend hätte es sogar einen Fall gegeben, in dem ein weiblicher Fan pyrotechnische Erzeugnisse im Intimbereich versteckt ins Stadion hineingeschmuggelt hätte. „Es ist nach meiner Kenntnis allerdings kein einziger Fall von der Polizei dokumentiert worden, in dem das tatsächlich passierte“, berichtet Sven Schellenberg, der die Klage gegen die Landespolizeidirektion Saarland finanziell unterstützt. Auch bei dem Spiel in Saarbrücken wurde bei keinem der Fans, die sich ausziehen mussten, etwaige Gegenstände gefunden.

Das Gericht sah die Polizeiaktion „sowohl von der Anordnung als auch vom Umfang her rechtmäßig“ an und stellte keinen unverhältnismäßigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der 16-Jährigen fest. Vielmehr bedurfte es „zum Auffinden derartigen Materials einer vollständigen Inaugenscheinnahme des unbekleideten Körpers.“ Zudem hätte die Klägerin bei einem Besuch eines Spiels des 1. FC Dynamo Dresden mit einer solchen Durchsuchung rechnen müssen, da bei Spielen dieses Vereins wiederholt Pyrotechnik abgebrannt wurde.

„Das Urteil ist entwürdigend für alle insbesondere weiblichen Fußballfans. Es stellt vor allem weiblichen Fans unter den Generalverdacht der Unterstützung von Randale“, wertet Sven Schellenberg das Urteil. Dass das Verwaltungsgericht eine Woche vor der Fußball-WM die Entscheidung veröffentlicht, sei ein Affront gegen alle friedlich feiernden Fußballfans. Für ausländische Gäste könne eine solche Entscheidung eines Rechtsstaates nur Verwunderung hervorrufen. Er werde gemeinsam mit der Klägerin Berufung gegen das „Skandal-Urteil“ einlegen. „Mit dieser Begründung ist ein solches Vorgehen zudem nicht nur bei Fußball, sondern bei jeder Veranstaltung möglich“, so Schellenberg.

EDIT: Quelle: WM-Weblog
 
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