Digitale - automatische Abseitserkennung?

Findest Du eine automatisierte Abseitserkennung sinnvoll?


  • Umfrageteilnehmer
    5

André

Admin
Die FIFA testet eine halb-automatische Abseitserkennung. Ist die Probe erfolgreich, soll bei der WM in Katar digital über Abseits entschieden werden.

 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
„Es ist ein kamerabasiertes System. Wir installieren dafür zehn bis zwölf Kameras unterhalb des Stadiondaches. Diese Kameras folgen den Bewegungen der Spieler und überwachen 29 Punkte am Skelett eines jeden Spielers, 50 mal pro Sekunde.“ Eine künstliche Intelligenz wertet diese Daten aus. Nahezu in Echtzeit soll dem Video-Assistenten mitgeteilt werden, sobald ein Spieler im Abseits steht.
Wenn man sich mal durch den Kopf gehen lässt, was eine Regel so als Folgekosten mit sich bringt, dann ist durchaus klar, weshalb Abseits niemals abgeschafft werden wird. Da hängen Aufträge, in x Bereichen dran und demzufolge Kohle.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Motive sind ja - wie beim VR - eigentlich eherenwert. Mehr Gerechtigkeit, mehr richtige Entscheidungen, weniger Fehlentscheidungen. Aber klar ist auch, auch mit dem VR gibt es weiterhin Fehlentscheidungen. Ich frage mich daher: Ist das wirklich so schlimm, dass es ein paar mehr Fehlentscheidungen gibt? Ist das den Aufwand wert? Meiner Meinung nach ist es das eher nicht.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ist das wirklich so schlimm, dass es ein paar mehr Fehlentscheidungen gibt? Ist das den Aufwand wert? Meiner Meinung nach ist es das eher nicht.
Meiner Meinung nach schon. Ich finde das wunderbar, wenn eine knappe Abseitsstellung erkannt wird und ein Tor dann nicht zählt. Oder umgekehrt, der Linienmann winkt und es war doch kein Abseits - und das Tor zählt.

Das ist kein grosser Aufwand und die Trefferquote der korrigierten Entscheidungen geht in Richtung 100%.
Schlimm finde ich, wenn es z.B. CL-Quali-Spiele gibt, wo es in Hin- und Rückspiel drum geht ob man jetzt CL spielt, und dann wird ein Abseitstor gegeben oder eben nicht gegeben, wo man im TV sofort erkennt dass die Entscheidung falsch ist. Und da soll es den Aufwand nicht wert sein? Finde ich schon.
 

André

Admin
Finde ich auch. Im Gegensatz zum VAR wo manuell Menschen eingreifen, sehe ich bei so nem System auch eine Fehlerquote von nahezu null, wenn das System funktioniert.
Jede Entscheidung welche der Fehlerquelle Mensch / Schiedsrichter abgenommen werden kann, ist gut.
Das macht das Spiel dann für alle etwas mehr gleich, und das ohne dass es im menschlichem Ermessen liegt.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Na mal abwarten. Passives Abseits erkennt die AT (Abseitstechnologie) nicht; und die Ergebnisse vom AT gehen zum VA und erst dann (oder auch nicht?) zum Schieri auf dem Feld. Mür schwant schlömmös!
 

U w e

F1 Weltmeister 2021
Moderator
Da wir dann am Ende jede Abseitsentscheidung in den Keller geleitet und da überprüft und wenn es gut läuft dem Schieri übermittelt, ansonsten muss den Schieri noch mal selber kontrollieren.
Gut dass es Corona gibt und es demnächst dann nur noch Geisterspiele gibt, sonst musst man als Stadionbesucher 30 Minuten Nachspielzeit einplanen!
 

powerhead

Pfälzer
Ich lehne jegliche Technik - mit Ausnahme der Torlinientechnik - entschieden ab.
Mit einer falschen Entscheidung des Schiedsrichter auf dem Platz habe und hatte ich noch nie größere, langanhaltende Probleme ( klar, man ärgert sich schon mal eine Zeitlang), aber Schiedsrichter sind auch nur Menschen, und wir alle sind nicht unfehlbar.
Alleine die Unterbrechungen und Überprüfungen, die dann doch oft in falschen Entscheidungen enden, ärgern mich um einiges mehr. Davon abgesehen, dass nicht selten der Spielfluss erheblich beeinträchtigt wird.
Man glaubt kaum, wie erfrischend Spiele in der Regionalliga sind, ganz ohne diesen dämlichen Schnick Schnack.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Sehe ich ähnlich, auch wenn ich so gut wie keine Regionalliga anschaue.

Sonst:
Wenn schon Einsatz von Technik, dann aber gescheit und präzise und dann ist eben auch Abseits, wenn der kleine Finger 0,5cm zu weit vorne (oder hinten) ist. Das führt dann natürlich wieder bei vielen Fans, Trainern und Spielern dazu, dass sie über „kleinlich gepfiffen“ oder „mangelndes Fingerspitzengefühl“ lamentieren. :lachweg:
Ich halte es ohnehin für einen Irrglauben, dass Fußball irgendwie gerechter wird, wenn jede Schiedsrichter-Entscheidung auf den Prüfstand kommen kann oder kommt, denn Fußball bietet schon, ohne irgendeine Schiedsrichterentscheidung, genug Aspekte, die von etlichen als ungerecht empfunden werden dürften.
 

Detti04

The Count
Ich wuerde mir vor allem wuenschen, dass fuer die Bewertung des Abseits nur die Fuesse zaehlten. Das waere naemlich grundsaetzlich viel einfacher zu entscheiden als der Vergeleich der Positionen irgendwelcher Koerperteile.

Abgesehen davon bin ich natuerlich pro Technik. Mir soll mal jemand schluessig erklaeren, was daran positiv sein soll, wenn eine Mannschaft wegen einer vermeidbaren Fehlentscheidung gewinnt oder verliert. Wenn er das getan hat, dann darf er mir erklaeren, wieso Schiedsrichter eigentlich auf Lehrgaenge geschickt werden, denn das ganze Schiri-Training geschieht zu dem Zweck, dass die Schiris weniger Fehlentscheidungen treffen. Wenn Fehlentscheidungen aber kein Problem sind, wieso braucht man dann gute Schiris? Wenn die Zahl der Fehlentscheidungen egal ist, dann koennte doch auch jeder Hinz und Kunz pfeifen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Nun, da sind viele Annahmen, die nicht korrekt oder völlig übertrieben sind. Ein Spiel wird nicht wegen einer Fehlentscheidung gewonnen oder verloren. Die 22 Spieler auf dem Platz machen deutlich mehr Fehler pro Spiel, die dazu führen, das ein Spiel nicht gewonnen wird. Deswegen Trainieren die nämlich. Wäre immer der Schiedsrichter ausschlaggebend für das Gewinnen oder Verlieren eines Spiels, brauchte man die Spieler gar nicht trainer lassen, da könnte man Hinz und Kunz auf's Feld stehen und die Vereine eine Menge Geld sparen. Eine Fehlentscheidung, die zu einem Tor führt ist nix anderes als ein glücklicher Zufall für die eine Mannschaft und Pech für andere: so wie ein geglücktes 40-Meter-Tor oder ein Eigentor oder der Torwart, dem der Ball über den Fuß springt oder oder oder Jedes Fußballspiel ist voll von diesen zufälligen Ereignisse. Die Fehlentscheidungen, die auch noch zu Toren führen, fallen halt nur mehr auf. Und die meisten davon sind bekanntlich auch nur vermeintliche Fehlentscheidungen für die eine Hälfte der Fußballfans.

Fehlentscheidungen sind trotzdem nichts gutes, das hat auch keiner behauptet. Aber der Aufwand, der hier betreiben wird, um ein paar vermeintliche falsche Abseitsentscheidungen zu behen, steht in keinem Verhältnis zu Ertrag.

Man stellt ja auch nicht 10 Schiedsrichter auf den Platz, die anschließend beratschlagen, welche Entscheidung die beste wäre. Das würde die Anzahl der vermeidbaren Fehlentscheidungen senken. Da soll mir mal einer schlüssig erklären, warum das nicht gemacht werden soll: Schließlich vermeidet man damit, dass eine Mannschaft wegen einer vermeidbaren Fehlentscheidung gewinnt oder verliert.

Ein weiterer Aspekt, der noch nicht angesprochen wurde: Es wird noch mehr Unterbrechungen im Spiel geben. Das ist schon mit VA mehr als ärgerlich, da viele Videobeweise so lange dauern. Einen ichschaunuraufdieergbnissewenndasspielvorbeiist-Fan oder wer sich nur die Highlights des Spiels anschaut wird das nicht stören, wer ein ganzes Spiel anschaut ist dagegen permanent genervt. Der Spaß am Fußballschauen wird gemindert.

Richtig: Die Abseitsregel müsste dringend geändert werden. So wie sie ist, ist sie sowieso nicht gerecht, damit sind dann auch korrekte Entscheidungen keine Maßnahme zur "Verbesserung der Gerechtigkeit" im Fußball.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Mit dem Argument kannst du auch Airbags und Sicherheitsgurte wieder abschaffen, weil es ja trotzdem Unfälle und Verletzte gibt und die paar Tote weniger den Aufwand ja nun nicht wirklich rechtfertigen.

Und der ständige Zeitverlust beim An- und Abschnallen nervt echt!

Und übrigens, man stellt zwar nicht 10 Schiris auf den Platz, aber immerhin schonmal 4. Früher war es einer. Insofern verstehe ich dein Argument nicht, aber du musst es mir auch nicht erklären.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ich lehne jegliche Technik - mit Ausnahme der Torlinientechnik - entschieden ab.
Mit einer falschen Entscheidung des Schiedsrichter auf dem Platz habe und hatte ich noch nie größere, langanhaltende Probleme ( klar, man ärgert sich schon mal eine Zeitlang), aber Schiedsrichter sind auch nur Menschen, und wir alle sind nicht unfehlbar.
Alleine die Unterbrechungen und Überprüfungen, die dann doch oft in falschen Entscheidungen enden, ärgern mich um einiges mehr. Davon abgesehen, dass nicht selten der Spielfluss erheblich beeinträchtigt wird.
Man glaubt kaum, wie erfrischend Spiele in der Regionalliga sind, ganz ohne diesen dämlichen Schnick Schnack.

So isses. Die Torlinientechnologie läuft ja auch ganz diskret im Hintergrund. Daher stört die auch nicht weiter. Grundsätzlich könnte man da aber durchaus mal ganz nüchtern Aufwand und Ertrag gegeneinander abwiegen. Wie viele Tore strittige Torentscheidungen gab es denn? Und was kostet das ganze? Und wieviele strittige gab es? Soweit ich mich erinnere, sind die Kosten für die Torlinientechnologie auch eher Portokasse. Zumindest für Erstligisten. Vielleicht könnte man das Geld aber auch sinnvoller einsetzen. Damals - 2014 - haben sich die Vereine der ersten und zweiten Liga die Tortechnologie abgelehnt (15:3) - wegen der Kosten.

Literaturtipp: Die 100 spektakulärsten Fehlentscheidungen im Fußball FYI :zahnluec:
 
Zuletzt bearbeitet:

HoratioTroche

Zuwanderer
Ich habe gestern erst wieder einen VAR-Elfer im Stadion erlebt und fände es ziemlich scheisse, wenn man auf solche einfachen Möglichkeiten verzichtet, nur weil es einigen Leuten angeblich zu lange dauert.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Sehe ich ähnlich, auch wenn ich so gut wie keine Regionalliga anschaue.

Sonst:
Wenn schon Einsatz von Technik, dann aber gescheit und präzise und dann ist eben auch Abseits, wenn der kleine Finger 0,5cm zu weit vorne (oder hinten) ist. Das führt dann natürlich wieder bei vielen Fans, Trainern und Spielern dazu, dass sie über „kleinlich gepfiffen“ oder „mangelndes Fingerspitzengefühl“ lamentieren. :lachweg:

Ich halte es ohnehin für einen Irrglauben, dass Fußball irgendwie gerechter wird, wenn jede Schiedsrichter-Entscheidung auf den Prüfstand kommen kann oder kommt, denn Fußball bietet schon, ohne irgendeine Schiedsrichterentscheidung, genug Aspekte, die von etlichen als ungerecht empfunden werden dürften.

Lamentieren und Diskutieren wird sowieso niemals aufhören, selbst wenn es perfekte Schiedsrichter gäbe; und da nützte auch perfekte Technik nix - wir finden immer was! :D
 
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