Dieter Nuhr/Greta Thunberg

Auch ich fand Dieter Nuhr mal ganz gut. Damals als er noch über Probleme bei uns sprach. Irgendwann fiel mir aber auf, dass er am Ende seiner Ausführungen fast immer darauf hinwies, dass es anderswo alles noch viel schlimmer sei.
Seitdem ist er für mich als Kabarettist gestorben.
Mir ist ein Artikel zugefallen, der die Kunst des Dieter Nuhr mal unter die Lupe genommen hat.

Warum Dieter Nuhr manchmal witzig, aber nie komisch ist

Ich finde, dass "die Anstalt" gutes Kabarett ist. Und Lisa Eckardt macht mir zur Zeit viel Spass.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Der Artikel ist gut, die Aussage ist richtig, nur werden die Freunde des Zigeunerschnitzels (und die sind angesprochen) das naturgemäss anders sehen.
 

powerhead

Pfälzer
Ich würde Nuhr nie als Kabarettist bezeichnen, da er keine echte Kritik an der Politik und den Regierenden übt, er gehört eher in die Comedy, die ja nur unterhalten will, mehr kommt von Nuhr ja nicht.
Echte Kabarettisten sehen ihn bestimmt nicht als einen der Ihren.
Das ist so wie mit dem Karneval, Fasching und Fastnacht, die Anfänge waren dazu da, Kritik und Missstände zweideutig anzusprechen, ohne dabei in Ungnade zu fallen, heute ist es zumeist nur niveauloses Gelaber mit aufgesetztem Humor, der nu(h)r - wenn überhaupt - mit recht hohem Alkoholpegel zu ertragen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde Nuhr nie als Kabarettist bezeichnen, da er keine echte Kritik an der Politik und den Regierenden übt, er gehört eher in die Comedy, die ja nur unterhalten will, mehr kommt von Nuhr ja nicht.
Echte Kabarettisten sehen ihn bestimmt nicht als einen der Ihren.
Das ist so wie mit dem Karneval, Fasching und Fastnacht, die Anfänge waren dazu da, Kritik und Missstände zweideutig anzusprechen, ohne dabei in Ungnade zu fallen, heute ist es zumeist nur niveauloses Gelaber mit aufgesetztem Humor, der nu(h)r - wenn überhaupt - mit recht hohem Alkoholpegel zu ertragen ist.

Stimme Dir zu, etwas allgemein gesagt: Kabarett macht sich über die Herrschenden lustig,
Comedy über die. die darunter leiden.
 

Detti04

The Count
Noe, Comedy macht sich ueber alles lustig, u.a. sich selbst. Ich bin ein grosser Fan von Comedy, finde Kabarett aber eher nervig, weil mich die inhaerent besserwisserische Art nervt. Ich glaube auch, dass Kabarett letztendlich die Herrschaftsverhaeltnisse eher unterstuetzt als unterminiert. Comedy dagegen macht meiner Meinung nach gedanklich wirklich frei, weil Comedy eben wirklich grundsaetzlich alles in Frage stellt und gleichzeitig bereit ist, alles mit allem zu verbinden.

Ich hab folgendes Video hier schon mal verlinkt, aber ich finde es eben so gut, dass ich das gerne nochmal mache - der Kommentar, welcher die ganze Brexit-Angelegenheit am besten auf den Punkt bringt, ist dieses Stueck Comedy von James Acaster:

 

HoratioTroche

Zuwanderer
Nicht dass das jemand falsch versteht: Natürlich darf sich erstmal jeder über jeden lustig machen.
Es ist aber immer die Frage, ob man es sich als berufsmässiger Lustigmacher leicht oder schwerer macht, in der Wahl seines Zieles. Wenn er/sie dabei nach mehreren Seiten austeilt, macht es das glaubwürdiger. Das hängt aber u.a. davon ab, ob man eine wie auch immer geartete Botschaft hat, und wessen Applaus man haben will.
Ob er/sie dabei Grenzen überschreitet, wer die festlegt und so weiter, finde ich eher nachrangig. Weil, das bestimme ich für mich zum Beispiel selber.

Genauso, wie ich bestimme, ob ich einen berufsmässigen Lustigmacher lustig finde oder nicht. Und wenn ich das nicht finde, darf ich das natürlich auch sagen. Das beschneidet den Lustigmacher dann übrigens in keinster Weise.
 

Detti04

The Count
Auf Jimmy Carrs youtube-Kanal kann man sich uebrigens ganz legal ein paar seiner aelteren Programme in voller Laenge ansehen. Das ist sehr zu empfehlen, denn nirgendwo kommen die Gags in solcher Frequenz wie beim ihm.

 

powerhead

Pfälzer
Interessant finde ich auf alle Fälle, dass jemand, der gerne mal andere belehrt und als Besserwisser auftritt, von den "inhärenten Besserwissern" im Kabarett genervt ist.
Liegt wohl in der Natur der Sache.:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Noe, Comedy macht sich ueber alles lustig, u.a. sich selbst. Ich bin ein grosser Fan von Comedy, finde Kabarett aber eher nervig, weil mich die inhaerent besserwisserische Art nervt. Ich glaube auch, dass Kabarett letztendlich die Herrschaftsverhaeltnisse eher unterstuetzt als unterminiert. Comedy dagegen macht meiner Meinung nach gedanklich wirklich frei, weil Comedy eben wirklich grundsaetzlich alles in Frage stellt und gleichzeitig bereit ist, alles mit allem zu verbinden.

Ich hab folgendes Video hier schon mal verlinkt, aber ich finde es eben so gut, dass ich das gerne nochmal mache - der Kommentar, welcher die ganze Brexit-Angelegenheit am besten auf den Punkt bringt, ist dieses Stueck Comedy von James Acaster:


Kann man so sehen, in "grauer Vorzeit" war ja auch Insterburg & Co eine Art von Comedy.
Heute erlebe ich (ohne den Anspruch auf völlige Kenntnis zu haben) Comedy mehr als spießig, zotig und kleinbürgerlich.
Das Anarchische ist mir bei z.B. Mario Barth nicht aufgefallen.
Wenn Kabarett besserwisserisch daherkommt, ist es schlecht gemacht, das gibt's zugegeben auch, ändert nach meiner Meinung aber nichts an der prinzipiellen künstlerischen Richtung.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Kann man so sehen, in "grauer Vorzeit" war ja auch Insterburg & Co eine Art von Comedy.
...
:jaja: Die nannten sich Blödelbarden, sind aber längst "aus der Zeit gefallen". Ingo lebt ja nicht mehr, Jürgen Barz passte mMn nicht so recht in das Quartett, am Besten fand ich noch Peter Ehlebracht. Karl Dall startete seine Solokarriere und war ab diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch peinlich. Den kann man sich nicht mehr reinziehen und er gibt Anlass zum fremdschämen. :eek:
 
Ingos Orginalität lebte auch von seiner Fähigkeit, erfundene und selbstgebaute Instrumente zu spielen bzw. Haushaltsgeräte und Gartengeräte musisch skurril zum klingen zu bringen, so eine Art Daniel Düsentrieb der Kleinkunst-Blödelei.
Sein nationaler Hit "Ich liebte ein Mädchen" war der Medien wirksamste Beitrag seiner Laufbahn in der er fast bis zum Schluss sich auf der Bühne in seiner Art treu geblieben ist.
Natürlich war das alles dann später irgendwie ein Anachronismus, im Gegensatz zu anderen Barden aus dieser Zeit war seine clowneske Darbietung allerdings niemals obszön und immer ein wenig selbst ironisch, im Gegensatz zu Karl Dall, der als "Zyklop" in die Gruppe passte, alleine aber massiv der Unterleibskomik verfiel.
Ehlebracht war der professorale mit der besten Singstimme.
So richtig komisch fand ich es eigentlich nie aber halt in der Urbesetzung zur damaligen Zeit eine Anarcho-Gruppe mit Alleinstellungsmerkmal.
 

SaintWorm

Bolminator
Moderator
Find's erstaundlich, dass Dieter Nuhr überhaupt noch Zeit hat, öffentlich irgendwelche Äusserungen zu tätigen, wo er doch mit seinem Freund Michi Mittermeier hauptamtlich damit beschäftigt sein sollte, Xavier Naidoo den Arsch zu pudern.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
@"Icke Ik"
Ich war 1x in Berlin mit meinem Privat PKW, Nähe Alexanderplatz, Fernsehturm. Das mache ich nie wieder. Ich habe zum verrecken keinen Parkplatz gefunden. Da Gudi aber einen Behindertenausweis hat ( wg Multipler Sklerose ) habe ich nach geraumer Zeit des Rumgurkens endlich einen Parkplatz gefunden.
Was ich sagen wollte: aus Insterburgs Lied kenne ich bis auf 2 alle Stadtteile dem Namen nach.
> Was ich nicht zuordnen kann ist Jungfernheide und Heiligensee :gruebel:
 
@"Icke Ik"
Ich war 1x in Berlin mit meinem Privat PKW, Nähe Alexanderplatz, Fernsehturm. Das mache ich nie wieder. Ich habe zum verrecken keinen Parkplatz gefunden. Da Gudi aber einen Behindertenausweis hat ( wg Multipler Sklerose ) habe ich nach geraumer Zeit des Rumgurkens endlich einen Parkplatz gefunden.
Was ich sagen wollte: aus Insterburgs Lied kenne ich bis auf 2 alle Stadtteile dem Namen nach.
> Was ich nicht zuordnen kann ist Jungfernheide und Heiligensee :gruebel:
Jungfernheide hat zwar einen S-Bahn-, und U-Bahnhof, ist aber kein Stadtteil. Viel mehr als der Volkspark ist da nicht.
Heiligensee gehört zu Reinickendorf, ist aber j.w.d. Da hörste schon die Ostsee plätschern.
Insterburg hatte nur Mädels aus dem ehemaligen Westberlin. Da fehlen dir noch 'ne Menge Stadtteile.
Innerhalb des S-Bahnrings fahre ich nur noch ganz selten mit dem Auto. Wegen des Parkplatzproblems, der Staus, Strassensperrungen und wer weiss noch was, geht's mit den Öffentlichen besser und bequemer. Natürlich muss man sich auch da erstmal informieren, welche Linien gerade fahren und welche nicht.
 
Ingos Orginalität lebte auch von seiner Fähigkeit, erfundene und selbstgebaute Instrumente zu spielen bzw. Haushaltsgeräte und Gartengeräte musisch skurril zum klingen zu bringen, so eine Art Daniel Düsentrieb der Kleinkunst-Blödelei.
Sein nationaler Hit "Ich liebte ein Mädchen" war der Medien wirksamste Beitrag seiner Laufbahn in der er fast bis zum Schluss sich auf der Bühne in seiner Art treu geblieben ist.
Natürlich war das alles dann später irgendwie ein Anachronismus, im Gegensatz zu anderen Barden aus dieser Zeit war seine clowneske Darbietung allerdings niemals obszön und immer ein wenig selbst ironisch, im Gegensatz zu Karl Dall, der als "Zyklop" in die Gruppe passte, alleine aber massiv der Unterleibskomik verfiel.
Ehlebracht war der professorale mit der besten Singstimme.
So richtig komisch fand ich es eigentlich nie aber halt in der Urbesetzung zur damaligen Zeit eine Anarcho-Gruppe mit Alleinstellungsmerkmal.
Damals fand ich Insterburg ganz komisch. Die Gruppe passte in die Zeit. Ich stand allerdings mehr auf Ulrich Roski. Den höre ich heute noch ab und zu.
 
Na dann bist Du bei mir richtig, ich bin heute noch mit "Black" aus dem Duo "Schobert und Black" und anderen Kollegen dieser Zunft befreundet und ja,ich geb es zu, ich entstamme auch dieser Szene ......
Das ist ja 'ne Überraschung. An Schobert und Black hatte ich auch schon gedacht. Mir fielen aber keine Lieder mehr ein. Die Beiden hatten aber jede Menge Limericks drauf.
Gratuliere zum Sieg. Das Derby rückt immer näher.
Eiserne Grüße
 

Rupert

Friends call me Loretta
Wundert mich ja fast ein bisschen, dass sich der Thilo S. nicht schon laut in aller Öffentlichkeit zum Klimawandel geäussert hat.
Der kreiert ja gerne mal ganz neue Erkenntnisse, denen er dann verzweifelt versucht einen wissenschaftlichen Anstrick zu geben; siehe sein Geschwurbel zur Genetik.
 
Der Anspruch, anderen, vermeintlich oder tatsächlich auf Kosten anderer Lebenden, vorzuschreiben, welche Raumtemperatur sie zu Hause gefälligst einzuhalten haben.

Besonders, wenn man es selber wohl eher so bei 23°C gemütlich findet.
Vermutlich gab es auch schon vor Sarrazin Leute die anderen was vorschreiben wollten.

Ich bezog meine Frage jetzt auf das Tatsächliche. Für mich ist das normal, aber deshalb würde ich es keinem vorschreiben.
 

Gaudloth

Bratze
Der Nuhr ist so eine Heulsuse. Erst billige Polemik rausplautzen und dann rumheulen, dass man ja nichts sagen dürfte. Außer halt im Fernsehen. ARD Hauptprogramm. Vor einem Millionenpublikum. Jede Woche.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Der Nuhr würde sogar über Sprechverbot jammern, wenn man ihm seinen einzigen gescheiten Spruch vorliest.
Sich den mal zu Herzen nehmen, das ist von so einem Berufsplauderer vermutlich zuviel verlangt.
Ersetze Wirtschaft durch Klima und Nuhr meint genau sich
 
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