Die SPD

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Es gab es einigermaßen großes Trara, als die Nahles zurücktrat und keine/r den Parteivorsitz übernehmen wollte - außer Giffey, aber die konnte nicht, wegen ihrer Doktorarbeit. Dann kam die Idee: Die Mitglieder dürfen wählen. Und bewerben dürfen sich nur Paare! Kurzes Rauschen im Blätterwald.

Weiß noch jemand welche Pärchen sich zur Wahl stellten? Ich kann mich nur noch an Gesine Schwan erinnern. Hoffentlich gewinnt die!

Heute wird jedenfalls ausgezählt und heute abend das Siegerpärchen verkündet.
 

Blaubarschbube

FC Schalke 04
Weiß noch jemand welche Pärchen sich zur Wahl stellten?

Olaf Scholz und Klara Geywitz
Petra Köpping und Boris Pistorius
Gesine Schwan und Ralf Stegner
Christina Kampmann und Michael Roth
Nina Scheer und Karl Lauterbach
Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken

...die sind nun übrig geblieben.

Mein "Traumduo" wären Nina Scheer und Karl Lauterbach weil sie das Ende der GroKo wollen, tippe aber mal auf Christina Kampmann und Michael Roth

Die Totengräber der SPD: Schwan und Stegner sind das Gegenteil von Aufbruch

Die Totengräber der SPD: Schwan und Stegner sind das Gegenteil von Aufbruch
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB | SPD-Bundestagsfraktion

Ich finde den Lauterbach auch gar nicht so schlecht, aber als Parteivorsitzender eignet er sich meiner Meinung nach nicht. Da muss doch eher eine geschmeidige, charismatische Persönlichkeit her, die alle SPDler*innen anspricht. Lauterbach ist viel zu sachlich und zu polarisierend. Das ist gut für einen Politiker, das soll er mal weitermachen. Aber nicht als Parteichef, da hilft das nix.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Lauterbach und Schwan und ihre jeweiligen Partner*innen sind draußen.

Die Ergebnisse im Einzelnen: SPD - Wir wählen eine neue Spitze.

Noch im Rennen und damit in der Stichwahl:


Klara Geywitz & Olaf Scholz vs Saskia Esken & Norbert Walter-Borjans​
 

Blaubarschbube

FC Schalke 04
Gestern die Vorstellungsrunde Live auf phoenix. War sehr interessant und kurzweilig.

Geywitz/Scholz: Ja, pro GroKo und Frau Geywitz war mir zu sehr auf Scholz fixiert, Scholz hier, Scholz da, Scholz liebster SPD-Politiker in den Umfragewerte etc. etc. Sie unterwirft sich komplett für ihn. Scholz selber: Ich habe, ich habe, ich habe. Eher selten "wir haben" - Für mich eine One-Man-Show mit Frau Geywitz an seiner Seite.

Esken/Walter-Borjans die SPD-Kritiker und Anti-Grokos. Auch korrekt, dass wurde gestern nochmals so unterstrichen. Wobei diese Duo wirklich als Duo aufgetreten ist, jeder vertrat seine Meinung, aber immer im Konsens zum Partner.

Auf Grund des Vorteils von Scholz als Finanzminister wird sich, meiner Meinung nach, dieses Duo, wenn auch nur knapp, durchsetzen.

Ob die SPD ihren freien Fall wird Bremsen können wird sich zeigen.

Letztlich haben alle vier aber klar zum Ausdruck gebracht das es nur gemeinsam geht und nicht gegeneinander. Egal wer gewinnt, das unterlegene Duo wird die anderen unterstützen. Ich bin gespannt...
 

Blaubarschbube

FC Schalke 04
Geht schon los...

Die Oberbürgermeisterin aus Flensburg, Simone Lange, schießt ordentlich gegen Olaf Scholz:

„Ab heute zählt es! Die SPD hat eine zweite und damit wohl letzte Chance auf Veränderung. Saskia Esken mit Norbert Walter-Borjans und Klara Geywitz mit Olaf Scholz stehen zur Wahl.

Alle Mitglieder können an der Wahl zum neuen Bundesvorsitz teilnehmen. Die Mitgliederabstimmung ist ein demokratisches Hochereignis, das aber nur lebt, wenn mitgemacht wird.

Dass wir in der SPD das große Bedürfnis haben mitzubestimmen, hat nicht zuletzt meine Kandidatur im vergangenen Jahr gezeigt. Ich erinnere gern an die Empörung der Parteispitze über meine Kandidatur. Olaf Scholz, dem ich meine Bewerbung am Rande einer Regionalkonferenz in Hamburg persönlich übergab, versuchte es mit dem Stilmittel des Ignorierens. Die anwesenden Kameras störten ihn dabei nicht.

Der Umgang innerhalb der SPD wurde zum Thema der Diskussion. Gehen so Mitglieder der sozialdemokratischen Partei miteinander um? Und weshalb rasseln unsere Umfragewerte trotz guter Inhalte in den Keller?

Bei der Wahl zum Parteivorsitz im April 2018 stand die SPD noch bei 23 Prozent. Ein historischer Tiefstwert – damals. Heute, eineinhalb Jahre später, sieht’s noch schlechter aus. 15 Prozent sind unser Potential – ein Wahnsinn! Dabei wird die Sozialdemokratie mehr denn je gebraucht.

Wir wissen, dass die Armutsquote in Deutschland noch nie so hoch war wie heute.

19 Prozent der Menschen sind von Armut betroffen. Nicht mal mehr diese 19 Prozent setzen auf uns. Und sie werden es auch nach der Grundrente nicht tun.

Ja, die Grundrente ist richtig! Sich aber damit zu brüsten, dass Millionen Menschen von dieser Grundrente profitieren, ist ein Armutszeugnis. Denn auch das ist Ergebnis sozialdemokratischer Politik. Dass Millionen Menschen die Grundrente überhaupt brauchen, bedeutet, dass sie alle von ihrer Rente nicht mehr auskömmlich leben können.

Die Grundrente ist richtig und gleichzeitig ein Beleg für die fehlende sozialdemokratische Vision davon, wie unser Leben in den kommenden Jahren gerechter, menschenfreundlicher und vor allem würdevoller werden kann.

Dafür brauchen wir in der SPD jetzt vor allem Glaubwürdigkeit.

Dabei ist es fast unerheblich, was Olaf Scholz uns verspricht, denn er hat in der Vergangenheit mindestens dreimal zu viel versprochen.

► Als Generalsekretär der SPD hat er die Agenda 2010 vorangetrieben, die in Teilen als verfassungswidrig erklärt wurde. Heute wissen wir, dass die Agendapolitik den Menschen ihre Würde genommen hat.

Eine Entschuldigung dafür sprach Scholz nie aus. Im Gegenteil hält er bis heute an den Sanktionen fest.

► Als Innensenator in Hamburg setzte er den Brechmitteleinsatz der Polizei durch, der einen Menschen das Leben kostete. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt den deutschen Brechmitteleinsatz später für menschenrechtswidrig. Eine Entschuldigung von Scholz? Fehlanzeige!

► Den G20-Gipfel hat Scholz für Hamburg erkämpft. Er sollte unbedingt in Hamburg stattfinden, obwohl es sicherheitspolitische Bedenken gab, die durch Ausschreitungen ungeahnten Ausmaßes im schlimmsten Sinn übertroffen wurden. Unzählige Anwohner-innen zahlten für die Schäden, den Imageschaden zahlten alle. Das Bild, wie Olaf Scholz in der Elbphilharmonie dem Konzert lauschte, während draußen Polizeibeamte und Einsatzkräfte aller Art ihr Leib und Leben einsetzten, werde ich nie vergessen. Um eine Entschuldigung kam Olaf Scholz hier nun nicht mehr herum. Das Ergebnis jedoch bleibt ein historisch schlechtes.

Ich könnte weiteres aufzählen: Wenn Olaf Scholz sagt, er sei schon immer für die Vermögenssteuer gewesen, frage ich, weshalb hat er sie nie durchgesetzt?

Wo ist die Finanztransaktionssteuer? Wo die Schließung der Steuerschlupflöcher?

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken waren da konsequenter und standhafter. Alle erinnern sich an NoWaBo, den NRW-Finanzminister, der den Mut hatte, die Steuer-CDs aus der Schweiz anzukaufen, um damit Steuerflüchtlingen die Konsequenzen aufzuzeigen. Auch Saskia ist eine mutige, standhafte Sozialdemokratin, die im Bundestag klar gehen Hartz IV und für eine moderne Sozialdemokratie kämpft. Beide stehen für einen neuen Politikertypus. Und die braucht die SPD!

Wer Kanzlerkandidat werden möchte (und sozialdemokratischer dazu), der muss vor allem eines sein: glaubwürdig! Denn Glaubwürdigkeit ist die einzige Währung eines Politikers. Wer sie nicht hat, wird auch nie Kanzler.

Liebe Mitglieder der SPD,

ihr habt mich im vergangenen Jahr mit Zuspruch überhäuft. Ihr habt euch nach Erneuerung gesehnt und eure Bereitschaft zur Veränderung laut gemacht.

Bitte vergesst das auch in diesem Jahr nicht!“
 

Hendryk

Forum-Freund
Klara Geywitz mit Olaf Scholz werden es meiner Meinung nach werden.
Wirklich neue Wege geht die SPD nicht. Da kann Simone Lange sich noch soviel gegen Olaf Scholz aussprechen.
 

Kird

Hofnarr
sorry ....wer da noch aufgestellt ist ...lässt mich ehr zum Nichtwähler werden...
auch die tollen Beiträge von unsere ach so tollen " Soziale " Partei Deutschland macht mich zum "nicht" Wähler ...
und da hilft nicht die Presse für eine bessere SPD...und das sie ab lenken von Soziale Themen gegen Themen von rechts...auch nicht...
denn wenn man immer nur die hälfte errecht ist das kein erfolg...was so unsere Politiker so als erfolg verkaufen möchten...

naja mir ist egal wer da rum turnt ...ich erwarte eine 100% SPD die Sozial ist ....nicht eine die auf Kompromiss aus ist ...

und da intressiert mich nicht eine CDU/CSU oder gar Deutschland..... sonder die wähler der SPD die für was stehen ...

aber bei denn Personal und denn Ansicht sollte die SPD bitte mal nicht gewählt werden...

gruß
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Geht schon los...

Die Oberbürgermeisterin aus Flensburg, Simone Lange, schießt ordentlich gegen Olaf Scholz:

Ja, das Duell ist eröffnet!

Niedersachsens Ministerpräsident Weil attackiert Bewerberin Esken, die vieles abwerte, wofür die SPD jahrelang gekämpft habe.

SPD-Vorsitz: Stephan Weil warnt vor Wahl von Saskia Esken

Ich denke auch, dass Scholz gewinnt. Die Mehrheit der SPD-Mitglieder wird obrigkeitshörig sein und dementsprechend den Chef wählen.
 

Kird

Hofnarr
nöö wird es auch nicht...bleibt eh dabei!!!!
alle anderen sind schuld vor allen die Bürger die , die AfD wählen... nicht unsere SPD ...wie gut ´das es nocht die AfD und rechten gibt... da kann man sein frust los werden

nicht umsont war die ganze Wahl doch darauf aus gerichtet...was man falsch gemache hat intressiert die Personal nicht wirklich....schnell darüber wech gehen und nur so ein halbes ein geständnis machen... kann nicht sein da wir jaa so tolle "halbe "Sozial Sachen gemacht haben...

naja bei denn Personal kann man nur jeden Wähler ab raten die nett SPD weiter "zu "wählen...da kommt nix neues ist halt ein Kompromis liebe SPD...

gruß
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
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Bis Mitternacht durften die SPDler wählen, nun muss nur noch ausgezählt werden.

SPD: "Entscheidungen demokratisch gefallen" (Dreyer)

Malu Dreyer fürchtet wohl eine Spaltung der Partei.

Und wenn Schloz doch nicht gewinnt, war es das dann ja für GroKo. Das würde mir natürlich besser gefallen, weil: ist spannender.
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Alle Kommentatoren sehen schon die Aufkündigung der Groko und den Untergang der SPD. Kann mir nicht vorstellen, dass die wirklich die Koalition aufkündigen. Aber wer weiß?
 

Hendryk

Forum-Freund
Alle Kommentatoren sehen schon die Aufkündigung der Groko und den Untergang der SPD. Kann mir nicht vorstellen, dass die wirklich die Koalition aufkündigen. Aber wer weiß?
Das neue Führungspaar wird aber sicher die Punkte des Koalitionsvertrages hinterfragen, dass ist ja auch legitim.
Wenn es zu einer Neuwahl der Regierung/Bundestag kommt - nach einer Aufkündigung der Koalition - dann sollte sich die SPD aber vorher als gestärkt in das Bewusstsein der Wähler eingebracht haben. Noch ist da nichts passiert.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die GroKo nach dem SPD-Entscheid: „Wir sind keine Therapieeinrichtung für Regierungsparteien“ - Politik - Tagesspiegel

Geht schon los und damit sind die beiden neuen SPD-Anführerinnen schon in der Bredouille, denn die CDU sieht keine Notwendigkeit darin, den Koalitionsvertrag zu verändern.

Ich gehe mal davon aus, dass die CDU bei dieser Position bleibt, dann kann die SPD nur eine Niederlage einstecken - Scholz wird sich freuen - oder die Groko verlassen. Dann gibt es Neuwahlen. Ich vermute, da wird die SPD nicht viel holen.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
In der Groko verbleiben wäre der nächste fatale Fehler der Partei. Nachdem sie zur Bundestagswahl klar gesagt hatte nicht für eine Groko zur Verfügung zu stehen und es dennoch getan hat, hat die Restglaubwürdigkeit (so denn noch eine da war) arg gelitten. Sollten sie diesen Fehler wiederholen?
 
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