Die European Super League

Schröder

Problembär
Zu Punkt 1: Spannender als wann? In 89 Jahren Primera Division ging der Titel in 70 Faellen an Barca oder eines der beiden Madrids. Abgesehen von der Hochzeit Bilbaos, die in etwa mit der von Schalke uebereinstimmt, gab es nie dauerhafte Konkurrenz fuer diese Klubs. Scheint mir sehr kuenstlich, jetzt auf einmal etwas anderes zu wollen.

Zu Punkt 2: Die superreichen Vereine kaufen dann nicht mehr Speler, sondern bessere. Wenn man die Kohle hat, dann spielen eben Neymar und Mbappe und Haaland und Konsorten sitzen auf der Bank. Dann ist eben Spieler Nummer 25 so gut und so teuer wie Spieler Nummer 18 heute.
Du gehst dann also davon aus, dass sich Spieler von der Qualität Haalands lieber bei einem Klub, der in der ESL im Mittelfeld rumdümpelt auf die Bank oder gar Tribüne (auch die dürften ja nur 6 Bank-Plätze haben) setzen würde, als in einer nationalen Liga für etwas weniger Geld einen Stammplatz zu haben und Titel zu gewinnen? Und dafür noch die Nationalmannschaftskarriere an den Nagel hängen?

Mal abgesehen davon, dass die dann in höchstens halbvollen Stadien spielen müssten, weil die Anstoßzeiten ja an den asiatischen / amerikanischen Markt angepasst werden müssten, wo halt in Europa alles noch oder schon wieder schläft / bzw. zur Arbeit muss.

Kann ich mir jetzt eher nicht vorstellen... Dafür müsste man denen soviel Geld zahlen, dass es dann eben doch nur für 18 teure Spieler reicht, wie jetzt auch schon. Wie überhaupt mehr Geld bei den Großklubs zum Großteil in die Taschen derselben Spieler geflossen ist, die sie vorher auch schon hatten (und in astronomische Ablösesummen, bei denen so mancher Spieler-Berater bereits nach einem Deal schon ausgesorgt haben dürfte). Früher haben die super-teuren Spieler 15-20 Mio / Jahr verdient, inzwischen liegt alleine Messi im 3stelligen Mio-Bereich und die 15-20 Mio-Spieler sitzen auf der Bank. Das Gehalt von Messi jetzt hätte früher für den ganzen Kader gereicht. Ein Haaland würde in der ESL dann um die 40 Mio / Jahr kosten.

Und warum sollte man für 38 Saisonspiele überhaupt noch 25 Superstars brauchen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso sind die bei mir dasselbe?
Weil du ständig damit begründest, dass Vereine gut oder schlecht WIRTSCHAFTEN und ihre Kohle besser oder schlechter investieren. Nicht etwa, dass sie sportlich gut oder schlecht performen. Das sind aber zwei Paar Schuh, die sich nicht einmal notwendigerweise decken müssen. Nimm das Beispiel Real Madrid. Wenn die nach eigener Aussage aktuell 900 Mio Einnahmen brauchen, aber nur 600 Mio zusammenkratzen können, wirtschaften sie bestenfalls mäßig, wenn nicht gar richtig schlecht. Sportlich stehen sie dagegen im Halbfinale der CL und in der Liga auf Rang 2 mit 2 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Also an der Stelle alles in Butter und somit zumindest gut.

Zum Rest: Sportlicher Wettkampf zeichnet sich dadurch aus, dass sich mehrere Teilnehmer in einem fairen Wettstreit messen und kucken, wer von ihnen der beste ist. Und "fair" beinhaltet ganz klar ein "zu den selben Bedingungen". Das ist das innerste Wesen von sportlichem Wettbewerb.
Ganz anders dagegen die Wirtschaft. Dort wird die verdiente Kohle investiert, um sich Vorteile gegenüber seinen Wettbewerbern zu verschaffen. Denn dabei geht es ausschließlich um Gewinnmaximierung, nicht um fair verteilte Startbedingungen.

Was soll denn bitteschön an einer gleichmäßigen Verteilung unfair sein? Gerechter geht's doch gar nicht, als wenn jeder das gleiche Stück bekommt. Auch wenn das Geldsackklubs naturgemäß anders sehen, ist eine Liga immer noch eine geschlossene Einheit, die als Ganzes vermarktet wird. Ich kenn die Argumentation von Watzke ja zur Genüge aber es ist halt eine einseitige Scheißbetrachtung zu sagen, dass es nur die zwei, drei größten Zugpferde der Liga sind, die das Produkt im Ausland überhaupt erst konkurrenzfähig machen. Das mag zwar insoweit stimmen, dass ein Chinese oder Amerikaner in erster Linie wegen diesen zwei, drei Teams zuschaut. Nur braucht es erstens genauso den Rest, damit diese überhaupt glänzen können, und sind zweitens diese zwei, drei nur deshalb diese zwei, drei, weil sie einen dauerhaften finanziellen Vorteil haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] auch die dürften ja nur 6 Bank-Plätze haben [...]
Das könnte sich die ESL ja theoretisch biegen wie sie möchte. Sie wäre dann ja nicht mehr an die Maßgaben der UEFA gebunden. Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, 15 Spieler auf die Bank zu setzen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber machbar wäre es grundsätzlich.
 

Schröder

Problembär
Es ist doch egal, ob die reichen Vereine selber gehen oder rausgeschmissen werden, denn das Resultat ist in beiden Faellen dasselbe: Die nationale Meisterschaft findet ohne die staerksten nationalen Vereine statt. Was soll so eine Meisterschaft wert sein? "Yeah, wir sind die Besten, solange man die besseren Vereine ignoriert." Na danke. Sowas gibt es schon, das nennt sich 2. Liga.
Viel ändern würde sich dadurch nicht. Die anderen Verein hätten dann einen Titel mehr oder weniger ohne Wert, auf den sie mit den stärksten Vereinen (in Deutschland dem stärksten Verein, denn Dortmund ist noch schlagbar, aber die Bayern werden auch die nächsten 50 Jahre jedes Jahr Meister werden), aber eh nie eine Chance hätten... Der Unterschied zwischen wertlosem Titel und keinen Titel... naja.

Die Frage ist, was ist den Bayern der Titel dann noch wert, wenn die sportliche Herausforderung eh nicht gegeben ist? Würden die sich nicht selbst viel mehr über eine Meisterschaft freuen, die nicht schon vor dem 1. Spieltag feststeht? Kann sich ein Ferrari-Pilot wirklich freuen, wenn er die Cart-Meisterschaft gewinnt?

Also: Es geht doch in der Bundesliga eh nur um den Titel "Best of the Rest".. und die CL-Quali.
 
Zuletzt bearbeitet:

Schröder

Problembär
Das könnte sich die ESL ja theoretisch biegen wie sie möchte. Sie wäre dann ja nicht mehr an die Maßgaben der UEFA gebunden. Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, 15 Spieler auf die Bank zu setzen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber machbar wäre es grundsätzlich.
Da hast du natürlich Recht. Da die Nachwuchs-Fans sowieso keine 2x 45 Minuten mehr verfolgen können, wird eben das Spiel gedrittelt und jedes Drittel die komplette Mannschaft ausgetauscht. Auf diese Weise ist auch gewährleistet, dass der teure Pay-TV-Abonnement-Inhaber in Shanghai seinen Lieblingsspieler auch zu sehen bekommt.
 

Hendryk

Forum-Freund
Da die Nachwuchs-Fans sowieso keine 2x 45 Minuten mehr verfolgen können,
Nicht falsch verstehen, ich halte dieses Argument für gar nicht so falsch.
Nicht beim Stadion-Zuschauer, der während der Spielzeit gut beschäftigt ist und sich mMn nicht die volle Zeit auf das Spiel konzentriert. Da muss er an der Choreo teilnehmen, seine Pyro in Stellung bringen... :) Sein Bierchen bestellen, bezahlen und trinken.
Aber der TV-Abo-Konsument auf der Couch., bei dem ist doch volle Aufmerksamkeit gefragt. Und um den geht (ging) es bei der ESL.
Ohne es zu belegen, aber mMn ist die Konzentrationsfähigkeit der jungen Leute schwächer geworden.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Viele der "jungen Leute" haben vielleicht einfach keinen Bock mehr sich 2h vor die Glotze zu setzen um sich eine recht inhaltslose Show anzuschauen. :D
 

Schröder

Problembär
Viele der "jungen Leute" haben vielleicht einfach keinen Bock mehr sich 2h vor die Glotze zu setzen um sich eine recht inhaltslose Show anzuschauen. :D
Und warum hocken die sich dann jedes Jahr 1x im Februar Sonntag Nachts 4 Stunden vor die Glotze, um sich eine noch viel inhaltslosere Show mit dauernder Unterbrechung und Lady Gaga in der Halbzeit anzuschauen? ;)
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Weil du ständig damit begründest, dass Vereine gut oder schlecht WIRTSCHAFTEN und ihre Kohle besser oder schlechter investieren. Nicht etwa, dass sie sportlich gut oder schlecht performen. Das sind aber zwei Paar Schuh, die sich nicht einmal notwendigerweise decken müssen. Nimm das Beispiel Real Madrid. Wenn die nach eigener Aussage aktuell 900 Mio Einnahmen brauchen, aber nur 600 Mio zusammenkratzen können, wirtschaften sie bestenfalls mäßig, wenn nicht gar richtig schlecht. Sportlich stehen sie dagegen im Halbfinale der CL und in der Liga auf Rang 2 mit 2 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Also an der Stelle alles in Butter und somit zumindest gut.

Zum Rest: Sportlicher Wettkampf zeichnet sich dadurch aus, dass sich mehrere Teilnehmer in einem fairen Wettstreit messen und kucken, wer von ihnen der beste ist. Und "fair" beinhaltet ganz klar ein "zu den selben Bedingungen". Das ist das innerste Wesen von sportlichem Wettbewerb.
Ganz anders dagegen die Wirtschaft. Dort wird die verdiente Kohle investiert, um sich Vorteile gegenüber seinen Wettbewerbern zu verschaffen. Denn dabei geht es ausschließlich um Gewinnmaximierung, nicht um fair verteilte Startbedingungen.

Was soll denn bitteschön an einer gleichmäßigen Verteilung unfair sein? Gerechter geht's doch gar nicht, als wenn jeder das gleiche Stück bekommt. Auch wenn das Geldsackklubs naturgemäß anders sehen, ist eine Liga immer noch eine geschlossene Einheit, die als Ganzes vermarktet wird. Ich kenn die Argumentation von Watzke ja zur Genüge aber es ist halt eine einseitige Scheißbetrachtung zu sagen, dass es nur die zwei, drei größten Zugpferde der Liga sind, die das Produkt im Ausland überhaupt erst konkurrenzfähig machen. Das mag zwar insoweit stimmen, dass ein Chinese oder Amerikaner in erster Linie wegen diesen zwei, drei Teams zuschaut. Nur braucht es erstens genauso den Rest, damit diese überhaupt glänzen können, und sind zweitens diese zwei, drei nur deshalb diese zwei, drei, weil sie einen dauerhaften finanziellen Vorteil haben.
Auf das Beispiel der Berliner Klubs gehst du nicht ein. Schade. Zeigt exakt auf warum es eben unfair wäre so vorzugehen.
Und wie das in der Praxis laufen soll hast du auch noch nicht aufgezeigt. Wenn die Bundesliga das so handhaben würde, können wir immer schön zuschauen wie andere dann ab Achtelfinale in Europa weiterspielen. Denn dann fehlen den Topklubs mal eben 50 bis 100 Mio pro Jahr. Die sind dann natürlich nicht mehr ganz vorne dabei. Dann fallen die Einnahmen aus der Champ-Leauge zukünftig deutlich kleiner aus für die Bundesliga. Startplätze gehen verloren. Dann kriegt jeder noch ne Schlappe Million, wenn überhaupt. Und wie weit soll die Verteilung denn gehen? 2. Liga? Sagen wir die Bayern nehmen 90 Mio ein(was dann aber bei weitem nicht mehr der Fall sein wird). Die verteilen wir dann auf 36 Klubs. Bekommt jeder 2,5 Mio Euro. Ach ne, Bayern muss das ja auch noch versteuern. Bleibt ja unheimlich viel übrig für jeden. Oder sollte man noch die 3. Liga dazunehmen? Ist ja quasi auch noch Profifußball. Wenn fair, dann richtig.
Und wie willst du denn bitte gleiche Bedingungen herstellen? Das ist doch vollkommen unmöglich. Fängt doch beim Stadion an. Die einen kassieren von 80.000 Zuschauern, die anderen von 20.000. Sollte man da auch noch ran? Muss man ja eigentlich, du möchtest ja gleiche Startbedingungen und faire Verteilung. Und dann gibt es ja auch noch Sponsoren. Die sind natürlich bei denen zahlreicher, die sportliche Erfolge haben. Marketing auch.
Apropos, Stars gehen natürlich dann auch in andere Länder, wo sie mehr verdienen. Oder glaubst du die Haalands dieser Welt spielen dann noch hier. Sprich, es gibt deutlich weniger Fernsehgelder etc.
Das ist mein Szenario für deine These. Kannst du mir gerne widerlegen. Aber die genannten Themen hängen meiner Meinung nach unmittelbar zusammen.
Verstehe mich nicht falsch. Ich bin, genau wie du, der Meinung es muss sich was ändern. Die Schere ist zu groß geworden. Aber eine Schere muss und wird es immer geben. Das war aber im übrigen schon immer so. Auch in den guten, alten Zeiten.
 

Schröder

Problembär
Er spricht von gleichen Bedingungen im gleichen Wettbewerb. Fällt also die 2. Liga und alles was darunter ist schon mal raus, weil die ja nicht gegen die Bayern spielen müssen.
Desweiteren sichern die Bayern 1 Platz in der CL, den sie aber selber einnehmen. Für den Rest also ein Nullsummen-Spiel.
Und wenn die Bayern das Geld verteilen müssen, müssen sie logischerweise dafür auch keine Steuern zahlen. ;)

Was Europa angeht: Vielleicht spielen die deutschen Mannschaften (was in der Regel ja eh nur die Bayern sind) dann eben ab Viertelfinale nicht mehr mit in der CL. Provokant gefragt: Na und? Was haben die anderen Vereine in der Bundesliga denn davon, dass Bayern oder wer auch immer im Halbfinale der CL steht?

Bei den anderen Bedingungen ist halt der Verein selbst verantwortlich. Es steht jedem frei, sich Sponsoren zu suchen oder `n Stadion für 80.000 Leute in die Botanik zu stellen. Nur an die CL-Kohle kommen die über längere Zeit nicht ran, egal wie gut sie wirtschaften. Weil immer die besten Spieler abgeworben werden, sobald mal ein Verein etwas Erfolg hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
Mal direkt gefragt: Ist hier jemand der Meinung, dass es in näherer Zukunft zu einem solidarischeren Profifußballsystem auf deutscher und europäischer Ebene kommt, in Anbetracht der Tatsachen wie nun die CL ablaufen wird oder dass die sog. Wettbewerbshüter und Solidaritätsschaffer der DFB und die UEFA sind?

Um es selbst zu beantworten: Ich bin es nicht.
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Er spricht von gleichen Bedingungen im gleichen Wettbewerb. Fällt also die 2. Liga und alles was darunter ist schon mal raus, weil die ja nicht gegen die Bayern spielen müssen.
Desweiteren sichern die Bayern 1 Platz in der CL, den sie aber selber einnehmen. Für den Rest also ein Nullsummen-Spiel.
Und wenn die Bayern das Geld verteilen müssen, müssen sie logischerweise dafür auch keine Steuern zahlen. ;)

Was Europa angeht: Vielleicht spielen die deutschen Mannschaften (was in der Regel ja eh nur die Bayern sind) dann eben ab Viertelfinale nicht mehr mit in der CL. Provokant gefragt: Na und? Was haben die anderen Vereine in der Bundesliga denn davon, dass Bayern oder wer auch immer im Halbfinale der CL steht?

Bei den anderen Bedingungen ist halt der Verein selbst verantwortlich. Es steht jedem frei, sich Sponsoren zu suchen oder `n Stadion für 80.000 Leute in die Botanik zu stellen. Nur an die CL-Kohle kommen die über längere Zeit nicht ran, egal wie gut sie wirtschaften. Weil immer die besten Spieler abgeworben werden, sobald mal ein Verein etwas Erfolg hat.
Aber selbst wenn du die 2. Liga außen vor lässt. Du hast doch nie gleiche Bedingungen. Da fließen doch die genannten Dinge alle mit rein. Oder sind Freiburg und Augsburg mit Bayern, BVB oder Leipzig auf Augenhöhe, nur weil sie dann vielleicht 5 Mio von den Klubs bekommen? (Was aber mit der Zeit immer weniger würde) Und der BVB und selbst Leipzig musst du schon auch nennen. Leipzig war zuletzt im Halbfinale.
Bei den anderen Bedingungen ist man doch nicht nur selbst verantworlich. Das richtet sich doch unter anderem nach dem sportlichen Erfolg, ob und wieviel dir ein Klub beim Sponsoring zahlt. Für mich ist das alles ein großer Kreislauf. Und den würdest du unterbrechen. Es würde sehr viel Geld halt nicht mehr in die Liga fließen. Und was würde es ändern? Bayern und der BVB wären immer noch viel reicher als die anderen.
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Mal direkt gefragt: Ist hier jemand der Meinung, dass es in näherer Zukunft zu einem solidarischeren Profifußballsystem auf deutscher und europäischer Ebene kommt, in Anbetracht der Tatsachen wie nun die CL ablaufen wird oder dass die sog. Wettbewerbshüter und Solidaritätsschaffer der DFB und die UEFA sind?

Um es selbst zu beantworten: Ich bin es nicht.
Auf keiner Ebene. Man will ja sogar Financial Fairplay wieder abschaffen. Und von Gehaltsobergrenzen spricht man auch nicht wirklich.
 

Itchy

Vertrauter
Natürlich werden wir da nicht mehr hinkommen.

Aber, @uwin, wo willst Du hin? "Wir" hinken der internationalen Konkurrenz hinterher? Wer bitte ist "wir"?

Mich repräsentieren Bayern, der BVB oder RB nicht ein Jota.
Im Gegenteil, es gibt in den entsprechenden Wettbewerben recht wenig Gegner, bei denen eine Niederlage erwähnter "Repräsentanten" mir nicht ein schadenfrohes Lächeln entlockt.
Für mich ist der nationale Wettbewerb noch immer der mit dem Hauptaugenmerk und dem schaden die, die sich als Global Player sehen, mehr als jeder, der in einer anderen Liga spielt. Und nur weil Verein sein zuhause in Deutschland hat, wird er in internationalen Vergleichen nicht zu "meinem".

Und persönlich sehe ich lieber einen spannenden Wettbewerb mit einem annehmbaren Niveau als die tollen Superstars, bei denen Du -typisch für die Spitze- über weitere Qualitäten größtenteils gar nicht nachdenken darfst.
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Natürlich werden wir da nicht mehr hinkommen.

Aber, @uwin, wo willst Du hin? "Wir" hinken der internationalen Konkurrenz hinterher? Wer bitte ist "wir"?

Mich repräsentieren Bayern, der BVB oder RB nicht ein Jota.
Im Gegenteil, es gibt in den entsprechenden Wettbewerben recht wenig Gegner, bei denen eine Niederlage erwähnter "Repräsentanten" mir nicht ein schadenfrohes Lächeln entlockt.
Für mich ist der nationale Wettbewerb noch immer der mit dem Hauptaugenmerk und dem schaden die, die sich als Global Player sehen, mehr als jeder, der in einer anderen Liga spielt. Und nur weil Verein sein zuhause in Deutschland hat, wird er in internationalen Vergleichen nicht zu "meinem".

Und persönlich sehe ich lieber einen spannenden Wettbewerb mit einem annehmbaren Niveau als die tollen Superstars, bei denen Du -typisch für die Spitze- über weitere Qualitäten größtenteils gar nicht nachdenken darfst.
Wenn das deine Vorstellung ist habe ich da auch vollkommen Verständnis dafür. Logisch. Daher ist deine Frage, wo ich (man) hin will auch genau die richtige. Und da gibt es halt komplett unterschiedliche Vorstellungen. Ich sehe halt nicht die eine Lösung, wie man allen die gleichen Voraussetzungen schaffen will. Unterbrichst du den Kreislauf, hat das halt meiner Meinung nach nicht die Auswirkung, dass alle die gleichen Voraussetzungen haben. Da hätte man schon vor Jahren mit anfangen müssen und trotzdem hätte es nicht dazu geführt. Die Schere wäre aber nicht so groß auseinander gegangen.
Ich persönlich wünsche mir halt Beschränkungen bei Ablösen und Gehältern. Das schafft denke ich schon wieder andere Verhältnisse. Nur werden sie nie gleich sein. Das war aber doch noch nie der Fall. Und ich wüsste auch nicht wo das der Fall sein sollte aktuell. Denn es gibt immer unterschiedliche Voraussetzung. Auf vielen Ebenen.
 

Hendryk

Forum-Freund
Mal direkt gefragt: Ist hier jemand der Meinung, dass es in näherer Zukunft zu einem solidarischeren Profifußballsystem auf deutscher und europäischer Ebene kommt, in Anbetracht der Tatsachen wie nun die CL ablaufen wird oder dass die sog. Wettbewerbshüter und Solidaritätsschaffer der DFB und die UEFA sind?

Um es selbst zu beantworten: Ich bin es nicht.
Nein - weil sich dafür im Profifußball gefühlt fast alles ändern müsste. Aber nicht in Richtung von noch mehr Kommerz.
Was alleine der "Aufschrei" (nicht böse gemeint @uwin65 ) von den Bayern-Fans zeigt. WIR werden ja international abgehängt. Wir = die Bayern, die anderen Vereine hängt der FCB doch schon seit Jahren ganz alleine ab.
Kaum kommt RBL auf Schlagdistanz heran, wirbt der FCB dort die besten Spieler und auch gleich mal den Trainer ab.
RBL könnte ja vermutlich finanziell dagegen halten, aber das Schema ist ja seit langen Jahren bekannt.
Der FCB steht eben ganz oben an der Nahrungskette. Und klar, finden das seine Anhänger gut.
 

Hendryk

Forum-Freund
Ich persönlich wünsche mir halt Beschränkungen bei Ablösen und Gehältern. Das schafft denke ich schon wieder andere Verhältnisse.
Nur müsste das international passieren. Ein Haaland spielt nicht beim BVB oder beim FCB, wenn er bei PSG das Doppelte bekommt.
Es geht dabei nicht um 2-5 Millionen mehr, obwohl das national auch schon eine Menge Kohle ist.
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Nur müsste das international passieren. Ein Haaland spielt nicht beim BVB oder beim FCB, wenn er bei PSG das Doppelte bekommt.
Es geht dabei nicht um 2-5 Millionen mehr, obwohl das national auch schon eine Menge Kohle ist.
Natürlich muss das international passieren. Das ist die Grundvoraussetzung. Aber leider auch das Problem. Aber mit deinem Beispiel zeigst du ja schon auf, wie die Liga aussähe wenn wir alles gleichmäßig verteilen. Die Topspieler wären nicht mehr zu halten.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Mal direkt gefragt: Ist hier jemand der Meinung, dass es in näherer Zukunft zu einem solidarischeren Profifußballsystem auf deutscher und europäischer Ebene kommt, in Anbetracht der Tatsachen wie nun die CL ablaufen wird oder dass die sog. Wettbewerbshüter und Solidaritätsschaffer der DFB und die UEFA sind?

Um es selbst zu beantworten: Ich bin es nicht.
Nein bin ich nicht, ich mache auch aktiv nichts (mehr) dafür, aber ich kenne Leute die da aktiv sind und achte ihr Engagement sehr hoch.
Man hat ja jetzt gesehen, dass es zumindest nicht ungehört verhallt, im Gegenteil.
 
Auf das Beispiel der Berliner Klubs gehst du nicht ein. Schade. Zeigt exakt auf warum es eben unfair wäre so vorzugehen.
Und wie das in der Praxis laufen soll hast du auch noch nicht aufgezeigt. Wenn die Bundesliga das so handhaben würde, können wir immer schön zuschauen wie andere dann ab Achtelfinale in Europa weiterspielen. Denn dann fehlen den Topklubs mal eben 50 bis 100 Mio pro Jahr. Die sind dann natürlich nicht mehr ganz vorne dabei. Dann fallen die Einnahmen aus der Champ-Leauge zukünftig deutlich kleiner aus für die Bundesliga. Startplätze gehen verloren. Dann kriegt jeder noch ne Schlappe Million, wenn überhaupt. Und wie weit soll die Verteilung denn gehen? 2. Liga? Sagen wir die Bayern nehmen 90 Mio ein(was dann aber bei weitem nicht mehr der Fall sein wird). Die verteilen wir dann auf 36 Klubs. Bekommt jeder 2,5 Mio Euro. Ach ne, Bayern muss das ja auch noch versteuern. Bleibt ja unheimlich viel übrig für jeden. Oder sollte man noch die 3. Liga dazunehmen? Ist ja quasi auch noch Profifußball. Wenn fair, dann richtig.
Und wie willst du denn bitte gleiche Bedingungen herstellen? Das ist doch vollkommen unmöglich. Fängt doch beim Stadion an. Die einen kassieren von 80.000 Zuschauern, die anderen von 20.000. Sollte man da auch noch ran? Muss man ja eigentlich, du möchtest ja gleiche Startbedingungen und faire Verteilung. Und dann gibt es ja auch noch Sponsoren. Die sind natürlich bei denen zahlreicher, die sportliche Erfolge haben. Marketing auch.
Apropos, Stars gehen natürlich dann auch in andere Länder, wo sie mehr verdienen. Oder glaubst du die Haalands dieser Welt spielen dann noch hier. Sprich, es gibt deutlich weniger Fernsehgelder etc.
Das ist mein Szenario für deine These. Kannst du mir gerne widerlegen. Aber die genannten Themen hängen meiner Meinung nach unmittelbar zusammen.
Verstehe mich nicht falsch. Ich bin, genau wie du, der Meinung es muss sich was ändern. Die Schere ist zu groß geworden. Aber eine Schere muss und wird es immer geben. Das war aber im übrigen schon immer so. Auch in den guten, alten Zeiten.
@Schröder und @Itchy haben ja bereits einiges beantwortet. Und wie das mMn aussehen könnte, haben wir doch schon mal hier diskutiert.
 
Mal direkt gefragt: Ist hier jemand der Meinung, dass es in näherer Zukunft zu einem solidarischeren Profifußballsystem auf deutscher und europäischer Ebene kommt, in Anbetracht der Tatsachen wie nun die CL ablaufen wird oder dass die sog. Wettbewerbshüter und Solidaritätsschaffer der DFB und die UEFA sind?

Um es selbst zu beantworten: Ich bin es nicht.
Nein, so wie du die Frage formulierst, also "in der näherer Zukunft" sicher nicht. Darüber, wie sich alles mittel- bis langfristig entwickelt, traue ich mir keine Prognose zu. Ich sehe allerdings eine realistische Chance, dass die ESL oder ein vergleichbarer Wettbewerb noch nicht vom Tisch ist. Und dann werden sich UEFA und DFB mMn etwas überlegen müssen, um sich von dieser Konkurrenz abzugrenzen, denn auf deren Feld wird man sie nicht schlagen können.
 

Schröder

Problembär
Ich persönlich wünsche mir halt Beschränkungen bei Ablösen und Gehältern. Das schafft denke ich schon wieder andere Verhältnisse. Nur werden sie nie gleich sein. Das war aber doch noch nie der Fall. Und ich wüsste auch nicht wo das der Fall sein sollte aktuell. Denn es gibt immer unterschiedliche Voraussetzung. Auf vielen Ebenen.
Ausgerechnet bei den Ablösen würde ich nicht anfangen. Gerade die kleineren Vereine leben auch davon, vielleicht mal einen guten weil günstigen Einkauf dann viel teurer an einen Spitzenklub weiter zu verkaufen. Das würde es den großen Vereinen ja noch erleichtern, anderen immer die besten Spieler abzuwerben.
 
Zuletzt bearbeitet:

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Ausgerechnet bei den Ablösen würde ich nicht anfangen. Gerade die kleineren Vereine leben auch davon, vielleicht mal einen guten weil günstigen Einkauf dann viel teurer an einen Spitzenklub weiter zu verkaufen. Das würde es den großen Vereinen ja noch erleichtern, anderen immer die besten Spieler abzuwerben.
Ist die Frage wie man kleinere Vereine definiert. Beim BVB ist es ein Geschäftsmodel, der ist aber kein kleiner Verein. Mir fällt jetzt kein Mittelklasseverein ein, der einen Spieler für mehr als z.B. 60 Mio verkauft hat. Daher denke ich greift dein, durchaus berechtigter, Einwand hier nicht.
 

Schröder

Problembär
Wolfsburg den De Bruyne für ca. 80 Mio an ManCity glaub ich.
Und Frankfurt den Jovic für 70 Mio zu Real Madrid. Der soll jetzt sinnigerweise wieder nach Frankfurt wechseln (ausgeliehen ist er ja schon), für 20 Mio - und Real im Gegenzug Silva für 40 Mio. von der Eintracht kaufen.
Da wundert es mich nicht, dass Real kurz vor der Pleite steht. :D

Ich wusste auch nicht, dass du die Obergrenze für Ablösen bei 60 Mio festnageln willst. ;) Dachte da eher an so 20-30 Mio.

Abgesehen davon: Selbst wenn sie ihn nicht direkt teuer an einen Spitzenklub verkaufen können, so gibt es doch oft Klauseln, das sie am Gewinn bei einem Weiterverkauf von einem Spitzenklub zum nächsten beteiligt werden. Das kann bei den Summen, die jetzt bezahlt werden, durchaus mal 5-6 Mio (angenommen sie wären mit 10 % beteiligt) ausmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Wolfsburg den De Bruyne für ca. 80 Mio an ManCity glaub ich.
Und Frankfurt den Jovic für 70 Mio zu Real Madrid. Der soll jetzt sinnigerweise wieder nach Frankfurt wechseln (ausgeliehen ist er ja schon), für 20 Mio - und Real im Gegenzug Silva für 40 Mio. von der Eintracht kaufen.
Da wundert es mich nicht, dass Real kurz vor der Pleite steht. :D

Ich wusste auch nicht, dass du die Obergrenze für Ablösen bei 60 Mio festnageln willst. ;) Dachte da eher an so 20-30 Mio.

Abgesehen davon: Selbst wenn sie ihn nicht direkt teuer an einen Spitzenklub verkaufen können, so gibt es doch oft Klauseln, das sie am Gewinn bei einem Weiterverkauf von einem Spitzenklub zum nächsten beteiligt werden. Das kann bei den Summen, die jetzt bezahlt werden, durchaus mal 5-6 Mio (angenommen sie wären mit 10 % beteiligt) ausmachen.
Wird eh schwer genug das da was passiert. Real Madrid ist ja das Paradebeispiel. Jammernrum das sie die hohen Kosten nicht mehr abgedeckt bekommen. Tja, da gibt es eine Möglichkeit. :D Passt denen aber natürlich nicht. Immer größer, immer höher.. Die haben es halt nie gelernt vernünftig zu wirtschaften. Da würden die entsprechenden Regelungen ja eigentlich helfen. Stattdessen wollen sie nur an der Einnahmeschraube drehen.
Mit dem Weiterverkauf haste natürlich recht. Ist durchaus ein Aspekt.
 

Dilbert

Pils-Legende
Ich hab mir gerade ein bisschen den A... abgelacht...

Der Juve-Präsi Agnelli spricht jetzt von der Super League als einen "Hilferuf", und kein "Putschversuch".

Die Gefahr sei die Insolvenz des gesamten Fußballsystems. "Die Anzeichen der Krise waren schon vor der Corona-Pandemie zu erkennen."

Ja Herrgott nochmal, dann hör endlich auf Spieler und Berater mit irrsinnigen zweistelligen Millionenbeträgen dichtzuscheißen, wenn dein Verein das nicht zahlen kann. Erst jahrelang fröhlich Misswirtschaft betreiben, und dann rumjaulen wie unfair doch die Welt ist. Am besten bestelle ich mir morgen einen Mercedes S-Klasse, und verlange dann eine Reform des Europäischen Fahrzeugmarktes, weil ich mir die Raten nicht leisten kann.

 
Oben