Deutschland - keine Sportnation mehr?

André

Admin
Die Schwimm-WM war aus deutscher Sicht ein Erfolg: Keiner der deutschen Teilnehmer ist ersoffen. :D

Egal ob Ski-Springen, Schwimmen, Handball, Olympia - Deutschland spielt im Sport oft keine führende Rolle mehr.

Woran liegt´s?

Dopen wir zu wenig?
Dopen die anderen zu viel?

Oder sind wir einfach keine Sportnation (mehr)?

Oder müssten wir mehr in den Sport investieren, schon in der Schule, mehr Geld, bessere Trainingsbedingungen?

Sind wir schlechter geworden, oder stehen geblieben, oder sind andere Länder einfach besser geworden? Oder ist ohne Doping wirklich nichts mehr möglich? Aber wer sagt denn eigentlich dass wir bzw. unsere Sportler nicht dopen?

Denke das Thema kann man von zig Seiten aus betrachten.

Freue mich auf eine hoffentlich spannende Diskussion! :top:
 

alditüte

HSVer
War Deutschland denn jemals eine Sportnation?

Im Fußball immer Weltspitze, im Handball und Feldhockey ab und zu mal, dann alle paar Jubeljahre mal ein talentierter Tennisspieler. Ansonsten fällt mir jetzt nichts ein, wo wir jemals langfristig besonders toll waren, wobei ich mich bei Einzelsporten ohnehin nicht auskenne, da ich diese langweilig finde – Mannschaftssport ist weitaus interessanter.

Deutschland ist einfach ein Land, in dem wenige Sportarten im Fokus stehen. In den USA zeigt man andauernd was anderes, für jeden ist was dabei und dann spielen die den Sport selbst. In Deutschland besteht die Sportlandschaft in den Medien zu mindestens 80 Prozent aus Fußball, zu 10 Prozent (Tendenz sinkend) aus Handball und der Rest in unter ferner liefen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
In Deutschland besteht die Sportlandschaft in den Medien zu mindestens 80 Prozent aus Fußball, zu 10 Prozent (Tendenz sinkend) aus Handball und der Rest in unter ferner liefen.
Ist aber in den meisten europäischen Ländern nicht anders. In Spanien sind es eher 90% Fußball, vielleicht je 2% Basketball, Handball, Tennis und Formel 1, und der Rest noch unter fernerer liefen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Vielleicht isses auch gescheiter mal zu fragen, was eine Sportnation ist.

Ich glaube in diesem Thread geht es um das Abschneiden deutscher Sportler in internationalen Titelkämpfen bei den bekanntesten Sportarten.

'ne Sportnation könnte ja auch sowas sein wie ein Land in dem Sport einen hohen Stellenwert in der eigenen Ausübung einnimmt.

Letzteres kann ich in meinem Bekanntenkreis schon mit "Ja" beantworten; da betreiben sicher über 2/3 regelmässig Sport - ich allerdings nicht mehr :isklar:
 
@alditüte -War Deutschland denn jemals eine Sportnation?

Kurze Antwort : JA , allerdings unter Namen DDR, aber wahr wohl kein Deutschland.
Übrigens als der Konkurrenzkampf noch an der Tagesordnung stand Ost gegen West, war die BRD
mit weit vorn in Leichtathletik , Handball, Schwimmen oder Rudern. Es fehlt eben auch der Druck,
jemanden was zu beweisen. Übrigens sehr interessantes Thema. Melde mich heute bestimmt noch mal nach der Arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

André

Admin
15-25 Stunden die Woche. Aber halt keine Dopingwettbewerbe und sicher nicht für die Nation. :D
Ernsthaft? Was machst Du denn? :staun:

So viel Zeit hätte ich gar nicht. Auch wenn Zeit keine Ausrede sein darf, ich habe ja nun auch mit Sport begonnen und mache mir die Zeit, komme aktuell aber auf höchstens 3 Stunden pro Woche, aber selbst die machen sich schon bemerkbar und sind nicht leicht zu handeln.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Medaillenspiegel der letzten olympischen Spiele (Sommer):

6., 5., 6.

Medaillenspiegel der letzten olympischen Spiele (Winter):

2., 1., 2.

Ich finde, da bildet sich der Sport in der Breite ganz gut ab und einmal davon abgesehen, was jeder von uns hier noch an Sport treibt, dürfte auch die hohe Fernsehübertragungsintensität eine beredte Sprache reden.

Fußball, ein bisschen Feldhockey und Handball und ab und an mal einen ganz ordentlichen Tennisspieler, achso...

Man könnte vielleicht einmal "Titel" zur Einwohnerzahl ins Verhältnis setzen. Oder zum Pro-Kopf-Vermögen.

Allianz-Studie: Finanzkrise lässt Vermögen global nur langsam wachsen - SPIEGEL ONLINE

Danach sind die Japaner, Schweizer, Belchier wohl die größten Deppen. Ist aber zu eindimensional.

Von den Norwegern sagt man gerne: das ist eine Sportnation. Klar, bei gerade einmal 5 Millionen Einwohnern blendende Ausbeute, vor allem im Winter. Da kann ich mich anschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Schau mal, wie viele "Ehrenamtler" als Betreuer, Trainer oder sonstwas in einheimischen Vereinen tätig sind.
 

Detti04

The Count
Im Vergleich zu Neuseeland ist Deutschland in der Tat keine Sportnation. So ist es hier eher normal, Mitglied in einem Gym zu sein (und dann auch tatsaechlich hinzugehen), ausserdem sehe ich hier viel mehr Leute joggen, als ich das je in Deutschland getan habe. (Allerdings ist Deutschland die deutlich bessere Zuschauernation, also vor Ort im Stadion.) Wenn man den Vergleich Sport vs. Bildung fuer Deutschland und NZ aufstellt, dann erkennt man, dass in NZ Sport eine vergleichsweise viel groessere Rolle spielt als in Deutschland; ueberhaupt ist ein gesundes Leben hier ein viel groesseres Thema als in Deutschland, was man z.B. auch in der Einstellung zum Thema Rauchen sieht.
 
Ernsthaft? Was machst Du denn? :staun:

So viel Zeit hätte ich gar nicht. Auch wenn Zeit keine Ausrede sein darf, ich habe ja nun auch mit Sport begonnen und mache mir die Zeit, komme aktuell aber auf höchstens 3 Stunden pro Woche, aber selbst die machen sich schon bemerkbar und sind nicht leicht zu handeln.

Laufen, Radfahren, Schwimmen, Kajak fahren (meist Wildwasser, diesen Monat zwei Wochen in Slowenien), wenn möglich Surfen und Tauchen, im Winter Snowboarden, Langlaufen, ....

Nichts davon in Form von "Leistungssport"!

Boxen und Muay Thai hab ich pausiert, allerdings juckt es wieder in den Fäusten. Spielchen mit Freunden und Kollegen wie Tennis, Fußball und andere Team- bzw Ballsportarten hab ich noch gar nicht eingerechnet, Fitnesstraining im Homegym oder unterwegs in einem Studio sowie Yoga kommt auch noch dazu.

In den Sommermonaten arbeite ich meist weniger, als dass ich Sport treibe. Wieso den Großteil der Zeit aufwenden, um einen Lebensstil zu halten, der einen krank, schlaff und mental kaputt macht? ;)
 
Pilates und Gi-Gong hast du noch vergessen... und dann noch 18 Stunden am Tag im Forum? Wer es glaubt wird seelig!

Ich mach übrigens nur minderwertigen Sport: Homesitzfahrrad und dazu Trash-TV

Aber wieso arbeiten?
 
Zuletzt bearbeitet:

Gaudloth

Bratze
Ernsthaft? Was machst Du denn? :staun:

So viel Zeit hätte ich gar nicht. Auch wenn Zeit keine Ausrede sein darf, ich habe ja nun auch mit Sport begonnen und mache mir die Zeit, komme aktuell aber auf höchstens 3 Stunden pro Woche, aber selbst die machen sich schon bemerkbar und sind nicht leicht zu handeln.

Auf 15 Stunden die Woche zu kommen find ich vom Zeitaufwand gar nicht so schwierig. Jeden Tag 2 Stunden sind doch drin, wenn man nicht täglich 10 Stunden arbeitet.
Ich mach aber selbst auch nicht so viel, weil ich eigentlich nur Fußball und Jogging betreibe. Da werden halt immer die gleichen Muskeln beansprucht, da hab ich gern auch mal nen Tag Ruhepause. Als ich früher noch Tischtennis spielte, bin ich in der Woche auch in die Nähe der 15 Stunden gekommen.
 
Das liegt an den Leistungen einzelner Menschen. Damit hat die Nation wenig zu tun. Nagut man könnte mehr fördern, aber fördern wir nicht genug? Ich glaube ja, dass es an den einzelnen Menschen liegt und jeder der sich darüber beschwert, dass wir keine Sportnation sind, der kann ja loslegen ;)
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Wer liest, welche Diskussion seit Wochen(Monaten) in der Landeshauptstadt mit S um ein Schwimmbad mit Wettkampfcharakter, sprich Hallenbad, 50m, Tribüne etc. geführt wird, in erster Linie natürlich um die Finanzierung, darf sich nicht wundern.
Sport darf in Deutschland alles, nur kein Geld kosten. Erst recht der Leistungssport in nicht profitablen Sportarten.
Der Bundesstützpunkt Wasserball in eben dieser Stadt findet in einer recht maroden Tragluft"halle" statt. Angesichts der Umstände auf hohem Niveau.
 
Also ich trau mich fast zu wetten, dass die Infrastruktur nicht das "Problem" ist, wenn es denn eins gibt.

Nehmt den Kindern die Playstation weg! :)
 
Oben