Deutsche Sprache, schwere Sprache

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Heyho, bei einem gemütlichen Beisammensein in Passau ist mir/uns beim Betrachten der Zusammenflüsse von Ilz, Inn und Donau die Frage gekommen, ob es denn Regeln in der deutschen Sprache gibt, die genutzt werden müssen, um Nomen zu bestimmen. Der Inn, die Donau, die Ilz und weiter der Rhein, die Elbe usw. Wie erklärt man einem Nicht-Muttersprachler (gern auch einem Muttersprachler), weshalb verschiedene Artikel vor die Flussnamen gesetzt werden und daraus schlussfolgernd, wann man welche Artikel davorsetzt? Ein Experte hier im Forum, der dafür eine schlüssige Erklärung hat?
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Sprache ist nicht logisch, sondern historisch entstanden (und wandelt sich daher auch ständig). Die Regeln wurden erst später draufgesetzt, daher haben die auch so viele Ausnahmen. Die passenden Artikel muss man beim Vokabellernen mitlernen. Bei Flüssen ist man im Zweifel mit "die" eher richtig als mit "der" (oder "das") - schätze ich mal.
 

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon
Coole Antwort, danke. Damit kann ich inhaltlich zwar eutwas anfangen, heisst, ich verstehe den Ursprung. Aber es löst halt nicht das Problem, wie man es einem Nicht-Muttersprachler beibringt. Das wird wohl nur über das Auswendiglernen und regelmäßig Anwenden funktionieren. Mal schauen. :top:

Du hast Dir das Problem schon selbst gelöst.
Mehr als das gibt es nämlich nicht.
Zeigt auf, dass Mitteleuropa historisch ein ziemliches Sprachenmischmasch ist und dies sich in mancherlei Hinsicht manifestiert.
 

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon
Wenn wir schon dabei sind: Jede Sprache hat so ihre Macken. Versuche mal, einem Deutschen brasilianische Ortsnamen zu verklickern, die aus dem indigenen Tupi-Vokabular stammen. Im Bundesstaat São Paulo haben wir dann Ortsnamen wie:

- Itaquaquecetuba (ungefähr *ein Ort reich an taquá Bambus*)
- Araraquara (Ursprung zweideutig: arara kûara - Papageiennest oder *Haus der Sonne*, letzteres mit einer anderen sprachlichen Wurzel)
- Caraguatatuba (*Ort mit vielen Caraguatá-Pflanzen*)
- usw., usf

...und die wollen noch richtig ausgesprochen sein...

Danach muss Deine Zunge in die Werkstatt...
 
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Detti04

The Count
Coole Antwort, danke. Damit kann ich inhaltlich zwar eutwas anfangen, heisst, ich verstehe den Ursprung. Aber es löst halt nicht das Problem, wie man es einem Nicht-Muttersprachler beibringt. Das wird wohl nur über das Auswendiglernen und regelmäßig Anwenden funktionieren. Mal schauen. :top:
Artikel im Deutschen sind in vielen Faellen relativ zufaellig, insbesondere bei Sachen. Erklaer beispielsweise mal das hier: Das Messer, die Gabel, der Loeffel. Ein und dasselbe Ding kann sogar je nach Wort, mit welchem man es bezeichnet, unterschiedliches Geschlecht besitzten: Das Sofa, die Couch, der Diwan. Artikel und Deklination der Endung muss man bei einem Wort eben mitlernen, wie in vielen anderen Sprachen auch.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Wenn wir schon dabei sind: Jede Sprache hat so ihre Macken. Versuche mal, einem Deutschen brasilianische Ortsnamen zu verklickern, die aus dem indigenen Tupi-Vokabular stammen. Im Bundesstaat São Paulo haben wir dann Ortsnamen wie:

- Itaquaquecetuba (ungefähr *ein Ort reich an taquá Bambus*)
- Araraquara (Ursprung zweideutig: arara kûara - Papageiennest oder *Haus der Sonne*, letzteres mit einer anderen sprachlichen Wurzel)
- Caraguatatuba (*Ort mit vielen Caraguatá-Pflanzen*)
- usw., usf

...und die wollen noch richtig ausgesprochen sein...

Danach muss Deine Zunge in die Werkstatt...
Das ist in der Tat eine Übungssache. Ich habe das einst mit Städten wie Tegucigalpa oder Guadalajara endlos geübt, bis die richtige Aussprache knotenfrei über die Zunge rutschte.
 
Artikel im Deutschen sind in vielen Faellen relativ zufaellig, insbesondere bei Sachen. Erklaer beispielsweise mal das hier: Das Messer, die Gabel, der Loeffel. Ein und dasselbe Ding kann sogar je nach Wort, mit welchem man es bezeichnet, unterschiedliches Geschlecht besitzten: Das Sofa, die Couch, der Diwan. Artikel und Deklination der Endung muss man bei einem Wort eben mitlernen, wie in vielen anderen Sprachen auch.
Gute Antwort. Ich bin ganz einverstanden.
 
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