Der Zustand der Welt

derblondeengel

master of desaster
Fragt sich nur noch wie lange, jedes Jahr scheiden in Deutschland tausende LKW-Fahrer altersbedingt aus dem Berufsleben aus, nur ein kleiner Anteil wird durch neue Fahrer ersetzt. Der Beruf ist negativ besetzt, unterirdisch schlecht bezahlt, und völlig beschissene Arbeitzeiten machen ihn äußerst unattraktiv. Was die Fahrer leisten, wissen die Briten mittlerweile, die dämlichen Deutschen - insbesondere die Autofahrer - nicht. Unser ganzer Konsum hängt von ihnen ab, behandelt werden sie wie der letzte Dreck.

Wahrscheinlich könnte man auf ein Drittel der Fahrer verzichten, wenn die LKWs nicht als rollende Lager missbraucht würden...
Oder auf einigen Unsinn wie z.B. Krabben zum pulen nach Marokko zu fahren verzichten würde.
 
Fragt sich nur noch wie lange, jedes Jahr scheiden in Deutschland tausende LKW-Fahrer altersbedingt aus dem Berufsleben aus, nur ein kleiner Anteil wird durch neue Fahrer ersetzt. Der Beruf ist negativ besetzt, unterirdisch schlecht bezahlt, und völlig beschissene Arbeitzeiten machen ihn äußerst unattraktiv. Was die Fahrer leisten, wissen die Briten mittlerweile, die dämlichen Deutschen - insbesondere die Autofahrer - nicht. Unser ganzer Konsum hängt von ihnen ab, behandelt werden sie wie der letzte Dreck.
Das ist in vielen Berufen so, nicht nur bei den Fahrern. Aber im Gegensatz zu den Briten haben wir wenigstens die Option, Fahrer in anderen Nationen anzuwerben.
 

powerhead

Pfälzer
Das ist in vielen Berufen so, nicht nur bei den Fahrern. Aber im Gegensatz zu den Briten haben wir wenigstens die Option, Fahrer in anderen Nationen anzuwerben.
Diese Option ist zum einen endlich, zum anderen werden Osteuropäische Fahrer noch mieser bezahlt (eigentlich kaum vorstellbar) , sind teilweise monatelang kreuz und quer in Europa unterwegs, ohne in ihr Heimatland zu kommen, und werden noch übler behandelt (eigentlich noch weniger vorstellbar) als deutsche Fahrer, dann sind die LKW deutscher Spediteure oft ausgeflaggt, so werden noch Sozialleistungen und Urlaubstage eingespart. Und was macht die EU ? Sie schaut weg, moderner Skavenhandel interessiert sie halt nicht. Und das alles, um unsere schöne heile Welt am laufen zu halten.
Und was interessiert es deutsche Verbraucher? Ist doch egal, Hauptsache Amazon Prime liefert am nächsten Tag.
 

Detti04

The Count
Amazon hat aber doch eher weniger mit LKW-Fahrern zu tun, denke ich. Also solchen LKW-Fahrern, die Tankstellen, Supermaerkte und Produktionsstaetten mit ihren Guetern beliefern, denn um die geht es doch wohl in GB, nicht um Kuriere.
 

powerhead

Pfälzer
Amazon hat aber doch eher weniger mit LKW-Fahrern zu tun, denke ich. Also solchen LKW-Fahrern, die Tankstellen, Supermaerkte und Produktionsstaetten mit ihren Guetern beliefern, denn um die geht es doch wohl in GB, nicht um Kuriere.
Auf den Autobahnen fahren ziemlich viele LKW mit himmelblauen Anhängern auf den in riesigen Lettern steht "One more Truckload for Amazon prime", die Anhänger haben alle Krefelder Kennzeichen, während die Zugmaschinen zumeist Kennzeichen aus Polen oder Litauen haben. Was denkst denn, wie die Millionen Artikel, die jeden Tag von den ebenfalls zumeist aus Polen oder Litauen stammenden Zustellern ausgeliefert werden, in die riesigen Logistikzentren von Amazon kommen? Allein in Koblenz, direkt neben der A 61 ist ein solches Lager, da stehen immer Dutzende LKW mit Waren für Amazon.
Außerdem bezog ich mich auf Deutschland, wobei es in Großbritannien sicherlich nicht anders läuft.
 
Außerdem bezog ich mich auf Deutschland, wobei es in Großbritannien sicherlich nicht anders läuft.
Aber mein Post, auf den du ja usprünglich geantwortet hast, war eine Anspielung auf die Situation in GB. Da hat der gute Detti schon recht.

Zu deinem Gedanken: Wie schon mal geschrieben, betrifft das viele Berufe und Berufszweige. Schau bspw. in die Pflege, die Fleischindustrie, zu den Gerüstbauern oder den Reinigungskräften aller Art. Das ist also mitnichten ein spezifisches Problem in der Speditionsbranche. Der gesamte Niedriglohnsektor ist seit Jahren schon durchseucht mit Leiharbeit, Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassungen und inzwischen sind ja auch schon klassische Mittelklasse-Berufe betroffen, von denen man früher dachte, dass die niemals irgendwas mit Niedriglohn zu tun haben werden. Es bringt mMn daher überhaupt nichts, wenn man sich da auf die Situation der Fahrer versteift. Damit bekämpft man höchstens ein Symptom, aber nicht die Krankheit selbst. Das Problem ist ein viel grundlegenderes.
Davon abgesehen wäre ich aber dennoch nicht traurig, weniger LKWs auf den Straßen zu sehen. Gerade der Warentransport der richtigen Fernfahrer gehört mMn auf die Schiene. Die Fahrer sollten erst ins Spiel kommen, wenn das Zeug im näheren Umkreis zugestellt werden muss.
 

powerhead

Pfälzer
Heute Abend lief auf Arte eine äußerst bemerkenswerte Dokumentation: Die Erdzerstörer
Sehr interessante Details, von denen ich zuvor noch nie etwas gehört habe, zB dass schon Anfang der 50er amerikanische Forscher gefordert haben, die Ressourcen der Erde nicht auszubeuten, den "Kampf" gegen die Natur zu beenden. Darauf gehört hat, wie wir alle wissen, niemand. Lohnt sich wirklich sehr, diese Doku anzusehen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator

Nur das nachher nicht wieder alle sagen können: Wir hatten damals von nix gewusst!

Auch die Habeck-Lindner-Scholz-Bande wird nicht mal Maßnahmen ergreifen, die ein 2°C-Ziel wahrscheinlicher macht. Und was dann in gar nicht mal so ferner Zukunft los ist, siehe Link.

Und ein Psychologe erklärt uns woran das liegt, dass nix passiert: "Ein komplett missratenes Verständnis von Demokratie"
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator

Das reichste ein Prozent der Menschheit wird für 16 Prozent der Emissionen verantwortlich sein. Die Folge laut Oxfam: tödliche Stürme für Millionen andere.

Als erstes sollte man die Superreichen von ihrer Bürde befreien.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ist aber unlogisch, jugendlichen Klimawarnern den Mund verbieten zu wollen, weil andere junge Leute Kylie Jenner folgen.
Weil die einen sind ja nicht unbedingt identisch mit den anderen.

So klingt es halt nach: Lass mich doch einfach in Ruhe.
 
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