Der Titelkampf in der Buli als Wunschkonzert

Rupert

Friends call me Loretta
Die Haupteinnahmequelle stellt für die Teams ganz oben niemals das Fernsehgeld (und schon gar nicht das aus der Bundesligarechtevermarktung alleine) dar sondern die Sponsoring- und Merchandising-Erlöse.
Und selbstverständlich steigerte beispielsweise der FC Bayern diese Einnahmequelle stetig; das ist eben noch nicht ausgereizt.
 

Hendryk

Forum-Freund
Die Haupteinnahmequelle stellt für die Teams ganz oben niemals das Fernsehgeld (und schon gar nicht das aus der Bundesligarechtevermarktung alleine) dar sondern die Sponsoring- und Merchandising-Erlöse.
Ist mir klar, aber warum werden die TV-Gelder dann auch noch gestaffelt verteilt? Der FC Bayern nimmt natürlich jeden Euro, hat aber auch so schon die meisten Einnahmen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Frag das die DFL bzw. denjenigen, der das Geld aus den Bundesliga-TV-Rechten verteilt.
Mir geht's darum mit dem Märchen aufzuräumen, dass die TV-Gelder den Hauptteil der Einnahmen ausmachen bei den Teams ganz oben.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Haupteinnahmequelle stellt für die Teams ganz oben niemals das Fernsehgeld (und schon gar nicht das aus der Bundesligarechtevermarktung alleine) dar sondern die Sponsoring- und Merchandising-Erlöse.
Und selbstverständlich steigerte beispielsweise der FC Bayern diese Einnahmequelle stetig; das ist eben noch nicht ausgereizt.

Es geht ja nicht um den FCB sondern um die "Fußballzwerge", die werden niemals so viele Trikots verkaufen, wie der FCB und das liegt nicht daran, das die ambitionslos sind oder das der Management so schlecht ist, sondern weil nicht mehr Leute ihr Merchandising haben will. Um Meister werder zu wollen, müssten sie nicht nur so viele Trikots verkaufen wie der FCB, sondern noch viel mehr um an den Etat der Bazis ranzukommen. Und das ist halt unmöglich und liegt nicht an der Ambitionslosigkeit der Vereine, sondern daran das die nicht an Finanzielle Mittel kommen, um ambitionierte Ziele zu erreichen zu können.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Um Meister werden zu können, bringt diesen Teams auch eine deutlich verbesserte Einnahmesituation bei den Bundesliga-TV-Rechten mäßig was.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Wenn Du deutlich besser werden willst als die Clubs vor Dir in der Tabelle, brauchst Du einen höheren Etat als diese. Und woher sollst Du den nehmen? Die Etats stehen fest und ändern sich nur sehr wenig, weil sich auf der Einnahmeseite nicht viel tut. Da ist alles ausgereizt. Kein Bundesligist wird Umsatzsteigerungen von 10, 20, 30% hinkriegen. Oder? Wenn man Glück hat, kann man mal einen Spieler für eine unerwartet hohe Summe nach England verkaufen.

GeldBundesliga.PNG




Quelle: https://media.dfl.de/sites/2/2021/03/D_DFL_Wirtschaftsreport_2021_M.pdf
 
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Rupert

Friends call me Loretta
Was ist denn das für eine Grafik? Die zeigt die Merchandisingerlöse der Bundesliga und nicht der Teams bzw. da muss man auch noch die Punkte Werbung und Sonstiges addieren, dann hat man in etwa das, was alle Teams aus Sponsoring, Merchandisig, Caterig, etc. einnehmen.
Da setzen ja alle auf "Luft nach oben" siehe das Ganze was sie in Hotels, Vermietung von Logen, internationale Präsent, etc. stecken. Das ist natürlich bei Freiburg, Mainz und Augsburg deutlichst weniger als beim FC Bayern und dem BVB, wahrscheinlich hinkt da auch RB Leipzig stark hinterher.
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
ja, aber auch das sieht man a) da tut sich im Lauf der Zeit nicht viel, es wird nicht auf einmal viel, viel mehr Werbegeld realisiert oder sonst was und b) sieht man das der Fersehgeldertrag den größten Batzen ausmacht und das ist bei den meisten Vereinen auch so.

Dass der FCB als Rekordmeister deutlich mehr Merch verkauft als Augsburg ist auch klar, aber der FCB ist halt in allem eine Aussnahme, der Teufel scheißt eben immer weiter auf den größten Haufen. Da kann vielleicht noch der BVB mithalten für den Rest der Liga gilt das nicht.

Mehr Geld für den FC Augsburg

Fast die Hälfte der Einnahmen stammen aus den TV-Rechten. Etwa 45,7 Millionen Euro wurden dem FCA dafür überwiesen. Weiter 21,6 Millionen Euro machten die Werbeeinnahmen aus, gefolgt von etwa 17 Millionen Euro für Transfers. Einen zweistelligen Millionen-Betrag erwirtschaftete der FC Augsburg auch durch den Spielbetrieb. Hier nahm der Verein etwa zehn Millionen Euro ein.


 

powerhead

Pfälzer
In einem spannenden Titelkampf würde ich mir wünschen:Bayern, Bayer, BVB, RB und Gladbach. Da ich nur einem dieser Vereine echte Sympathie entgegen bringe sollte der auch Meisterwerden : Gladbach (das schönste Spiel, dem ich je bewohnen durfte, fand im Oktober 94 auf dem Bökelberg statt, Achtelfinale DFB Pokal Gladbach - 05er 6:4)
Auf Platz 2 BVB 3 Bayer, 4 RB und 5 Bayern.

Wahrscheinlichkeit 0 - 2 %

Was sich in der Bundesliga ändern sollte, ist schwer zu prognostizieren, für mich ist sie schon seit Jahren nicht mehr sonderlich attraktiv, zuviel Kommerz, zuviel Event, die Schere geht immer weiter auseinander, Bayern als Dauer Meister ist fast so schwer zu ertragen, wie 16 Jahre Merkel. Ich fühle mich bei der Klub in Regionalliga wohler, es ist das Spiel was mich anspricht, auch wenn es in der Religion auf einem niedrigeren Niveau stattfindet, zudem gibt es keinen VAR, und es im Stadion ruhiger ab.
Veränderungen zum Besseren sehe ich als unrealistisch an, meine Vorstellungen vom Profifußball sind schon vor vielen Jahren überholt worden, die unfassbaren Ablösesummen und Gehälter, die Auftritte heutiger Profis in den Medien sind abschreckend.
Die Bundesliga wird nie mehr so interessant wie in den 70ern, 80ern und 90ern werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Meine These: Ich glaube, dass die Hauptveränderung, die von Kundenseite eingetreten ist, dass Fußball heutzutage eher als Event und damit eher die Showbizseite wahrgenommen wird und nicht mehr so viel als sportlicher Wettkampf. Daher werden die Kunden auch nicht weniger, aber andere. Die, die wegbleiben, weil es sportlich zu langweilig ist, werden durch die anderen mehr als ersetzt. Daher wird sich auch nix ändern hinsichtlich eines zurück zu mehr Wettkampf.
 

U w e

Moderator
Ganz utopisch.
Spielergehälter und Ablösesummen deckeln.
Fernsehgelder gleich unter den 18 Mannschaften verteilen.
Verpflichtungen von Spielern der Konkurrenz, sagen wir mal jeweils 5 Plätze drüber und drunter, verbieten.
Vereine mit Schulden über 20 Millionen ausschliessen.
Werksvereine und Werbekonstrukte verbieten.
Um die Nationalelf zu stärken, Begrenzung der ausländischen Spieler auf 3 pro Team (1x Tor/Abwehr, 1x Mittelfeld, 1x Sturm).

Das alles sowohl national wie international.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Weil die NM ja immer so schlecht war, wenn Leistungsträger im Ausland spielten.

Ausländer verdrängten nie einen guten Einheimischen. Nirgends.
 

U w e

Moderator
Zeig mir die Aussenveteidiger oder Mittelstürmer?
So müssten die Vereine gezielt ausbilden.

Ausserdem ist es eh nur Utopie.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
1) Wie wuerdet ihr euch den Meisterschaftskampf in der Bundesliga wuenschen? Mit welchen Teilnehmern und mit welchem Ausgang?
Das -> Draft System der NFL übernehmen Ausnahme: Auf- und Abstieg beibehalten
2) Fuer wie wahrscheinlich haltet ihr euer Wunschszenario unter den gegebenen Umstaenden? (Drueckt das gerne mal in Prozent aus.) Fuer wie wahrscheinlich haltet ihr euer Wunschszenario in den naechsten 5 bis 10 Jahren, wenn die Dinge "normal" weitergehen?

3) Falls ihr bei 2) feststellt, dass die Wahrscheinlichkeit eures Wunschszenarios deprimierend niedrig ist: Was sollte sich aendern bzw. was muss getan werden, damit euer Wunschszenario wahrscheinlicher wird?
Das US Draftsystem ist zu kompliziert, als dass es 1:1 in das europäische Fußball-Ligensystem übernommen werden könnte. Daher würde mein Wunschszenario zu meinen Lebzeiten immer utopisch bleiben. Bringt nix, wenn ich da näher drauf einginge, weil das System eine Wissenschaft für sich ist und ich mich auf ein, sagen wir, unsicheres Gelände begäbe. Soll heissen: ich habe zu wenig Ahnung :weißnich:
Dennoch sehe ich mir AF = American Football sehr gerne an 👍
 
Und noch was: Ich glaube nicht, dass das an eine "Weiter so!"-Einstellung der Vereine liegt, dass die zu ambitionslos sind, weil es bequemer ist.
Die anderen Vereine, bzw Mainz und Freiburg, sind nicht ambitionslos. Sie arbeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Sie haben wohl auch nicht solch ambitionierte Dilettanten wie Schalke, die helfen den Verein über die Maßen zu verschulden. Und die, offenen Auges, immer "weiter so" machen. Frei nach dem Motto, "weiter so", ambitioniert, und es wird schon werden. Wenn wir wieder international spielen, wird das wieder. Das beste Beispiel ist doch der FC Schalke. Das ewig gleiche "Weiter so" hat diesen Verein an den Rand des Ruins gebracht. In die Nähe des Zwangsabstiegs.
Ich wäre froh wenn man frühzeitig die Bremse angezogen hätte. Würde der FC Schalke im Mittelmaß der Liga dümpeln, mit vielleicht gelegentlichen Ausreißern nach oben, ich könnte sehr gut damit leben.
Aber nein. Es musste immer "weiter so" gehen. Und das, wie man unschwer erkennen darf, planlos und ahnungslos.

Das Problem bleibt halt, dass die finanzielle Schere zwischen Vereinen wie den Bayern und dem BVB zum Rest der Liga zu weit auseinander ist. Da nutzen keine "Ambitionen" was. Sich "ambitioniert" hoch zu verschulden ist jedenfalls nicht der richtige Weg.

Da jetzt an TV - Einnahmen oder Eintrittsgeldern zu mäkeln halte ich für schwach. Es bringt nichts. Die paar Sponsorengelder machen es auch nicht. Damit bringt man die Schere zwischen dem BVB und den Bayern zum Rest der Liga nicht zusammen.
MMn kann da nur der Fall der 50+1 was ändern.

Ansonsten hast du doch schon alles passend geschrieben. Und hier ein "Wunschkonzert" zu veranstalten ist ja ne nette Spielerei, aber eher müßig.
 
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Detti04

The Count
Die Haupteinnahmequelle stellt für die Teams ganz oben niemals das Fernsehgeld (und schon gar nicht das aus der Bundesligarechtevermarktung alleine) dar sondern die Sponsoring- und Merchandising-Erlöse.
Und selbstverständlich steigerte beispielsweise der FC Bayern diese Einnahmequelle stetig; das ist eben noch nicht ausgereizt.
Unterschaetz da mal nicht die CL-Einnahmen von der UEFA, die ja (zum groessten Teil) auch aus der Fernsehvermarktung stammen. Als die Bayern zuletzt die CL gewannen, nahmen sie eine absolute Rekordsumme von "mindestens 130 Mio" ein (s.u.). Dazu kamen dann noch 70 Mio an Fernsehgeldern von der Buli, was insgesamt 200 Mio ergab. Bayern erzielte seinen hoechsten Gesamtumsatz ein Jahr vorher, welcher bei 750 Mio lag. Selbst bei den Bayern macht das Fernsehgeld aus Buli und CL also um die 25% des Gesamtumsatzes aus.


Es stimmt natuerlich, dass es den Kohl nicht fett macht, dass Bayern auch von der Buli mehr TV-Geld bekommt als alle anderen. Das macht die Staffelung der Fernsehgelder umso aergerlicher. Das eigentliche Problem ist aber, dass die CL-Gelder bei den Klubs verbleiben und nicht in der Liga verteilt werden, obwohl die Klubs ja nicht wegen ihrer eigenen Meriten an der CL teilnehmen (die CL ist ja kein Einladungswettwerb), sondern als Vertreter der Bundesliga.

Nur noch zum Vergleich: Gladbach erzielte 2019 zum ersten Mal einen Gesamtumsatz von 200 Mio.
 
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Rupert

Friends call me Loretta
Das meinte ich ja:
1) Das Fernsehgeld macht nicht den dicksten Brocken aus am Bsp. FC Bayern:
2019/20 kamen 57% der Einnahmen aus dem Bereich Merchandising & Sponsoring, 32% aus dem Bereich TV-Vermarktung. 2018/19 war die Verteilung ähnlich: 54% - 32%; Quelle ist die Deloitte Money League.
--> Dass der FC Bayern also seinen Konkurrenten finanziell so davonzieht, ist in hohem Maße dieser Vermarktungsmaschine zuzurechnen.
2) Die Bundesliga-TV-Rechte alleine machen da das Kraut gar nicht fett; zöge man dem FC Bayern da 50 Millionen ab, mal so als Gedankenspiel, dann verteilten die sich ja auf 17 andere Bundesligisten; das lässt die Schere kaum schließen.

Ich denke da immer recht einfach: Der dickste der Brocken macht's v.a. aus, zumal der ja auch anteilsmäßig gewachsen ist über die Jahre bzw. wächst.

Du hast ja den Thread damit überschrieben wie der Titelkampf um die dt. Meisterschaft wieder spannender für den Einzelnen werden könnte und da kommt man, so meine ich, nicht darum rum sich zu überlegen wie eben diese Kluft zum FC Bayern geschlossen oder überbrückt werden könnte.
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
FernsehgelderGesamtUmsatzFernsehgeldquote (%)
Bayern München
90.014.014​
664.774.000​
13,5​
Borussia Dortmund
79.855.102​
473.687.000​
16,9​
RB Leipzig
73.080.172​
325.057.000​
22,5​
TSG 1899 Hoffenheim
60.478.658​
227.916.000​
26,5​
Bayer 04 Leverkusen
75.360.739​
271.321.000​
27,8​
VfL Wolfsburg
60.560.488​
210.923.000​
28,7​
1.FC Köln
38.951.841​
114.748.000​
33,9​
FC Augsburg
42.259.730​
99.541.000​
42,5​
Bor. Mönchengladbach
66.586.876​
154.748.000​
43,0​
FSV Mainz 05
50.674.493​
115.127.000​
44,0​
Eintracht Frankfurt
67.042.214​
146.006.000​
45,9​
Hertha BSC
51.937.287​
111.935.000​
46,4​
VfB Stuttgart
44.403.048​
92.287.000​
48,1​
1.FC Union Berlin
39.419.651​
71.632.000​
55,0​
SC Freiburg
52.634.031​
85.239.000​
61,7​

Ich habe mir mal die aktuellen Gesamtumsätze und BuLi-Fernsehgelder rausgesucht. Das ist mit den üblichen Unsicherheiten behaftet, aber von den grundsätzlichen Dimensionen sollte das hinkommen. Für die CL-Vereine ist das BuLi nicht so wichtig. Für die meisten Bundesligavereine ist das Fernsehgeld jedoch die wichtigste/größte Einnahmequelle.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Das ist ja offensichtlich, dass bei Teams, wo der Anteil der Bundesliga-TV-Gelder bei 25%, 30% oder mehr an den Gesamterlösen ausmacht, das ein entscheidender Batzen ist; nur schliesst eine Erhöhung dieses Anteils den Abstand zum FC Bayern kaum und darum ging's ja in diesem Thread: Wie kann man den Meisterschaftskampf wieder offener gestalten?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Da sehe ich ziemlich schwarz - den Abstand kann nur der FCB verringern indem er sehr, sehr, sehr, sehr große finanzielle und/oder sportliche Fehler begeht. Das ist sehr unwahrscheinlich.

Alle anderen vorgeschlagenen Maßnahmen, Fernsehgelder gleicher verteilen, salary cap etc. pp. verringern den Abstand zu den BuLi-Finanz-Top-Firmen nicht wesentlich.

Um die finanziell einzuholen und damit die Vorraussetzung zu haben, die sportlich einzuholen, benötigen die ärmeren Vereine viel, viel, viel mehr Geld. Die einzige Möglichkeit an so viel Geld ranzukommen, sind in meinen Augen Investoren. Diese Möglichkeit wird aber durch die 50+1 Regel (so gut wie) unmöglich gemacht.
 

Hendryk

Forum-Freund
Ich sehe es so, dass die 1.Bundesliga ein gemeinsam erarbeitetes Projekt ist (die 2.Liga entsprechend auch) und als solches vermarktet, verkauft wird. Beim Verkauf kommt für die TV-Gelder ja auch die 2.Liga dazu. Und diese TV-Gelder werden unterschiedlich auf die Vereine verteilt. Mir geht es nicht um die sonstigen Einnahmen, auch nicht die für die CL- oder EL-Teilnahme.
Schon klar, dass man alleine mit einer gleichmäßigen Verteilung der TV-Gelder nicht die Abstände zur Spitzengruppe schließen kann. Diese Vereine haben eben auch weitere, andere Möglichkeiten.
Nur als Gedanke, wird ja eh nicht gemacht: 2/3 der TV-Gelder gleichmäßig auf die 18 Vereine der 1.Liga und 1/3 der TV-Gelder gleichmäßig auf die 18 Vereine der 2.Liga verteilen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich weiß nicht, wie sich die Gesamtsumme zwischen 1. und 2. Liga aktuell aufspaltet, habe aber etwas den Verdacht, dass die Zweitligisten weniger als 1/3 vom Gesamtkuchen bekommen; stiege das nun auf 1/3, dann bekämen ja die Erstligisten weniger und damit wäre dem Ziel den Abstand zum FC Bayern zu verringern nicht geholfen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das ist leider nicht in einem Satz zu erklären, weil es sehr detailreich ist (wohl um da irgendeine art von gerechtigkeit vorzugaukeln), außer: Die zweite Liga kriegt nur ein paar Krümel vom Kuchen.

Man kann das aber hier nachschauen: fernsehgelder.de

Erst kommt eine Tabelle, da drunter ist genau erklärt, wie die Fernsehgelder verteilt werden und da steht auch wie viel die zwote Liga vom jeweiligen Kuchenstück abbekommt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Man kann ja die Zahlen in Deiner Tabelle auch zusammenzählen, dann kommen da knapp 900 Millionen für die Bundesligisten raus; setzt man jetzt 1,1 Mrd. für Bundesliga und 2. Liga an, dann bleiben 200 Millionen für die Zweitligisten, was ca. 18% entspräche.

Edit:
Nö, noch weniger, denn in der Tabelle oben sind ja nur 15 Teams: Bielefeld, Fürth und Bochum fehlen.
Setzt man da noch 30 Millionen pro Team an (was schon sehr am untersten Rand liegt, meine ich), dann kommt man auf gute 980 Millionen für die Bundesliga und nur noch 120 Millionen für die zweite Liga, also ca. 11%.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sehe ich ziemlich schwarz - den Abstand kann nur der FCB verringern indem er sehr, sehr, sehr, sehr große finanzielle und/oder sportliche Fehler begeht. Das ist sehr unwahrscheinlich.

Alle anderen vorgeschlagenen Maßnahmen, Fernsehgelder gleicher verteilen, salary cap etc. pp. verringern den Abstand zu den BuLi-Finanz-Top-Firmen nicht wesentlich.

Um die finanziell einzuholen und damit die Vorraussetzung zu haben, die sportlich einzuholen, benötigen die ärmeren Vereine viel, viel, viel mehr Geld. Die einzige Möglichkeit an so viel Geld ranzukommen, sind in meinen Augen Investoren. Diese Möglichkeit wird aber durch die 50+1 Regel (so gut wie) unmöglich gemacht.
Das sehe ich komplett anders. Die 50+1 Regel ist unser Kulturgut und ein Teil unserer Demokratie. Es ist das Abwehrbollwerk gegen Geldsäcke, die im Verein das Kommando übernehmen wollen. Vereine gehören der Gemeinschaft und nicht einzelnen Personen. Was passiert denn, wenn 50+1 fällt? Das Kapital geht da hin, wo es schnellstens Gewinne machen kann und das sind nicht die Vereine, die jetzt schon kein Geld haben.
Natürlich wird es weiterhin Unterschiede zwischen München und Bochum geben. Die Standort-, und Vermarktungsvorteile bleiben bestehen. Die DFL kann aber die allgemeinen Erlöse gerechter verteilen.
Eine Garantie bieten die zusätzlichen Millionen eines Investors sowieso nicht, wie man es am Beispiel Berlin sieht.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
ja stimmt, so einfach kann das sein :top:

Bochum, Fürth und Bielefeldt habe ich weggelassen, weil das wegen Aufstieg zu kompliziert ist. Bochum wird diese Saison mehr Fernsehgeld kriegen als deren Gesamtetat in der letzten Saison 2. Liga war.
 

Detti04

The Count
Das ist ja offensichtlich, dass bei Teams, wo der Anteil der Bundesliga-TV-Gelder bei 25%, 30% oder mehr an den Gesamterlösen ausmacht, das ein entscheidender Batzen ist; nur schliesst eine Erhöhung dieses Anteils den Abstand zum FC Bayern kaum und darum ging's ja in diesem Thread: Wie kann man den Meisterschaftskampf wieder offener gestalten?
Wie gesagt, dass Geld aus der CL muesste an die Liga fliessen statt an die Klubs, die gerade CL spielen. Diese bekommen ja ohnehin schon die Zuschauereinnahmen aus ihren CL-Heimspielen als Belohnung fuer ihre Teilnahme. Von mir aus kann die Liag auch einen Teil der Erfolgspraemien fuer Viertelfinaleinzuege usw. an den entsprechenden Klub weiterleiten, aber eben nur einen Teil. Aber dass die Bayern in der CL ueber 100 Mio einnehmen und 14 ihrer 18 Bundesligakonkurrenten 0 - wie kann man da erwarten, dass der Abstand zwischen einem Dauerteilnehmer an der CL und dem Rest der Liga nicht von Jahr zu Jahr waechst?
 
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