Depression - eine unterschätzte Krankheit?

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Depressionen sind verdammt schwierig für einen selbst und die Menschen um einen herum.
Zu Zeiten meiner Neuralgieschmerzen hab ich etwas ähnliches mitgemacht, ständige Angstzustände, der Druck, dass man trotz des ganzen Mists irgendwie funktionieren muss, weil man den Job auf keinen Fall verlieren will, teilweise das Gefühl komplett den Verstand zu verlieren und zu nichts mehr nützlich zu sein, und auch Gedanken, wie man diesem Scheiss schnell und schmerzlos ein Ende machen kann.

Bei mir war es ein inzwischen zum Glück weitestgehend behobener körperlicher Schmerz, der mich dahin trieb. Beim Robert war es etwas anderes, aber die Ängste vor der Welt und sich selbst dürften ähnlich gewesen sein.

Das schwierigste für die aussenstehenden Menschen ist wohl dass Gefühl nicht wirklich helfen zu können.
Man kann dem Menschen der in der Spirale aus Angst-Druck-ichmussfunktionieren- steckt nicht raushelfen, man kann für ihn da sein und zuhören und akzeptieren dass es ihm schlecht geht, aber man kann ihm nicht wirklich helfen. Man kann auch nicht erklären dass alles Sinn macht und es auch schöne Dinge gibt, weil es verhallt ungehört.

Das macht mürbe, manchmal wütend dann wieder traurig. Zumindest ist es so bei mir.
 

Rossi

Berliner Nachteule
Moderator
@kleinehexe - das kann ich nur unterschreiben. Ich habe neun Jahre mit einem chronisch depressiven Menschen zusammengelebt. Alle Höhen und vor allen Dingen viele tiefe Täler durchschritten. Es ist zum Kotzen als Co. --- Und unerhört anstrengend; man ist ja dem Trübsal irgendwie atmosphärisch mit ausgeliefert. Bei mir war es so, dass ich manches mal gutgelaunt von der Arbeit auf dem Weg nach Hause war, und bei jedem km, dem ich unserem Zuhause entgegenkam, dämpfte sich meine eigene Stimmung - weil ich ja wusste, was mich erwartete (wenn sie denn in einem Tief hockte). Man kann im Prinzip nur Händchenhalten und wie ein immer wiederkehrendes Mantra Durchhalteparolen von sich geben. Rationale Erklärungsversuche oder der Versuch, mit tollen Vorschlägen zum Zeitvertreib zu locken - das prallt einfach ab, wenn derjenige auf dem Grund der Suppenschüssel sitzt und den Rand nicht sehen kann, geschweige denn einen Horizont.
 
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kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
@Rossi
Das Suppenschüsselbeispiel beschreibt es perfekt.
Ja es ist anstrengend, weil die Stimmung wie Nebel im Haus liegt. Man kann sich dem nicht entziehen und weiß dass es sich nicht ändern wird.
Man muss auf das nächste Hoch warten und hoffen dass es lange anhält.
Ich bin oft verzweifelt wenn meine Schwester wieder ganz unten ist, mittlerweile geht sie dann zwar in eine Klinik (nachdem wir eine gute gefunden haben), wenn es ganz akut ist, und kommt auch immer ein Stück weit heil zurück, aber von Dauer ist keine Therapie. Die Depression bahnt sich immer wieder den Weg.
 
Depression - eine unterschätzte Krankheit?

guten morgen

für mich ist es eine unterschätzte krankheit wie jede krankheit(Alk,Drogen,Essen usw.), und jeden der hilfe sucht oder das nicht nach vollziehen kann gebe ich mal einen tipp ...
schaut ins branchenbuch ,gelbe seiten oder bei google und dann besucht eine selbsthilfe gruppe/angehöhrige ....höhrt euch das an vielleich könnt ihr dann das verstehen .
mir ist schon klar das mach keiner ... warum auch betrifft mich ja nicht denken viele....

es sei denn man ist selber oder hat persönlich daran intresse , für die mehrheit ist das nur jetzt aktuell und wichtig !

was ich persönlich schade finde ...



gruß Catweezle

p.s.: bitte mich jetzt nicht missverstehen ...
 
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Dilbert

Pils-Legende
Das schwierigste für die aussenstehenden Menschen ist wohl dass Gefühl nicht wirklich helfen zu können.
Man kann dem Menschen der in der Spirale aus Angst-Druck-ichmussfunktionieren- steckt nicht raushelfen, man kann für ihn da sein und zuhören und akzeptieren dass es ihm schlecht geht, aber man kann ihm nicht wirklich helfen. Man kann auch nicht erklären dass alles Sinn macht und es auch schöne Dinge gibt, weil es verhallt ungehört.

Das macht mürbe, manchmal wütend dann wieder traurig. Zumindest ist es so bei mir.

Es macht einen selber auch noch trauriger, weil man eben das Gefühl hat, dass von aussen eh keiner helfen kann. Ich hab damals versucht alles so gut es geht weiter zu machen wie zuvor, bin trotzdem nach Wacken gefahren, hab Fussballreisen unternommen und bin zu Forentreffen gefahren. Das hat mir über die Zeit auch glaube ich den A... gerettet. Ich hatte Ziele. Das Spiel noch, das Festival noch... die Dauerkarte ist bezahlt, die lass ich nicht verfallen.. und eben auch "Das kann ich meinen Eltern nicht antun."

Trotzdem merkt man eben, dass die Kumpels einem mit ´nem schlechten Gefühl begegnen, weil sie selber nichts machen können. Man fühlt sich als Spassbremse oder fünftes Rad am Wagen, und am Arbeitsplatz als Belastung für die Kollegen, die einen mit durchschleppen.
 
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kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Es macht einen selber auch noch trauriger, weil man eben das Gefühl hat, dass von aussen eh keiner helfen kann. Ich hab damals versucht alles so gut es geht weiter zu machen wie zuvor, bin trotzdem nach Wacken gefahren, hab Fussballreisen unternommen und bin zu Forentreffen gefahren. Das hat mir über die Zeit auch glaube ich den A... gerettet. Ich hatte Ziele. Das Spiel noch, das Festival noch... die Dauerkarte ist bezahlt, die lass ich nicht verfallen.. und eben auch "Das kann ich meinen Eltern nicht antun."

Trotzdem merkt man eben, dass die Kumpels einem mit ´nem schlechten Gefühl begegnen, weil sie selber nichts machen können. Man fühlt sich als Spassbremse oder fünftes Rad am Wagen, und am Arbeitsplatz als Belastung für die Kollegen, die einen mit durchschleppen.

Dass Du Dich nicht verkrochen hast sondern raus ins Leben war bestimmt ein Kraftakt. Respekt. Das packen die wenigstens. Da ist Ziele setzen schon undenkbar.

Das schlechte Gefühl ist dann wohl auf beiden Seiten, schon seltsam. Der der helfen will fühlt sich mies, der dem nicht geholfen werden kann fühlt sich mies..dabei fühlen irgendwie beide das falsche Gefühl - gegen das man dann wieder nichts machen kann.
 

Dilbert

Pils-Legende
Dass Du Dich nicht verkrochen hast sondern raus ins Leben war bestimmt ein Kraftakt. Respekt. Das packen die wenigstens. Da ist Ziele setzen schon undenkbar.

Das schlechte Gefühl ist dann wohl auf beiden Seiten, schon seltsam. Der der helfen will fühlt sich mies, der dem nicht geholfen werden kann fühlt sich mies..dabei fühlen irgendwie beide das falsche Gefühl - gegen das man dann wieder nichts machen kann.

Na ja, wegen der ständigen Schmerzen musste ich irgendwas machen, sofern es irgendwie möglich war. Wäre ich nur zuhause geblieben, hätte ich noch das letzte bisschen Verstand verloren. Ich war damals dankbar für jeden Tag, den ich arbeiten oder ein annähernd normales Leben führen konnte. Es gab aber auch Zeiten in denen ich mich komplett verkrochen habe bzw. das am liebsten getan hätte, weil wirklich gar nichts mehr ging, und in denen ich viele Dinge wirklich nur getan habe, um irgendwie den Schein zu wahren.
 

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Na ja, wegen der ständigen Schmerzen musste ich irgendwas machen, sofern es irgendwie möglich war. Wäre ich nur zuhause geblieben, hätte ich noch das letzte bisschen Verstand verloren. Ich war damals dankbar für jeden Tag, den ich arbeiten oder ein annähernd normales Leben führen konnte. Es gab aber auch Zeiten in denen ich mich komplett verkrochen habe bzw. das am liebsten getan hätte, weil wirklich gar nichts mehr ging, und in denen ich viele Dinge wirklich nur getan habe, um irgendwie den Schein zu wahren.

Du hast diese Tage dann aber genutzt, und ich glaube das machen dann viele nicht mehr, sondern sind nicht dankbar für diese Tage sondern lauern ängstlich darauf dass es wieder schlimmer wird. Oder die sich dann aufgeben, weil sie es nicht mehr aushalten. Ständige Schmerzen können einen ja schier in den Wahnsinn treiben.
 

Dilbert

Pils-Legende
Du hast diese Tage dann aber genutzt, und ich glaube das machen dann viele nicht mehr, sondern sind nicht dankbar für diese Tage sondern lauern ängstlich darauf dass es wieder schlimmer wird. Oder die sich dann aufgeben, weil sie es nicht mehr aushalten. Ständige Schmerzen können einen ja schier in den Wahnsinn treiben.

Ich warte auch heute noch ständig darauf, dass es wieder schlimmer wird. Die Angst wird man nach fünf Jahren nicht mehr los, das hat sich ins Gehirn eingebrannt.
 

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Ich warte auch heute noch ständig darauf, dass es wieder schlimmer wird. Die Angst wird man nach fünf Jahren nicht mehr los, das hat sich ins Gehirn eingebrannt.

Das kann ich gut nachvollziehen. Ich kriege schon die Krise wenn ich das Gefühl habe dass eine Migräne im Aufwind ist bei mir, und das ist ein Witz gegen eine Neuralgie.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Depression - eine unterschätzte Krankheit?

guten morgen

für mich ist es eine unterschätzte krankheit wie jede krankheit(Alk,Drogen,Essen usw.), und jeden der hilfe sucht oder das nicht nach vollziehen kann gebe ich mal einen tipp ...
schaut ins branchenbuch ,gelbe seiten oder bei google und dann besucht eine selbsthilfe gruppe/angehöhrige ....höhrt euch das an vielleich könnt ihr dann das verstehen .
mir ist schon klar das mach keiner ... warum auch betrifft mich ja nicht denken viele....

es sei denn man ist selber oder hat persönlich daran intresse , für die mehrheit ist das nur jetzt aktuell und wichtig !

was ich persönlich schade finde ...



gruß Catweezle

p.s.: bitte mich jetzt nicht missverstehen ...


Es ist schwer, das nicht mißzuverstehen. Denn ist es nicht so einfach: Branchenbuch, anrufen, Termin, Problembeseitigung.

Das mag passen, wenn man man einen Satz Winterreifen montieren lassen will. Für die meisten der Betroffenen muß erst einmal die Selbsterkenntnis her, das man unter Depressionen leidet. Manchmal wird diese gar nicht getroffen, manchmal sehr langsam und wenn man Glück hat sagt einem jemand mit Erfahrung aus dem persönlichen Umfeld: Hömma, Du hast da ein Problem.

Die nächste Stufe ist dann: Ok, da könnte ein Problem sein. Soll ich wirklich? Wem kann ich das sagen? Lachen andere? Kann mir jemand helfen? Ist doch eigentlich sinnlos. Ich kann mir nur selbst helfen. Oder vielleicht doch nicht?

Die Stufe danach ist: WER genau kann mein Problem erkennen? Hilft mir die "Tantra-Tante" mehr als der "psychologische Coach"?

Die nächste Frage ist: Muß ich 1 1/2 Jahre auf Sitzungen warten?

Darauf folgt: Passt der Therapeut wirklich? Ist da irgendetwas, das mehr sein muß als beim praktischen Arzt, der die Schweinegrippeimpfung setzt?

Weiter geht es so: Läßt man sich auf Ratschläge ein, ist man ehrlich?

Das ist so ein elend langer Prozeß. Ich kann schon verstehen, dass manche dabei auf der Strecke bleiben.
 
Es ist schwer, das nicht mißzuverstehen. Denn ist es nicht so einfach: Branchenbuch, anrufen, Termin, Problembeseitigung.

Das mag passen, wenn man man einen Satz Winterreifen montieren lassen will. Für die meisten der Betroffenen muß erst einmal die Selbsterkenntnis her, das man unter Depressionen leidet. Manchmal wird diese gar nicht getroffen, manchmal sehr langsam und wenn man Glück hat sagt einem jemand mit Erfahrung aus dem persönlichen Umfeld: Hömma, Du hast da ein Problem.

Die nächste Stufe ist dann: Ok, da könnte ein Problem sein. Soll ich wirklich? Wem kann ich das sagen? Lachen andere? Kann mir jemand helfen? Ist doch eigentlich sinnlos. Ich kann mir nur selbst helfen. Oder vielleicht doch nicht?

Die Stufe danach ist: WER genau kann mein Problem erkennen? Hilft mir die "Tantra-Tante" mehr als der "psychologische Coach"?

Die nächste Frage ist: Muß ich 1 1/2 Jahre auf Sitzungen warten?

Darauf folgt: Passt der Therapeut wirklich? Ist da irgendetwas, das mehr sein muß als beim praktischen Arzt, der die Schweinegrippeimpfung setzt?

Weiter geht es so: Läßt man sich auf Ratschläge ein, ist man ehrlich?

Das ist so ein elend langer Prozeß. Ich kann schon verstehen, dass manche dabei auf der Strecke bleiben.



@Ichsachma

das ist oft unwissenheit , braucht du hilfe in ein bestimmte thema ...?

ich helfe dir gerne , gruß Catweezle
p.s:nein rufst du leute an die deine Problematik kennen , die helfe eigentlich sofort!
und nicht jahre später , wenn es probleme gib sag bescheid!
 
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Rupert

Friends call me Loretta
(...)
p.s:nein rufst du leute an die deine Problematik kennen , die helfe eigentlich sofort!
und nicht jahre später , wenn es probleme gib sag bescheid!

Ähm, das Problem ist ja das Problem: Das gibt's nicht in der Form auf Bestellung.
Das Problem ist nicht, dass nicht geholfen werden würde, sondern das Erkennen und das Wollen, dass Hilfe Not tut und dann die Frage wie diese konkret abläuft.
 
Ähm, das Problem ist ja das Problem: Das gibt's nicht in der Form auf Bestellung.
Das Problem ist nicht, dass nicht geholfen werden würde, sondern das Erkennen und das Wollen, dass Hilfe Not tut und dann die Frage wie diese konkret abläuft.


poh , naja was du daraus machst, das liegt wohl an jeden selber!
 
Zuletzt bearbeitet:

Itchy

Vertrauter
Um zu helfen:

Catweezle sagt, es liegt an jedem selbst, sich helfen zu lassen.

Rupert sagt, man muß aber erst mal erkennen und sich eingestehen, daß man Hilfe braucht.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Darf ich noch einwerfen, dass ich auch darstellen wollte, was Rupert in einem Satz nachgeäfft hat.

Und: Ich brauche keine Hilfe. Ich habe mir helfen lassen und weiß daher, wovon ich schreibe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darf ich noch einwerfen, dass ich auch darstellen wollte, was Rupert in einem Satz nachgeäfft hat.

Und: Ich brauche keine Hilfe. Ich habe mir helfen lassen und weiß daher, wovon ich schreibe.


@Ichsachma
erst mal schön das zu lesen , und das freut mich für dich!


auch ich kenne mich aus , und weiß wo von ich schreibe!
habe aber andere erfahrungen gemacht , und das habe ich versuch zu schreiben ...
wie immer nicht so deutlich wie ich es gerne hätte , gruß Catweezle
 
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Detti04

The Count
Das ist so ein elend langer Prozeß. Ich kann schon verstehen, dass manche dabei auf der Strecke bleiben.
Auch ohne elend langen Prozess: es werden auch weiterhin Menschen an der Depression sterben, selbst wenn die Erkennung der Krankenheit und ihre Behandlung verbessert werden. Denn die Depression als solche bleibt ja eine Krankheit, und nicht jeder kann von einer Krankheit geheilt werden. Dieser Punkt wird in der ganzen Enke-Diskussion meiner Meinung nach voellig ignoriert, da so getan wird, als haette Enke bei ruecksichtsvollerem Umgang durch uns Fans, die Medien etc. pp. gerettet werden koennen - meiner Meinung nach ist das aber eher unwahrscheinlich. Enkes Depression war ein persoenliches Drama, aber mit ziemlicher Sicherheit nicht die Konsequenz eines Fehlverhaltens seines Umfeldes.

Ich bin ja ein Vertreter eines - ichnnensma - "knallharten Realismus." Deswegen finde ich, dass man einsehen muss, dass man nicht jeden retten kann (egal von was oder wovor) und das Dinge passieren, die man als fuerchterlich und unertraeglich empfindet und die man lieber vermieden haette. Alleine: letzteres wird eben nicht gehen. Als "knallharter Realist" muss man Enkes Selbstmord als das sehen, was er ist: Ausdruck eines unertreaglichen personlichen Dramas, aber mehr eben auch nicht. Auch wenn es erst einmal hart ist, sich das einzugestehen.

Unter dem Aspekt des Realismus gefaellt mir uebrigens auch Balitschs Aussage:
[...] Geht es nach ihm hatte der 96-Keeper keine Chance, sich zu "outen": ""Es geht im Geschäft Bundesliga und auch in anderen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft darum, Leistung abzurufen. Da gesteht man wenig Fehler ein. Ich sehe da keinen Ausweg." [...]
 

Itchy

Vertrauter
@ detti:

Ich wollte, ich könnte Deine sehr nüchterne und realistische Einschätzung teilen. Selbst ohne jemanden hier auch nur eine Teilschuld geben zu wollen, frage ich mich, ob das Umfeld, das von der Krankheit wusste, nicht doch irgend etwas hätte tun können. Und sei es nur, auf ihn aufzupassen.

Es kann doch keiner wirklich um die Schwere der Erkrankung gewußt haben. Enke kann doch in letzter Instanz nicht zu 100% ehrlich, vielleicht auch sich selbst gegenüber, gewesen sein. Und nach meinem Gefühl ist doch der erste Schritt, überhaupt die Erkrankung einzugestehen, der schwerste.
Normalerweise ist das Umfeld sensibilisiert und beobachtet auch mehr. Und dann zu vermitteln, ich komm schon klar, bedarf schon einigen Aufwandes. Oder aber, die Menschen um einen rum wollen gewisse Zeichen nicht sehen.
 

Itchy

Vertrauter
Das meinte ich doch, er und viele andere wussten, daß er krank war, aber die Schwere dieser Krankheit wurde dann doch von allen falsch eingeschätzt, vielleicht auch von ihm selbst.
 

Itchy

Vertrauter
Nee, die wirklich privaten Dinge gehören hier nicht her.

Das Dilemma ist, als Aussenstehender kann man die Krankheit kaum beurteilen, selbst als Betroffener nur bedingt bei anderen. Denn jeder ist ein Invidiuum und so äussert sich eine Gemütskrankheit bei jedem anders und jeder geht anders damit um.
 
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