Darf Man Schiedsrichter Kritisieren ?

Hallo,
darf man über Schiedsrichter in der Öffentlichkeit diskutieren ?
Ich meine Positiv und auch Negativ ?

Was meinst Ihr dazu ?

Meine Meinung:
Ein Schiedsrichter in der 1. BL verdienst 3068 Euro / Spiel darf muss man ihn doch auch für schlechte Leistungen oder Fehler kritisieren dürfen. Genauso wie manche Schiedsrichter für gute Leistungen gelobt werden Beispiel Rote Karte wegen versuchter Tätlichkeit.

mfg
Christian
www.dfb-schiedsrichter.de ( noch im Aufbau )
 

Itchy

Vertrauter
Aus Sicht meines gewesenen Fußballerdaseins heißt die Antwort:

"Man muß die Schiedsrichter kritisieren."

Ernsthaft, das ist auch so ein trauriger Aspekt, daß der DFB diese Diskussionen immer unterdrücken will und auch die interne Diskussion hinter verschlossenen Türen betreibt.

Es wäre den Schiedsrichtern hilfreich, wenn sie einen souveränen Umgang mit der Kritik dokumentieren dürften, vor allem hinsichtlich ihrer Autorität. Aber die verquaste Altmännerriege im Verband sieht das genau umgekehrt.
Wie so oft. Hätten die Schiedsrichter beispielsweise die Möglichkeit, alle technischen Möglichkeiten zur Revidierung von Fehlentscheidungen zu Hilfe zu ziehen, wäre das der Autorität auch eher dienlich denn schädlich.
 
Natürlich MUSS man auch mal Schiedsrichter kritisieren dürfen.

Allerdings nur solange das auch auf ein sachlichen Ebene abläuft, und nicht unter der Gürtellinie. Schließlich kann "konstruktive Kritik" einem Schiedsrichter auch helfen, besser zu werden.
Teilweise würde es auch oft helfen, wenn sich die Kritiker die strittigen Szenen erst nochmal im TV ansehen würden, und nicht nur das vor Augen haben, was Sie live im Stadion gesehen haben. So relativiert sich einiges. Ausserdem muss man den Schiedsrichtern auch einen kleinen "Felerspielraum" lassen. Wieder das beliebte Thema, das ein Schiedsrichter eine Szene nur einmal in "Echtzeit" sieht und nicht viermal in Zeitlupe.
 

vonderlahn

Sprachkrümelsucher
Solange so jemand wie Amerell, der bei jeder Gelegenheit, bei der ein Schiedsrichter so richtig daneben gelegen hat, die Bulldogge gibt, Kritiker verbellt, Trainer zu Idioten und Spieler zu Betrügern erklärt und in einer Art und Weise Fehlleistungen schönredet, die an die Zeiten des seligen dialektischen Materialismus erinnern, MUSS man Schiedsrichter kritisieren!
 

WhiteEagle

Dauernörgler
Natürlich darf man sich auch kritisch mit der Leistung der Schiedsrichter auseinandersetzen und dies passiert ja auch Woche für Woche und sie bekommen verbal auf die Fresse.

Und der Unterschied zu den Fussballspielern ist:
Gute Leistungen werden zumeist vergessen!
 
Man muss hier doch schon unterscheiden zwischen Kritik ("War'n klarer Elfer...") oder Beleidigungen ("Diese schwarze S... sollte nie wieder ein Spiel von uns pfeifen dürfen...").

Kritik okay, Beleidigungen/Anfeindungen (oder wie auch immer das nennen möge) gehen imo zu weit.

Was sich zum Beispiel ein Hr. H. aus der Hauptstadt geleistet hat, geht für mich zu weit...! :warn:
 

André

Admin
Und genau mit diesem scheinheiligen "Die Schiedsrichter sind unantastbar" und nein der Schiedsrichter hat immer Recht machen sich der DFB und seine Schiedsrichter doch lächerlich! :vogel:

Wenn ich sehe das eine Wiederholung vorgespielt wird, wo ganz klar zu erkennen ist das es ein Foul oder Abseits oder was auch immer war, und dann behaupet wird es sei die richtige Entscheidung gewesen und die TV Bilder völlig ignoriert und die Zuschauer für dumm verkauftm ja dann fällt mir nichts mehr ein.

Erinnert mich ein wenig daran wenn mein Papa von der Kirche und unserem Dorfpastor erzählt vor 50 Jahren, der Pastor war heilig, niemand durfte was gegen Ihn sagen. Und trotzdem wusste jeder was der Pastor für ein Mensch ist... :floet:

Außerdem sind die Behauptungen manchmal so dreist da erinnert es mich schon an den EX irakischen Propagandaminister: Nein es gibt keine Amerikaner im Irak!

Also sich einfach mal Fehler eingestehen wenn sie offensichtlich sind, und die useinandersetzung mit den Fans und Verantwortlichen suchen, dann würde man sich auch mal wieder ein wenig glaubwürdig machen, und genau das hätte das Deutsche Schiedsrichtertum auch nach den ganzen Wettskandalen langsam mal nötig.

Aber so wie sich momentan verhalten schürt das meiner Meinung nach nur noch mehr die Tuschelei! :hammer2:
 

Heinrich

Tetris-Endgegner
Natürlich darf, nein muss mann Schiedsrichter kritisieren dürfen. Besonders bei solchen aktionen wie den nicht gegebenen Elfer gestern gegen Aachen. Bei solchen entscheidungen hab ich manchmal das gefühl das die drei unparteiischen auf dem Platz mit offenen augen schlafen.

Was ich allerdings unmöglich finde ist das solche typen wie Dieter Hoeneß so manch einen Schiedsrichter komplett nicht mehr sehen will wenn seine Mannschaft dort auf dem Platz steht. Und das auch noch vor laufender Kamera kundtut.

Solche Auftritte sin einfach nur Peinlich.

mfg Heinrich
 

WhiteEagle

Dauernörgler
Und genau mit diesem scheinheiligen "Die Schiedsrichter sind unantastbar" und nein der Schiedsrichter hat immer Recht machen sich der DFB und seine Schiedsrichter doch lächerlich! :vogel:

Wenn ich sehe das eine Wiederholung vorgespielt wird, wo ganz klar zu erkennen ist das es ein Foul oder Abseits oder was auch immer war, und dann behaupet wird es sei die richtige Entscheidung gewesen und die TV Bilder völlig ignoriert und die Zuschauer für dumm verkauftm ja dann fällt mir nichts mehr ein.

Machen dies nicht Trainer und Spieler ebenso, obwohl Fehler und Schwalben klar zu erkennen sind?
Meiner Meinung nach eine vergleichbare Situation und ebenso lächerlich.

Und die Schiris haben es noch viel schwerer, denn außer den Herren vom DFB haben sie 0 Rückendeckung!

Ändert aber nichts daran, dass man sich auf jeden Fall kritisch mit den Leistungen der Schiedsrichter auseinandersetzen muss. Aber wenn es geht, dann bitte doch sachlich...
 

André

Admin
Machen dies nicht Trainer und Spieler ebenso, obwohl Fehler und Schwalben klar zu erkennen sind?
Meiner Meinung nach eine vergleichbare Situation und ebenso lächerlich.
Jo nur die werden in der Luft zerissen! Ich erinnere mich noch an die Hetzjagd auf Olliver Neuville nach dessem Handtor gegen Kaiserslautern, der wurde in allen Bolulevardblättern als der Assi schlechhin hingestellt. Klar war das ein Fehler aber es gibt viele die in der Situation auch im Affekt ähnlich gehandelt hätten. Auf jeden Fall wurde Neuville öffentlich beleidigt und teilweise demontiert, fast ne ganze Saison lang wurde er in fast jedem Stadion ausgepfiffen.

Das ist der Druck dem sich Spieler stellen müssen, wenn sie was falsch machen. Da kann es dann im Verhältniss einfach nicht stimmen, wenn ein Schiri nen groben Patzer macht (was jedem mal passieren kann, da Schiedsrichte auch nur Menschen sind) sich grundsäztlich keiner Kritik stellen müssten.

Ändert aber nichts daran, dass man sich auf jeden Fall kritisch mit den Leistungen der Schiedsrichter auseinandersetzen muss. Aber wenn es geht, dann bitte doch sachlich...
Genau das meine ich, ich rede ja auch nicht von öffentlich fertig machen, sondern offen drüber reden und auch mal Fehler eingestehen!
Das mit dem sachlich sollte im Idealfall sowohl bei Schiedsrichtern als auch bei Spielern gelten, was leider meistens nicht der Fall ist! :floet:
 

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
der Herr H aus Berlin kennt sich mit nichtobjektiven Schiedsrichtern ja aus. Hat Herr H. aus Berlin vom Herrn H. aus Berlin etwas Insiderinformationen?
 

Schröder

Problembär
Jo nur die werden in der Luft zerissen! Ich erinnere mich noch an die Hetzjagd auf Olliver Neuville nach dessem Handtor gegen Kaiserslautern, der wurde in allen Bolulevardblättern als der Assi schlechhin hingestellt. Klar war das ein Fehler aber es gibt viele die in der Situation auch im Affekt ähnlich gehandelt hätten. Auf jeden Fall wurde Neuville öffentlich beleidigt und teilweise demontiert, fast ne ganze Saison lang wurde er in fast jedem Stadion ausgepfiffen.

Das ist der Druck dem sich Spieler stellen müssen, wenn sie was falsch machen. Da kann es dann im Verhältniss einfach nicht stimmen, wenn ein Schiri nen groben Patzer macht (was jedem mal passieren kann, da Schiedsrichte auch nur Menschen sind) sich grundsäztlich keiner Kritik stellen müssten.

Es ging nicht so sehr um das Handspiel "im Affekt". Er hat sich nach dem Spiel hingestellt und gesagt, er würde es jederzeit wieder so machen. Das war also nicht im Affekt, sondern bewusster und gewollter Betrug, den er anschließend auch noch richtig fand. Da kann man nicht von "er hat `nen Fehler gemacht" reden. Fehler passieren in der Regel unbeabsichtigt.

Und selbsternannte Betrüger gehören ausgepfiffen. Der hat sein Fett völlig zurecht wegbekommen.

Gruß
Schröder
 
Man muss hier doch schon unterscheiden zwischen Kritik ("War'n klarer Elfer...") oder Beleidigungen ("Diese schwarze S... sollte nie wieder ein Spiel von uns pfeifen dürfen...").

Kritik okay, Beleidigungen/Anfeindungen (oder wie auch immer das nennen möge) gehen imo zu weit.

Was sich zum Beispiel ein Hr. H. aus der Hauptstadt geleistet hat, geht für mich zu weit...! :warn:


Wenn man Woche für Woche seinem Verein hinterherfährt und dafür Kohle ohne Ende ausgibt, fast so viel dass man sich kaum was anderes leisten kann(in meinem Fall z.b.) ,und dann son blinden Schiri hat der einem in der letzten Minute das Spiel durch eine Fehlentscheidung verdirbt, dass dann nicht mehr ruhig bleiben kannst und den Schiri alles heißt und ihn am liebsten dafür erhängen würdest ist doch wohl klar! Und dann heißts immer die bösen bösen Fans! :nene:

Warum geht das zu weit? Hat doch recht! Solche Deppen wie Wagner und Wack sollte man gar nicht mehr pfeifen lassen! :finger:
 

Dilbert

Pils-Legende
Ruuhig, Dilbert... ist nur ein Spiel... ruuuuuhig.....

...Scheiss drauf! WACK, du dusselige Fönfrisur, du Blindfisch, du Gummiarsch!

Das wäre unser Auswärtssieg gewesen...

Nu müssen wir doch in Hamburg gewinnen....
 

Schröder

Problembär
Die Hamburger sind in Wolfsburg auch verschaukelt worden. Überhaupt scheint es für Auswärtsmannschaften fast unmöglich zu sein, einen 11er zu bekommen. Die Heimschiris sind wieder auf`m Vormarsch, auch den Bayern und Gladbachern wurden reguläre Tore aberkannt und der 11er für Cottbus.. klarer geht`s nimmer. Der Rafati gehört erstmal für`n paar Wochen aus`m Verkehr gezogen, warum Wack immer noch pfeifen darf, weiß wahrscheinlich nicht mal mehr der DFB...

Gruß
Schröder
 

wupperbayer

*Meister 20xx*
Tja, dieses Wochenende war kein rühmliches Wochenende für die Schiris, insbesondere in Liga 1. Von den neun Partien haben nur in zwei Spielen die Schiris eine bessere Note als 4, und von dem Rest sind auch sechs 5. Eine solch schlechte Bewertung der Schiris hab ich auch selten erlebt.

@koenigs_olaf: Naja, das Einzige, was der Fürther Schiri meiner Meinung nach falsch gemacht hat, war, dass er das 3:0 der Fürther nicht gegeben hat.
 
Ruuhig, Dilbert... ist nur ein Spiel... ruuuuuhig.....

...Scheiss drauf! WACK, du dusselige Fönfrisur, du Blindfisch, du Gummiarsch!

Das wäre unser Auswärtssieg gewesen...

Nu müssen wir doch in Hamburg gewinnen....


Genau so denken viele Leute! Aber Fußball ist mein Leben so kann ich eben nicht denken! Diese Pflaumen provozieren zum Teil Ausschreitungen selbst mit! Der DFB sollte sich lieber mal um Schiedsrichter kümmern, als um ständig neue verschärfte Regeln! Scheiß Mafia! :finger:
 

vonderlahn

Sprachkrümelsucher
Und im dsf stand heute mal wieder der Krug herum, laberte erst einmal drei Minuten über die grossartigen Leistungen der letzten Wochen und fand dann keine falschen, sondern diskussionswürdige Entscheidungen, bei denen die Schiedsrichter aber sozusagen absolut kaum und wenig wenn überhaupt Schuld trifft.

Ja.

Irgendwie erinnert mich das Auftreten der ganzen Schiedsrichterkaste an gewisse Religionen.
Da gibt es auch kein übergeordnetes Recht in dem Sinne "Du sollst nicht..." sondern das Recht des Blutes.
Wer meinem Bruder gegen das Schienbein tritt, wird verfolgt und alle seine Enkel auch, völlig unabhängig davon, ob der vorher meine halbe Familie ausgerottet hat.

Und der DFB macht sich zum Handlanger der übergeordneten Gerechtigkeit für den Schiedsrichter an sich, indem er gemäss der Schwarzkittel-Scharia Recht spricht: Das Schwert soll den treffen, der die Brüder auch nur kritisiert.

Das führt dazu, das heute 23jährige Rotbäckchenpfeifenmänner mit einer Arroganz über den Platz gockeln (einer hat sogar noch eine Gockelfrisur... :zahnluec: ), die vielleicht einem 80jährigen Weisen zustehen würde, die der in der Altersweisheit aber nie zeigen würde.

Unsere Schiedsrichter wissen, der Clan wird für sie in den Krieg ziehen, ganz gleich, was sie auch verbrechen.

Unser Schiedsrichterunwesen krankt für mich somit an zwei Stellen.

Die eine ist besagte Unfehlbarkeitsdoktrin, die mit aller Gewalt verteidigt wird.

Die andere sind die Männer selbst, die einen Mangel an Persönlichkeit durch Amtsgewalt ersetzen.

Warum hatten alle Spieler in Italien Hochachtung von Colina?

Ganz einfach: Nicht weil er unfehlbar war, sondern weil er immer und jederzeit klargemacht hat, dass er sich auch irren kann.
Aber dass er immer nur genau das pfeifen würde, was er glaubte, gesehen zu haben und dann auch dazu stehen würde.
Und DAS konnte jeder akzeptieren.

Wenn man dagegen die persönlichkeitsarmen Wacks, Meyers, Brychs und wie sie alle heissen sieht, dann hat man das Gefühl, dass die schon den einen oder anderen Pfiff (oder nicht) tätigen, obwohl sie es RICHTIG gesehen haben, sich aber in ihrer absoluten Macht und Unangreifbarkeit suhlen können.

Denn deutsche Schiedsrichter, die skandalöse Fehlentscheidungen treffen, werden dafür nicht etwa degradiert oder aus dem Verkehr gezogen.

Nein, deren Zukunft ist gesichert. Und sei es irgendwann als Schiedsrichterfunktionär...
 

André

Admin
Hi vonderlahn, sehr schön geschrieben! :top:

Sehe es ähnlich, der Fall Hoyzer sollte doch Mahnung genug gewsen sein, jetzt endlich mal offen und ehrlich mit Kritik an Schiedsrichtern umzugehen. Abe genau das wurde versäumt und im Gegenteil, mittlerweile darf noch weniger drüber gesprochen werden als vorher.

Wer sich über eine Schiedsrichterleistung beschwert wird behandelt wie ein Schwerverbrecher und es heißtdirekt : PSSSST, mit Deiner Kritik stellst Du den Schiri indie Ecke Hoyzer und das darf man nicht.

Sowas kann einfach nicht sein! :motz:

Und bei Krug frage ich mich wieso der im Fernsehen eigentlich immer noch seine Plattform bekommt? Man könnte doch auch ein Band laufen lassen: Nein das war kein Fehler, unsere Schiris sind super blablubschwätz.... :hail:
 

fabsi1977

Theoretiker
Natürlich darf man Schiris kritisieren, keine Frage. Aber letztlich sollte Kritik auch immer sachlich sein. Und es darf auch nicht so weit geht dass Schiedsrichter teilweise das Freiwild sind(vor allem in den unteren Ligen) weil diese angeblich das Spiel verpfeifen nur weil sie eine oder zwei Szenen falsch bewertet haben. Aber diese Unfehlbarkeitsmasche des DFB geht mir auch auf den Senkel, dass könnten sie sich sparen.

Aber eines darf man halt auch nicht vergessen, viele Fehlentscheidungen sind im TV nur nach verlangsamten Wiederholungen und aus Sichtwinkeln die der Schiri gar nicht zur Verfügung hat erkenntlich. Und die Fall- und Schauspielsucht vieler Spieler macht es den Schiris auch nicht gerade leichter.
 

vonderlahn

Sprachkrümelsucher
Im Prinzip ja.

Freiwild sollen Schiedsrichter natürlich auch nicht sein, aber bei uns haben sie von 365 Tagen im Jahr 366 Schonzeit.

Trotzdem sollte grundsätzlich nur der es wagen, ein Urteil über Schiedsrichter zu fällen, der selbst schonmal gepfiffen hat; und das nicht nur bei einem Spiel der Abteilungen Versand gegen Buchhaltung.

Obwohl... Da geht´s auch immer tierisch auf die Knochen...

:zwinker:
 
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