Coronavirus

Rupert

Friends call me Loretta

Mal Worte von jemanden mit Ahnung, der mal klar anspricht wie‘s ausschaut und welche Erfahrungen er gemacht hat.
Gut erkannt:
„Verzeihung, aber Ihr Gesundheitsminister redet wie ein alter Hausarzt, der seine Patienten zum Abnehmen bewegen will. Ich glaube, das ist nicht der richtige Weg. Solche Drohungen nutzen sich ab. Was will man denn bei der nächsten Welle sagen?“
 

Detti04

The Count
Ich finde ja vor allen Dingen diese Aussage aus dem Interview interessant:

"[...] Wir haben lange gerungen, bis es zweisprachiges Informationsmaterial gab. [...]"

Nochmal zur Erinnerung: Bei der Impfeinladung per Brief in NZ wurden die Erlaeuterungen dazu, wie und wo man einen Termin buchen kann, in 40(!) Sprachen angegeben. Selbst die Impfseite des Gesundheitsministeriums kann man in 36 verschiedenen Uebersetzungen aufrufen:


Ich kann natuerlich nicht beurteilen, wie gut die Uebersetzungen sind. Es scheint mir absolut moeglich, dass die Uebersetzungen jeweils von einem "Amateur" vorgenommen wurden, als dass z.B. ein eingewanderter Koreaner, der irgendeinen Job im Gesundheitsministerium hat, die Uebersetzung ins Koreanische erstellt hat. Von einem anderen Ministerium, welches viel internationalen Kontakt hatte, weiss ich, dass sich Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen dort in eine entsprechende Liste eintragen konnten, um bei Uebersetzungen aushelfen zu koennen. Vielleicht sind es aber auch einfach nur Maschinenuebesetzungen, wer weiss.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Mir geht die Aussage vom Spahn halt so sehr auf die Nerven.
Sie ist falsch, sie ist null überzeugend, strotzt nur vor Ignoranz und Überheblichkeit und zeigt damit wie wenig sich der Kerl mit der Problematik auseinandersetzt und wie wenig selbstreflektierend er ist.
 

Detti04

The Count
Grundsaetzlich hat Spahn aber schon recht: Ohne Lockdown bzw. staerkere Einschraenkungen oder deutlich hoehere Impfquoten gilt fuer die meisten Bewohner Deutschlands am Ende des Winters vermutlich 2G - sie sind genesen oder gewesen. Fuer jeden, der sich nicht impfen laesst, gibt es ja ohnehin nur einen dieser beiden Ausgaenge, egal wann.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Wie viele Ungeimpften haben wir? 25 Mio? Bei 75.000 Ansteckungen pro Tag (Inzidenz heute) dauert es 333 Tage bis sich alle angesteckt haben. Dafür ist der Winter etwas zu kurz.
 
Wie viele Ungeimpften haben wir? 25 Mio? Bei 75.000 Ansteckungen pro Tag (Inzidenz heute) dauert es 333 Tage bis sich alle angesteckt haben. Dafür ist der Winter etwas zu kurz.
Mannohmann! Seit Beginn der Pandemie wird uns ziemlich anschaulich erklärt, was exponentielles Wachstum ist und wie es funktioniert. Und dann kommst du mit einer Tagesinzidenz um die Ecke, um eine Hochrechnung anzustellen. *g*
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Mannohmann! Seit Beginn der Pandemie wird uns ziemlich anschaulich erklärt, was exponentielles Wachstum ist und wie es funktioniert. Und dann kommst du mit einer Tagesinzidenz um die Ecke, um eine Hochrechnung anzustellen. *g*

Um auf die 3-fache Tagesinzidenz zu kommen muss die Ampel dann aber jede Menge offizielle Coronaparties veranstalten. Außer in Saschen und Bayern, die schaffen das auch so :D
 

Detti04

The Count
Mannohmann! Seit Beginn der Pandemie wird uns ziemlich anschaulich erklärt, was exponentielles Wachstum ist und wie es funktioniert. Und dann kommst du mit einer Tagesinzidenz um die Ecke, um eine Hochrechnung anzustellen. *g*
..., und vergisst die Dunkelzifer an Infizierten. Die Positivquote der Coronatests ist naemlich parallel zu den steigenden Zahlen mitgestiegen, und zwar innerhalb von 7 Wochen von 6,4% auf 17,3%. Das legt nahe, dass auch die Dunkelziffer im gleichen Zeitraum groesser geworden ist.
 
Das sind doch mal gute Nachrichten. Nicht. Irgendwie hab ich immer auf so eine Meldung gewartet. Trotzdem natürlich eine Katastrophe, wenn sich die Befürchtungen bewahrheiten.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Grundsaetzlich hat Spahn aber schon recht: Ohne Lockdown bzw. staerkere Einschraenkungen oder deutlich hoehere Impfquoten gilt fuer die meisten Bewohner Deutschlands am Ende des Winters vermutlich 2G - sie sind genesen oder gewesen. Fuer jeden, der sich nicht impfen laesst, gibt es ja ohnehin nur einen dieser beiden Ausgaenge, egal wann.
Spahn sprach davon, dass man über den Winter geimpft, genesen oder tot ist. Das einfach falsch.
Du kannst ja die deutsche Bevölkerung mal in die 3 Teilmengen aufteilen und dann schauen, ob die in der Summe die Gesamtbevölkerung trifft: Nein, tut sie halt nicht.
Sonst schliesse ich mich genau den Worten des Dänens an was der dazu sagt.
 

Schröder

Problembär
Ich wollt ja nur aufzeigen, dass Holgys Rechnung "Wenn sich jeden Tag 75.000 infizieren, haben sich in 333 Tagen alle Ungeimpften angesteckt" nicht funktioniert.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ich wollt ja nur aufzeigen, dass Holgys Rechnung "Wenn sich jeden Tag 75.000 infizieren, haben sich in 333 Tagen alle Ungeimpften angesteckt" nicht funktioniert.

Die ist nur grob um zu zeigen, dass der Winter nicht ausreicht, dass sich alle Ungeimpften anstecken. Das bei den Infizierten auch noch Geimpfte bei sind, weiß ich. Das bedeutet das von den bei 75.000 tägl. Infizierten nur ein teil ungeimpft ist, es also noch länger als 333 Tage dauern würde, und die Prognose "Nach dem Winter sind alle Ungeimpften Genesene (oder tot)" erst recht nicht zutrifft. Um das zu zeigen funktioniert sie also.

Außer die Inzidenzzahlen gehen durch die Decke. Dann haben wir aber ganz andere Probleme, denn eine Verdreifachung der täglichen Inzidenz wären 225000 Infinzierte am Tag (dann dauerte es etwa 111 Tage, also etwa die 3 Wintermonate). Da würde dann wohl das Gesundheitssystem tatsächlich zusammenbrechen und nicht nur Covid-Patienten müssten sterben, weil sie nicht mehr versorgt werden können.
 

Schröder

Problembär
Naja, es scheinen doch einige jetzt vernünftig zu werden. Eine Bekannte wohnt in Thüringen (Mühlhausen), die ist mit ihrem Auto an so`nem Impfzentrum vorbeigefahren. Ihr Beifahrer hat das mal gefilmt... die Leute standen vom Eingang einmal um den Block rum, dann die Straße runter bis zur nächsten Kreuzung. Das müssen grob geschätzt 400 Meter gewesen sein... und da war nix mit Mindestabstand, aber dafür alle mit Maske. :).

Ich schätze, das müssen so 1000 Leute gewesen sein.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das ist doch schön. Bisher ist die Impfquote aber noch nicht nennenswert gewachsen, sie nähert sich langsam der 60 Mio-Grenze, das wären dann grob etwa 75%. Fehlen dann immer noch ca. 20 Mio. Wovon man noch die unter 6-jährigen und die Nichtimpfbaren abgezogen werden müssen.

 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
Spahn sprach davon, dass man über den Winter geimpft, genesen oder tot ist. Das einfach falsch.
Du kannst ja die deutsche Bevölkerung mal in die 3 Teilmengen aufteilen und dann schauen, ob die in der Summe die Gesamtbevölkerung trifft: Nein, tut sie halt nicht.
Sonst schliesse ich mich genau den Worten des Dänens an was der dazu sagt.

Das sehen wir dann im Mai.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Welcher Däne? 🤔

Ich hoffe mal, die Südafrika-Variante stellt sich als nicht weiter relevant dar, sonst sind alle bisher gemachten Überlegungen sowieso Makulatur.

Vielleicht doch gleich mal einen Dezember- oder Weihnachts-Lockdown ausrufen...
 

Schröder

Problembär

Mal Worte von jemanden mit Ahnung, der mal klar anspricht wie‘s ausschaut und welche Erfahrungen er gemacht hat.
Gut erkannt:
„Verzeihung, aber Ihr Gesundheitsminister redet wie ein alter Hausarzt, der seine Patienten zum Abnehmen bewegen will. Ich glaube, das ist nicht der richtige Weg. Solche Drohungen nutzen sich ab. Was will man denn bei der nächsten Welle sagen?“
Die haben halt andere "Problemfelder". Bei uns ist die Impfquote in den Bundesländern am niedrigsten, wo die wenigsten Migranten leben.
Kann es also bei uns (bis auf Sachsen evt.) schon mal nicht an Sprachschwierigkeiten liegen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Die haben halt andere "Problemfelder". Bei uns ist die Impfquote in den Bundesländern am niedrigsten, wo die wenigsten Migranten leben.
Kann es also bei uns (bis auf Sachsen evt.) schon mal nicht an Sprachschwierigkeiten liegen.
Die Kernaussage des Mannes steht doch schon in der Überschrift und die trifft auch in Deutschland zu, meines Erachtens.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator


(im Coronaleugnerthread ist die ganze Studie verlinkt)

Tja, wer sind eigentlich die Ungeimpften und wie viele sind es jeweils?

In der Studie aus Link 1 slassen sich die Finanz- und Bildungsschwachen und die 50 bis 65-jährigen eher nicht impfen. Das bezieht sich aber auf ganz Europa und untersucht entsprechend nur "grobe Merkmale" (Soziökonomischen Status u.ä.). Personen, die Coviderkrankte kennen, lassen sich eher impfen.

Link 2 hat herausgefunden das dass nim BaWü 41 Prozent der Nichtgeimpften Impfverweigerer sind. Der Rest ist unentschlossen oder zögerlich, aber prinzipiell bereit. Bei denen fehlt es tatsächlich immernoch an seriösen Informationen.

Link 3 hat die Impfverweigerer - ebenfalls in BaWü - untersucht.

"In ihrer Selbstwahrnehmung sehen sich die Corona-Kritiker:innen laut Studie „als nüchterne Expert:innen und mutige Widerstandskämpfer:innen“. Von „Konspirationsdenken“ ist die Rede, und von drastischen Vergleichen, „um ihren widerständigen Mut zu beweisen und ihre politische Praxis zu heroisieren“. Viele der von den Baseler Forscher:innen Befragten hätten sich inszeniert „als Eingeweihte, geradezu als Erwählte, die auch angesichts gesellschaftlicher Ächtung, Stigmatisierung und Repression an ihrer Expertise festhalten“.

Der Soziologe Nachtwey hatte erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem Deutschlandfunk deutlich gemacht, dass eine solche Haltung dann in diesen Kreisen auch oft zu Impfskepsis führe. „Da kommen quasi linke kulturelle Merkmale mit rechter Politisierung zusammen und das macht diese extrem toxische Mischung der Impfverweigerung gerade aus“, sagte er dem Sender. Sachliche Aufklärung sei bei den Maßnahmenkritikern „relativ wirkungslos“."


Das wird sich aber nicht generell auf alle Bundesländer übertragen lassen, in Sachsen bspw. werden die Querdenker eher aus der rechten Ecke kommen, aber ich würde mal sagen, dass die sich wohl auch als Freiheitskämpfer und Helden und Opfer mit dem Wissen der Eigeweihten sehen, die gegen den Diktaturstaat kämpfen.

Einen Teil der Ungeimpften wird man also mit Überzeugen und/oder mit dem gemachten "Druck" zum Impfen bringen - fragt sich nur wie viele das sind (hoffentlich viele!). Da gehe ich mit dem Dänen mit.

Die selbsternannten Widerstandskämpfer wohl eher nicht; denen es geht es ums Große+Ganze gegen die Diktatur, Impfverweigern und Coronalleugnen ist da nur Mittel zum Zweck bzw. nur ein Teil der vielen Dikaturmaßnahmen (GEZ und was die halt sonst noch immer so vorbringen...), die es zu bekämpfen gilt.
 
Zuletzt bearbeitet:

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon
Welcher Däne? 🤔

Ich hoffe mal, die Südafrika-Variante stellt sich als nicht weiter relevant dar, sonst sind alle bisher gemachten Überlegungen sowieso Makulatur.

Vielleicht doch gleich mal einen Dezember- oder Weihnachts-Lockdown ausrufen...

Äh...wenn die Variante nicht weiter relevant wäre, würde man sie nicht als *besorgniserregend* einstufen.
Von den nicht relevanten Varianten hört man medienmässig nie...
 

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon


(im Coronaleugnerthread ist die ganze Studie verlinkt)

Tja, wer sind eigentlich die Ungeimpften und wie viele sind es jeweils?

In der Studie aus Link 1 slassen sich die Finanz- und Bildungsschwachen und die 50 bis 65-jährigen eher nicht impfen. Das bezieht sich aber auf ganz Europa und untersucht entsprechend nur "grobe Merkmale" (Soziökonomischen Status u.ä.). Personen, die Coviderkrankte kennen, lassen sich eher impfen.

Link 2 hat herausgefunden das dass nim BaWü 41 Prozent der Nichtgeimpften Impfverweigerer sind. Der Rest ist unentschlossen oder zögerlich, aber prinzipiell bereit. Bei denen fehlt es tatsächlich immernoch an seriösen Informationen.

Link 3 hat die Impfverweigerer - ebenfalls in BaWü - untersucht.

"In ihrer Selbstwahrnehmung sehen sich die Corona-Kritiker:innen laut Studie „als nüchterne Expert:innen und mutige Widerstandskämpfer:innen“. Von „Konspirationsdenken“ ist die Rede, und von drastischen Vergleichen, „um ihren widerständigen Mut zu beweisen und ihre politische Praxis zu heroisieren“. Viele der von den Baseler Forscher:innen Befragten hätten sich inszeniert „als Eingeweihte, geradezu als Erwählte, die auch angesichts gesellschaftlicher Ächtung, Stigmatisierung und Repression an ihrer Expertise festhalten“.

Der Soziologe Nachtwey hatte erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem Deutschlandfunk deutlich gemacht, dass eine solche Haltung dann in diesen Kreisen auch oft zu Impfskepsis führe. „Da kommen quasi linke kulturelle Merkmale mit rechter Politisierung zusammen und das macht diese extrem toxische Mischung der Impfverweigerung gerade aus“, sagte er dem Sender. Sachliche Aufklärung sei bei den Maßnahmenkritikern „relativ wirkungslos“."


Das wird sich aber nicht generell auf alle Bundesländer übertragen lassen, in Sachsen bspw. werden die Querdenker eher aus der rechten Ecke kommen, aber ich würde mal sagen, dass die sich wohl auch als Freiheitskämpfer und Helden und Opfer mit dem Wissen der Eigeweihten sehen, die gegen den Diktaturstaat kämpfen.

Einen Teil der Ungeimpften wird man also mit Überzeugen und/oder mit dem gemachten "Druck" zum Impfen bringen - fragt sich nur wie viele das sind (hoffentlich viele!). Da gehe ich mit dem Dänen mit.

Die selbsternannten Widerstandskämpfer wohl eher nicht; denen es geht es ums Große+Ganze gegen die Diktatur, Impfverweigern und Coronalleugnen ist da nur Mittel zum Zweck bzw. nur ein Teil der vielen Dikaturmaßnahmen (GEZ und was die halt sonst noch immer so vorbringen...), die es zu bekämpfen gilt.

Eigentlich ein Rätsel, warum dieser Widerstandskampf nicht gegen den Virus geführt wird...
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Äh...wenn die Variante nicht weiter relevant wäre, würde man sie nicht als *besorgniserregend* einstufen.
Von den nicht relevanten Varianten hört man medienmässig nie...

Nö, nicht unbedingt; es gab schon welche, die so eingestuft wurden, und sich dann zum Glück als doch nicht so schlimm erwiesen. Also Daumen drücken!
 

André

Admin
Was weiß man denn bisher davon? 5 mal ansteckender muss ja nicht schlimm sein, im Gegenteil. Das könnte sogar ziemlich positiv sein, denn oft ist es ja so wenn Mutanten x mal ansteckender sind, sind sie zeitgleich auch x mal ungefährlicher. Also angenommen die Mutation ist 5 mal anteckender und 5 mal ungefährlicher, dann könnte das wirklich ein Wendepunkt sein und Corona könnte deutlich harmloser werden.

Aber ich glaube da es bisher nur wenige Fälle gibt, weiß man zur Gefährlichkeit noch nichts oder?

Wenn es auf der anderen Seite 5 x ansteckender und gleichzeitig auch noch gefährlicher ist, oder gleich gefährlich, dann wäre das natürlich der Supergau.
 
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