Bundestagswahl 2021 und Landtagswahlen 2021

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Frage ist doch eher: Wem von den Alternativen traut man es ernsthaft zu, das besser zu machen?

Ich habe 5 zur Auswahl. Wenn Nummer 1 es verbockt, muss der schon auf jeden Fall weg. Und einer von den anderen 4ern muss ran. Welcher ist eigentlich recht egal, ich habe ja nur die Auswahl.

Wer aus den USA, Großbritannien oder Israel auf Deutschland blickt, wundert sich. Wieso wird ein Volk, das in seiner Gesamtheit flexibel, phantasievoll und innovativ ist, von einer Koalition regiert, die das Gegenteil davon ist? ...
Es ist müßig, darüber zu sinnieren, woran es den Mitgliedern der Bundesregierung vor allem gefehlt hat – Kompetenz, Weitblick, Entschlossenheit, Pragmatismus.




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"Was der Finanzminister Scholz dazu sagt, ist mir mal ziemlich egal"


Kretschmann sagt, er weiß noch nicht, ob er mit der CDU oder mit SPD + fpd koalieren wird. Ichsachma: Hauptsache die Eisenmann ist nicht dabei.
 
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fabsi1977

Theoretiker
Die Frau Eisenmann hat es übrigens auch gar nicht in den Landtag geschafft. In BW gibt es ja keine Landeslisten. Die Zweitstimmen werden anhand der absoluten Stimmzahlen in den einzelnen Wahlkreisen vergeben. Wenn also das eigene Ergebnis deutlich unter dem des Landesergebnisses liegt, hat man quasi keine Chance auf ein Mandat.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Die Frau Eisenmann hat es übrigens auch gar nicht in den Landtag geschafft. In BW gibt es ja keine Landeslisten. Die Zweitstimmen werden anhand der absoluten Stimmzahlen in den einzelnen Wahlkreisen vergeben. Wenn also das eigene Ergebnis deutlich unter dem des Landesergebnisses liegt, hat man quasi keine Chance auf ein Mandat.
Autsch, stimmt ja.
Das heisst, die CDU bekommt zwar jede Menge Ausgleichsmandate (und SPD, FDP, AfD ausschliesslich), aber die werden in der Reihenfolge der Ergebnisse der jeweiligen Kandidaten verteilt? Ist das so festgelegt oder "nur" übliche Sitte, d.h. könnte man da auch Ausnahmen machen - quasi eine Lex Eisenmann?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Frau Eisenmann hat es übrigens auch gar nicht in den Landtag geschafft. In BW gibt es ja keine Landeslisten. Die Zweitstimmen werden anhand der absoluten Stimmzahlen in den einzelnen Wahlkreisen vergeben. Wenn also das eigene Ergebnis deutlich unter dem des Landesergebnisses liegt, hat man quasi keine Chance auf ein Mandat.

:banane: Das finde ich mal supergut. :D Muss man denn für einen Ministerposten im Landtag sein?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
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Da hoffe ich mal, dass das Niederlage genug war, sodass die Eisenmann nicht doch wieder als Ministerin mitmachen darf.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ganz interessant finde ich noch, dass die Freien Wähler in RP in den Landtag eingezogen sind. Die scheinen ja auch am ehesten CDU und fdp-Wähler*innen anzuziehen, inhaltlich sind die FW ja konservativ-neoliberal, aber eher auf den Mittelstand fokussiert. Dazu haben sie das Credo von Unabhängigkeit, Volksnähe und Abstand zum Politestablishment. Vielleicht wird aus denen ja auch noch mehr und sogar eine bundesweite bedeutsame Partei. In Bayern regieren sie ja schon mit.
 
Potenzial für viel mehr Parteien sehe ich so und so. Es wird eine viel größere Differenzierung geben. Menschen wählen eine Partei ja nicht mehr wegen ihrem Parteiprogramm, einzelne Punkte überwiegen. Leider wird halt auch immer mehr die Person wichtiger.
Wenn es da eine Gruppe schafft, für ein Thema sich einzusetzen und damit den Puls der Zeit zu treffen, sehe ich viel Potenzial überall ins Parlament bzw. die Landtage einzuziehen. In Zukunft wird das noch viel mehr werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Gesellschaft drifftet auch immer mehr auseinander (Siehe den anderen thread). Es gibt ein paar Boom-Regionen, meist Städte, da finden sich die erfolgreichen, modernen eher jungen Menschen. Ländliche Regionen sterben eher aus und damit ab. Dazu gibt es die abstiegsbedrohte Mittelschicht. Und noch ein paar weitere Friktionen. Das sind alles Gruppen mit völlig anderen, zum Teil divergierenden Interessen. Da muss sich eine Partei schon entscheiden, welche Gruppeninteressen sie vertreten möchte. Daher gibt es auch nicht mehr die ganz großen Volksparteien, dazu fehlt es an einer großen homogenen gesellschaftlichen Gruppe. Und diese Differenzierungen von gesellschaftlichen Gruppen werden auch eher noch zunehmen und entsprechend das Parteienspektrum beeinflussen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator

Die baden-württembergische Spitzenkandidatin der CDU hat die Verantwortung für die deutliche Niederlage bei der Landtagswahl übernommen. Sie will sich komplett aus der Politik verabschieden.

:banane: 🤩👍☀️
Ihr merkt schon, ich mochte ihre politischen Ansichten und das, was sie so angestellt hat als Ministerin, nicht.
 

Itchy

Vertrauter
Tolles Engagement, darf ich nicht mehr Ministerin sein, dann hör ich ganz auf. Maerz'sche Qualität. Auch so ein Indiz für die Beweggründe der Handelnden. Unterm Strich... (bitte ergänzen)
 

Schröder

Problembär
Tolles Engagement, darf ich nicht mehr Ministerin sein, dann hör ich ganz auf. Maerz'sche Qualität. Auch so ein Indiz für die Beweggründe der Handelnden. Unterm Strich... (bitte ergänzen)
Naja, das ist so ja auch nicht richtig. Sie war ja vorher schon lange in der Politik tätig, ohne ein höheres Amt zu haben.
Es war Bedingung der Grünen, dass sie an den Koalitionsverhandlungen nicht mehr teilnimmt. Sonst wäre die CDU raus gewesen. Und wenn man sieht, dass die eigenen politischen Ziele nicht erfüllbar sind (so verquer sie auch sein mögen), weil es der Wähler schlicht und richtigerweise nicht so will, dann ist ein kompletter Rückzug immerhin konsequent und im Grunde folgerichtig.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator

Oh, ich dachte, das wäre alles nur pro forma und eigentlich schon klar, dass Kretsche mit der CDU weiter macht. Will er auch, aber da gibt es wohl tatsächlich Überlegungen in Richtung Ampel und es ist noch nicht entschieden, obwohl es heute hätte sein sollen. Der grüne Landesvorstand sieht die CDU wohl eher als Klotz am Bein. Aber ob der Klotz fdp besser ist? Zumindest leichter...

Edit


Ging doch schneller. Kretsche hat sich durchgesetzt: Grün-Schwarz, falls die sich auf eine Koalition einigen können. Aber da kann man wohl von ausgehen.

Kleiner Generationen-Konflikt bei den Grünen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Nun haben wir ja alle Kandidat*innen zusammen: Cumex-Scholz, Laschi und Baerbock.

Und wäre jetzt Wahl, hieße die neue Bundeskanzlerin Annalena.

Grüne 28%
CDU 21%
SPD 13%
fdp 12%
Linke 7%

AfD 11%

Grüne stärkste Kraft - Union bricht ein

Aber gut, es ist ja noch ein wenig Zeit bis zur Wahl. Aber ob es für eine Zwei-Parteien-Koalition reichen wird?
 

Rupert

Friends call me Loretta
Oh, er will eine "neue Gründerzeit", also so 170 Jahre zurück.
Das stimmt einen ja zuversichtlich für das was er anspricht: Digitalisierung, Serviceorientierung, etc. :D
 

fabsi1977

Theoretiker
Autsch, stimmt ja.
Das heisst, die CDU bekommt zwar jede Menge Ausgleichsmandate (und SPD, FDP, AfD ausschliesslich), aber die werden in der Reihenfolge der Ergebnisse der jeweiligen Kandidaten verteilt? Ist das so festgelegt oder "nur" übliche Sitte, d.h. könnte man da auch Ausnahmen machen - quasi eine Lex Eisenmann?
Ich sehe es jetzt erst. Aber besser spät alles nie. Nein, das geht steht nach Wahlkreis. Daraus sind schon einige gescheitertm vor 5 Jahren die damalige Sozialministerin Altpeter und ich glaube auch die Ute Vogt hat mal als Spitzenkandidatin es nicht in den Landtag geschafft.

Ist aber das nächste mal anders, denn es wird erstmals zwei Stimmen und ne Landesliste geben. Wichtig für die Grünen wegen dem Gendergedöns. Kann man eben über Landeslisten besser steuern.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator

Wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen:

Grüne 28 Prozent (Bundestagswahl 2017:8,9),
CDU/CSU 22 Prozent (32,9 Prozent),
SPD 13 Prozent (20,5),
FDP 12 Prozent (10,7),
Linke 7 Prozent (9,2),
AfD 11 Prozent (12,6).
Auf die sonstigen Parteien entfielen 7 Prozent (5,2).

Tut sich gerade nicht viel...
 

fabsi1977

Theoretiker
Das wären 48 % für Grün-Rot-Dunkelrot. Reicht das schon für ne knappe Mehrheit? Keine Ahnung. Ansonsten Ampel. Oder doch Grün-Schwarz?
Immerhin, ne Groko wird es wohl nicht geben.
 

fabsi1977

Theoretiker
Vom Grundsatz her hast du Recht. Aber im Sprachgebrauch ist es nach wie vor eine Koalition aus SPD/CDU. Hier in BaWü spricht niemand von einer GroKo sondern von Grün-Schwarz. Vllt kommt ja der Tag an dem Rot-Schwarz in den Sprachgebrauch übergeht.
 

Gaudloth

Bratze
Das wären 48 % für Grün-Rot-Dunkelrot. Reicht das schon für ne knappe Mehrheit? Keine Ahnung. Ansonsten Ampel. Oder doch Grün-Schwarz?
Immerhin, ne Groko wird es wohl nicht geben.

Das würde für GRR knapp reichen, aber ob die Grünen das überhaupt wollen oder doch lieber mit schwarz zusammen regieren wollen ist eine andere Frage.
Immerhin hat sich Laschet nicht als sonderlich grünenfreundlich geoutet^^ aber auch da kann noch viel passieren. Ich denke auch, dass die Union noch einige Prozente zurück holt. Ist ja noch Zeit.
 

U w e

Moderator
Wenn die Grünen auch in den neuen Bundesländern anfangen sollten zu punkten, können sie sich aussuchen mit wem sie regieren wollen.
Da sind die Wähler ja noch eher noch zurück haltend.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Mit Laschet + Merz kann ich mir Grün-Schwarz nur schwer vorstellen. Wäre aber natürlich toll zu sehen, wie die vor Annalena kuschen müssen :D

Ampel? Warum sollten Die Grünen mit zwei Loser-Parteien koalieren, wo sie gearde allgmein als die große Winnerpartei dastehen?

Was ist der mit der Retro-BRD-Koalion: Schwarz-Rot-gelb? Reicht wahrscheinlich nicht mal.
 

powerhead

Pfälzer
Ich glaube nicht,dass die Grünen vor der CDU landen werden, aber sie werden mitregieren.
Bei der letzten Regierungsbeteiligung haben sie sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was dem Wahlvolk aber mit ziemlicher Sicherheit wieder entfallen sein dürfte. Mal sehen, ob's dieses Mal noch schlimmer wird. Aber geht dass überhaupt?


Ich finde es amüsant und ein wenig traurig zugleich, wenn nach 30 Jahren noch immer von den "neuen Bundesländern" geschrieben wird. Ich bin beruflich relativ oft in Thüringen und Sachsen-Anhalt, da spricht niemand von den "alten Bundesländern".
 

Hendryk

Forum-Freund
Ich finde es amüsant und ein wenig traurig zugleich, wenn nach 30 Jahren noch immer von den "neuen Bundesländern" geschrieben wird. Ich bin beruflich relativ oft in Thüringen und Sachsen-Anhalt, da spricht niemand von den "alten Bundesländern".
Ich stimme dir absolut zu. Beruflich bin ich dort zwar nicht unterwegs, mache dort aber immer wieder gerne Urlaub. Und habe die Bewohner dort als aufgeschlossen und tolerant kennengelernt.
Das erste Mal "drüben" (Sachsen-Anhalt und Thüringen :huhu: ) war ich im Frühjahr nach der Wende 1990.
 

derblondeengel

master of desaster
16 Jahre CDU sind mehr als genug, da müssen unbedingt mal andere ran, auch wenn es wahrscheinlich die Grünen sein werden. Immer noch besser als die AFD.
Mit Laschet hat sich die CDU einen absoluten Rohrkrepierer als Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten ausgesucht. Unsympathischer und langweiliger als der Wankelmütige Heini aus Aachen geht's wirklich nicht.
Tja und die (meine) SPD hat mit ihrem Kanzlerkandidaten alles schlechte verdient, was sie sich in den letzten 16 Jahren erarbeitet hat. Die werden irgendwo bei 15 Prozent landen, den Haufen nimmt doch keiner mehr ernst.
 
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