Bundestagswahl 2021 und Landtagswahlen 2021

Der Satz "Nichts ist Kkürzer als das Gedächtnis der Wähler." klang für mich schon allgemein und damit auf alle SPD-Wähler gemünzt. Aber ist dann natürlich egal, haste ja erklärt.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Der Satz "Nichts ist Kkürzer als das Gedächtnis der Wähler." klang für mich schon allgemein und damit auf alle SPD-Wähler gemünzt. Aber ist dann natürlich egal, haste ja erklärt.

Ach so, nee, das bezog sich auf die Scholz-Fans. Und das ist ja noch wohlwollend beurteilt, kann ja auch genauso gut sein, dass die Scholzbejubler diesen Cum-Ex-Betrug total gut finden...
 
Ach so, nee, das bezog sich auf die Scholz-Fans. Und das ist ja noch wohlwollend beurteilt, kann ja auch genauso gut sein, dass die Scholzbejubler diesen Cum-Ex-Betrug total gut finden...
Ich befürchte, dass - und das finde ich möglicherweise sogar noch schlimmer - sie es zwar sicher nicht gut hießen, es aber schlicht und einfach überhaupt nicht mitbekommen haben.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ich befürchte, dass - und das finde ich möglicherweise sogar noch schlimmer - sie es zwar sicher nicht gut hießen, es aber schlicht und einfach überhaupt nicht mitbekommen haben.

Kann auch sein, aber es stand schon ab und zu in den Nachrichten. Grundsätzlich wäre das Aufgabe der politischen Konkurrenten im Wahlkampf auf sowas aufmerksam zu machen. Aber CDU/fdp wissen wohl, dass ihre Klientel da ordentlich drin verstrickt ist und die Grünen wollten wohl ihrem künftigen Koalitionspartner nicht zu sehr schaden.
 

André

Admin
Vermutlich haben die, selbst oder Ihre Eltern alle ein Hotelgewerbe.
Oder aber, was ich eher glaube, die wollten konservativ wählen, aber Laschet ging da eher gar nicht, und deshalb haben viele FDP gewählt. Protestwahl sozusagen.

An den wirklich guten Inhalten der FDP kann das ja eigentlich eher nicht liegen. :D

3 Parteien haben gewonnen, eine stark verloren. Also ist der Wahlauftrag nun ganz klar die Ampel.

Aber wenn FDP und Grüne einen schwachen Kanzler wollen, dann hat Laschet doch noch eine Chance. Aber das würde halt imo nicht dem Wählerauftrag entsprechen und könnte dann in Zukunft auch der FDP und den Grünen auf den Fuß fallen. Auf der anderen Seite glaube ich nicht dass Politiker so weit denken, da sind 4 Jahre Macht doch verlockender als das was vielleicht in 4 Jahren mal passiert.
Deshalb hat Laschet wohl ernsthaft noch reele Chancen Kanzler zu werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das sieht zum Beispiel der Lindner und viele Grüne ganz anders:


Auffällig ist, wie stark die FDP nun die Gemeinsamkeiten mit den Grünen betonen. "Beide Parteien haben sich aus unterschiedlicher Perspektive gegen den Status quo der Großen Koalition gewandt", sagt Lindner. Es dürfe kein "Weiter so" geben, es sei Zeit für einen neuen Aufbruch. FDP-Vize-Fraktionschef Stephan Thomae verweist darauf, dass es seit längerem einen Gesprächskreis zwischen FDP- und Grünen-Politikern gebe, bei dem auch überraschende Gemeinsamkeiten herausgearbeitet worden sein - etwa in der Klimaschutzpolitik. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, linksliberales Urgestein der FDP, erklärt, dass FDP und Grüne in den vergangenen vier Jahren in der Opposition im Bundestag oftmals gut zusammengearbeitet hätten. Und FDP-Rechtsexperte Konstantin Kuhle betont, dass FDP und Grüne zusammen stärker sind als die SPD und die Union jeweils für sich genommen.

Als Lindner in der Berliner Runde an die Adresse von Baerbock sagt, dass vielleicht erstmal FDP und Grüne miteinander sprechen sollten, um "alles Weitere zu strukturieren", weist die Parteichefin der Grünen das nicht gleich zurück. Klar ist: Wenn sich FDP und Grüne verständigen würden, könnten sie praktisch den Kanzler bestimmen.


Mal sehen, was am Ende bei rauskommt.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ich sag mal so: Grüne Standpunkte lassen sich eher unter Scholz als unter Laschet durchsetzen. Liberale Standpunkte eigentlich auch, wobei die Frage ist, was die Partei unter Lindner heutzutage unter liberalen Standpunkten versteht, und ob das das ist, was ich unter liberal verstehe.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Finde ich ja positiv zu bewerten, wenn sich Grüne und FDP mal miteinander unterhalten.

Wie im Zitat zu lesen ist, unterhalten die sich schon ganz lange und regelmäßig miteinander. Jetzt wird interessant sein, zu erfahren, was dabei rauskommt. Das werden wir ja nun erfahren, wenn die zusammen das Regieren anfangen. Ich würde mal sagen: Was die grundsätzlichen wirtschaftlichen Themen angeht, lagen Grüne und fdp noch nie weit auseinender. Oder sogar gar nicht?
 

fabsi1977

Theoretiker
Uns gerade lese ich, dass der Herr Maaßen kein Direktmandat bekommt. Verloren hat er gegen keinen geringeren als den ehemaligen Bundestrainer Biathlonherren Frank Ullrich.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Uns gerade lese ich, dass der Herr Maaßen kein Direktmandat bekommt. Verloren hat er gegen keinen geringeren als den ehemaligen Bundestrainer Biathlonherren Frank Ullrich.
Auch ein paar andere Direktmandate und ihre Gewinner sind mit ihren erzielten Ergebnissen interessant.
Zum Beispiel die Herren Lauterbach (>45%!), Maas vs. Altmaier, Özdemir(auch über 40%), Scheuer, Klöckner. Oder der Wahlkreis, in dem Angela Merkel seit 1990 immer gewann. Der ist jetzt rot. Auch der Amthor hat seinen verloren.
Özdemir und Habeck sind übrigens die beiden ersten grünen Wahlkreisgewinner in ihren Bundesländern.
 
Zuletzt bearbeitet:

HoratioTroche

Zuwanderer
Bei Scholz und Baerbock fällt noch auf: Scholz bekam mehr Erststimmen, als seine Partei Zweitstimmen. Bei Baerbock ist es umgekehrt.

Ganz offensichtlich war es den Wählern also in beiden Fällen wichtiger, die Personen zu wählen oder eben nicht zu wählen, als die Partei. Was mich persönlich gerade bei diesen beiden Personen doch ein bisschen wundert.
 

Schröder

Problembär
Das sieht zum Beispiel der Lindner und viele Grüne ganz anders:


Auffällig ist, wie stark die FDP nun die Gemeinsamkeiten mit den Grünen betonen. "Beide Parteien haben sich aus unterschiedlicher Perspektive gegen den Status quo der Großen Koalition gewandt", sagt Lindner. Es dürfe kein "Weiter so" geben, es sei Zeit für einen neuen Aufbruch. FDP-Vize-Fraktionschef Stephan Thomae verweist darauf, dass es seit längerem einen Gesprächskreis zwischen FDP- und Grünen-Politikern gebe, bei dem auch überraschende Gemeinsamkeiten herausgearbeitet worden sein - etwa in der Klimaschutzpolitik. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, linksliberales Urgestein der FDP, erklärt, dass FDP und Grüne in den vergangenen vier Jahren in der Opposition im Bundestag oftmals gut zusammengearbeitet hätten. Und FDP-Rechtsexperte Konstantin Kuhle betont, dass FDP und Grüne zusammen stärker sind als die SPD und die Union jeweils für sich genommen.

Als Lindner in der Berliner Runde an die Adresse von Baerbock sagt, dass vielleicht erstmal FDP und Grüne miteinander sprechen sollten, um "alles Weitere zu strukturieren", weist die Parteichefin der Grünen das nicht gleich zurück. Klar ist: Wenn sich FDP und Grüne verständigen würden, könnten sie praktisch den Kanzler bestimmen.


Mal sehen, was am Ende bei rauskommt.
FDP und Grüne haben Gemeinsamkeiten in der Klimapolitik? Seit wann das denn? Die FDP will gar keine rechtlichen Regelungen und alles dem Markt überlassen (hat ja bisher so gut funktioniert) während die Grünen die ökologische Notbremse ziehen wollen.

Vielleicht finden sie einen Weg, das unter einen Hut zu bringen. Bei der Ausgangslage würde mich das von den Gegensätzen her aber eher an den Hitler-Stalin-Pakt erinnern.
 

André

Admin
Laschet:

„Keine Partei kann aus diesem Ergebnis einen klaren Regierungsauftrag ableiten“
„Auch Wir nicht"
„Die Wählerinnen und Wähler, die CDU und CSU gewählt haben, wollen, dass wir auch Verantwortung übernehmen und regieren.“


Soll das jetzt Comedy sein?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Wieso, der zweite Satz bezieht sich auf Union-Wähler, und die wollen vermutlich schon, dass die Union regiert und das am besten als Führungspartei.
Aber es haben eben noch andere mitgewählt. Deshalb kann die Union aber vielleicht mitregieren. Je nach dem, was die anderen wollen.

Aber wie ich das sehe, kann niemand alleine bestimmen wo es lang geht.
 

uwin65

Tippspiel Europapokalsieger 2014
Laschet:

„Keine Partei kann aus diesem Ergebnis einen klaren Regierungsauftrag ableiten“
„Auch Wir nicht"
„Die Wählerinnen und Wähler, die CDU und CSU gewählt haben, wollen, dass wir auch Verantwortung übernehmen und regieren.“


Soll das jetzt Comedy sein?
Ist bei Laschet nicht alles Comedy? Viel peinlicher geht das alles gar nicht mehr. Wenn die Grünen sich jetzt wirklich für Jamaika entscheiden und Laschet zum Kanzler machen, schaufeln sie ihr eigenes Grab. Die CDU ist der große Verlierer bei der Wahl. Und das ist eng mit dem Namen Laschet verbunden. Anstatt das der erkennt, was die Wähler ihm für eine Schmach zugefügt haben, will er jetzt sogar regieren. Und wenn die Grünen ihm das ermöglichen fällt ihnen das auf die Füße. Zumal das so ziemlich gegen alles sprechen würde was die Grüne Basis will.
Hätte die CDU Anstand und etwas aus dem Ergebnis gelernt, hätten sie ihre Niederlage anerkannt und die Ampel mal in Ruhe verhandeln lassen. Es muss sich vieles ändern in dieser Partei, da wäre die Opposition vielleicht gar nicht so schlecht um dies in Ruhe anzugehen.
 

Detti04

The Count
[...]
Özdemir und Habeck sind übrigens die beiden ersten grünen Wahlkreisgewinner in ihren Bundesländern.
Das wundert mich jetzt aber, dass die Gruenen noch nie ein Direktmandat in B-W gewonnen hatten. Jetzt gewannen sie aber gleich mehrere Direktmandate in B-W und insgesamt 16(!) deutschlandweit:


Leider gilt dasselbe auch fuer die AfD.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Das soll echt einer verstehen, dass jeder 5. junge Waehler die FDP waehlt. Was verprechen sich die jungen Waehler denn von der FDP? Oder anders: Welche FDP-Themen kommen so gut bei den jungen Waehlern an?
Offenbar Digitalisierung, Auswirkungen von Corona auf junge Menschen und die Tatsache, dass der Lindner sich in sozialen Medien besser präsentiert als Scholz und Laschet.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Achja, und einer der wenigen Unionisten die ich ziemlich schätze und der vor Jahren schon abgeschoben wurde, hat ebenfalls ein sehr respektables Ergebnis erzielt: Norbert Röttgen.
 

Schröder

Problembär
Das sieht zum Beispiel der Lindner und viele Grüne ganz anders:


Auffällig ist, wie stark die FDP nun die Gemeinsamkeiten mit den Grünen betonen. "Beide Parteien haben sich aus unterschiedlicher Perspektive gegen den Status quo der Großen Koalition gewandt", sagt Lindner. Es dürfe kein "Weiter so" geben, es sei Zeit für einen neuen Aufbruch. FDP-Vize-Fraktionschef Stephan Thomae verweist darauf, dass es seit längerem einen Gesprächskreis zwischen FDP- und Grünen-Politikern gebe, bei dem auch überraschende Gemeinsamkeiten herausgearbeitet worden sein - etwa in der Klimaschutzpolitik. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, linksliberales Urgestein der FDP, erklärt, dass FDP und Grüne in den vergangenen vier Jahren in der Opposition im Bundestag oftmals gut zusammengearbeitet hätten. Und FDP-Rechtsexperte Konstantin Kuhle betont, dass FDP und Grüne zusammen stärker sind als die SPD und die Union jeweils für sich genommen.

Als Lindner in der Berliner Runde an die Adresse von Baerbock sagt, dass vielleicht erstmal FDP und Grüne miteinander sprechen sollten, um "alles Weitere zu strukturieren", weist die Parteichefin der Grünen das nicht gleich zurück. Klar ist: Wenn sich FDP und Grüne verständigen würden, könnten sie praktisch den Kanzler bestimmen.


Mal sehen, was am Ende bei rauskommt.
Baerbock wäre auch schön blöd, dass gleich zurück zu weisen. Warum sollte sie ohne Not 'ne Tür zu schlagen? Wahlkampf ist vorbei, jetzt versucht jeder, das Beste aus dem Ergebnis zu machen.
 
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