Boxingday in der Bundesliga?

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Eberl, Allofs und Heldt unterhalten sich in einem Interview mit der Welt über die Bundesliga.

Allofs: ... Natürlich ist es vom sportlichem Aspekt her wichtig, dass wir eine Winterpause haben und die Spieler regenerieren. Aber ist es gut, dass wir in dieser Zeit anderen Ligen oder Sportarten das Feld überlassen? Darüber sollten wir mal nachdenken.

Heldt: Ich fände es spannend, mal am 26. Dezember zu spielen.

Welt am Sonntag: Ein Boxing Day in Deutschland?

Heldt: Ich glaube nicht, dass es einen großen Aufschrei geben würde. Hättest du (er spricht Max Eberl an) etwas dagegen, am 26.12. zu spielen?

Eberl: Warum nicht. Mir ist nur wichtig, dass wir nicht alles wie eine Zitrone auspressen. Wir müssen schauen, dass wir konkurrenzfähig bleiben, klar. Und das erfordert die Bereitschaft, offen zu sein. Beispielsweise für einen zusätzlichen Tag, an dem gespielt wird.

"RB Leipzig wird die Bundesliga aufmischen"

Gute Idee. Am 2. Weihnachtstag ist es sonst ja auch zu langweilig.
 
Wenn die Bundesliga mehr Geld möchte muss sie eben auch mal andere Wege gehen, oder man findet sich eben ab damit das man von den Engländern auf dem Transfermarkt herumgeschupst wird.
 

U w e

Moderator
Und damit wir auch noch die andere Seite der Weltkugel erobern schlage ich vor Spiele der Bundesliga Nachts um 2 oder 3 Uhr anzupfeiffen.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Damit die Vereine dann den Spielern, die jetzt 5 Mios kriegen, 10 Mios geben müssen. Welch ein Fortschritt!
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Ich bin der Meinung, dass die Winterpause schon ihre Daseinberechtigunng hat.

Aber eben dann, wenn es Winter ist, und das ist selten in der Weihnachtszeit der Fall...
 

André

Admin
Wenn die da überall spielen, wird die Sommerpause ja noch länger. Die sollten vorher erstmal die Liga auf 20 Teams aufstocken, bevor man sich über sowas unterhält.
 

Detti04

The Count
In Deutschland gab es sogar schon mal ein Pflichtspiel am 2. Weihnachtstag:

"[...] Denn einmal hat es in Deutschland ein Weihnachtsspiel gegeben, am 26. Dezember 1977. Sechs Tage zuvor hatten sich im Pokalviertelfinale Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf nach Verlängerung 1:1 getrennt. Da ein Elfmeterschießen im ersten Spiel erst sieben Jahre später eingeführt wurde, gab es eine Wiederholung. Und weil keine Termine mehr frei waren, fiel sie auf Weihnachten. Die Fortuna hatte im alten Rheinstadion, das 68.000 Zuschauer fasste, mit höchstens 30.000 gerechnet. Mit der Bevorratung von 50.000 Tickets sah man sich im sicheren Bereich, doch dann setzte bei bestem Winterwetter eine unvorhergesehene Stampede ein, und die Eintrittskarten sollten nicht reichen, weil sie nicht alle an den Kassenhäuschen lagen.
[...]
Die Geschäftsführerin wurde auf einem Polizeimotorrad zum Büro im zehn Kilometer entfernten Flinger Broich gefahren. Dort lag noch ein fünfstelliger Reservesatz an Karten. Wechselgeld musste sie ebenfalls besorgen, das hatte nämlich nicht gereicht. Besonders viele Zuschauer hatten mit großen Scheinen zahlen wollen – Weihnachtsgeschenke vermutlich. Die Fans begannen derweil, das Stadion zu stürmen. Die Zeitungen berichteten hinterher von »niedergewalzten Ordnern« und »demolierten Kassenhäuschen«. Mindestens 10.000 Fans kamen umsonst herein, viele Hundert erst zur Halbzeitpause. [...]"


Ein Plädoyer für den Boxing Day: Fußball statt Braten

Es geht im Artikel noch spannend weiter:

"[...] Vor Gründung der Bundesliga 1963, so erinnert sich Noack, sei der zweite Weihnachtstag ein beliebter Termin für große Freundschaftsspiele gewesen, »und meist sehr gut besucht«. Als Spielleiter beim DFB hatte Noack daher immer mal wieder über einen regulären Termin am 26.12. nachgedacht, aber mit jedem Jahr sei der Terminplan enger geworden. »Und was glauben Sie, was das für Kämpfe um die Heimspiele für diesen Tag gegeben hätte.« [...]"


Scheint so, als wuerde der Termin auch in Deutschland gut funktionieren. Wieso auch nicht, denn in Deutschland ist man am 2. Weihnachtstag vermutlich genauso gelangweilt wie in England, und der maennliche Teil der Familie wuerde sicher gerne ein bisschen Fussball schauen, statt weiter zuhause rumzuhaengen.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Ich bin der Meinung, dass die Winterpause schon ihre Daseinberechtigunng hat.

Aber eben dann, wenn es Winter ist, und das ist selten in der Weihnachtszeit der Fall...

Sacht Allofs ja auch:

Natürlich ist es vom sportlichem Aspekt her wichtig, dass wir eine Winterpause haben und die Spieler regenerieren.

Man könnte bis 26.12. spielen und dann bis Mitte Februar pausieren.
 
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