Bierhoff tritt zurück - Tante Käthe soll es richten!

André

Admin

Ein erster Schritt für einen echten Neuanfang? Oder wird seine Rolle überbewertet?

Ich persönlich verbinde mit ihm vor allem den Kunstbegriff "Die Mannschaft" und viel Nüchternheit, und Marketingsprech. Probs gehen raus ab die Stakeholder. 😉
 

U w e

Moderator
Hi noch ein zweiter Link dazu.

 

Rupert

Friends call me Loretta
Schade, dass er nun nicht mal in den nächsten Tagen mal reflektieren muss, was schief ging und das dann auch bewertet wird; so geht er halt; einfacher Weg.
 

Detti04

The Count
Ich finde, dass Bierhoff insgesamt zu negativ gesehen wird. Durch ihn und seine Funktion ist doch vieles um die Nationalmannschaft herum und im gesamten DFB besser und professioneller geworden. Nur zur Erinnerung: Als Bierhoff kam, da hiess der DFB-Praesident noch Mayer-Vorfelder. Leute wie Mayer-Vorfelder und Nationaltrainer wie Ribbeck (dessen Zeit war natuerlich noch ein paar Jahre vor Bierhoff) wirken auch Dank Bierhoff und seiner Arbeit heute wie graue, unprofessionelle Vorzeit.
 

Hendryk

Forum-Freund
Durch ihn und seine Funktion ist doch vieles um die Nationalmannschaft herum und im gesamten DFB besser und professioneller geworden. Nur zur Erinnerung: Als Bierhoff kam, da hiess der DFB-Praesident noch Mayer-Vorfelder.
In der Zeit von Bierhoff kam auch der DFB-Präsident Reinhard Grindel. Ein Präsident, der Joachim Löw vor der WM18 eine Vertragsverlängerung und eine Gehaltserhöhung gab. Was sich als Fehler erwies.
Ja, sehr professionell. :)
Liste mal auf, was durch Bierhoff professioneller geworden ist. Ich bin und lese in einigen Foren. So richtig weiß dort keiner, was Bierhoff eigentlich gemacht hat. Er hat die deutsche Nationalmannschaft zu "Die Mannschaft" gemacht und das später wieder korrigiert.
Spiele der Nationalmannschaft wurden zu Premiumspielen erklärt. Um dafür Tickets zu bekommen, musste die Fans Premiummitglieder werden. Auch sehr professionell und vor allem sehr fanfreundlich. :)
Bekannt geworden ist er vor allem für das Buchen der Hotels und Trainingsplätze der Nationalmannschaft. Etwas wenig, oder?
Er hat auch eine gleiche Ausbildung der Spieler von den Profiligen bis zu den reinen Amateurvereinen eingeführt. Das klingt erstmal gut, hat aber dazu geführt, dass wir kaum noch gelernte Mittelstürmer haben.
 

Detti04

The Count
Denk einfach mal daran zurueck, wie der DFB und die NM Ende der der Neunziger und Anfang der 2000er aussahen. DFB-Praesident war Meyer-Dornfelder, als Trainerkatastrophen wurden nacheinander Ribbeck plus Stielike und anschliessend Voeller verpflichtet; irgendwann war angeblich auch mal Paul Breitner fuer ein paar Stunden lang Bundestrainer. Bei EM- und WM-Endrunden hatte man seit 1996 kein einziges Spiel mehr gegen europaeiesche Gegner gewonnen, nicht mal gegen Lettland. In Qualispielen gab es selbst gegen kleinste Zwerge nur knappe Siege (Faeroeer) oder gar nur Unentschieden (Island), anderseits aber auch eine schmissige 1:5-Heimniederlage gegen England. Damals war in und um die Mannschaft herum alles so ziemlich im Arsch.

Das wurde nur besser, als Klinsmann und Bierhoff (und Loew) kamen und mit dem ganzen althergebrachten "Das haben wir immer schon so gemacht"-Sumpf beim DFB kraeftig aufraeumten.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Man könnte sich ja in einigen Foren oder sonstwo über die DFB-Akademie informieren. So etwas zu planen und umzusetzen ist nicht "etwas wenig".
Am besten geht das auf der Internetseite der Akademie selber oder durch Lesen des wiki-Artikels. zu dieser Akademie.
Der Fanclub Nationalmannschaft ist übrigens nicht auf Bierhoffs Mist gewachsen, den gab es schon vor ihm.

Man kann Bierhoff viel vorwerfen und er hat in meinen Augen auch seit Beginn seiner Laufbahn beim DFB in sehr vielen Punkten unglücklich agiert. Kernproblem war dabei meistens seine sehr eigene Idee von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowohl was ihn selber angeht, als auch bezüglich der Aussendarstellung des DFB und der Nationalmannschaft.

Die Akademie ist also DAS Erbe Bierhoffs und sie wird zeigen müssen, was sie leistet. Das wird aber eher im Hintergrund ablaufen, jedenfalls für die Leser der allermeisten Foren.

Generell hat Detti Recht, das Wohl und Wehe der Nationalmannschaft, zum Beispiel in Sachen Trainerposten, darf nicht von der Weinlaune eines Grüssaugustpräsidenten abhängen.
Das Problem, jedenfalls für mich, ist: Damit wurde die Nationalmannschaft deutlich gefühlloser und technokratischer. Selbst so was wie die Suche einer Unterkunft wurde wie ein Projekt geführt, wahrscheinlich ist auch der Abstand der Betten in den Doppelzimmern irgendwo vorgegeben. Gefühle sind aber für die Beziehung von Fans zu einer Mannschaft ganz wesentlich. Und so wenig, wie das Gefühl von der Führung kommt, so wenig kommt es derzeit von der Mannschaft oder auch nur von einzelnen Spielern. Das ist in meinem Fall natürlich auch eine Altersfrage, wenn ich so überlege, lässt mich seit meinem 30. Lebensjahr die Nati doch eher kalt. Zuletzt wohl 2002, weil mir damals imponierte, wie sie sich dagegen stemmte, nicht mehr als eine Truppe Rumpelfüssler zu sein die bei der WM mal gar nix zu suchen hätten. Das führe ich darauf zurück, dass ich mich schwer damit tue, Spielern zuzujubeln und bei ihren Spielen mitzufiebern, die a) durchweg jünger sind und die b) nicht für meinen Verein spielen. Zu denen habe ich einfach keine emotionale Bindung. Die Nationalmannschaftshelden meiner Jugend waren wohl vor allem eines: Älter als ich.
 
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Chris1983

Guest
Denk einfach mal daran zurueck, wie der DFB und die NM Ende der der Neunziger und Anfang der 2000er aussahen. DFB-Praesident war Meyer-Dornfelder, als Trainerkatastrophen wurden nacheinander Ribbeck plus Stielike und anschliessend Voeller verpflichtet; irgendwann war angeblich auch mal Paul Breitner fuer ein paar Stunden lang Bundestrainer. Bei EM- und WM-Endrunden hatte man seit 1996 kein einziges Spiel mehr gegen europaeiesche Gegner gewonnen, nicht mal gegen Lettland. In Qualispielen gab es selbst gegen kleinste Zwerge nur knappe Siege (Faeroeer) oder gar nur Unentschieden (Island), anderseits aber auch eine schmissige 1:5-Heimniederlage gegen England. Damals war in und um die Mannschaft herum alles so ziemlich im Arsch.

Das wurde nur besser, als Klinsmann und Bierhoff (und Loew) kamen und mit dem ganzen althergebrachten "Das haben wir immer schon so gemacht"-Sumpf beim DFB kraeftig aufraeumten.
100% bei dir. Aus dem Stehgreif ohne aber natürlich alles von hinter den Kulissen zu wissen, sind wir jetzt aber auch in so einem "Sumpf" angekommen. Die unnötige Nibellungentreue zu Löw, "die Mannschaft"...das sind für mich auf die Schnelle zwei Punkte, die aber sicher nicht Bierhoffs komplette Tätigkeit abdecken.

Sicher waren das Aufräumen ab 2004 bitter notwendigt. Aber, dass sich gewisse Dinge nach 18 Jahren so wie bei Bierhoff auch einschleichen können, liegt mMn auf der Hand.
 

Hendryk

Forum-Freund
Denk einfach mal daran zurueck, wie der DFB und die NM Ende der der Neunziger und Anfang der 2000er aussahen. DFB-Praesident war Meyer-Dornfelder, als Trainerkatastrophen wurden nacheinander Ribbeck plus Stielike und anschliessend Voeller verpflichtet;
Völler wurde genommen, weil er bei den Fans bliebt war. Es war so gesehen keine sportliche Lösung.
Das wurde nur besser, als Klinsmann und Bierhoff (und Loew) kamen und mit dem ganzen althergebrachten "Das haben wir immer schon so gemacht"-Sumpf beim DFB kraeftig aufraeumten.
Okay, dadurch gab es Veränderungen. Ob es alles Verbesserungen waren...
Es ging jedenfalls in Richtung des "modernen" Fußballs. Klinsmann brachte aus den USA Ideen mit, die mussten hier aber erst noch reifen.
Sicher waren das Aufräumen ab 2004 bitter notwendigt. Aber, dass sich gewisse Dinge nach 18 Jahren so wie bei Bierhoff auch einschleichen können, liegt mMn auf der Hand.
Daher ist der Wechsel jetzt auch eine gute Chance.
 

Hendryk

Forum-Freund
Der Fanclub Nationalmannschaft ist übrigens nicht auf Bierhoffs Mist gewachsen, den gab es schon vor ihm.
Stimmt! Ich habe es aber so in Erinnerung und auch so gemeint, dass man auf einmal Mitglied dieses Fanclub Nationalmannschaft sein musste, um überhaupt Eintrittskarten zu bekommen. Vorher war da keine Mitgliedschaft für nötig.
Kritisiert wurde seinerzeit auch, dass Coca Cola mit Werbung beim Fanclub dabei war. Sport ist gesund, Coca Cola ist ... beliebt.
Die DFB-Akademie: Danke, dass du sie erwähnst!
Sie wird sicher weiter eine Rolle spielen. Dann habe ich die Verbindung zu Oliver Bierhoff.
 

Detti04

The Count
100% bei dir. Aus dem Stehgreif ohne aber natürlich alles von hinter den Kulissen zu wissen, sind wir jetzt aber auch in so einem "Sumpf" angekommen. Die unnötige Nibellungentreue zu Löw, "die Mannschaft"...das sind für mich auf die Schnelle zwei Punkte, die aber sicher nicht Bierhoffs komplette Tätigkeit abdecken.

Sicher waren das Aufräumen ab 2004 bitter notwendigt. Aber, dass sich gewisse Dinge nach 18 Jahren so wie bei Bierhoff auch einschleichen können, liegt mMn auf der Hand.
Da gibt es von mir keinen Widerspruch.
 

André

Admin
Hört jetzt auch Hansi Flick auf?

„Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann. Für mich persönlich war Oliver innerhalb des Teams mein erster Ansprechpartner und Freund. Wir hatten als gemeinsames Ziel das Projekt EM 2024 in Deutschland.“

 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Je nachdem wer auf Bierhoff folgt - die Gerüchteküche hat mal Sammer aufgerufen - wird dann wohl Flick bleiben oder gehen (müssen). Wenn er von sich aus wollte, wäre es ja wohl gleich mit Bierhoff gegangen.
 
Bierhoff geht und nun ist Bobic im Gespräch (gut Hertha, schlecht für die NM)
"Hansi" bleibt angeblich (nach all den Böcken in Aufstellung, Auswechselungen und Taktik peinlich)
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Sammer steht nur als Berater zur Verfügung.
Bei Flick wäre ich mir da nicht so sicher, der ist schon dreimal frühzeitig gegangen


Sammer schlug seinerseits Matthäus als geeigneten Kandidaten vor. Der sieht eine feste Aufgabe im Verband aber skeptisch. Er sei "zu weit weg vom DFB" und habe aufgrund anderer Verpflichtungen "auch gar keine Zeit", sagte der 61-Jährige.


:D

Über Bertaer brauch man zu diesem Zeitpunkt wohl nicht sprechen und ob Flick Bock auf einen Berater hat? Oder wen will Sammer beraten?


Bierhoff geht und nun ist Bobic im Gespräch (gut Hertha, schlecht für die NM)

:D

Bobic? Wie kommt man denn auch den? Aber warum nicht... :weißnich:
 
C

Chris1983

Guest
Hört jetzt auch Hansi Flick auf?

„Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann. Für mich persönlich war Oliver innerhalb des Teams mein erster Ansprechpartner und Freund. Wir hatten als gemeinsames Ziel das Projekt EM 2024 in Deutschland.“

Tuchel bitte.
 
C

Chris1983

Guest
Da sich Fatzke, sorry, Watzke in die Führung drängt, dürfte das ausgeschlossen sein. Beide können sich absolut nicht ausstehen.
Schon richtig geschrieben. :D

Nu ja, es geht ja um das Interesse der Nationalmannschaft. Sollte Flick gehen (müssen), muss der bestmögliche verfügbareTrainer geholt werden. Das kann für mich nur Tuchel sein. Wenn der denn überhaupt will.
 

Detti04

The Count
In Sachen Trainer bin ich ganz klar fuer Klopp. Die Mannschaft und das Drumherum brauchen Euphorie, denn bis zur Heim-EM ist es ja nicht mehr lange. Das waere auch die ideale Gelegenheit fuer Klopp, sich aus Liverpool zu verabschieden, bevor ihn da noch jemand feuert.
 

Freshi

F1 Doppelweltmeister
Moderator
In Sachen Trainer bin ich ganz klar fuer Klopp. Die Mannschaft und das Drumherum brauchen Euphorie, denn bis zur Heim-EM ist es ja nicht mehr lange. Das waere auch die ideale Gelegenheit fuer Klopp, sich aus Liverpool zu verabschieden, bevor ihn da noch jemand feuert.
die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht mal so klein
 

powerhead

Pfälzer
Schon richtig geschrieben. :D

Nu ja, es geht ja um das Interesse der Nationalmannschaft. Sollte Flick gehen (müssen), muss der bestmögliche verfügbareTrainer geholt werden. Das kann für mich nur Tuchel sein. Wenn der denn überhaupt will.
Klar wäre Tuchel der beste Mann, aber die Befindlichkeiten und Eitelkeiten der/des Entscheidungsträgers sprechen für nicht dafür.
 

powerhead

Pfälzer
In Sachen Trainer bin ich ganz klar fuer Klopp. Die Mannschaft und das Drumherum brauchen Euphorie, denn bis zur Heim-EM ist es ja nicht mehr lange. Das waere auch die ideale Gelegenheit fuer Klopp, sich aus Liverpool zu verabschieden, bevor ihn da noch jemand feuert.
Ich bin fest davon überzeugt dass Klopp sich das nicht antun wird. Davon abgesehen, der DFB kann ohn gar nicht bezahlen, bei Liverpool bekommt er 18 Millionen Euro pro Saison.
 
C

Chris1983

Guest
In Sachen Trainer bin ich ganz klar fuer Klopp. Die Mannschaft und das Drumherum brauchen Euphorie, denn bis zur Heim-EM ist es ja nicht mehr lange. Das waere auch die ideale Gelegenheit fuer Klopp, sich aus Liverpool zu verabschieden, bevor ihn da noch jemand feuert.
Deswegen schrieb ich ja verfügbar. Sonst bin ich auch bei dir. Aber er wird dann frühestens zum Sommer übernehmen. Und ob er das wirklich ohne Pause nach den intensiven Jahren bei Liverpool mit nur einem Jahr Vorlaufzeit machen will? Hm.
 
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