BENQ wird EM-Sponsor

Faulix001

Dschungel-Tasmania
Die deutsche Handy-Tochter ließ der taiwanische Konzern BenQ in die Pleite schlittern. Nun versuchen die Taiwaner, den Ruf der Marke wieder aufzupäppeln - und treten als einer der Hauptsponsoren der Fußball-EM auf. Deutsche Ex-BenQ-Mitarbeiter sind empört.

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Der BenQ-Konzern hatte die Mobilfunksparte des deutschen Konzerns Siemens im Jahr 2005 übernommen und nur ein Jahr später seine Zahlungen an die deutsche Tochter eingestellt. BenQ Mobile musste daraufhin Insolvenz anmelden und innerhalb kurzer Zeit 3000 Arbeitsplätze abbauen. Die Kritik war heftig - BenQ hätte nur die Technologie abgreifen wollen und von Anfang an eine Insolvenz geplant. Siemens habe seine Handy-Sparte ihrem Schicksal überlassen und BenQ als Totengräber eingesetzt.

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Schockiert von den BenQ-Plänen für die "Euro 2008" zeigt sich Michael Leucker, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von BenQ Mobile: "Das ist ein Schlag ins Gesicht für die ehemalige Belegschaft", so Leucker gegenüber manager-magazin.de. "Auch wenn der europäische Markt für BenQ wichtig ist, dieses Verhalten ist ein klarer Stilbruch und in meinen Augen menschenverachtend".

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BenQ: Kein Geld für deutsches Werk - Millionen für die Fußball-EM - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten



:finger: :finger: :finger:
 

Peter Herter

Erfahrener Benutzer
Die machen Menschen Arbeitslos und hauen anschliessend Millionen für Werbezwecke bei der EM raus,aber in unserem Rechtsstaat ist ja alles möglich,einScandal,werde diese Marke jedenfalls meiden:motz: :finger: :finger: :finger: :finger: :finger: :finger: :finger:
 

tobolf

Chelsea[aner]
also des sind escht penner. von mir sehn die keinen cent mehr:finger: :finger: :finger: :finger:
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ganz außer Auge würde ich mal nicht lassen, daß es sich bei der EM um 15 Mio Euro handelt bei Ex-Siemens-Mobile hingegen um weit über 800 Mio Euro Schulden. Außerdem ja nicht BenQ die Handy-Sparte ins finanzielle Desaster führte, denn das hat Siemens exzellent die ganzen Jahre zuvor selbst gemacht.
 
Die Sicht ist IMHO etwas einseitig. Siemens hat schon öfter Tochterunternehmen, die nicht gut liefen, rechtzeitig ausgegliedert. Es wird spekuliert, dass diese Schritte deswegen gemacht wurden, um bei drohender Insolvenz den bald zu entlassenden Mitarbeitern keinerlei Abfindung etc. zahlen zu müssen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Die Sicht ist IMHO etwas einseitig. Siemens hat schon öfter Tochterunternehmen, die nicht gut liefen, rechtzeitig ausgegliedert. Es wird spekuliert, dass diese Schritte deswegen gemacht wurden, um bei drohender Insolvenz den bald zu entlassenden Mitarbeitern keinerlei Abfindung etc. zahlen zu müssen.

Ich erkenne ja hier immer nicht auf welchen Beitrag sich die Antworten beziehen :gruebel:
Ja, die Siemensianer waren in den letzten Jahren besonders stark, was das Ausgliedern und Verkaufen ganzer Unternehmensteile betrifft (Infineon, Epcos, Fujitsu Siemens, etc.). Ob sich nun Siemens vor Abfindungszahlungen drücken wollte, weiß ich nicht - Tatsache ist aber, daß die Konzernleitung über Jahre hinweg zuschaute, wie sich Siemens Mobile immer tiefer in die roten Zahlen ritt und nie auf Warnungen aus dem betroffenen Unternehmensbereich reagierte, daß man grundsätzlich etwas ändern müsse oder das Handy-Geschäft eben rechtzeitig (als es noch halbwegs profitabel war) veräußern.
 
Ich erkenne ja hier immer nicht auf welchen Beitrag sich die Antworten beziehen :gruebel:

Das sollte eigentlich aus dem Kontext klar zu erkennen sein:
Auf das Ausgangsposting und die ersten Antworten, denn nur dort wurde das gasnze so dargestellt, als sei nur BenQ der Böse, was man aber nur relativiert sehen kann.
Deins war genau genommen das erste Posting, auf das sich mein Beitrag nicht bezog, denn es stand ja mit dem von mir gesagten nicht im Widerspruch, sondern ging mit meinem Inhalt ja eher noch konform.
 

Itchy

Vertrauter
Mich wundert, daß sich das Volk im Telekom-Zeitalter überhaupt noch über sowas aufregt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Mich wundert, daß sich das Volk im Telekom-Zeitalter überhaupt noch über sowas aufregt.

Tu mal unserem ex-staatlichen Beinahe-Monopolisten nicht so unrecht.
Außer mäßig erfolgreichen Surfen auf der New-Economy-Welle und ein paar Milliarden zuviel für die Ersteigerung an Lizenzen für eine Übertragungs-Technik, die bisher nur in Nischen Anwendung findet, haben die jetzt nicht sooooo viel falsch gemacht.
 

Itchy

Vertrauter
Mal davon abgesehen, daß sich das Dreieck Werbung - Sponsoring - Arbeitsplätze abbauen/ausgliedern wunderbar die Waage hält.
 
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