Bayern ewiger Titelsammler!

U w e

Moderator
30 x Meister und 20 x Pokalsieger sprechen eine deutliche Sprache dafür wer in Deutschland seine sportliche Stärke seit etlichen Jahren demonstriert. Nun wird mal wieder der Verteilungsschlüssel der TV Gelder in Frage gestellt (u.a. im aktuellen Sportstudio gestern). Da wird mit aller Ernsthaftigkeit gefragt ob Bayern nicht bereit wäre die Gelder nach unten zu verteilen, alleine schon deshalb um einen spannederen Wettkampf in der Liga zu ermöglichen.
Hallo geht´s noch, diese Gelder hat sich Bayern München durch sportliche Erfolge erspielt. Warum sollten sie darauf verzichten? Wer oben steht weckt halt das Interesse der Sponsoren mehr als Teams vom Mittelmass nach unten. Und der weckt auch das Interesse der Fernsehanstalten. Diese Fernsehanstalten die diese Dominanz der Bayern auf der eine Seite kritisch hinterfragen, anderseits aber jedes noch so, dem Ergebnis nach, uninteressante Poklaspiel der Bayern live im frei empfangbaren TV übertragen.
Wenn die anderen sogenannten Spitzenclubs es nicht auf die Reihe bekommen sich kontinuierlich an die Bayern heran zu arbeiten, wird man halt die nächsten Jahre weiterhin diese Dominanz der Bayern aktzeptieren müssen.
Kritisch kann man eigentlich nur eins sehen, was aber auch nicht an den Bayern selber liegt.
Die Auslegungssache der Regeln (die für 17 Vereine der Bundesliga gelten), sollten die Verantwortlichen auf 18 Vereine ausdehnen. Aber auch diesen Vorteil haben sich die Bayern über Jahre verdient.
Aussicht auf eine spannenden Kampf um die Meisterschaft in der Bundesliga besteht nur in sehr geringen Maße.
 
@ Uwe

Stimme Dir voll und ganz zu;
beim "gelegentlichen Schwächeln" sind die "Verfolger" wie B V B oder auch RB / BMG / B04 eben nicht da und spielen ihren erzielten Vorsprung bis zum Ende leider NICHT durch
 
Hi,
Ich finde man darf aber nicht vergessen, dass die Bayern in den letzten Jahren gerne die Top Spieler der Konkurrenten eingekauft hat. So wird der Wettbewerb natürlich unfair gestaltet. Dementsprechend ist es auch verständlich, dass die anderen Vereine schwächeln. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Saison.
LG
 

U w e

Moderator
Das war mal so zwischen 1975 und 2000, danach haben sich die Bayern umorientiert und sich international umgesehen. Man kann da als letzten höchstens noch Lewandowski zur Saison 2014/15 nennen.
Sonst hat man in den letzten 20 Jahren keinem Konkurrenten mehr die besten Spieler weggekauft.

Ich bin auch auf die kommende Saison gespannt, allerdings nur ab Platz 2.
 
Man kann das ganze aber auch anders sehen.Der FCB hat aus meiner Sicht Spieler geholt damit der Verein von dem er kam liquide blieb.Erfolgreich waren die wenigsten von ihnen.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Da wird mit aller Ernsthaftigkeit gefragt ob Bayern nicht bereit wäre die Gelder nach unten zu verteilen, alleine schon deshalb um einen spannederen Wettkampf in der Liga zu ermöglichen.

Klar wird danach gefragt. Das ist ähnlich wie gesellschaftliche Umverteilungen auch immer mal wieder Thema sind. Und das wird gefragt, um das Gesamtsystem aufrecht zu erhalten. Was meinst Du weshalb es zu Zeiten von Wirtschaftskrisen Spitzensteuersätze und Erbschaftssteuersätze gab, die nahe der 80%-Marke lagen (Stichwort: New Deal)? Genau aus demselben Grund. Umverteilung im Sinne eines funktionierenden und friedlichen Systems. Das Produkt Bundesliga (und Bayern überigens auch) ist irgendwann gefährdet, wenn ein Wettbewerb nicht mehr stattfindet. Oder pragmatischer ausgedrückt ... Kapitalismus ja, Imperialismus nein.
 
Zuletzt bearbeitet:

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Hi,
Ich finde man darf aber nicht vergessen, dass die Bayern in den letzten Jahren gerne die Top Spieler der Konkurrenten eingekauft hat. So wird der Wettbewerb natürlich unfair gestaltet.

Nö, das ist nicht unfair, das machen alle anderen Vereine ja auch. Jeder bedient sich irgendwo anders und schwächt damit jemanden. Das ist halt Wettbewerb.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Wenn es eine geschlossene Gesellschaft wäre, ähnlich den nordamerikanischen Profiligen, wäre eine Umverteilung sogar sinnvoll für alle Beteiligten. Spieler hätten mehr Auswahl an sportlich wie finanziell potenten Arbeitgebern, Vereine hätten bessere Möglichkeiten, Zuschauer hätten eine ausgeglichenere Liga und am wichtigsten natürlich das Fernsehen, die hätten spannendere Spiele. Könnten sie jedenfalls behaupten. Schlussendlich haben die Bayern auch nix davon, wenn sie in der Liga keine Gegner haben. Auch wenn das Phänomen bemi Fussball nicht so ausgeprägt ist wie anderswo.

Jetzt ist die Liga aber nicht geschlossen, erstens schon nicht national, und zweitens steht Bayern ja nicht mit deutschen Clubs im Wettbewerb sondern mit Katar oder sonstwem.
 

Detti04

The Count
[..,]
Jetzt ist die Liga aber nicht geschlossen, erstens schon nicht national, und zweitens steht Bayern ja nicht mit deutschen Clubs im Wettbewerb sondern mit Katar oder sonstwem.
Letzteres, also Bayerns internationale Wettbewerbsfaehigkeit, sollte der Liga aber egal sein. Die Einschaltquote und die Vermarktbarkeit des Spiels Freiburg-Hoffenheim haengt doch nicht davon ab, ob Bayern in der CL im Viertelfinale rausfliegt oder die CL gewinnt. Und das Produkt der Bundesliga, also ihre 304 Spiele, besteht aus viel mehr Freiburg-Hoffenheim als aus Spielen mit Muenchner Beteiligung.

Leider verhaelt sich die DFL aber so, als were ihr das internationale Abschneiden der Bayern nicht egal.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Richtig, ich hätte vielleicht noch sagen sollen dass das nicht meine Argumente sind sondern von anderen so kommen.

Die Diskussion ist ja nicht neu.
 

fabsi1977

Theoretiker
Dann wollen wir doch mal vom spekulativen hin zu den harten Fakten kommen, sprich um welche Beträge geht es, wie viel weniger bekommen die Bayern, wie viel mehr die Clubs die am ehesten in der Lage wären den Bayern Paroli zu bieten.

Ich habe folgendes gefunden:

Rekordmeister FC Bayern München bezieht mit 70,64 Millionen Euro den höchsten Betrag aus der nationalen Vermarktung, gefolgt von Borussia Dortmund (69,37 Millionen Euro), Bayer Leverkusen (67,47) und RB Leipzig (65,96). Aufsteiger Arminia Bielefeld erhält mit 29,80 Millionen Euro den geringsten Betrag bei der nach einem 4-Säulen-Prinzip errechneten Verteilung der Gelder. Dabei spielt das Abschneiden der Vereine sowohl in den vergangenen fünf als auch in den vergangenen zehn Jahren eine Rolle, gewürdigt wird auch der Einsatz von Spielern unter 23 Jahren.


Also, es wird wenig helfen einfach alles durch 18 zu teilen und jedem das gleiche zu geben. Hier noch die Quelle:

TV-Gelder: FC Bayern kassiert über 70 Millionen Euro

Ich hab noch folgendes gefunden, da werden andere Zahlen genannt, da ist auch der Abstand größer.

1. Fußball-Bundesliga: TV-Einnahmen der Vereine 2020/2021 | Statista

Macht aber jetzt auch nicht den Riesenunterschied
 

Detti04

The Count
Die von Dir zitierten Zahlen sind nur die halbe Wahrheit:

"[...] Lehmann weist darauf hin, unbedingt Gelder aus der internationalen Vermarktung dazuzurechnen, die von der DFL vorrangig an die Europapokalteilnehmer ausgeschüttet werden: Dann betrage das Verhältnis zwischen dem Tabellen-18. und dem Meister nicht 1:2, sondern sogar 1:4. Aus seiner Sicht ergibt das derzeit über ein Vier-Säulen-Modell angewandte Leistungsprinzip für den deutschen Profifußball gar keinen Sinn mehr. [...]"

Bundesliga: Gleiches Geld für alle?

Und das ist immer noch ohne die TV-Einnahmen, welche die internationalen Starter direkt von der UEFA erhalten. Auch an die muss man ran und sie zum groessten Teil auf die Liga umverteilen, denn dort starten die Vereine ja auf Basis der vergangenen Ergebnisse der gesamten Liga. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Gladbach nimmt in der naechsten Saison das viele schoene CL-Geld ein, weil andere Vereine dafuer gesorgt haben, dass die Bundesliga auch in der kommenden Saison vier Starter stellen darf. Wieso darf Gladbach dann z.B. das Startgeld fuer das Erreichen der Gruppenphase behalten, wenn Gladbach dafuer international gar nichts geleistet hat?
 

fabsi1977

Theoretiker
Gute Frage. Aber warum soll dann Bielefeld Geld aus den internationalen TV-Geldern bekommen? Oder Mainz? Oder Düsseldorf?
 

Detti04

The Count
Die DFL soll das Geld bekommen, weil es von ihren Vertetern erwirtschaftet wurde - egal von welchen. Die DFL kann es dann auf ihre Klubs umverteilen, meinetwegen sogar ungleich.

Selbst, wenn saemtliche Fernsehgelder gleichverteilt wuerden, naeme ein sportlich erfolgreicher Verein insgesamt mehr ein als ein erfolgloser. Durch den internationalen Wettbewerb hat ein solcher Verein mehr Spiele, die er (teuer) ausverkaufen kann, und natuerlich kann ein erfolgreicher Verein auch hoehere Werbeeinahmen erzielen als ein erfolgloser. Soll heissen: Selbst bei Gleichverteilung aller Fernsehgelder wuerde Bayern insgesamt mehr einnehmen als Freiburg, aber immerhin klaffte die Schere dann weniger weit auseinander, als sie es heutzutage tut.
 
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Hi,
Ich finde man darf aber nicht vergessen, dass die Bayern in den letzten Jahren gerne die Top Spieler der Konkurrenten eingekauft hat. So wird der Wettbewerb natürlich unfair gestaltet. Dementsprechend ist es auch verständlich, dass die anderen Vereine schwächeln. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Saison.
LG
Genau, es sollte eine Transfersperre NUR für die Bayern verhängt werden, alle anderen spielen eh nur mit Eigenauspielern.
Wär doch gelacht, wenn an sie nicht auf das Niveau der andern unterbrächte.
 
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