Artikel: Nationalhymne als Pflicht für deutsche Nationalspieler?

André

Admin
Nationalhymne als Pflicht für deutsche Nationalspieler? Nach dem Halbfinal-Aus bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eine Hymnen-Pflicht für die deutschen Nationalspieler gefordert.

21632
Screenshot (youtube, ZDF)​

Bouffier: Spieler müssten von selbst drauf kommen

"Es sollte zum guten Ton gehören, dass die Spieler die Hymne mitsingen. Sie spielen schließlich für die deutsche Nationalmannschaft und nicht für sich selbst. Peinlich genug, dass wir darüber diskutieren müssen, eigentlich müssten die Spieler von selbst darauf kommen", so der CDU-Politiker gegenüber der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe).

Beckenbauer: So wurden wir 1990 Weltmeister

Fußball-Legende Franz Beckenbauer sagte dem Blatt, dass die Begeisterung schon vor dem Anpfiff einsetzen müsse.

"Dabei hilft gemeinsames, lautes Singen. Bei der Hymne vor meinem ersten Spiel als DFB-Teamchef 1984 kauten unsere Spieler Kaugummi oder guckten in die Luft. Die Argentinier dagegen sangen aus vollem Herzen – und gewannen 3:1. Da habe ich den Text unserer Hymne an die Spieler verteilen lassen und die Singpflicht eingeführt. So wurden wir 1990 Weltmeister", betonte Beckenbauer.

Wer für Deutschland spielt, sollte das Deutschlandlied singen können

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) erklärte, er habe sich "schon sehr geärgert, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitgesungen haben. Wer für Deutschland spielt, sollte das Deutschlandlied singen können. Hier kann das Team von anderen Nationen lernen."

Beschämend, dass nicht alle mitsingen

CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl findet es hingegen "geradezu beschämend, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitsingen. Wer in der Nationalmannschaft spielt, muss die Nationalhymne singen, egal ob er einen Migrationshintergrund hat oder nicht", forderte Uhl.

Grünen-Chef Cem Özdemir hält dagegen nichts von einer Hymnen-Pflicht.

"Ich singe die Nationalhymne mit – andere nicht. Das Schöne an unserem Land ist: Das darf jede und jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt ja schließlich keine Mitsingpflicht! Die entscheidendere Frage ist für mich aber: Wie holen wir endlich auch mal wieder den Titel? Das treibt mich mehr um als die Frage, wer singt und wer nicht"
, erklärte der Grünen-Politiker.

[video=youtube;-ah2q4vvlH8]http://www.youtube.com/watch?v=-ah2q4vvlH8[/video]

dts Nachrichtenagentur

Nationalhymne zur Pflicht machen?
Wie seht Ihr das?
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Man hat den Knall wohl nicht gehört.

Bei Gericht darf man sich sogar aussuchen, ob man den Eid mit "Gottesformel" oder ohne ablegt.

Wenn es eine Wertigkeit gibt, dann ist der liebe Herrgott wohl in der Wertigkeit die eindeutig höhere "Instanz" als unser Staat und wenn's da freisteht, muß es erst Recht beim Mitsingen der Hymne freiwillig sein.

Können ja von mir aus "Die Elf vom Niederrhein" vorher spielen. Vielleicht singen da mehr mit.
 
Zuletzt bearbeitet:

derblondeengel

master of desaster
Nationalhymne als Pflicht für deutsche Nationalspieler? Nach dem Halbfinal-Aus bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eine Hymnen-Pflicht für die deutschen Nationalspieler gefordert.

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Screenshot (youtube, ZDF)​

Bouffier: Spieler müssten von selbst drauf kommen

"Es sollte zum guten Ton gehören, dass die Spieler die Hymne mitsingen. Sie spielen schließlich für die deutsche Nationalmannschaft und nicht für sich selbst. Peinlich genug, dass wir darüber diskutieren müssen, eigentlich müssten die Spieler von selbst darauf kommen", so der CDU-Politiker gegenüber der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe).

Beckenbauer: So wurden wir 1990 Weltmeister

Fußball-Legende Franz Beckenbauer sagte dem Blatt, dass die Begeisterung schon vor dem Anpfiff einsetzen müsse.

"Dabei hilft gemeinsames, lautes Singen. Bei der Hymne vor meinem ersten Spiel als DFB-Teamchef 1984 kauten unsere Spieler Kaugummi oder guckten in die Luft. Die Argentinier dagegen sangen aus vollem Herzen – und gewannen 3:1. Da habe ich den Text unserer Hymne an die Spieler verteilen lassen und die Singpflicht eingeführt. So wurden wir 1990 Weltmeister", betonte Beckenbauer.

Wer für Deutschland spielt, sollte das Deutschlandlied singen können

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) erklärte, er habe sich "schon sehr geärgert, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitgesungen haben. Wer für Deutschland spielt, sollte das Deutschlandlied singen können. Hier kann das Team von anderen Nationen lernen."

Beschämend, dass nicht alle mitsingen

CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl findet es hingegen "geradezu beschämend, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitsingen. Wer in der Nationalmannschaft spielt, muss die Nationalhymne singen, egal ob er einen Migrationshintergrund hat oder nicht", forderte Uhl.

Grünen-Chef Cem Özdemir hält dagegen nichts von einer Hymnen-Pflicht.

"Ich singe die Nationalhymne mit – andere nicht. Das Schöne an unserem Land ist: Das darf jede und jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt ja schließlich keine Mitsingpflicht! Die entscheidendere Frage ist für mich aber: Wie holen wir endlich auch mal wieder den Titel? Das treibt mich mehr um als die Frage, wer singt und wer nicht"
, erklärte der Grünen-Politiker.

[video=youtube;-ah2q4vvlH8]http://www.youtube.com/watch?v=-ah2q4vvlH8[/video]

dts Nachrichtenagentur

Nationalhymne zur Pflicht machen?
Wie seht Ihr das?
 

alditüte

HSVer
Ich fände es gar nicht schlimm, wenn sie alle mitsingen, im Gegenteil. Ist mir lieber, als würde es keiner tun. Nicht allein wegen „Nationalstolz“, sondern eher deswegen, weil das sozusagen ein Schlachtgesang ist, der die Spieler einstimmt.
Es sieht immer irgendwie dämlich aus, wenn bei der gegnerischen Nationalhymne alle Spieler inbrünstig singen und bei der deutschen drei oder vier und der Rest guckt stur geradeaus.

Der Vorwurf der NSU-Mitglieder ist ja wohl mal absolut lächerlich und bescheuert, deutlich fehlgegriffener als die Beschwerde, dass die Spieler die Nationalhymne nicht singen. Wo hat es etwas mit Nationalsozialismus zu tun, wenn man möchte, dass Spieler die Hymne singen? Laufen dann in den anderen Ländern nur Nazis rum? Dass heuer wirklich alles mit Nazis verglichen wird...
 

osito

Titelaspirant
Ist das grad in Mode gekommen, alles was einen Hauch Patriotismus und Verbundenheit zu unserem Land zeigen soll, mit rechten Gedankengut in Verbindung zu bringen? Einfach billig, dieser Trend! Wobei ich auch lieber gute spielende Nichtsinger, als schlecht spielende Sängerknaben sehe. Aber das ist ein anderes Thema.
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Die sollen sich auf das Spiel und ihre Aufgaben konzentrieren und nicht darauf, dass sie den Text und die Töne treffen. Am besten keine Hymnen vor dem Spiel, dann gibt es auch diese lächerliche Diskussion nicht mehr.
Was ist das eigentlich für ein Nationalstolz, der es nicht ertragen kann, dass ein paar seiner Sportler auf das Singen verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet:

alditüte

HSVer
Also, ich würde sie singen. Warum auch nicht? Ich mag dieses Land und ich wäre stolz drauf, wenn ich mein Land bei Wettbewerben sportlich (nicht politisch) repräsentieren dürfte. Da ist die Hymne dann ja „hilfreich“, dies auch auszudrücken.

Wie gesagt, ich finde es schade, dass es nicht jeder Nationalspieler so sieht, im Gegensatz zu in anderen Ländern (abgesehen davon, dass bei Nationalspielen während der deutschen Hymne die Fans der Gegner irgendwann fast immer etwas in der Art von „die singen ja nicht mal mit“ anmerken).

Ich kann es kaum jemandem verübeln, wenn er das kritisiert, aber ein Zwang für die Spieler ist natürlich Schwachsinn, genauso gut könnte man jeden Deutschen zwingen, in eine Partei einzutreten.
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Soll man halt die Fischer-Choere nominieren...

Die spielen aber nicht auf dem Rasen mit. Es geht ja darum, dass diejenigen, die für D antreten, auch auf diese Weise symbolisch einen Beitrag leisten und, ihre Verbundenheit mit dem Land zu zeigen. Man kann dafür sein, erzwingen und fordern sollte man es nicht. Der Würde der Hymne täte es aber vielleicht besser, wenn sie welche singen, die sowohl Text, Töne und Melodie treffen..
 

derblondeengel

master of desaster
Der Vorwurf der NSU-Mitglieder ist ja wohl mal absolut lächerlich und bescheuert, deutlich fehlgegriffener als die Beschwerde, dass die Spieler die Nationalhymne nicht singen. Wo hat es etwas mit Nationalsozialismus zu tun, wenn man möchte, dass Spieler die Hymne singen? Laufen dann in den anderen Ländern nur Nazis rum? Dass heuer wirklich alles mit Nazis verglichen wird...

Hab wohl den Ironie-Tag/Smiley vergessen...

Herr B. ist zu Zeit ziemlich in Erklärungsnot in Sachen NSU-Verfassungsschutz-Affäre und die Hessen-CDU ist im allgemeinen in den letzten Jahren des öfteren schon bei dem Thema Rechtspopulismus unangenehm aufgefallen, von daher mein kleiner Seitenhieb an den Herrn Innenminister.

Ansonsten ist es mir Furzegal ob jemand die Hymne mitsingt oder nicht.

Davon abgesehen kann ich in Zeiten der Globalisierung und des weltweiten Internetzes recht wenig mit Nationalismus (Hüben wie Drüben) anfangen. Scheint mir aber zur Zeit eine neue Ersatzreligion für einige zu werden...
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
(...) Der Würde der Hymne täte es aber vielleicht besser, wenn sie welche singen, die sowohl Text, Töne und Melodie treffen..
Corinna Lewe, leider besser aber mMn nicht sympathischer bekannt als Sarah Connor, connte dies nicht zur Eröffnung der Allianz Arena vor 7 Jahren. Sie sang statt "Blüh im Glanze dieses Glückes" "Brüh im Lichte dieses Glückes". Wenigstens hat sie nicht "Bläh..." gesungen. :rolleyes:
 

Detti04

The Count
Wenn es hier um die Verbundenheit und eine gewisse Grundaggression gehen soll, welche z.B. die Italiener angeblich Dank des Mitsingens der Nationalhymne nicht nur gezeigt, sondern durch das Singen auch erst erworben haben, dann haben die Deutschen eh keine Chance, weil die Hymne dafuer zu lahmarschig ist. Wenn man sich per Gesang vorm Spiel aufputschen will, dann muss man sich eben einen deutschen Kriegstanz einfallen lassen, quasi Haka-artig. Oder die Spieler koennten den Westerwald-Marsch singen und auf den Gegner zu marschieren...
 
Ich fände es gar nicht schlimm, wenn sie alle mitsingen, im Gegenteil. Ist mir lieber, als würde es keiner tun. Nicht allein wegen „Nationalstolz“, sondern eher deswegen, weil das sozusagen ein Schlachtgesang ist, der die Spieler einstimmt.
Es sieht immer irgendwie dämlich aus, wenn bei der gegnerischen Nationalhymne alle Spieler inbrünstig singen und bei der deutschen drei oder vier und der Rest guckt stur geradeaus.

Der Vorwurf der NSU-Mitglieder ist ja wohl mal absolut lächerlich und bescheuert, deutlich fehlgegriffener als die Beschwerde, dass die Spieler die Nationalhymne nicht singen. Wo hat es etwas mit Nationalsozialismus zu tun, wenn man möchte, dass Spieler die Hymne singen? Laufen dann in den anderen Ländern nur Nazis rum? Dass heuer wirklich alles mit Nazis verglichen wird...

Auch ich bin der Meinung, dass die Spieler die Nationalhymne mitsingen sollten. Es ist ja auch egal, ob die Töne schief sind.
Meine Tochter saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und hat lauthals die Hymne mitgesungen und mich anschließend gefragt, warum die meisten nicht mitgesungen haben. Tja, was soll man darauf antworten?
Ich überlegte, und in der Zwischenzeit meinte sie, wenigstens meine Bayern haben mitgesungen.

Mein Vorschlag: nur noch Bayernspieler in die Nationalmannschaft - die singen wenigstens mit. Und unsere schöne bayerische Hymne würde auch öfter mal gespielt - und die würde auch jeder mitsingen.;)

... das mitsingen der Nationalhymne würde m.E. auch zeigen, dass die Spieler mit Migrationshintergrund integriert sind. So macht es für mich den Anschein, als würden sie es verweigern. Ich finde es leider sehr bezeichnend, wer bei der Hymne nicht mitsingt ... Und das hat in keinster Weise etwas mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Denn das bin ich nicht - ich bin Arschlochfeindlich (und die gibt es in jeder Nationalität):herz:
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Wenn es hier um die Verbundenheit und eine gewisse Grundaggression gehen soll, welche z.B. die Italiener angeblich Dank des Mitsingens der Nationalhymne nicht nur gezeigt, sondern durch das Singen auch erst erworben haben, dann haben die Deutschen eh keine Chance, weil die Hymne dafuer zu lahmarschig ist.
Schild: besser vorneweg :ironie:
Thema Hymne: Mit der ersten Strophe und dem zweitlängsten Fluss Italiens könntense gesangsmässig den Azzurri aber mal gehörig vor den Koffer scheissen... :D
:weißnich: dürfense aba nich :suspekt:
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Auch ich bin der Meinung, dass die Spieler die Nationalhymne mitsingen sollten. Es ist ja auch egal, ob die Töne schief sind.
Meine Tochter saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und hat lauthals die Hymne mitgesungen und mich anschließend gefragt, warum die meisten nicht mitgesungen haben. Tja, was soll man darauf antworten?
Ich überlegte, und in der Zwischenzeit meinte sie, wenigstens meine Bayern haben mitgesungen.
Du hättest ihr sagen können, dass die Spieler mehr Wert auf das Sportliche und das Spiel hinterher legen, um das Spiel zu gewinnen und sich durch das Singen nicht ablenken wollen. Oder das den Spielern die Hymne melodisch möglicherweise nicht zusagt. Oder das die Spieler sich in erster Linie als Europäer fühlen, das sie nicht nationalistisch eingestellt sind, oder das sie ihrer Nationalität nicht durch Absingen der Hymne nach außen Ausdruck verleihen müssen. Oder das sie finden, dass damit Sport und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden, was sie falsch finden. Oder das es ihnen unangenehm ist, zu singen, wenn sie die Töne nicht treffen. Gibt vielerlei mögliche Erklärungen.
 

Raffelhüschen

Forennutzer
... das mitsingen der Nationalhymne würde m.E. auch zeigen, dass die Spieler mit Migrationshintergrund integriert sind. So macht es für mich den Anschein, als würden sie es verweigern. Ich finde es leider sehr bezeichnend, wer bei der Hymne nicht mitsingt ...

Viele Deutsche singen die Hymne nicht mit oder schauen sich die Spiele gar nicht mit. Sind die nicht integriert?

Integration kann nur funktionieren, wenn es auch erstrebenswert ist, sich zu integrieren. Dazu gehört eben auch, dass man selbst glaubwürdig vorlebt, was man an Integration verlangt und überzeugend darstellt, weshalb das erstrebenswert ist.
 

alditüte

HSVer
Davon abgesehen kann ich in Zeiten der Globalisierung und des weltweiten Internetzes recht wenig mit Nationalismus (Hüben wie Drüben) anfangen. Scheint mir aber zur Zeit eine neue Ersatzreligion für einige zu werden...

Das mit dem Seitenhieb hab ich dann wohl nicht ganz verstanden. Ich dachte, der war nur darauf bezogen, dass er will, dass die Spieler die Hymne singen.

Inklusiver nicht-fanatischer Nationalismus ist keine Ersatzreligion sondern schlicht eine politische Ausrichtung, genau wie jede nicht-fanatische politische Ausrichtung auch.
 

Fussballgott

Best one ever
Hm, doofe Diskussion. Die Spieler fühlen sich nicht richtig integriert, weil sie die Hymne nicht mitsingen? Selten was dämlicheres gelesen. Ich gehe doch stark davon aus, alle Spieler sind mehr als integriert, sonst würden sie wohl kaum für die deutsche Nationalelf spielen, oder sehe ich das falsch?

Sie sprechen deutsch, tragen das deutsche Trikot, spielen für die deutsche Nationalmannschaft ... und dann gibt es Menschen die behaupten, sie seien nicht integriert. Ich werde das wohl nie verstehen. :weißnich:

Gruß FG
 

Junker

Altborusse
Ist ne schwierige Diskussion, die armen Spanier dürfen nicht, weil es keinen Text gibt. Buffon sang mit Inbrunst, :top:unsere nur teilweise und manchen sah man die Pflicht an. Singen nur, wenn es vom Herzen kommt, d.h. authentisch ist. Ich singe gerne , nur nicht die Hymne, nur im Geiste. Loch Lomond würde ich gerne singen ist aber die Ziegen:hammer2: haben es geklaut .
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Inklusiver nicht-fanatischer Nationalismus ist keine Ersatzreligion sondern schlicht eine politische Ausrichtung, genau wie jede nicht-fanatische politische Ausrichtung auch.

Ich glaube, dass viele Menschen von links, von rechts und aus der Mitte nicht so strikt zwischen inklusivem und exklusivem Nationalismus trennen und sich beides in deren Standpunkt miteinander vermischt. Definitorisch ist eine Trennung möglich. In der Praxis kann es aber einen unklaren Raum und Meinungs- und Deutungsverschiedenheiten geben, ob bestimmtes Verhalten dem inklusiven oder exklusiven Nationalismus zuzuordnen sei.
Gut, was ich mich eigentlich frage, ist, welche Vision und welcher abstrakte Zweck, oder man kann es auch Idee oder Utopie nennen, dem inklusiven Nationalismus als politischer Ausrichtung (heute) inne wohnt?
 

alditüte

HSVer
Ich glaube, dass viele Menschen von links, von rechts und aus der Mitte nicht so strikt zwischen inklusivem und exklusivem Nationalismus trennen und sich beides in deren Standpunkt miteinander vermischt. Definitorisch ist eine Trennung möglich. In der Praxis kann es aber einen unklaren Raum und Meinungs- und Deutungsverschiedenheiten geben, ob bestimmtes Verhalten dem inklusiven oder exklusiven Nationalismus zuzuordnen sei.
Man kann zwischen praktisch allen Richtungen Untergruppen sehen, sei es Liberalismus (Verfassungsliberalismus/Wirtschaftsliberalismus), Sozialismus (Kommunismus/Anarchismus/Marxismus/Autoritarismus/Totalitarismus) etc. (und die Anhänger dieser Ideologien haben naturgemäß auch einige wenige Überschneidungen zu anderen Gebieten), die sich per definitionem trotzdem teilweise stark voneinander unterscheiden und strikt unterschieden werden sollten, was einigen beim Nationalismus (Patriotismus/Nationalsozialismus) scheinbar sehr schwer fällt.:D

Ich kenne im übrigen sowohl viele Linke als auch viele Rechte, die allesamt diese Unterscheidung drauf haben und nicht immer nur verallgemeinernd den Nationalismus als exklusiv bezeichnen, vielleicht weil in deren Bekanntenkreis Gegenbeispiele bestehen.

Gut, was ich mich eigentlich frage, ist, welche Vision und welcher abstrakte Zweck, oder man kann es auch Idee oder Utopie nennen, dem inklusiven Nationalismus als politischer Ausrichtung (heute) inne wohnt?

Selbiges kann man auch zu allen anderen politischen Richtungen fragen. Ich bin aber der Meinung, ich hätte dir das woanders schon einmal geschrieben?:weißnich:

Wir landen irgendwie immer beim selben Thema.:staun:
 

André

Admin
Singen nur, wenn es vom Herzen kommt, d.h. authentisch ist.
Das ist es. Würde man Poldi und Özil zwingen würden die zwar vielleicht singen, es würde aber lange nicht so aussehen wie zum Beispiel bei Italien. Und bevor dann noch jemand die Augen verdreht, soll er halt lieber gar nicht singen.
Eine interessante Frage die aber durchaus zu diskutieren ist: In Zeiten von hohen Marktwerten könnte es durchaus sein, dass sich Spieler gegen Ihr Herz und für ihre Karriereplanung entscheiden, und das würde ich im Allgemeinen sehr traurig finden. Nationalelf sollte definitiv ne Sache des Herzens sein.
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Man kann zwischen praktisch allen Richtungen Untergruppen sehen, sei es Liberalismus (Verfassungsliberalismus/Wirtschaftsliberalismus), Sozialismus (Kommunismus/Anarchismus/Marxismus/Autoritarismus/Totalitarismus) etc. (und die Anhänger dieser Ideologien haben naturgemäß auch einige wenige Überschneidungen zu anderen Gebieten), die sich per definitionem trotzdem teilweise stark voneinander unterscheiden und strikt unterschieden werden sollten, was einigen beim Nationalismus (Patriotismus/Nationalsozialismus) scheinbar sehr schwer fällt.:D

Ist es aber nicht ein Problem des Nationalismus (und gewiss auch anderer Ideologien), dass eben genau diese Differenzierung zwischen den verschiedenen Untergruppen von vielen Anhängern und Praktizierenden nicht gemacht oder unterschiedlich gedeutet wird?



Selbiges kann man auch zu allen anderen politischen Richtungen fragen. Ich bin aber der Meinung, ich hätte dir das woanders schon einmal geschrieben?:weißnich:

Wir landen irgendwie immer beim selben Thema.:staun:

Ich möchte dem inklusiven Nationalismus seine positiven Ansinnen nicht absprechen und tue ihm glaube ich auch unrecht, wenn ich von ihm fordere, als Ideologie die Konstitution der Gesellschaft ganz im Blick zu haben.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Löw raus! Er hat die Spieler den Text nicht auswenig lernen lassen und singen lassen!

Wobei... Moment mal, wer ist nochmal Europameister geworden? Spanien, oder? Die singen doch gar nicht! Und holen einen Titel nach dem anderen! :staun: Die Politik muss endlich handeln, damit wir wieder Titel holen können: Schafft endlich den Hymnen-Text ab!
 
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