Artikel: Martinez bald Bankdrücker? Heynckes schürt Konkurrenzkampf

Nach dem ersten Einsatz von Javi Martinez in der Bundesliga ist der Toptransfer nun endgültig in München angekommen. Das dürfte vor allem die Verantwortlichen der Bayern freuen, die sich wegen der Wechselmodalitäten wochenlang mit den Spaniern von Atheltic Bilbao streiten mussten. Trotz der 40 Millionen Euro Ablöse will Trainer Jupp Heynckes keine Stammplatzgarantie aussprechen.


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Der Trainerfuchs will offenbar durch eine Verschärfung des Konkurrenzkampfes seiner Mannschaft noch mal einen Leistungsschub entlocken. Beim VFB Stuttgart wurde diese These durch das 6:1 jedenfalls bestätigt. Luiz Gustavo zeigte mit Toni Kroos zusammen im Mittelfeld eine überragende Leistung und beide konnten sogar einen Treffer beisteuern. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass mit Schweinsteiger und Martinez eine Hammerkonkurrenz auf der Bank sitzt.

"Wir haben jetzt eine andere Konkurrenzsituation als im vorigen Jahr. Die ist leistungsfördernd, da kann sich keiner etwas erlauben", so Jupp Heynckes.

Könnte es nun also soweit kommen, dass die Bayern den teuersten Spieler der Bundesliga auf der Bank sitzen lassen? Momentan trainiert der Spanier mit dem ebenfalls von der Nationalmannschaft freigestellten Bastian Schweinsteiger in München. Eventuell schon ein Fingerzeig von Heynckes Richtung Startformation? Schweinsteiger jedenfalls fühlt sich offenbar mit dem Neuzugang auf der Doppel-Sechser-Position sehr wohl. "Er hat mich sehr überrascht. Er versucht, Spanisch mit mir zu sprechen. Er ist eine große Hilfe für mich", so der Regisseur des deutschen Rekordmeisters.

Je schneller Martinez sich aklimatisiert, desto stärker dürften die Bayern in naher Zukunft werden, doch am Beispiel Luiz Gustavo zeigt sich, dass es für den 23-Jährigen eventuell schwerer als erwartet wird sich den begehrten Stammplatz zu ergattern. "Wenn Luiz so spielt, spielt er auch", so sein neuer Trainer.

Im Offensivbereich haben die Münchner mittlerweile ähnliche Probleme. Mit Robben und Ribery steht die wohl beste Flügelzange Europas zur Verfügung, mit Müller und Neuzugang Shaqiri sitzen aber auch zwei hochkarätige Spieler auf der Bank, die wohl in jedem anderen Verein von Beginn an spielen würden. Müller hat beispielsweise in den ersten 2 Spielen bereits 3 Treffer markieren können. "Thomas ist laufstark, aggressiv und wieder hungrig. Das ist der Müller, den wir alle sehen wollen, wie der vor zwei Jahren", so Heynckes. Wäre es vielleicht sogar leichtsinnig, einen Müller in dieser Verfassung auf die Bank zu verbannen?

Heynckes kündigte aber auch schon eine Art Rotationsverfahren an. Ab September haben die Bayern einen sehr engen Terminkalender, womit es nicht möglich sein wird immer die gleichen 11 aufzustellen. Mario Mandzukic wird in den nächsten Wochen wohl auch wieder öfter den Kürzeren ziehen, denn nach seiner Sprunggelenks-OP macht Mario Gomez in der Reha offenbar gute Fortschritte und wird so schnell es geht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.
 

Litti

Krawallbruder
Das hätte doch mal was. Der 40-Mios-Mann auf der Bank. :D Kann ich mir aber nun wirklich nicht vorstellen.
 
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