Artikel: Hinrunden-Aus für van der Vaart?

Bei den Hamburgern ist der Alltag wieder eingekehrt. Nach dem Ausflug ins sonnige Brasilien gab es heute zum Training wieder die volle Kälte und den Schnee zu spüren. Kein Wunder, dass diese Einheit jedem Spieler das Letzte abverlangt hat. Einer darf dabei allerdings nur zuschauen. Superstar Rafael van der Vaart erlitt vor 3 Wochen einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Diese Verletzung zwingt ihn nun zu individuellen Einheiten ohne die restliche Mannschaft.

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„Bei Rafael wird‘s eng bis zum Spiel Sonnabend in Leverkusen“, so Trainer Thorsten Fink. Heißt im Klartext, dass für den Niederländer das Jahr 2012 wohl gelaufen ist. Das Risiko, dass er sich erneut verletzen würde, will man in Hamburg definitiv nicht eingehen, denn für die Rückrunde braucht man den Spielmacher in Bestform. „Der Heilungsprozess geht zwar gut voran. Aber ich spüre immer noch was. Ich möchte nur dann in Leverkusen auflaufen, wenn alles total in Ordnung ist. Ich will kein Risiko eingehen“, so der niederländische Nationalspieler selbst zu seiner Situation.

Größere Sorgen muss sich der HSV jedenfalls nicht machen, denn auch ohne den Star der Truppe lief es zuletzt in der Liga richtig gut. Daher soll sich Rafa erst komplett erholen, bevor er wieder unter Wettkampfbedingungen seine Fußballschuhe schnüren darf. Im Winter wird er jedenfalls mit dem Rest der Truppe nach Abu Dhabi ins Trainingslager fliegen.

Es gibt immerhin auch eine positive Nachricht aus der Personalabteilung. Milan Badelj ist wieder fit. Der Kroate konnte wegen einer Oberschenkel-Verhärtung schon die Brasilien-Reise nicht antreten, doch gegen Leverkusen wird er wohl wieder mit von der Partie sein. „Ihm geht‘s erstaunlich gut. Ich denke, bei ihm klappt‘s mit Leverkusen“, so Fink. Gleiches gilt für Youngster Maximilian Beister, der seinen Muskelfaserriss wieder auskuriert hat. „Maxi kehrt in den Kader zurück. Beginnen wird er aber nicht.“

Fink bringt gegen die Werkslelf die gleiche Startformation, die auch beim 2:0 über Hoffenheim überzeugen konnte. So wird beispielsweise im Sturm der Topscorer Artjoms Rudnevs beginnen, der vom zuletzt eher schwachen Heung Min Son unterstützt wird. Mit einem Sieg könnten die Hamburger, je nach den Ergebnissen der Konkurrenz, auf einem Europa-League-Platz überwintern.
 

Schröder

Problembär
Der soll bloß Zuhause bleiben. So wichtig ist das Spiel nicht, als das er bei der Kälte mit einer nicht auskurierten Muskelverletzung auflaufen sollte. Mit 24 Punkten liegen wir locker im Soll, und der Rest hängt sich deutlich mehr rein, weil er die Verantwortung nicht einfach auf den Star abschieben kann.
 
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