Andrea Nahles zieht sich aus der Politik zurück

Rupert

Friends call me Loretta
Was sehe ich anders? Es ist eine historische Tatsache, dass Gorbatschow nach 1989 immer mehr an Einfluß in der Sowjetunion verlor - genau das schrieb ich ja auch oben.
Desweiteren waren Gorbatschows Hauptprogramme eine größere Offenheit vom Parteiregime zur sowjetischen Bevölkerung und eine Umstrukturierung des politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion, beides geprägt durch das Anerkennen der Realität und nicht durch Naivität.
 
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powerhead

Pfälzer
Ohne Rücksichtnahme auf seine politische Zukunft trifft nicht zu, und dass sich die führenden Politiker vertraut hätten ebenso, er vertraute ihnen, und das war naiv. Das er erkannt hatte, dass es einen Wandel geben müsse, steht außer Frage, aber nicht den, den es letztlich gab.

Aber das ist völlig offtopic
 

Rupert

Friends call me Loretta
Wie bitte kam dann ein 2+4 Vertrag zustande, wenn die sich alle misstraut haben und nichts auf Abmachungen gaben? Es gab damals auch kaum eine Alternative; außer in-Kraft-Setzen der Militärgewalt durch die Rote Armee auf dem Gebiet der DDR und Niederschlagung aller weiteren Unabhängigskeitsbewegungen in den sowjetischen Staaten.
Das, und genau das, ist der Riesenverdienst Gorbatschows: Er verhinderte ein jahrelanges Blutbad und er verhinderte es ohne dabei auf sein politisches Schicksal Rücksicht zu nehmen. Wenn Du so willst schaffte er es, dass die auseinanderfallende Sowjetunion mit den urplötzlich freiwerdenden und kaum mehr kontrollierten Kräften wie KPdSU, KGB, rote Armee, etc. nicht ihre Kraft nach aussen entfaltete sondern eher nach innen kollabierte, mit der Folge, völlig klar, dass es genau dann Rußland in eine bescheidene Zeit riß.
Das Riesenproblem aus sowetischer Sicht, besser gesagt aus der Sicht Gorbatschows, war, dass nach der Auflösung der UdSSR im Westen weitergemacht wurde wie zuvor; es wurde halt so gehandelt: "Wir haben gewonnen, die haben verloren" und es wurde genau nicht an einem neuen Europa gebaut, was einer der Eckpfeiler Gorbatschows Programm war, denn dafür hatte er eben keine Unterstützer mehr; nicht im eigenen Land, nicht im Westen und schon gar nicht bei Kohl & Co., denn die waren ja alle im Wiedervereinigungstaumel und feierten sich jahrelang als historische Supermänner.

PS: Hat aber alles nix mit der Nahles und der SPD zu tun.
 
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KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Sie sorgt dafür, dass ab 2029 die Arbeitnehmer mit 43% ihres letzten Nettoeinkommen in den Ruhestand gehen.

ich mag dich ja aber das ist nicht ganz richtig. Ein netto Rentenniveau gibt es nicht mehr. Entweder Bruttorentenniveau oder Rentenniveau vor Steuern. Und die 43% sind die Untergrenze! Es kann durchaus mehr sein. Und bezieht sich nur auf die Personen die exakt 45 Rentenpunkte haben, also in 45 Arbeitsjahren jedes Jahr nur den Einkommensdurchschnitt verdient haben.
 

powerhead

Pfälzer
Ich akzeptiere deine Meinung und Sichtweise, ich habe eben eine andere. Es gibt hinsichtlich dieser Epoche viele unterschiedliche Auffassungen. Auch ich halte Gorbatschow für einen großen und guten Mann, die die nach ihm kamen (Jelzin /Putin) sind indiskutabel.
Letztmals offtopic
 

powerhead

Pfälzer
ich mag dich ja aber das ist nicht ganz richtig. Ein netto Rentenniveau gibt es nicht mehr. Entweder Bruttorentenniveau oder Rentenniveau vor Steuern. Und die 43% sind die Untergrenze! Es kann durchaus mehr sein. Und bezieht sich nur auf die Personen die exakt 45 Rentenpunkte haben, also in 45 Arbeitsjahren jedes Jahr nur den Einkommensdurchschnitt verdient haben.
Ich gebe zu, ich kenne nur die 43%. Danke für deine Information, aber dass die Rentenreform unter Rot-Grün ein Murks sondergleichen ist, ist wohl unbestreitbar.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Auch bei der Rente wäre es mal von politischer Seite gut sich einfach die nackten Tatsachen anzuschauen und sich von diesen leiten zu lassen und die nackten Tatsachen sind zu einem guten Teil demographischer Natur; also auch noch sehr gut vorhersagbar.
Womit wir wieder da wären: Unverhandelbare Fakten mag die Politik nicht.
 

powerhead

Pfälzer
In der Familie ist es das Hauptziel, der nächsten Generation eine gute oder optimale Zukunft zu ermöglichen. Merkwürdig, dass diese Handlungsweise in der Politik praktisch keine Rolle spielt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich empfinde das Familienbeispiel als recht untauglich, denn z.B. ich habe keine Familienangehörigen in der Generation nach mir; von daher können die schon mal gar keine Rolle für mich spielen.
 

Blaubarschbube

FC Schalke 04
In der Familie ist es das Hauptziel, der nächsten Generation eine gute oder optimale Zukunft zu ermöglichen. Merkwürdig, dass diese Handlungsweise in der Politik praktisch keine Rolle spielt.

Die Politik(er) bewegt sich im Hier und Jetzt. Also interessiert es nicht sonderlich was in etlichen Jahren mal der Fall sein könnte (Rente, Klima etc), denn dann würden sich "andere" den Ruhm einstreichen können...

Henner Schmidt, FDP-Fraktionsvize:
"Hartz-IV-Empfänger sollen Ratten jagen"

SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" (Nazispruch u.a. von Adolf Hitler)

Altkanzler Gerhard Schröder:
"Es gibt kein Recht auf Faulheit"

Genozidsforscher Professor Dr. Gunnar Heinsohn:
"Man müsse der Unterschicht den Hahn zu drehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu, ist auch ein gutes Kind, denn es schlägt einem schon keinen Baseballschläger den Kopf"

Grünenpolitikerin Claudia Hämmerling:
"Hartz IV Empfänger könnten als Hundekotkontrolleure eingesetzt werden".

Blog: Harz IV - Genozid ǀ Hartz IV: Volksverhetzung durch Politiker — der Freitag

 

powerhead

Pfälzer
Ich empfinde das Familienbeispiel als recht untauglich, denn z.B. ich habe keine Familienangehörigen in der Generation nach mir; von daher können die schon mal gar keine Rolle für mich spielen.
Dann bist du eben untauglich als Familienbeispiel, entschuldige wenn ich abermals eine andere Sichtweise habe.
 

Detti04

The Count
Ich empfinde das Familienbeispiel als recht untauglich, denn z.B. ich habe keine Familienangehörigen in der Generation nach mir; von daher können die schon mal gar keine Rolle für mich spielen.
Damit bist Du doch ziemlich repraesentativ fuer die Alterspyramide: Sowohl bei Dir als auch in Deutschland insgesamt gibt es in Zukunft mehr Rentenempfaenger als -einzahler.
 

Gaudloth

Bratze
Ich vertraue da mal auf meinen ehemaligen Geschichtslehrer, der sagte, dass Gorbatschows einziger Fehler war, zu versuchen den Russen den Alkohol auszutreiben.
 

Gaudloth

Bratze
Die Politik(er) bewegt sich im Hier und Jetzt. Also interessiert es nicht sonderlich was in etlichen Jahren mal der Fall sein könnte (Rente, Klima etc), denn dann würden sich "andere" den Ruhm einstreichen können...

Henner Schmidt, FDP-Fraktionsvize:
"Hartz-IV-Empfänger sollen Ratten jagen"

SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" (Nazispruch u.a. von Adolf Hitler)

Altkanzler Gerhard Schröder:
"Es gibt kein Recht auf Faulheit"

Genozidsforscher Professor Dr. Gunnar Heinsohn:
"Man müsse der Unterschicht den Hahn zu drehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu, ist auch ein gutes Kind, denn es schlägt einem schon keinen Baseballschläger den Kopf"

Grünenpolitikerin Claudia Hämmerling:
"Hartz IV Empfänger könnten als Hundekotkontrolleure eingesetzt werden".

Blog: Harz IV - Genozid ǀ Hartz IV: Volksverhetzung durch Politiker — der Freitag
Das bildet recht gut ab, wie solidarisch unsere Gesellschaft so ist.
 

Fussel

Matt Eagle
Auch bei der Rente wäre es mal von politischer Seite gut sich einfach die nackten Tatsachen anzuschauen und sich von diesen leiten zu lassen und die nackten Tatsachen sind zu einem guten Teil demographischer Natur; also auch noch sehr gut vorhersagbar.
Womit wir wieder da wären: Unverhandelbare Fakten mag die Politik nicht.
Apropos nackte Tatsachen. Ich bekomme in der Forenübersicht immer kurz einen Schreck, wenn der letzte Post aus diesem Thread kommt. Dann steht da bei mir immer "Zuletzt: Andrea Nahles zieht sich aus ..."

Klar ist die Rentenproblematik sehr gut vorhersehbar, dieses Wissen alleine führt nur nicht unbedingt zu geeigneten Lösungsmaßnahmen. Prinzipiell ist es in der Politik schwierig auf lange Sicht sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Diese sind oft kurz- und mittelfristig gesehen ungünstig und da liegt dann auch der Hund begraben. Was bis zur nächsten Wahl nachteilig ist, wird besser unterlassen, man will ja schließlich wieder gewählt werden. Bei Regierungswechsel könnte ja dann sogar noch der politische Gegner die Lorbeeren für nachhaltig gute Politik einheimsen. Das geht nun wirklich nicht, da fahren wir den Karren lieber gegen die Wand und mit etwas Glück lässt der Aufprall noch solange auf sich warten, dass es ein Problem anderer Leute ist.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Apropos nackte Tatsachen. Ich bekomme in der Forenübersicht immer kurz einen Schreck, wenn der letzte Post aus diesem Thread kommt. Dann steht da bei mir immer "Zuletzt: Andrea Nahles zieht sich aus ..."
(...)

Das kann ich verstehen; ich mag mir generell die meisten Menschen nicht nackt vorstellen. Das Gute ist allerdings: Ich mach das auch nicht; erspart mir die ganzen Schrecken.
 

Kird

Hofnarr
Ich vertraue da mal auf meinen ehemaligen Geschichtslehrer, der sagte, dass Gorbatschows einziger Fehler war, zu versuchen den Russen den Alkohol auszutreiben.

tja @Gaudloth, dann war er aus der DDR ...oder...
denn ein emaliger west Geschichtslehrer wenn er nicht bei der Stasi oder DKP war könnte sowas nicht bringen...

und noch was zum thema ...SPD und Bundeskanzler....da wir jetzt ja was tolles von ein SPDler als versprechen mit bekommen durften ...das mal nett gesagt...
nur entspricht das nicht die wirklichkeit...kommt mir eher so vor wie 1945...



gruß
 
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