Andrea Nahles zieht sich aus der Politik zurück

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Die Fahrer sind glaube ich so quasi selbständig, hängen aber am Uber-Tropf.

Detti, HT und Ru wissen das sicher besser und können es besser erklären.
 

Gaudloth

Bratze
Uber, amazon, airbnb und co ist alles Mist, den man boykottieren sollte. Es gibt so viel neoliberalen Müll gegen den man sich profilieren könnte. Warum schafft das die SPD nicht?
 

powerhead

Pfälzer
Die Chance, das die SPD eine ernst zunehmende Partei ist, hat sie spätestens nach der letzten Wahl verspielt. Statt sich einer erneuten Groko zu verweigern, hat sie sich wieder einmal um 180° gedreht. Dann wär die Kanzlerschaft von Merkel endlich vorbei gewesen. Stattdessen droht uns nun eine Kanzlerin AKK, die höchstwahrscheinlich noch eine Nummer übler ist als Merkel. Durch dieses Festhalten an der Macht hat die SPD das letzte bisschen Glaubwürdigkeit verloren. Aber von einer Partei, die einen Kanzler Schröder zugelassen hat, war letztendlich wohl nicht mehr zu erwarten.
 
Die Frage ist aber, wen man sonst wählen soll. Ich hatte meine Stimme seit den Zumutungen von RG bei kleineren Parteien geparkt, bin aber nach dem Auftauchen der AfD trotz massiver Bauchschmerzen wieder zu den Grünen zurück.

Die Linkspartei wird nach dem Rückzug von Wagenknecht interessanter, aber da hängen mir immer noch zu viele von der Sorte und Putinfreunde herum.
 

powerhead

Pfälzer
Na ja, wenigstens verfügt Sahra Wagenknecht neben Gregor Gysi über eine hervorragende Rhetorik, ein Satz wie der von Nahles "ab morgen gibt's dann in die Fresse" würde von ihr bestimmt nicht kommen. Ihr größtes Manko ist ihr Verhältnis mit dem Napoléon von der Saar.
Putinfreunde? Wer?
 

powerhead

Pfälzer
Daraus erkenne ich keine Putin Freunde, selbst der Gehrcke äußerst sich nicht so. Das Parteiprogramm der Linken stimmt in Vielem mit meinen Vorstellungen überein, nur weil der außenpolitische Sprecher im Donezk war, sehe ich da keine Nähe oder gar Freundschaft zu Putin. Die Merkel trifft sich öfter mit Putin, dennoch würde ich selbst ihr keine Nähe zu ihm unterstellen. Zur afd sage ich gar nichts, die sind der Mühe nicht wert.
 

fabsi1977

Theoretiker
Die Chance, das die SPD eine ernst zunehmende Partei ist, hat sie spätestens nach der letzten Wahl verspielt. Statt sich einer erneuten Groko zu verweigern, hat sie sich wieder einmal um 180° gedreht. Dann wär die Kanzlerschaft von Merkel endlich vorbei gewesen. Stattdessen droht uns nun eine Kanzlerin AKK, die höchstwahrscheinlich noch eine Nummer übler ist als Merkel. Durch dieses Festhalten an der Macht hat die SPD das letzte bisschen Glaubwürdigkeit verloren. Aber von einer Partei, die einen Kanzler Schröder zugelassen hat, war letztendlich wohl nicht mehr zu erwarten.

Das Problem von damals wird aber nach wie vor bleiben, es gibt keine "natürlichen" Koalitionen mehr. Weil es weder für Rot-Grün noch für Schwarz-gelb reicht. Und weil Schwarz schwächelt, eben nicht mal mehr für Schwarz-Grün. Ich bin wahrlich kein Fan der GroKo, aber nach dem Scheitern von Jamaika war das damals die einzige Möglichkeit, überhaupt zu einer Regierung zu kommen.

Ich stelle mir in diesem Zusammenhang die Frage, ob wir nicht über ein neues Wahlsystem nachdenken müssten. Sprich, eine Trennung der Wahl von Regierung und Parlament. Macht das Regieren nicht einfacher, aber die Regierung kann schneller gebildet werden.
 

Detti04

The Count
Daraus erkenne ich keine Putin Freunde, selbst der Gehrcke äußerst sich nicht so. Das Parteiprogramm der Linken stimmt in Vielem mit meinen Vorstellungen überein, nur weil der außenpolitische Sprecher im Donezk war, sehe ich da keine Nähe oder gar Freundschaft zu Putin. Die Merkel trifft sich öfter mit Putin, dennoch würde ich selbst ihr keine Nähe zu ihm unterstellen. Zur afd sage ich gar nichts, die sind der Mühe nicht wert.

Tschuldigung, aber das Themenpaper der Bundestagsfraktion der Linken haette so auch von Russia Today geschrieben sein koennen:

Russland

Bei 654 Worten wird die Ukraine einmal erwaehnt (in der Klammer), die Krim gar nicht. Stattdessen der altbekannte und von Russland gern geaeusserte Vorwurf, dass sich die NATO nach Osten ausgebreitet hat. Die NATO wird als Agressor dargestellt, waehrend Russlands echte Expansionspolitik mit Einmarsch in angrenzende Laender nicht mal ernsthaft angedeutet wird. Das ist genau das Narrativ, das auch Putin-Russland verwendet.
 

powerhead

Pfälzer
Eine "natürliche" Koalition ist derzeit gewiß nicht Rot-Grün, aber sicher Schwarz-Grün. Die Grünen sind schon lange nicht mehr links, sie beziehen nur noch ein paar Alibipositionen.
 

powerhead

Pfälzer
Tschuldigung, aber das Themenpaper der Bundestagsfraktion der Linken haette so auch von Russia Today geschrieben sein koennen:

Russland

Bei 654 Worten wird die Ukraine einmal erwaehnt (in der Klammer), die Krim gar nicht. Stattdessen der altbekannte und von Russland gern geaeusserte Vorwurf, dass sich die NATO nach Osten ausgebreitet hat. Die NATO wird als Agressor dargestellt, waehrend Russlands echte Expansionspolitik mit Einmarsch in angrenzende Laender nicht mal ernsthaft angedeutet wird. Das ist genau das Narrativ, das auch Putin-Russland verwendet.
Die Osterweiterung war aus Sicht der Russen mit Sicherheit ein Akt der Aggression, vor allem da es gegen vorherige Vereinbarungen verstieß. Natomanöver direkt an der russischen Grenze macht die NATO auch nicht gerade sympathisch.
Ausserdem, unsere Regierung bezieht ja nur halbherzig Stellung gegen die russische Politik, da sie gerne Geschäfte mit den Russen macht.
 

Hendryk

Forum-Freund
Die Osterweiterung war aus Sicht der Russen mit Sicherheit ein Akt der Aggression, vor allem da es gegen vorherige Vereinbarungen verstieß. Natomanöver direkt an der russischen Grenze macht die NATO auch nicht gerade sympathisch.
Ausserdem, unsere Regierung bezieht ja nur halbherzig Stellung gegen die russische Politik, da sie gerne Geschäfte mit den Russen macht.
Absolut richtig! Michail Gorbatschow hätte der Deutschen Einheit sicher nicht zugestimmt, wenn er gewusst hätte, dass sich "der Westen" nicht an die Verträge und Absprachen hält.
Allgemein wird Russland und Putin als die Bedrohung eines freien Europas dargestellt. Wir sollten vielmehr nach Westen über den großen Teich schauen, dort regiert die eigentlich Gefahr.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Eine "natürliche" Koalition ist derzeit gewiß nicht Rot-Grün, aber sicher Schwarz-Grün. Die Grünen sind schon lange nicht mehr links, sie beziehen nur noch ein paar Alibipositionen.
Die Grünen müssen auch nicht links sein, die müssen Grün sein. Dass sie dafür links sein mussten, kam aus der Zeit in der alles mit Umwelt und vor allem Frieden gegen die Industrie und die Konservativen war.
Dabei sind die Konservativen gerade in ländlichen Gebieten BaWüs durchaus schon seit langem offen für Grüne Ideen. Solange man damit auch sein Geld verdienen kann.

Dass die Grünen links sind ist ausserdem ein gerne gemaltes Feindbild von konservativer Seite. Weil sie ihnen ja sonst die Wähler abspenstig machen.
 

Gaudloth

Bratze
Die Linken sind halt trotz und nicht wegen ihrer Einstellung zu Russland, Amerika und Israel noch am ehesten eine Option. Wobei es mir wegen dieser 3 Punkte sehr schwer fällt sie zu wählen.
 

Kird

Hofnarr
sorry da ich mal bei der tollen SPD war ...ich fühle mich verascht von Herr Schröder der sich die taschen voll macht von Herr Putin ...
und das schlimmste der ganze andere mist wurde schön gerede von denn die jetzt noch Politik machen...und die sind noch immer im hintergrund aktiv...
und ein Herr Schulz konnte die Bundestagswahl nicht gewinnen mit denn Personal ...und die sind noch immer aktiv..es liegt wohl eher an Schröder und seine tollen Begleiter das man die SPD nicht mehr voll nimmt---...
meine letzte stimme ging an Herr Weil ......und verraten und verkauft ...denn der war für die Groko....
und nicht für eine minderheits regierung...und wenn da nicht entlich mal Menschen aus hintergrund kommen die Soziales , Rente , Mindeslohn auf ihre Fahne haben ,,,,woh auch wirklich ein Mindeslohn auch denn Mindeslohn verdinnt...ach ja und was zum klimathema der geht mir erlich gesagt an popo vorbei ,...denn die die das wichtig ist sollten dann auch mal
vorschläge machen wir man andere themen vor ran bringen würde ...

gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
Absolut richtig! Michail Gorbatschow hätte der Deutschen Einheit sicher nicht zugestimmt, wenn er gewusst hätte, dass sich "der Westen" nicht an die Verträge und Absprachen hält.
Allgemein wird Russland und Putin als die Bedrohung eines freien Europas dargestellt. Wir sollten vielmehr nach Westen über den großen Teich schauen, dort regiert die eigentlich Gefahr.
Es gab nie solche Versprechen (und schon gar keine Vertraege). Das sagt u.a. Gorbatschow selber:

"[...]
Nachdem Gorbatschow als wichtigster potenzieller Kronzeuge nach der Auflösung der Sowjetunion dieses Narrativ jahrelang mit befördert hatte, bekannte er sich schliesslich im Oktober 2014 gegenüber der russischen Zeitung «Kommersant» zur historischen Wahrheit. Er stellte klar: «Das Thema ‹Nato-Expansion› wurde überhaupt nicht diskutiert, und es wurde in diesen Jahren [1990 bis 1991] nicht aufgeworfen. Ich sage das in vollem Verantwortungsbewusstsein. Nicht ein einziges osteuropäisches Land hat diese Frage angesprochen, noch nicht einmal nachdem der Warschauer Pakt 1991 aufgehört hatte zu existieren. Westliche Führer [Staats- und Regierungschefs] haben sie auch nicht erhoben.»
[...]"


Nato-Osterweiterung – gab es gegenüber der UdSSR Garantien? | NZZ

Die ganze Geschichte vom "gebrochenen Versprechen" ist schlichtweg ein Narrativ von Putin-Russland und beruht auf (insbesondere) Putins Minderwertigkeitskomplex und Wunsch nach frueherer Groesse. Putin empfindet den Zusammenbruch der Sowjetunion als Verlust ("groesste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts") und wuerde ihn gerne rueckgaengig machen, womit sich Russlands Expansionspolitik erklaeren laesst. Daher bin ich auch ziemlich sicher, dass Estland, Lettland undLitauen mehr als gluecklich ueber ihre NATO-Mitgliedschaft sind, denn ohne diese saehe es da jetzt vielleicht aus wie in der Ukraine.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Kohl und Genscher hätte da auch täglich Erdbeerkuchen versprechen können, das waren kleine Lichter.
Baker wäre da schon relevanter gewesen, aber auch der und nur mündlich war zu wenig.
 

powerhead

Pfälzer
Klar, sie hätten Gorbi auch den Himmel auf Erden versprechen können, das Ganze zeigt wie naiv er mit der Situation umgegangen ist. Das er sich heute distanziert, ist logisch, wer will schon als naiver Depp dastehen. Der Osten und der Westen sich weder damals noch heute vertraut haben, selbst schriftliche Verträge sind meist nicht das Papier wert.
 
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Rupert

Friends call me Loretta
Wenn ich einen Politiker der damaligen Zeit als nicht-naiv bezeichnen würde, dann Gorbatschow, denn der hat die Realität erkannt und dementsprechend gehandelt - sogar ohne große Rücksichtnahme auf seine politische Zukunft - und natürlich haben sich da führende Politiker vertraut, denn sonst wäre es niemals zum 2+4 Vertrag gekommen.
 
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powerhead

Pfälzer
Gorbatschow wollte ursprünglich das Gleiche wie China heute, eine Öffnung zum Westen bei Beibehaltung der absoluten Macht innerhalb der Sovietunion. Sein Problem war, dass er im Westen gefeiert wurde wie der neue Heiland, während er im eigenen Land die Unterstützung verlor. Vor kurzem gab es eine Biographie von ihm auf Arte , die zeigte wie ihm seine Handlungsfähigkeit langsam verloren ging. Erst als er vom KGB in seiner Datscha festgesetzt wurde, dämmerte ihm, dass er ausgespielt hatte.
Das du anders siehst, ist klar.
 
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