Alemannia Aachen finanziell unter Druck!

HoratioTroche

Zuwanderer
Da gehören aber immer 2 zu.

Als wir ein Haus gesucht haben, wollte man uns auch alles Mögliche andrehen, aber wir hatten halt einen klaren Plan und eine klares Limit, welches wir auf keinen Fall überschreiten wollten.

Der Unterschied ist, dass du dein Haus selber zahlst. Ein Präsident will gut dastehen, evtl. wiedergewählt werden. Zahlen tut er selber aber nicht, deshalb kann er andere Risiken eingehen. Wenn dem Präsidenten dann gleichzeitig die Baufirma gehört, wird es richtig lustig.
Schlimmstenfalls wird er vom Hof gejagt, aber die Erfahrung zeigt dass solche Präsidenten genügend einflussreichen Hofstaat in Verein, Politik und am besten auch noch in der Presse haben um selbst wenn dem Verein die Pleite droht noch als Retter gefeiert zu werden wenn sie ihm dann Kredit geben. Mit Geld dass sie ihm vorher aus der Tasche gezogen haben.

Ist jetzt nicht Aachen, aber nicht so weit weg.
 

Nestor BSC

Der Hauptstadt-Patriot
Wird die Alemannia dann in der Regionalliga West starten können, oder muss sie doch weiter runter, z. B. in die Mittelrheinliga? :gruebel:
 

Raffelhüschen

Forennutzer
Wenn ich von einer besseren Fernsehgeldverteilung zu Gunsten der kleineren Vereine schreibe, dann meine ich damit natürlich nicht nur die unteren Vereine der 1. Liga, sondern selbstredend (sollte schon aufgrund des Threadstartthemas klar geworden sein) die Vereine der unteren Ligen. Es wurde schon damals bei Einführung der 3. Liga darüber diskutiert worden, dass dort schon allein die Lücke zwischen den Auflagen, die ein Verein erfüllen muss, und den Einnahmen die er in dieser Liga erzielt, soweit auseinander liegen, dass sich das eingentlich gar nicht lohnt (müsste mal ein ausgraben). Da wurde vom DFB noch angeführt, dass man eine eingleisige 3. Liga doch prima vermarkten könne! Hat irgendwie nicht geklappt. Und hat außer dem DFB wohl schon vorher keiner geglaubt. So wie es jetzt läuft, werden die reichen Vereine immer reicher und die kleinen stehen immer auf der Kippe zur Pleite. Ein versuch nach oben zu kommen, ist mit riskantesten Investionen verbunden, weil der kleinste fehler zur Insolvenz führen kann. Oder man sagt sich gleich: Wir können eh nicht hoch kommen, weil uns das geld fehlt. Damit ist doch alles sportliche so langsam endgültig aus dem Fußballgeschäft weg. Es ist klar, wer um die internationalen Plätze spielt, es ist klar, wer im Mittelfeld steht, es ist klar, wer um den Abstieg spielen muss, es gibt die Fahrstuhl Mannschaften, usw. Klar, ab und zu hat mal ein obere Verein eine Krisensaison und die Eintracht kann weiter oben mitspielen. Aber das ist auch schon alles, mit sportlichem Wettkampf hat das doch nix mehr zu tun.

Du beschreibst die Situation gefühlsmäßig ganz richtig, dass sich bis auf wenige Ausnahmen die Plätze der Vereine im Ligensystem vermehrt manifestieren und es finanziell immer schwerer bis unmöglich ist, sich im Ligenfeld nach oben zu arbeiten, wenn keine potenten Geldgeber dahinter stehen oder man entsprechendes finanzielles Risiko geht. Zwischen 3.Liga und Regionalliga besteht ein ganz schöner Flaschenhals. Aus meiner Sicht war die Einführung der eingleisigen 3.Liga in dieser Konstruktion ein Fehler. Eine Rückkehr zur zweigleisigen Regionalliga oder eine maßgeblich ausgeglichenere Verteilung der Einnahmen im Ligentableau wird es in Zukunft aber leider wohl nicht geben.
 
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