50+1 Regelung: Nadelstreifen in Stollenschuhen!

Akoa

Moderator <br><img src="/images/Banner/star4.gif"
Ein Gastkommentar von Stefan Minden, Rechtsanwalt der Fanabteilung von EIntracht Frankfurt und Verfasser des Positionspapiers zur Reform der Stadionverbotsrichtlinien:

(aus dem Mailverteiler von "Unsere Kurve", www.unsere-kurve.de)

Hallo in die Runde,

zum Thema "50 + 1" gibt es heute ja die fürchterliche Werbeshow der DFL für Kapitalanleger. Ich finde, es ist jetzt allerhöchste Zeit, dass wir uns zu diesem Thema zu Wort melden. Zumindest innerhalb der DFL-Spitze scheint ja die Entscheidung für eine Abschaffung der "50 + 1"-Regel längst gefallen zu sein.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass es seit Einführung der Bundesliga 1963 keine Entscheidung mehr gegeben hat, die den deutschen Fußball derart nachhaltig und irreversibel verändern wird wie diese. Wer das nicht sieht, ist blind. Die Konsequenzen werden wir alle spüren und erleben, ganz egal, wie unser "eigener" Verein sich verhält bzw. ob, wann und unter welchen Umständen er sich Kapitalanlegern öffnet:


Ein Gastkommentar von Stefan Minden, Rechtsanwalt der Fanabteilung von EIntracht Frankfurt und Verfasser des Positionspapiers zur Reform der Stadionverbotsrichtlinien:
(aus dem Mailverteiler von "Unsere Kurve", www.unsere-kurve.de)
Hallo in die Runde,

zum Thema "50 + 1" gibt es heute ja die fürchterliche Werbeshow der DFL für Kapitalanleger. Ich finde, es ist jetzt allerhöchste Zeit, dass wir uns zu diesem Thema zu Wort melden. Zumindest innerhalb der DFL-Spitze scheint ja die Entscheidung für eine Abschaffung der "50 + 1"-Regel längst gefallen zu sein.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass es seit Einführung der Bundesliga 1963 keine Entscheidung mehr gegeben hat, die den deutschen Fußball derart nachhaltig und irreversibel verändern wird wie diese. Wer das nicht sieht, ist blind. Die Konsequenzen werden wir alle spüren und erleben, ganz egal, wie unser "eigener" Verein sich verhält bzw. ob, wann und unter welchen Umständen er sich Kapitalanlegern öffnet:
- in der Bundesliga wird es künftig vermehrt "Vereine" wie Wolfsburg und Hoffenheim geben - geschichts- und anhängerlose Produkte eines Kapitalgebers, der notfalls 11 Brasilianer zusammenkauft und in irgendeiner bislang vom Fußball nicht verwöhnten Gegend gediegenes Fußball-Entertainment anbietet - da aber die Bundesliga nicht aufgestockt wird, werden dafür Traditionsvereine runtermüssen;

- So wie in der "normalen" gewerblichen WIrtschaft Arbeitsplätze auch dann abgebaut werden, wenn die Unternehmen Gewinne erwirtschaften und zweistellige Zuwachsraten haben (eben weil nach der "Freisetzung" noch mehr Rendite erwartet werden kann), so werden wir auch im Fußball dem shareholder value Tribut zollen müssen: Schluß mit billigen Stehplätzen, wo die Saisondauerkarte nur 100 Euro kostet; weg mit sozialverträglichen Preisen. Fußball kann sich auch bzw. sogar besser als hochpreisiges Produkt verkaufen. Wer da nicht mitmacht, wird wegen seines Erlös-Steigerungspotentials schnell zum Übernahme-Kandidaten...

- Raus also mit den die wirtschaftliche Entwicklung hemmenden Fankurven und Fanszenen. Die haben erstens eh zu wenig Kaufkraft, sind zweitens zudem überdurchsschnittlich konsumkritisch und kleiden sich eher mit Produkten aus Kollektionen der eigenen Szene ("Ultra-Zipper" oder Fanclub-Pullis usw.) statt die offiziellen Merchandising-Produkte des "Vereins" zu erwerben, weswegen sie auch - drittens - für die Sponsoren uninteressant sind, die im Umfeld der Spiele ihre Produkte bewerben. Eine große und aktive Fanszene, so wie wir sie heute noch bei vielen Vereinen haben und kennen, ist dem shareholdervalue enorm abträglich. Fans sind genauso überflüssig und störend wie Nokia-Arbeiter in Bochum.

- da die private-equity-Gesellschaften, die Hedge-Fonds und die durchgeknallten Milliardiäre dieses Erdballs dann ja auch sofort Gesellschafter der DFL werden, wenn sie einen Verein gekauft bzw. hochgebracht haben, werden deren Entscheidungen in Zukunft noch renditeorientierter und fanunfreundlicher werden. Neun verschiedene Anstoßzeiten - darunter einige, die mit dem asiatischen Fernsehmarkt kompatibel sind -, die Aufnahme von Sponsorennamen in die Vereinsnamen, der Wechsel von Vereinsfarben (bringt auch für den Fanartikleverkauf einen enormen Nachfrageschub), Werbung auch auf der Hose und Trikot-Rückseite usw. usf. - die Liste möglicher Schreckensentscheidungen ist lang...

- weil man ja bei der DFL offensichtlich alles erreichen kann, wenn man nur das wunderbare Argument "das würde vor Gericht nie halten!" zieht, wird bald auch der Verkauf von Lizenzen erlaubt werden. Schließlich stellen diese den werthaltigsten Vermögenswert der Bilanz dar. Und welche Rechtsordnung darf einem privaten Unternehmen schon verbieten, Teile seines Anlagevermögens zu veräußern?

- irgendwann wird man feststellen, dass die Investoren vor allzu großen Risiken zurückschrecken, weil immer noch pro Saison zwei oder drei Vereine absteigen. Dann beginnt der öffentliche Meinungskampf gegen diesen deutschen Anachronismus, und bald schon wird man nach dem Vorbild der amerikanischen Profiligen (oder der deutschen Eishockey-Liga) Auf- und Abstieg abgeschafft haben. Irgendein Dödel aus einer renommierten, wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Kanzlei wird der DFL-Geschäftsführung schon ein ausführliches und überzeugendes Gutachten vorlegen, wonach der Abstieg ein unzulässiger Eingriff in die Gewerbefreiheit ist und vor Gericht niemals Bestand hätte...

Und wir? Wir werden den Tag verfluchen, an dem die DFL die "50 +1"-Regel gekippt hat, ohne dass wir wenigstens versucht hätten, Widerstand zu leisten...

Quelle:FPMG Supporters Club - Von Fans für Fans - 50+1 Regelung: Nadelstreifen in Stollenschuhen!

Abschließend noch zu Eurer Info der folgende Artikel aus der heutigen Frankfurter Rundschau:

Bundesliga-Bosse treffen sich mit Großkapital
Nadelstreifen in Stollenschuhen
VON JAN CHRISTIAN MÜLLER
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Sollen sich die Klubs der Fußball-Bundesliga dem Großkapital öffnen? Die Meinungen prallen aufeinander. Für den heutigen Mittwoch hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) deshalb alle 36 Lizenzklubs in das Frankfurter Japan Center geladen. Vorstellen wird sich unter anderem die Private-Equity-Gesellschaft BC Partners aus Hamburg. 61 Milliarden Euro Wagniskapital hat das weltweit agierende Unternehmen in 66 Akquisitionen investiert. Bayern München, dessen Wert auf 727 Millionen Euro taxiert wird (siehe Grafik), passt zum Beispiel genau in diese Größenordnung.

Noch ziert sich der deutsche Fußball, sich fit zu machen für finanzkräftige Investoren. Die so genannte 50+1-Regel verbietet es den Vereinen im Gegensatz etwa zu ihren englischen Konkurrenten, mehr als 49,99 Prozent ihrer Anteile zu verkaufen. "Diese Regel wird kippen", sagt Ilja Kaenzig, "sie ist juristisch vor einem Ordentlichen Gericht nicht haltbar." Der Ex-Manager von Hannover 96 hat im vergangenen Sommer die Firma Boutique Fußball mit Sitz in Zürich gegründet. Er sieht sich als "Schnittstelle zwischen Investmentwelt und Fußballwelt".

Die Furcht in der Welt der Stollenschuhe vor der Welt der Nadelstreifen ist - noch - groß. So sagt Eintracht Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen: "Wir haben eine Tradition zu verteidigen, die auf dem Gedanken des Sports fußt und nicht auf dem des Shareholder Values." Für die Eintracht käme ein Verkauf an externe Geldgeber "überhaupt nicht in Frage. Externe neigen nämlich zum Brudermord." Zudem, da ist sich Bruchhagen mit seinem Bremer Kollegen Jürgen L. Born einig, würden die Renditeinteressen der Geldgeber und die Interessen am sportlichen Erfolg der Klubs nicht zusammenpassen. Der ehemalige Banker Born sagt: "Die Fans wollen natürlich, dass ein Gewinn in neue Spieler gesteckt wird. Das beißt sich mit dem Wunsch des Investors nach einer Dividende auf sein eingesetztes Kapital."

Für Ilja Kaenzig sind das "popululistische Aussagen." Potenzielle Investoren hätten weniger Interesse an einer kurzfristigen Rendite als vielmehr daran, den Wert der Klubs zu steigern. Und zwar mit einer "völlig emotionslosen Herangehensweise: Die treffen keine wahnsinnigen Entscheidungen, um mal eben kurzfristig Meister zu werden. Die haben vor allem den langfristigen Erfolg im Auge, weil sie Werte schaffen wollen". Der "rasant wachsende Vermarktungsbereich" eröffne zudem "gewaltige Potenziale". Fußball konkurriere inzwischen mit Hollywood, "der Fußball gehört zur Unterhaltungsindustrie, gar kein Zweifel". Kaenzig sieht noch eine Reihe von ungehobenen Schätzen: Titelsponsoring, Ballsponsoring, Auslandsvermarktung, neue Medien, der Schweizer erkennt "Renditechancen, die bislang im Fußball nicht vorhanden waren".

Der Bremer Born sieht das zwar nicht anders, verlangt aber, wie die meisten seiner Kollegen, Schutzmechanismen, etwa Mindesthaltefristen für Investoren. Vermittler Kaenzig ist jedoch dagegen, den Markt einzuschränken. Er argumentiert: "Wenn ein Investor den Wert eines Klubs steigert und bald wieder verkauft, ist der Käufer ja an einer weiteren Wertsteigerung interessiert. Das ist gut für alle Beteiligten." Kaenzig sieht vor allem für Klubs aus der zweiten oder dritten Reihe, wie zum Beispiel Dynamo Dresden, bislang ungeahnte Möglichkeiten: "Es gibt eine ganze Reihe von Klubs, die von innen nicht die Kraft aufbringen, denen es an Know how und Kapital fehlt und die mit ihrem Schuldenrucksack nicht weiter kommen. Wenn denen Wissen und Geld gegeben wird, ist das doch nichts Verwerfliches."

Wie der in dieser Frage sehr progressiv denkende Boss von Hannover 96, Hörgerät-Unternehmer Martin Kind, hat auch der Bremer Born schon Pläne für mögliche Beteiligungen in der Schublade. Aber eben nicht jene großen Unbekannten aus Asien, den USA und Lateinamerika, Geldsammel-Gesellschaften, vermeintliche Heuschrecken, die für millionenschwere Kunden weltweit auf der Suche nach dem höchsten Zins auf ihr eingesetztes Kapital sind, sondern für befreundete Unternehmen aus der regionalen Wirtschaft. "Wenn so eine Firma 20 Prozent unserer Anteile erwirbt, bekommt es sogar einen Sitz im Aufsichtsrat", erläutert Born das sogenannte "over the counter Business", den Verkauf von Anteilen im Angesicht des Geldgebers über den Tisch.

Großkapital-Lobbyist Ilja Kaenzig findet es gut, dass die DFL die Klubs für heute zur großen Info-Veranstaltung eingeladen hat: "Da werden sicher viele Ängste abgebaut", glaubt er und erinnert an den Aufschrei, als der Hamburger SV als erster Bundesligist seinen Stadionnamen verkaufte: "Das ist mittlerweile doch fast nirgends ein Thema mehr." Heribert Bruchhagen bleibt skeptisch: "In der freien Wirtschaft können 50 konkurrierende Banken gemeinsam Erfolg haben. Im Fußball bedingt der Erfolg des einen den Misserfolg des anderen."

Quelle:Nadelstreifen in Stollenschuhen
 

André

Admin
Der Herr Kind von Hannover 96 droht laut kickeronline mit dem Gang vors Gericht. Er will wohl die Ablehnung der 50+1 Regelung nicht akzeptieren.

96 droht mit dem Gang vors Gericht - Fußball - Bundesliga - kicker online

Dabei sag ich mal danke für diesen Satz:
Dr. Reinhard Rauball dagegen argumentierte schon vergangene Woche: "Die Bundesliga lebt von ihrer Stabilität und ihrer Ausgeglichenheit. Maßgebliches Gut muss auch künftig der Schutz des Wettbewerbs bleiben."
Wieso habe ich nur das Gefühl einige würden für kurzfristigen Erfolg Ihre Oma verkaufen. :rolleyes:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ist ja klar, das die großen Vereine nicht wollen, dass die regel abgeschafft wird, denn ohne Investoren wird es kein Verein aus dem Mittelfeld schaffen, oben anzugreifen. Mit 50+1 bleibt es wie es ist mit der 3-geteilten BuLi (=immer dieselben Mannschaften die oben mitspielen, die Mittelfeldler, und die gegen den Abstieg spielen). Und das soll pro Wettbewerb sein? :gruebel: (Mal ganz davon abgesehen, was mann sonst von der 50+1 Regel hält)
 

HoratioTroche

Zuwanderer
die haben wahrscheinlich eher angst, dann völlig abgehängt zu werden, wenn die regel kippt.
Erstens sind die schon abgehängt, und zweitens kann das auch dem Kind mit Investor passieren. Wer garantiert ihm denn, dass nicht andere Vereine dann bessere Investoren haben. Gibt ja noch ein paar Großstädte ohne Bundesligisten. Wenn 18 Bundesligisten einen Investor haben, geben sie alle mehr Geld aus und am Ende steigen trotzdem 3 ab. Aber vielleicht ist das dann ja das nächste, was man abschafft. :zahnluec:
Guck mal nach England, wo die Vereine mit Investor so stehen, wenn sie nicht inzwischen pleite gegangen sind. Wozu muss man sich denn ohne Not einen Investor ins Boot holen, der in erster Linie selber Geld verdienen will?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
na, der Kind hat da bestimmt schon was in petto, wenn er sogar klagt!

Und inzwischen steigen ja schon nur noch 2 einhalb ab, da hast du recht mit der Trendprognose! ;)
 

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
naja, da das alle ohne Ausnahme Wirtschaftsunternehmen sind, bezweifle ich, daß die Regel vor Gericht standhalten wird.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
naja, da das alle ohne Ausnahme Wirtschaftsunternehmen sind
Also der KSC ist ein e.V. ohne ausgelagerte Fußballabteilung. Und selbst wenn die Abteilung ausgegliedert werden sollte, schreibt die Satzung dem Verein vor, dass 50% plus eine Stimme beim Verein bleiben müssen. Und das sollte dann auch vor einem Gericht standhalten können. Betrifft ja den Verein und seine Satzung.

Kann schon sein, dass der Kind mit der Klage durchkommt. Ob das gut ist, ist dann Ansichtssache. Siehe England.
 
Zuletzt bearbeitet:

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
Also der KSC ist ein e.V. ohne ausgelagerte Fußballabteilung.

Wirtschaftsunternehmen, §22 BGB, können auch e.V.s sein. Nennt sich dann "wirtschaftlicher Verein".

Und der KSC wird ja wohl kein Sportverein wie 1.FC Kleinkummersdorf sein, die noch ein richtiger Verein sind.


Was die Satzung wieder vorschreibt, steht dann auf einem anderen Blatt. Und Papier ist geduldig.
 

Rockz

Punktelieferant
Wenn die Regelung faellt bedeutet es ja nicht das ein Verein sich "verkaufen" muss. Er hat lediglich die Moeglichkeit es zu tun. So gesehen kann der KSC mit oder ohne Regelung in der Satzung noch sehr lange bestehen wie er ist.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Wenn die Regelung faellt bedeutet es ja nicht das ein Verein sich "verkaufen" muss. Er hat lediglich die Moeglichkeit es zu tun. So gesehen kann der KSC mit oder ohne Regelung in der Satzung noch sehr lange bestehen wie er ist.
Und wenn die Regelung bleibt, heißt das auch nicht, dass der Kind sich keinen Investor ins Haus holen kann. Nur eben keinen mit Mehrheit. Das sollte eigentlich ihm als Vereinspräsidenten auch ein Anliegen sein, sonst würde er ja den Verein faktisch abschaffen.
Und du weißt sicher selber, wenn es Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, findet sich immer einer der es tut. Ob es sinnvoll ist oder nicht.
Princewind schrieb:
Wirtschaftsunternehmen, §22 BGB, können auch e.V.s sein. Nennt sich dann "wirtschaftlicher Verein".
Irgendwie ein Widerspruch zu:
Ein eingetragener Verein (Abkürzung e. V.) ist ein Verein, der in das Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen ist. Das ist jedoch nur nicht-wirtschaftlichen Vereinen (Idealverein) vorbehalten.

Idealverein ist ein Fachausdruck aus der Rechtsprechung und der Wirtschaft. Der Idealverein ist die typische und häufigste Form eines Vereins. Man versteht darunter einen nichtwirtschaftlichen Verein, also einen Verein, der nicht auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist. Er verfolgt statt materieller, vorwiegend ideelle Zwecke.
Das hab ich jetzt mal aus wikipedia kopiert.
 

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
Dann guck nochmal genau nach in dem 22er beim BGB. Diese, die du meinst, erhalten ihre Rechtskraft durch staatliche Verleihung, steht da drin. Nix Vereinsregister.

hab nix vom Vereinsregister gesagt. Wie kann die staatliche Verleihung der Rechtskraft denn erfolgen? In einer Ernennungszeremonie? Oder durch einfachen Bescheid, z.B. einem Gewerbesteuerbescheid?

Zum anderen, falls dies nicht langt (keine Ahnung, kenne des Landesgesetz von B-W nicht wirklich) ist dann auch bei "normalen" Vereinen immer noch eine Unterscheidung zwischen gewerblichen Bereich und nicht gewerblichen Bereich vorzunehmen. Am Ende kommt es aufs selbe Hinaus ( in der Praxis), so daß wir uns nicht wirklich drüber streiten müssen , ob der KSC nun eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt oder aber nur aus Spaß an der Freude in der 1.Bundesliga mitspielt.

Und außerdem, wie bereits gesagt, wird ja niemand gezwungen sich investoren an land zu holen, geht wohl nur darum, daß es einem nicht verboten werden darf.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
hab nix vom Vereinsregister gesagt. Wie kann die staatliche Verleihung der Rechtskraft denn erfolgen? In einer Ernennungszeremonie? Oder durch einfachen Bescheid, z.B. einem Gewerbesteuerbescheid?

Zum anderen, falls dies nicht langt (keine Ahnung, kenne des Landesgesetz von B-W nicht wirklich) ist dann auch bei "normalen" Vereinen immer noch eine Unterscheidung zwischen gewerblichen Bereich und nicht gewerblichen Bereich vorzunehmen.

Damit hast du wohl recht, ist dan aber kein "wirtschaftlicher Verein", sondern ein "wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb" im gemeinnützigen Verein.

Und ja, die Rechtskraft eines wirtschaftlichen vereines erfolgt durch staatliche Verleihung mittels einer Urkunde. Z.B sind Sparkassen, Konsum- und Erzeugervereine sog. wirtschaftliche Vereine. Nur ein Steuerbescheid ist keine Urkunde in diesem Sinne.

Aber du hast recht, das führt eigentlich zu weit. Faktisch ist es tatsächlich meist so, dass die wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe getrennte Buchführungen etc haben sollten und müssen und per sé sogar Umsatz- und Gewerbesteuerpflichtig sein können.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Außerdem dürfen auch e.V.s Gewinne ohne Ende machen.

Richtig. Danke für den Hinweis. Dass der gemeinnützinge Verein, also der der nicht auf wirtschaftlichen Erfolg aus ist, dennoch einen erzielen kann, ergibt sich schon aus dem Wortlaut. Denn gemäß diesem ist der Ziel des Vereins entscheidender als der tatsächliche wirtschaftliche Erfolg.
 

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
öhem, zwischen "Gewinne machen" und einem "gewerblichen Handeln" ist ein himmelweiter Unterschied. Aber sonst sind wir uns ja mal einig.
 

Meckpommi

Fußballfan
Das Kind diesen Weg einschlägt , ist schon eine kleine Überraschung und ich Tippe da mal das noch paar Vereine diesen Weg einschlagen werden ! Die 50+1 Regel ist für die Bundesliga gar nicht so schlecht , Grund es werden da durch kauf willige Investoren abgehalten ihre komischen Angebote abzugeben ! Ein System wie in England würde die Bundesliga auf dauer kaputt machen ! Man schaue sich den Verein West Ham an , die haben Schulden ohne Ende und müssen bangen ums Überleben in der Liga ! Wenn sowas in der Bundesliga passiert , kann man sie in 5 Jahren zu machen !

Gruß Meckpommi
 
D

DavidG

Guest
Ist ja klar, das die großen Vereine nicht wollen, dass die regel abgeschafft wird, denn ohne Investoren wird es kein Verein aus dem Mittelfeld schaffen, oben anzugreifen.

Was fürn schwachsinn!

Das haben schon zig andere Vereine geschafft und mit guter Arbeit schafft man es auch.

Oder glaubst du das Vereine wie Bremen, Leverkusen oder auch Schalke schon immer da oben stehen?

Schalke war in den 80er Jahren auch in Liga 2 und hat sich wieder ganz oben rangekämpft.
 

Rockz

Punktelieferant
Was fürn schwachsinn!

Das haben schon zig andere Vereine geschafft und mit guter Arbeit schafft man es auch.

Oder glaubst du das Vereine wie Bremen, Leverkusen oder auch Schalke schon immer da oben stehen?

Schalke war in den 80er Jahren auch in Liga 2 und hat sich wieder ganz oben rangekämpft.

Und Schalke hat keine Investoren?
 
D

DavidG

Guest
Und Schalke hat keine Investoren?

Nein verdammt haben wir nicht!
Wir haben lediglich ein paar Sponsoren und dazu zählt auch Gazprom!
Jetzt bleib mir mit deinem "Gazprom-Mafia" scheiß fern, das hatten wir schon zur Genüge.

Hier geht es um die 50+1 Regel und damit darum, ob Vereine durch Investoren übernommen werden dürfen, wie es in England massig der Fall ist.

:rolleyes:
 

Rockz

Punktelieferant
Nein verdammt haben wir nicht!
Wir haben lediglich ein paar Sponsoren und dazu zählt auch Gazprom!

Das ist allgemein bekannt.

Jetzt bleib mir mit deinem "Gazprom-Mafia" scheiß fern, das hatten wir schon zur Genüge.

Locker bleiben, da wollte ich bestimmt nicht drauf raus.

Hier geht es um die 50+1 Regel und damit darum, ob Vereine durch Investoren übernommen werden dürfen, wie es in England massig der Fall ist.

:rolleyes:


Ist klar. Worauf ich raus wollte ist das es ohne Geld kaum geht. Ob Investor, Maezen oder Sponsor - voellig egal.

Ihr habt einen guten Sponsor, ok. Manch andere Mannschaft hat den aber nicht und um an Geld zu gelangen versucht man Investoren zu finden. Die wiederum haetten ganz gerne die Faeden in der Hand wenn sie schon Geld in die Hand nehmen und deshalb versucht man eben die 50 + 1 Regelung zu kippen.
 
Wie arm wäre die Bundesliga dran, wenn Geldpfutzis darüber entscheiden könnten, was die einzelnen Klub`s zu tun und zu lassen haben? Kind soll sein Vereinsbudget bei bet&win anlegen, ganz ohne Verlust der Vereinsstimme, wenn was schief geht, wird dann wohl bei ihm zu suchen sein :D
 
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