50+1 Regel bleibt weiterhin bestehen

Rupert

Friends call me Loretta
Die 3 Hosenknöpfe, die Sechzig aus dem Verkauf von 60% der Anteile erlöst hat, bekämen andere Teams locker doppelt und dreifach rein - auch in der zweiten Liga. Aber die wollen sich ja nicht verkaufen :)
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Und nun wird sie mal wieder zum Thema, allerdings bin ich nun nicht genau dahinter kommen iwiefern...

Rauball: 50+1-Regel kommt auf den Prüfstand
Der deutsche Profi-Fußball stellt die heiß diskutierte 50+1-Regel, die den Einstieg von Investoren bei den Klubs regelt, auf den Prüfstand.

http://www.11freunde.de/nachricht/dfl-12

Abschaffen oder wie?
 

Rupert

Friends call me Loretta
Dazu braucht es keine Werksclubs, die ich ausserdem Ok finde, oder ein Hoffenheim oder Redbull. Die Regel ist ja mittlerweile auch bei langfristigen Investoren hinfällig, die mindestens 20 Jahre investierten, was auch immer das heissen mag.
 
http://www.spiegel.de/sport/fussbal...e-mehrheit-bei-1899-hoffenheim-a-1017616.html
Bisher hielt Hopp 49 Prozent der Anteile an der Hoffenheimer Fußball-Spielbetriebs GmbH. Denn eigentlich dürfen Investoren gemäß der 50+1-Regel in Deutschland nicht die Stimmenmehrheit bei Profiklubs übernehmen. Doch nach einer Klage des Präsidenten von Hannover 96, Martin Kind, genehmigt die DFL nun auf Antrag Ausnahmen von dieser Regel. Voraussetzung dafür ist, dass ein Investor den Verein seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen gefördert hat. Das ist bei Hopp und Hoffenheim der Fall.
Der 74 Jahre alte Mitbegründer des Software-Giganten SAP unterstützt den Verein bereits seit 1989. Insgesamt hat er in Spieler, Stadion, Leistungszentrum und weitere Infrastruktur etwa 350 Millionen Euro
 

osito

Titelaspirant
Ja, der Nostalgiker Streich. Kommt er nicht mehr mit? Alles ist so schnelllebig geworden, da kommt man kaum noch hinterher. Oder anders " does isch aeh Wahnsinn..."
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren. Ein Verein ist kein Ort, um möglichst viel abzuschöpfen und zu werben, sondern ein Gemeinschaftsort. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, ohne Gemeinschaft ist er nicht überlebensfähig. Das Gemeinschaftserlebnis auf dem Fußballplatz steht über der vollständigen Kommerzialisierung."

Ein Verein schon. Aber in der Bundesliga gibt es ja gar keine Vereine mehr. Das sind alles Firmen. Also geht es nur noch um's Geschäft, also um's abschöpfen und werben. Und "die Gemeinschaft" ist da allein als Konsument gefragt. Doof - aber so isses.


edit: Sind doch nicht alles Firmen. Folgende Vereine spielen noch in der 1. BuLi: FC Schalke 05, FSV Mainz 05, SC Freiburg, SC Paderborn und der VfB Stuttgart - kann ich gar nicht glauben!
Q: http://www.spiegel.de/sport/fussbal...alkes-profi-abteilung-moeglich-a-1028939.html
 
Wenn da mal einer klagt, dann war es das dann mit der 50+1-Regel, würde ich sagen. Sonst würde sich der DFB ja auch gar nicht so viel mit Kind abgeben und da irgendwelche Kompromisse aushandeln. Die Wissen ja wohl auch genau, dass sie vor Gericht keine Chance hätten.

Perfekt: 50+1 in Hannover bald passé

"50+1" gibt es in Hannover schon bald nicht mehr. Wie die Niedersachsen am Montagabend mitteilten, bewilligte der Aufsichtsrat des e.V. nach zweieinhalbstündiger Sitzung mit der erwarteten Mehrheit von 3:2 Stimmen das Vorhaben, die letzten Anteile an der Lizenzfußball-Abteilung, der "Hannover 96 GmbH & Co KGaA", an Klubboss Martin Kind (73) abzutreten.

Mit diesem Schritt verliert der Verein endgültig seinen Einfluss auf den Profifußball bei 96, der Abschied vom "50+1" in Hannover ist demnach beschlossene Sache.

Formal muss Kind noch einen Antrag stellen, der genehmigt werden muss. Das dürfte aber keine Hürde mehr sein. Denn: Die DFL hatte Vereinen, in denen eine Person mindestens 20 Jahre lang fortlaufend und erheblich fördernd tätig ist, eine entsprechende Ausnahmeregelung zugestanden. Für Kind, der am 26. September 1997 bei den Niedersachsen einstieg, trifft dies demnach bald zu. Geht die Genehmigung durch, dann wäre Hannover nach Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim der vierte Bundesligist mit diesem Sonderstatus.
 

André

Admin
Die Frage bleibt also: Was wollen die Deutschen so unbedingt übernehmen von der Premier League? Einer Organisation, die von allem den Preis kennt, aber von nichts den wahren Wert. Eine Liga, die das englische Nationalteam zerstört hat, indem es kein einziges Talent zum Zug kommen ließ. Ein Wettbewerb, der Geld eintreibt und den echten Amateurfußball ausmergelt. Eine Liga, in der die Stadien voller lustig-dumm-klatschender Touristen sind, die wie beim Wrestling darauf warten, dass die »Big hitters« erwartungsgemäß den Sieg davon tragen. Die Premier League ist die berechenbarste Liga Europas trotz all der Botschaften ihrer PR-Abteilungen und der ihr in Treue verbundenen Boulevardpresse.

Offener Brief aus England an deutsche Fans und Funktionäre: Werdet nicht wie wir!
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Dem Kalle wirds gar nicht schmecken. Hannovers Martin Kind auch nicht. :D

Nö, Rolex-Kalle schmeckt das gar nicht und er polemisiert schon ordentlich rum:

"Ich habe mich am vergangenen Donnerstag geistig ein Stück von der DFL verabschiedet. Ich finde die gesamte Entwicklung in der DFL im Moment bedenklich. Da fehlt mir Führung... Es befremdet mich, dass ein Zweitligist, der nach meinem Kenntnisstand noch nie in einem europäischen Wettbewerb mitgespielt hat, auf einmal nicht nur eine so prominente, sondern auch dominierende Rolle einnimmt."

"Populistisches Spektakel": FCB-Boss teilt aus

Gemeint ist wohl St. Pauli, weil die Antrag eingebracht haben, dass 50+1 bestehen bleiben soll.

Es war übrigens denkbar knapp: 18 von 34 Clubs stimmten für 50+1. Lange wird es das nicht mehr geben.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Es haben ja nur 4 Vereine dafür gestimmt 50+1 in der Form nicht beizubehalten.

Außerdem sind 36 Vereine stimmberechtigt, nicht 34; 2 nahmen an dem Treffen gar nicht teil, 3 blieben der Abstimmung fern und 9 enthielten sich ihrer Stimme.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
Nö, das ist verhältnismäßig einfach: Der Profifußball bei RB Leipzig ist in die RB Leipzig GmbH ausgegliedert, deren Stammkapital gehört zu 99% der Red Bull GmbH und zu 1% dem RasenBallsport Leipzig e. V. Bei den Stimmrechten hat der e.V. die Mehrheit in der Gesellschafterversammlung.
Man muss sich dann halt nur anschauen wieviele stimmberechtigte Mitglieder der e.V. hat, die in der Vereinsmitgliederversammlung mitbestimmen dürfen, und wem die nahestehen :D
 

powerhead

Pfälzer
Das Mateschitz der Boss ist, ist mir klar.
Was mir nicht klar ist, weshalb bei der Aufzählung von Andre - Bayer, VW und SAP - RB fehlt. Und es ist wohl jedem bekannt, dass da nur einer das Sagen hat.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Bei WOB, Bayer und der TSG liegt die Mehrheit der Stimmrechte nicht mehr beim Verein; das ist der Unterschied.
 
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