34. Spieltag Laberthread - Das Ende! - Fußball Bundesliga 2020/21

Ob das Fürth, Kiel oder Bochum sein wird, da werden sich die Kölner ganz schön strecken müssen. Alles geschlossene Mannschaften mit ziemlichen Offensivpotential.
Es sind die Störche geworden!!

Wird am Mittwoch und Samstag schön interessant.
Leiiiiider gestern in Kölle die Schwachmaten unterwegs - Glasflaschen, Böller, Raketen auf Polizisten und auf andere Fans :vogel::vogel::vogel:
 
Och nö, komm lass mal

Sorry das wir gegen den FC nix geholt haben. Hoffe nun auf den 3. der zwoten das die den FC runterschicken.
Die Kölschen hatten das Glück dass sie gegen eine Mannschaft spielen konnten die nicht als Mannschaft auftritt. Grausam was wir da gespielt haben. Der Rasen hat mir Leid getan.
Im eignen 16er fast immer in Überzahl, die 4erKette stand, aber nicht wie ne Mauer.
Köln kam immer durch und zum Torabschluss. Unglaublich.

Offensiv und defensiv wieder wie gewohnt schlecht.

Gratulation an Köln. Der Sieg war hochverdient. Ist nur ein bisschen zu niedrig ausgefallen.
Chancen nicht genutzt und Fährmann war gut drauf. Er war der einzige der gute Leistung gezeigt hat.

Bin froh dass die Saison zuende ist. :hail::hail:
 
Die Kölschen hatten das Glück dass sie gegen eine Mannschaft spielen konnten die nicht als Mannschaft auftritt. Grausam was wir da gespielt haben. Der Rasen hat mir Leid getan.
Im eignen 16er fast immer in Überzahl, die 4erKette stand, aber nicht wie ne Mauer.
Köln kam immer durch und zum Torabschluss. Unglaublich.

Offensiv und defensiv wieder wie gewohnt schlecht.

Gratulation an Köln. Der Sieg war hochverdient. Ist nur ein bisschen zu niedrig ausgefallen.
Chancen nicht genutzt und Fährmann war gut drauf. Er war der einzige der gute Leistung gezeigt hat.

Bin froh dass die Saison zuende ist. :hail::hail:
Ich fand den Fährmann gestern auch bärenstark :top::top:, hielt S04 im Spiel....
Kölle nun gegen Kiel..... na dann schaun mer mal;
Hoffentlich sieht es nach dem Hinspiel für den EffZeh NICHT schlecht aus, dann drehen die "Fans" wieder durch......
 

Noir

FROM boRUSSIA WITH LOVE
Was heißt schon alternativlos? Nichts ist alternativlos.

Aber nun nehmen wir das mal als Arbeitshypothese. Wenn es alternativlos ist, dann ist sowieso alles in Ordnung. Werder hat das Team, das es sich leisten kann und so spielt das dann auch. Mit diesem Team kann man wenige Spiele gewinnen und wird viele verlieren. Und so kam es dann ja auch. Das kann reichen für den Klassenerhalt, kann aber auch nicht reichen. Diesmal hat es leider nicht gereicht. Aber so ist es nun mal, wenn man so wenig Geld hat. Da brauch man dann auch kein so großes Drama drum machen, sondern einfach mit einkalkulieren, dass das auch mal nicht hinhauen kann mit dem Klassenerhalt. (Und dann nicht an Ende solchen Stress machen mit dem Trainer und ihn dann doch noch rausschmeißen. Das war nun wirklich die allergrößte Quatschaktion.)

Ist ja auch nicht so, dass Werder so viel schlechter war als die anderen:

Gewonnene Spiele:
Hertha 8
Bielefeld 9
Köln 8
Werder 7

Ein Spiel weniger gewonnen, das ist ja nun nicht die Welt.
Mei, jedem seine Meinung. Ich will dir die deine nicht nehmen. Wenn man es so sehen will, dann ist es tatsächlich so wie du schreibst. Hände in den Schoß legen und Daumen drücken, dass es doch irgendwie klappt.

Mir persönlich ist das allerdings zu gottgegeben. Siehe Mainz. Die waren nach der Hinrunde noch mal viel toter als Werder in der katastrophalen Rückrunde. Fast doppelt so tot. 7 Punkte (Mainz) zu 13 Punkte (Werder). Finanziell stehen sie auch nicht wirklich rosiger da. Und was haben die gemacht? All die Dinge, die hier sonst so verpönt sind: Trainer, Sportdirektor und -manager während der laufenden Saison ausgetauscht und Spieler geliehen. Ergebnis: Rückrundenplatz 5. Jetzt brauchen wir deswegen selbstverständlich nicht drüber zu diskutieren, dass das ein außergewöhnliches Ergebnis war, das man nicht als den Standard annehmen darf. Aber es zeigt halt schon sehr deutlich, dass die Dinge eben doch nicht gottgegeben vom Himmel fallen. Man kann sie auch selbst beeinflussen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
In Mainz gab es Probleme zwischen der Mannschaft und Trainer/Manager, das war eine ganz andere Situation. Da lag es tatsächlich an der Person des Trainers. Gab ja sogar einen Spielerstreik.
 

Noir

FROM boRUSSIA WITH LOVE
Noe. Ich denke, dass es kein Zufall ist, das in einer Saison aus Geisterspielen die "grossen" Traditionklubs im Schnitt schlechter abgeschnitten haben als die kleinen Kleckerklubs. Die grossen Klubs nehmen in normalen Jahren durch ihre Zuschauereinnahmen mehr ein als die Kleckerklubs, was bedeutet, dass das durch 1,5 Jahre Geisterspiele entstandene Finanzloch bei den grossen Vereinen gravierender ist als bei den kleinen. Schalke war da das extremste Beispiel: Obwohl man vor der Saison die Stammspieler Nuebel, Caliguiri und McKennie abgab (und Rudy als Sparmassnahme wieder verlieh), war kein Geld fuer Neuverpflichtungen da, obwohl die dringend noetig waren. Aus diesem Grunde musste man sehenden Auges mit einem Kader in die Saison gehen, von dem man wusste, dass er auf manchen Positionen schlichtweg nicht erstligatauglich besetzt war.

Stattdessen haben diejenigen Vereine gut abgeschnitten, bei denen der Ausfall der Zuschauereinnahmen weniger ausmachte oder die in dieser Saison ueber die TV-Gelder mehr verdient haben als in der letzten Saison, d.h. die Aufsteiger.
Ich zitiere diesen Beitrag jetzt einfach stellvertretend, um nicht mühselig einzelne Sätze aus deinen Postings herauspfriemeln zu müssen, die letzten Endes ja doch alle zu dem selben Gedanken gehören.

Jedenfalls ist das mMn schon eine sehr selektive Wahrnehmung, die du da an den Tag legst. Die Einnahmen eines x-beliebigen Klubs bestehen doch nicht nur aus den beiden Säulen Spielbetrieb und TV-Gelder. Da gehört ja auch noch eine dritte Säule Vermarktung dazu, die sich aus den Einnahmen von Werbeumsätzen, Sponsoring, Merchandising und allen anderen gewerblichen Einnahmen ergibt. Je nach Team verschiebt sich die Verteilung individuell, aber generell lässt sich festhalten, dass bei deinen Großklubs die Einnahmen aus dem reinen Spielbetrieb nur einen sehr überschaubaren Anteil an den Gesamteinnahmen haben und dass diese von dir ignorierte dritte Säule einen umso größeren Faktor ausmacht, je größer der Verein ist. Da werden Gelder eingenommen, von denen deine "Kleckerklubs" nur träumen können.

Um das mal an einem Beispiel festzumachen: Die Einnahmen aus dem Schalker Spielbetrieb haben sich in den vergangenen 5, 6 Jahren stets zwischen 16% und 23% des Gesamtumsatzes bewegt. Das kannst du im jährlichen Deloitte Bericht recht schön nachlesen. Einfach ein bisschen nach unten scrollen, dann findest du auch die Links zu früheren Jahrgängen. Alles übrigens transferbereinigt. Etwaige Einnahmen aus Spielerverkäufen kämen da noch 'on top' drauf. Dass es die großen Vereine also so viel härter trifft ist schlichtweg falsch.

Warum Corona Schalke so massiv getroffen hat, liegt nicht an fehlenden Ticketverkäufen, sondern daran, dass man auf Schalke seit Jahren das bis zum Exzess ausgereizt hat, was du sonst so lobst: Man hat Schulden gemacht und auf künftige Einnahmen gewettet. Diese sind vor allem in den letzten 4, 5, 6 Jahren allerdings aufgrund zu wenigen Teilnahmen an den internationalen Wettbewerben ausgeblieben. Deswegen tut Corona jetzt doppelt weh.

Übrigens gibt es sehr wohl Vereine mit einem Festgeldkonto. Der BVB hatte bspw. eines, das er in dem Prä-Corona-Sommer, in dem wir Brandt, Hazard, Hummels und Schulz geholt haben, praktisch komplett abgeschmolzen hat. Lässt sich alles in den Geschäftsberichten nachvollziehen, die sind ja öffentlich zugänglich. Dieses Konto wurde/wird bei uns unterhalten, um den Kader auch in einer CL-freien Saison weiterhin bezahlen zu können, ohne dafür auf Spielerverkäufe angewiesen zu sein. Und wenn wir eines hatten/haben, wird es vermutlich auch andere Vereine geben, die so vorsichtig mit ihrer Kohle haushalten. Ich würde bspw. Geld drauf setzen, dass auch eines in München existiert.
 

Noir

FROM boRUSSIA WITH LOVE
In Mainz gab es Probleme zwischen der Mannschaft und Trainer/Manager, das war eine ganz andere Situation. Da lag es tatsächlich an den Personen.
Will ich gar nicht abstreiten, aber die Frage ist doch die: Hat Mainz einen derart viel srärkeren Kader als Werder? Oder derart größere finanzielle Mittel? Eher nicht, nicht wahr? Also haben sie schlicht und einfach mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht als Werder. Und ich möchte glauben, dass das dann andere Vereine wie eben Werder grundsätzlich auch könnten. Es muss ja nicht gleich Rückrundenrang 5 sein. Der Klassenerhalt oder wenigstens erst mal die Relegation hätten es schon getan. Braucht man jetzt im Nachhinein natürlich nicht mehr drüber zu lamentieren, aber für die Aufarbeitung der Saison muss das auf jeden Fall auf den Tisch. Mit den entsprechenden Konsequenzen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ziemlich müßig die Vergleiche wer da mehr aus seinen Möglichkeiten macht; v.a. hinsichtlich des Abstiegs. Denn selbst wenn alle 18 Teams herausragend arbeiteten, gingen 2 am Ende der Saison runter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
[...]
Jedenfalls ist das mMn schon eine sehr selektive Wahrnehmung, die du da an den Tag legst. Die Einnahmen eines x-beliebigen Klubs bestehen doch nicht nur aus den beiden Säulen Spielbetrieb und TV-Gelder. Da gehört ja auch noch eine dritte Säule Vermarktung dazu, die sich aus den Einnahmen von Werbeumsätzen, Sponsoring, Merchandising und allen anderen gewerblichen Einnahmen ergibt. Je nach Team verschiebt sich die Verteilung individuell, aber generell lässt sich festhalten, dass bei deinen Großklubs die Einnahmen aus dem reinen Spielbetrieb nur einen sehr überschaubaren Anteil an den Gesamteinnahmen haben und dass diese von dir ignorierte dritte Säule einen umso größeren Faktor ausmacht, je größer der Verein ist. Da werden Gelder eingenommen, von denen deine "Kleckerklubs" nur träumen können.

Um das mal an einem Beispiel festzumachen: Die Einnahmen aus dem Schalker Spielbetrieb haben sich in den vergangenen 5, 6 Jahren stets zwischen 16% und 23% des Gesamtumsatzes bewegt. Das kannst du im jährlichen Deloitte Bericht recht schön nachlesen. Einfach ein bisschen nach unten scrollen, dann findest du auch die Links zu früheren Jahrgängen. Alles übrigens transferbereinigt. Etwaige Einnahmen aus Spielerverkäufen kämen da noch 'on top' drauf. Dass es die großen Vereine also so viel härter trifft ist schlichtweg falsch.
[...]
Ja, liest denn hier keiner, was ich schreibe? Aber schoen, dass Du die 16-23% zitierst, denn:

"[...] Der SC hat in der vergangenen Saison 96,1 Millionen Euro eingenommen. [...]
„Wir sind ein kerngesunder Verein. Sportlich, wirtschaftlich und strukturell ist der SC auf einem guten Weg“, fasste Finanzvorstand Oliver Leki zusammen. Bei den größten Einnahmequellen tritt der SC allerdings auf der Stelle: Neben Fernsehgeldern in Höhe von 45,2 Millionen Euro (Vorjahr: 43,2) blieben auch die Einnahmen aus dem Ticketverkauf und dem Sponsoring mit 10,9 (11,2) und 14,3 (13,3) Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend gleich. 25,7 Millionen stammen aus sonstigen Einnahmen, worunter auch die Transfererlöse fallen. [...]"



Die 10,9 Mio aus dem Ticketverkauf stellen also 11,3% der Gesamteinnahmen da. Das letzte Mal, als ich nachgeguckt habe, waren 11,3% noch weniger als 23%.

Bevor Du jetzt darauf verweist, dass in den sonstigen Einnahmen ja auch Transfererloese enthalten sind: Freiburgs Netto-Transfergewinn in der Saison 18/19, auf die sich obige Zahlen vermutlich beziehen, lag bei 4,3 Mio Euro, im Jahr davor bei 8,2 Mio. Selbst, wenn man diesen Netto-Transfergewinn abzieht, stellen die Ticketeinnahmen nur 11,9% bzw. 12,4% der Gesamteinnahmen dar.

Das ist auch gar nicht schwer zu verstehen: Wenn Schalke durch Tickets und Catering 50 Mio einnimmt und Freiburg nur 10 Mio, aber gleichzeitig Schalkes Gesamteinnahmen insgesamt deutlich weniger als das Fuenffache von Freiburgs Gesamteinnahmen betragen: Wo ist dann der Anteil der Spieltagseinnahmen zwangslaeufig hoeher?
 

Detti04

The Count
Will ich gar nicht abstreiten, aber die Frage ist doch die: Hat Mainz einen derart viel srärkeren Kader als Werder? Oder derart größere finanzielle Mittel? Eher nicht, nicht wahr? Also haben sie schlicht und einfach mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht als Werder. Und ich möchte glauben, dass das dann andere Vereine wie eben Werder grundsätzlich auch könnten. Es muss ja nicht gleich Rückrundenrang 5 sein. Der Klassenerhalt oder wenigstens erst mal die Relegation hätten es schon getan. Braucht man jetzt im Nachhinein natürlich nicht mehr drüber zu lamentieren, aber für die Aufarbeitung der Saison muss das auf jeden Fall auf den Tisch. Mit den entsprechenden Konsequenzen.
Auch hier der Vergleich der Zuschauereinnahmen in normalen Jahren:

Bremen: 28,2 Mio "durch den Spielbetrieb, speziell die Stadionzuschauer" eingenommenes Geld (s. u.)
Mainz: 7,8 Mio durch Ticketing (s. u.)


Ich denke mir den durch Geisterspiele entstandenen Nachteil der grossen, zuschauerstarken Klubs nicht aus.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Will ich gar nicht abstreiten, aber die Frage ist doch die: Hat Mainz einen derart viel srärkeren Kader als Werder? Oder derart größere finanzielle Mittel? Eher nicht, nicht wahr? Also haben sie schlicht und einfach mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht als Werder. Und ich möchte glauben, dass das dann andere Vereine wie eben Werder grundsätzlich auch könnten. Es muss ja nicht gleich Rückrundenrang 5 sein. Der Klassenerhalt oder wenigstens erst mal die Relegation hätten es schon getan. Braucht man jetzt im Nachhinein natürlich nicht mehr drüber zu lamentieren, aber für die Aufarbeitung der Saison muss das auf jeden Fall auf den Tisch. Mit den entsprechenden Konsequenzen.

Nein, nein und nein. Mainz und Werder sind gleich auf was das alles angeht auf und haben beide auch ähnlich abgeschnitten, siehe Tabelle. Werder hat 7 Spiele gewonnen, Mainz 10; Werder hat 57 Tore kassiert, Mainz 56; Mainz hat 39 Tore geschossen, Werder 36. Das ist ein marginaler Unterschied, beides auf dem selben Niveau. Aber das eine reichte diese Saison für den Klassenerhalt und das andere nicht.
 

Detti04

The Count
Wenn ich das richtig sehe, dann stand Bremen irgendwann waehrend des 1. Spieltages mal auf einem direkten Abstiegsplatz - und dann erst wieder in der 86. Minute des 34. Spieltages. Das war ein Abstieg in einer Art, die eigentlich nur der 1. FC Nuernberg hinbekommt.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Wenn ich das richtig sehe, dann stand Bremen irgendwann waehrend des 1. Spieltages mal auf einem direkten Abstiegsplatz - und dann erst wieder in der 86. Minute des 34. Spieltages. Das war ein Abstieg in einer Art, die eigentlich nur der 1. FC Nuernberg hinbekommt.

Und wenn dieser blöde Heini nicht doch noch dieses eine Tor für die Ottos reingemacht hätte, dann würde Werder auf einem Relegationsplatz stehen und alle würden meinen, dass Werder das doch recht gut gemacht hat angesichts der eingeschränkten Möglichkeiten und sich auf die Schulter klopfen. An Punkten, Toren, gewonnen Spielen usw. ist aber alles genausso wie es jetzt ist.

Trotzdem war das natürlich blöd! Die hätten ja nun wirklich eins von diesen 10 Spielen gewinnen können! 😤
 
Zuletzt bearbeitet:

powerhead

Pfälzer
Nein, nein und nein. Mainz und Werder sind gleich auf was das alles angeht auf und haben beide auch ähnlich abgeschnitten, siehe Tabelle. Werder hat 7 Spiele gewonnen, Mainz 10; Werder hat 57 Tore kassiert, Mainz 56; Mainz hat 39 Tore geschossen, Werder 36. Das ist ein marginaler Unterschied, beides auf dem selben Niveau. Aber das eine reichte diese Saison für den Klassenerhalt und das andere nicht.
Auf dem selben Niveau ist relativ, es kommt auch darauf an, wann und gegen wen man seine Tore schießt. Was die Meisten gar nicht auf dem Schirm haben, ist, dass die 05er alle 9 Siege der Rückrunde jeweils mit einem Tor Unterschied gewonnen haben, nur das 3:1 in Freiburg in der Hinrunde gewannen die 05er mit 2 Toren Unterschied. Enge Spiele zu gewinnen ist halt effizient.
Und : Zwischen 7 Siege von Werder und 10 der 05er liegen 9 Punkte, dass ist für mich im Abstiegskampf nicht marginal.
 
.Warum Corona Schalke so massiv getroffen hat, liegt nicht an fehlenden Ticketverkäufen, sondern daran, dass man auf Schalke seit Jahren das bis zum Exzess ausgereizt hat, was du sonst so lobst: Man hat Schulden gemacht und auf künftige Einnahmen gewettet. Diese sind vor allem in den letzten 4, 5, 6 Jahren allerdings aufgrund zu wenigen Teilnahmen an den internationalen Wettbewerben ausgeblieben. Deswegen tut Corona jetzt doppelt weh.
:top:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Alles ist realtiv
Jetzt ist es also vollbracht, wir haben die erste (und hoffentlich letzte) richtige Corona-Saison hinter uns gebracht.

Sehe ich je nach Einzelaspekt schon ein klein wenig anders. Wenn ich das richtig im Hinterkopf habe, war der Sparkurs auf Bremen ziemlich alternativlos und bereits unter Eichin fest vorgegeben. Richtig? Das bedeutet aber, dass diese Spielerverkäufe erst mal Pflicht waren und dementsprechend dass man die ergo auch nicht wirklich negativ werten kann. Kritikwürdig - das dann allerdings massiv - ist dagegen Baumanns augenscheinliche Unfähigkeit diese Verkäufe besser
a) zu steuern (dabei denke ich vor allem an die ewige Rashica-Saga mit allem Drum und Dran) und
b) adäquat zu kompensieren.
Logische Konsequenz wäre hier selbstverständlich, Baumann ferizustellen. Da gehe ich absolut mit. Und falls man das nicht tut, braucht der Mann dringend mehr kaderplanerische Schützenhilfe. Das ist das Mindeste.
Den Trainer sehe ich gänzlich anders. Kohfeldt ist mit seiner Spielidee und seinen bereits gezeigten Fähigkeiten bestens dazu geeignet, aus einer grauen Maus irgendwo im Tabellenniemandsland oberhalb der Abstiegszone eine schlagkräftige Truppe zu formen, die mit offensivem Fußball und als Mannschaft auftretend auch deutlich größere Gegner in Verlegenheit bringen kann. Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass der mit einer Mittelfeldmannschaft (oder sogar etwas darunter) auch in Zukunft vernünftige Ergebnisse liefern wird. Was Kohfeldt dagegen nicht beherrscht, ist es, sich selbst und seinen spielerischen Ansatz an die Anforderungen anzupassen, die der Abstiegskampf und eine spielerisch schwächere Mannschaft an ihn stellen. Das ist aber keine neue Erkenntnis und all das wusste man auch schon letztes Jahr, als man die Relegation mit Ach und Krach gemeistert hat. Und deshalb fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt, dass Kohfeldt schon nach der Relegation raus gemusst hätte. Kohfeldt ist für diese Aufgabe einfach der falsche Mann gewesen, selbst wenn er sonst schon a bissl was kann.
Bei Bode tue ich mich schwer, ihn einzuschätzen. Ich hab das Gefühl, dass es ihm schwer fällt, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Er schaut vielleicht ein wenig zu lange zu, bevor er handelt. Aber das ist wie gesagt nur ein Gefühl und sicherlich zu wenig, um ihn wirklich ernsthaft zu kritisieren.

Kohfeldt hat seine spielidee kanllhart an die Erfordernisse angepasst und überhaupt nicht mehr so gespielt, wie er gerne hätte, sondern knallhart ergebnisorientiert, mit Betonabwehr und sehr auf Zerstörung und Zweikämpfe ausgerichtet. Da kann man ihm nun gar keinen Vorwurf machen.

Baumann und Fibry haben sich etwas verzockt - aber Corona konnte sie natürlich nicht ahnen - andererseits haben sie das gemacht, was alle immer fordern, wenn der Abstieg droht: Den Kader verstärken! Und Toprak und Bittencourt geholt. Dafür war zwar zu dem Zeitpunkt gar kein Geld da, aber nächste Saison und da zahlen wird dann. Und Werder ist dann ja auch nicht abgestiegen. Aber dafür war auch Corona da mit Mindereinnahmen und so ging das diese Saison nicht mit dem Kaderverstärken. Und wenn man sportlich Substanz abgibt, darf man sich nun wirklich wundern, wenn man weniger Punkte holt.

Beim Verpflichten von Spielern ist sicher noch Luft nach oben. Da haben Baumann/Fritz bisher kein so glückliches Händchen gezeigt. Nun steht ja mit dem Abstieg wahrscheinlich ein größerer Umbruch an, viele werden gehen, entsprechend müssen neue Spieler her. Mal sehen, was die Beiden da für ein Team zusammenzimmern 😬

Aus Bode werde ich auch nicht schlau. Der war aber auch für die "Sparkurs-Variante", die Werder seit Jahren fährt. Was ja auch nicht schlimm ist, aber die Verantwortlichen haben sich aber nie getraut - oder das verdrängt -, dass man da auch jederzeit absteigen kann und dafür sollte man dann auch schon mal einen Plan haben. Das wurde aber ausgeklammert. Das durfte nicht sein, das passiert nicht, weil es nicht passieren darf.
 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
Ich pack's mal hier als Nachtrag zur Diskussion "wieso die Grossklubs durch Geisterspiele besonders angeschissen sind" rein:

"[...] Wie der Interims-Finanzvorstand der VfB AG, Tobias Keller, am Sonntag auf der Mitgliederversammlung mitteilte, lag das coronabedingte Gesamtminus der in eine Aktiengesellschaft ausgegliederten Fußballabteilung zwischen März 2020 und Juni 2021 bei etwa 56 Millionen Euro.

Dem liege ein Umsatzeinbruch in dieser Zeit von rund 74 Millionen Euro zugrunde, der vor allem durch Heimspiele ohne Zuschauer zustande kam. Andererseits habe der Klub aber 18 Millionen Euro beispielsweise durch einen Gehaltsverzicht der Spieler und geringere Kosten im Stadion eingespart. [...]"



Jepp, 56 Mio Verlust durch Geisterspiele trotz teilweisem Gehaltsverzicht der Spieler und geringeren Stadionkosten.
 
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