24.Spieltag Laberthread - Bremen-Frankfurt

HoratioTroche

Zuwanderer
Genau so wie sich eine Seite permanent hinter dem Argument Meinungsfreiheit verbarrikadiert als Freifahrtschein für Beleidigungen.
Wer jetzt? Hier?
Hier ist eigentlich einhellige Meinung, dass die Hoppbezeichnung nicht ok ist.
Was den Umgang damit angeht, und wer sich wie dazu äussert (er selber zum Beispiel), welche Vergleiche herangezogen werden und wie der Umgang des DFB mit anderen Dingen so ist, da gehen die Meinungen weit auseinander, das ist richtig.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Natürlich hat das eine andere Qualität. Und ich mache das nicht, um den Hopp zu ärgern, der liest ja hier gar nicht mit.

Aber ein anderer, und der springt prompt übers Stöckchen.

Und das findest Du dann lustig? Deine Art dann Diskussionspartner zu diskreditieren oder was soll das?
Zudem weisst Du mit großer Sicherheit nicht, wer hier alles mitliest. Das ist immerhin ein öffentliches Forum.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
Zudem weisst Du mit großer Sicherheit nicht, wer hier alles mitliest. Das ist immerhin ein öffentliches Forum.

Ja und? Es ist ein öffentliches Forum, ja. Herr Hopp äusserte sich ja auch öffentlich und alles weitere ist auch öffentlich, sogar vielfach dokumentiert in Zeitungen zu finden.

Ich führe Dich mal hin:
  • Herr Hopp sprach selbst er fühle sich an "dunkelste Zeiten" erinnert in Bezug auf die Plakate gegen ihn.
    --> Welche Zeit mag wohl mit dem Begriff "dunkelste Zeiten" gemeint sein, wenn man sie in Bezug auf Vorkommnisse in Deutschland äussert? Kommste selbst drauf, oder?
  • Herr Hopp stellt also bei den Beleidigungen gegen ihn einen direkten Bezug zur nationalsozialistischen Diktatur her wobei er sich als Opfer von Diskriminierung und Verfolgung sieht.
  • Herr Hopp selbst sollte es aber schon aus ganz persönlichen, familiären Kenntnissen, von einem allgemeinen Geschichtswissen mal komplett abgesehen, besser wissen wo da der gewaltige Unterschied liegt zwischen den Ereignissen zwischen 1933 und 1945 und den Plakaten in Sinsheim.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiste wat? Wenn ein Spieler sich auf dem Platz wie ein A*****och verhält, dann fluche ich das auch mal vor mich hin. Ist eben so. Da kannst Du dann auch von halten was Du möchtest. Willst Du ernsthaft den Leuten das Gepöbel verbieten, wenn kurz vor Schluss einer eindeutig auf Zeit spielt, sich einen Meter vor der Seitenauslinie fallen und dann vom Platz tragen lässt? Oder wenn die Ränge wegen einer deutlichen Tätlichkeit toben?

Willst Du wirklich Tennis-Publikum? Ist das nicht vielleicht etwas über das Ziel hinaus?
Nix verstanden oder?

Ich verbiete niemanden was, wie auch? Ist ja nicht mein Stadion. Du springst da übrigens von einem Problem zum nächsten: spielen alle einigermaßen fair, hast du wie du schilderst ja offensichtlich weniger bis keinen Grund Spieler XY mit Schimpftiraden und Beleidigungen zu versehen.

Ich frage mich eh was das ausser den eigenen Frust rausbrüllen bringen soll. In einem Großteil der Fälle hört es die betroffene Person vermutlich nicht mal.

Aber wie ich sehe, bist du eben auch einer derjenigen die meinen DAS gehört zum Fußball dazu. Sehe ich halt nicht so und ich brauche dieses Ventil auch nicht mich da regelmäßig im Stadion auszukotzen. Da kannste dir im Übrigen den abwertenden Kommentar zum Tennis-Publikum auch sparen.
 

jambala

Moderator
Ich bezog mich auf Äußerungen aus den Ultra-Gruppierungen, in die auch die von Dir verlinkten Aussagen der AG Fananwälte passt: Fakten wie die erfolgten Anwendungen des 3-Stufen-Plans werden genau so unterschlagen wie das Banner der Meppen - Anhänger und darauf aufbauend ein Angriff auf die Meinungsfreiheit konstruiert - so viel zum Thema

Die AG Fananwälte spricht sich dafür aus, verbal abzurüsten und das Thema mit der gebotenen Sachlichkeit und rechtsstaatlichen Instrumenten anzugehen.

Hätten die Dösköppe das Hurensohn-Banner unten gelassen, wäre es wahrscheinlich nicht eskaliert.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)

Hätten die Dösköppe das Hurensohn-Banner unten gelassen, wäre es wahrscheinlich nicht eskaliert.

So haben sie es eben hochgehalten; zumindest weiß man jetzt endgültig wo und bei wem der Schwerpunkt des DFBs, der Vereine und etlicher Zuschauer liegt, wenn es um das Verfolgen und Unterbinden von verbalen und optischen Angriffen auf Personen und Personengruppen geht.
 
So haben sie es eben hochgehalten; zumindest weiß man jetzt endgültig wo und bei wem der Schwerpunkt des DFBs, der Vereine und etlicher Zuschauer liegt, wenn es um das Verfolgen und Unterbinden von verbalen und optischen Angriffen auf Personen und Personengruppen geht.
Dass es auch wegen anderer Vorfälle geht hat Jambala doch schon verlinkt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Verstehe, Münster war also ein Ausrutscher.

Soll ich Dir jetzt für das eine Gegenbeispiel wo sich mal ein paar zusammenrissen eine Flut an Beispielen bringen wo das nicht passierte? Achja: Auch nachdem der Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht wurde. Wo war das gleich wieder? Weisste sicher, da hast du ja schon lange mit SK drüber debattiert.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich hab bei Eurer Diskussion gar nicht mit gemacht; also lass mich raus.
Tatsache ist da auf alle Fälle: Rassistische Umtriebe wurden nicht unterbunden; von niemanden und schon gar nicht vom DFB. Die Gründe dafür hast Du ja benannt; ändert aber halt nichts am Nicht-Ergebnis; war's halt ein DFB-regelkonformes Nicht-Ergebnis.
 

Itchy

Vertrauter
Bei einigen ist es schon gelungen.
Die Diskussion um die Aktionen gegen Hopp und das, was er getan hat werden durchmischt und gleichgesetzt mit ganzen Bevölkerungsgruppen, die dafür diskreditiert werden, was sie sind.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Bei einigen ist es schon gelungen.
Die Diskussion um die Aktionen gegen Hopp und das, was er getan hat werden durchmischt und gleichgesetzt mit ganzen Bevölkerungsgruppen, die dafür diskreditiert werden, was sie sind.

Darauf wurde doch jetzt im Verlaufe der Diskussion echt oft genug hingewiesen, dass da ein meilenweiter Unterschied ist und genau das auch einer der ganz miesen Punkte beim DFB, einigen Vereinsvertretern, Hopp selbst und anderen ist: Das gleichzusetzen.
 

jambala

Moderator
Auch an Dich die konkrete Frage : Welche Hilfe? Eine Pflichtverwarnung weg lassen mit Hinweis auf einen Vorfall, den der SR nicgt wahrgenommen hat genau wie seine Assistenten - und Klinsmann auch nicht, der die Info nur weitergeleitet hat?
Wenn er Wagner geschlagen hätte, wäre das dann auch zu tolerieren gewesen?
 

Rupert

Friends call me Loretta
Du fragst mich jetzt ernsthaft was Hilfe darstellt, wenn ein Mensch aufgrund seiner Hautfarbe von anderen beleidigt und herabgesetzt wird? Das ist jetzt nicht Dein Ernst oder?

Was redest Du denn jetzt außerdem bitteschön von Pflichtverwarnungen weglassen? Davon, dass er Wagner hätte schlägen können?

Mal ernsthaft gefragt: Merkst Du selbst gerade nicht, dass Du gar nicht verstehst, dass man dann einzugreifen hat, wenn man dieser Attacken gewahr wird und dass in diesem Fall der zu schützende Mensch gar keine Hilfe vom DFB erfuhr?
Dass er halt die Attacken zu ertragen hatte, gemäß den DFB-Regeln, das entnehme ich jetzt mal Deiner Aussage.

Ich gebe Dir aber auch mal eine ganz pragmatische Antwort: Ein Schiedsrichter kann hier auch mal zum betreffenden Spieler gehen und ihn fragen was gerade los ist.
 

jambala

Moderator
Kann er - nur darf er dann trotzdem weder einen Abbruch oder eine Unterbrechung (außer um zum Spieler zu kommen) anordnen. Weil er eben den Vorgang nicht selbst wahr genommen hat. Das was bleibt ist eine wahrheitsgetreu abgefasste Meldung an den Verband abzugeben, dass im Nachgang eine sportrechliche Würdigung des Vorfalls stattfinden kann. Als SR willst Du in dem Augenblick sicher gehen, dass nicht aufgrund falsch angewandter Anweisungen und / oder Regeln das anschließende Sportgerichtsverfahren hinsichtlich eines Formfehlers scheitern wird und der Vorfall trotz Handeln ungeahndet bleibt.

In der Situation ist es dem SR aufgrund der Regeln nämlich nicht gestattet, eine Entscheidung aufgrund der Wahrnehmung eines Dritten zu fällen. Macht er es doch, ist dies ein Regelverstoß, der bei einem entscheidenden Eingriff des SR in das Spiel eine Neuansetzung des Spiels zufolge hat. Was bei einem Abbruch oder einer längeren Unterbrechung der Fall ist.

Das betrifft leider auch nicht wahrgenommene rassistische Äußerungen. Selbst wenn ich als SR aufgrund von Indizien davon ausgehen muss, das etwas vorgefallen ist, habe ich es nicht gesehen oder gehört kann ich es nicht ahnden. Und das ist ein Scheiß Gefühl. Was ich z. B. erstmals in Form von vier Feldverweisen in einer Situation kennen lernen durfte nachdem ein Vollpfosten in meinem Rücken geschlagen hat, dass ich es nicht mitbekommen habe.

Erzähl mir bitte nicht, was moralisch richtiges Handeln als Schiedsrichter ist, von aussen ist das leicht gesagt und gute Ratschläge erteilt, aber auf dem Platz in ganz engen Grenzen gesteckt, auf die der SR keinen Einfluss hat.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Damit sagst Du ja dann das worauf ich oder HT oder auch andere die ganze Zeit hinweisen:
Somit sind diese Maßnahmen seitens des Verbandes also ungeeignet dem Einhalt zu bieten, was Du ja jetzt auch sachlich und ruhig dargestellt hast (dafür wirklich Danke), auch wenn die Verbandsfunktionäre noch so sehr auf ihren 3 Stufenplan verweisen, denn der kann ja schon kaum zur Anwendung kommen und kam es ja auch seltenst in der Vergangenheit; rassistische, homophobe, antisemitische, sexistische,... Vorfälle und Diskriminierungen gab es dagegen zuhauf.

Desweiteren, aber das geht darüberhinaus, sollten diese Vorfälle ein Fall für die richtige Justiz sein und nicht nur für die hauseigenen DFB-Regelstellen.
 

jambala

Moderator
Der aber auch funktioniert, was die von mir genannten Beispiele zeigen. Es steht und fällt mit der Wahrnehmung durch den SR. Hier geht es aber auch darum, es sei auf die Angst vor bewusst ausgeführte Aktionen um einem anderen Verein zu schaden verwiesen, auf Grundlage von falschen Aussagen eine Mannschaft zu benachteiligen.

Die Wahrnehmung auf einem Sportplatz im Dorf Hintertupfingen mit 60 Zuschauern ist natürlich einfacher als in einem sehr gut gefüllten Bundesligastadion im DFB Pokal. Sobald mehr als 100 Zuschauer da sind, eigene gemachte Erfahrung, bekommst Du auf dem Platz als auch an den Seitenlinien mit zunehmender Zuschauerzahlen proportional weniger mit, weil Du dich auch wegen der Zuschauer stärker auf das Spiel konzentrieren wirst, um alles mitzubekommen, was im Kampf um den Ball geschieht.

Um den Bogen auf den Spieltag zu schlagen : mit etwas intelligenter gestalteten Plakaten und Gesängen statt dem stumpfen Wiederkäuen bekanntermassen sanktionierter Phrasen hätte auch die Fanszene, beginnend mit dem BVB, die Konfrontation wahrscheinlich vermieden hätte werden können.
 

jambala

Moderator
Und es steht jedem frei an den Verband zu melden, auch als unbeteiligte Zuschauer. In der Saison 18/19 gab es übrigens allein rund 2800 über den Spielbericht durch SR gemeldete Fälle im deutschen Amateurbereich, um es mal erwähnt zu haben. Ist also nicht so, dass nichts gemacht würde.

Da Sportrecht von Zivil- und Strafrecht getrennt ist, muss eine Anzeige separat gestellt werden. Was aber in der Regel der Betroffene machen muss.
 

Itchy

Vertrauter
Darauf wurde doch jetzt im Verlaufe der Diskussion echt oft genug hingewiesen, dass da ein meilenweiter Unterschied ist und genau das auch einer der ganz miesen Punkte beim DFB, einigen Vereinsvertretern, Hopp selbst und anderen ist: Das gleichzusetzen.

Eben das scheint bei einigen noch nicht angekommen zu sein. Sonst wäre man sich ja nicht so uneinig darüber, respektive würde drastische Strafen auch nur für drastische Taten fordern.

Und wir haben hier schon den Vorwurf das Tennisfanbashings aufgrund der Äusserung, dass das stiller ist als das Fussballpublikum, was wohl am Sport liegt, da die meisten Tennisspieler wohl auch Anfeuerungsgesänge eher als störend empfinden würden so während der Ballwechsel.

Darf man eigentlich noch auspfeifen?
 
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