2. Spieltag 2016/17: RB Leipzig - BVB

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Na das wird doch gleich ein Knaller zum Beginn der neuen Saison. Kommerz trifft auf ewige Liebe. Ergebnis? Scheint wohl zweitrangig zu sein, wenn man das zumindest aus der Fansicht der Bienen so interpretieren darf. Denn immerhin wird derzeit scheinbar mehr darüber diskutiert, wie man sich den Bullen in den Weg stellen kann, als einfach bedingungslos sein Team zu supporten. Das Spiel am 1. Spieltag gegen Mainz wird dagegen gar nicht erst großartig diskutiert. Scheinbar gar nicht notwendig, unnützes Pflichtspiel.

Vor dem Bundesligastart – BVB-Fans: Heftige Diskussion um Boykott bei RB Leipzig – Entschieden ist nichts – LVZ - Leipziger Volkszeitung

Dieses ewige Geseiere kann doch niemand mehr wirklich ernst nehmen. Was haben die sich nicht alles gegen Hoffenheim einfallen lassen. Zumindest wurde es versucht. Ergebnis: Es hat keine Sau wirklich interessiert, sprich, rein ga nichts wurde damit verhindert. Scheinbar begreifen die gar nicht, dass eine Entwicklung nunmal nicht aufzuhalten ist, solange die Regularien dafür vorhanden sind. So heimlich würde es mir dann gar gefallen, dass die Bullen den Bienen die Grenzen aufzeigen. Sowohl vom Ergebnis her, als auch dass es denen Schei.. egal ist, ob Gästefans kommen oder nicht.
 
Tja, da hat man sich leider doch zu diesem albernen Schritt entschlossen. Offensichtlich scheint es wichtiger zu sein, ein Zeichen gegen RB zu setzen, als die eigene Mannschaft zu unterstützen.

Wobei eben auch fraglich ist, ob man Zeichen nicht viel öffentlichkeitswirksamer durch Aktionen im Stadion setzt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ist ja jetzt die Chance für die RB-Fans zu zeigen wie intensiv und ausgefallen ihr Support ist :D
 
Man kann viel gegen das Geschäftsmodell RB sagen, aber für einen Retortenverein ist die Stimmung im Stadion wirklich nicht schlecht.
 
Dann dürfen sie, wenn es gegen VfL Wolfsburg geht, auch Zuhause bleiben.:confused: Im Grunde isses ja keine schlechte Idee, wird nur nix bringen. Ich denke mal, spätestens beim nächsten Auswärtsspiel des BvB in Leipzig dürfte sich die Unruhe gelegt haben. :cool:
 
Ich war auch nur 1x in der 3. Liga im Stadion und ansonsten kenne ich es nur sporadisch aus dem TV.
Vor meinem Stadionbesuch hatte ich die retortentypische tote Hose erwartet, bin aber positiv überrascht worden.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich hab's meistens andersrum gemacht: Wenn ich sowieso schon in einer Stadt war und es lief ein 1. oder 2. Ligaspiel, dann hab ich öfters mal geschaut, dass ich noch 'ne Karte bekam.
 
Für mich ist unser Auswärtsspiel in Leipzig ein willkommener Grund mal die Stadt Leipzig zu besuchen. :top:

Das lohnt sich auf jeden Fall. Auch wenn ich inzwischen schon viele Jahre aus beruflichen Gründen in der Dresdner Diaspora lebe, bin ich noch häufig dort. Ohne die alternative Neustadt wäre mein Heimweh sicherlich noch größer.

Neben Bayern, Dortmund und Bremen gehört Schalke dort übrigens zu den beliebtesten auswärtigen Vereinen.
 

Detti04

The Count
Es ergibt natuerlich extrem viel Sinn, dass die Fans eines Vereins, der gerade 113,75 Mio Euro dadurch venichtet hat, dass er sie fuer Abloesezahlungen ausgegeben hat, gegen die Auswuechse der Kommerzialiserung bei einem anderen Verein protestieren.
 

Detti04

The Count
Fuer den BVB ist es aber weg. Oder anders: Wie hat der BVB eigentlich die noetigen 113,75 Mio erworben? Wird doch wohl hoffentlich nicht Dank der boesen Kommerzialiserung gewesen sein?
 
Ob das Geld vernichtet oder investiert wurde, dürfte sich v. a. hinsichtlich Götze und Schürrle in den kommenden Monaten zeigen. An der Börse würde man vermutlich von Zockerpapieren sprechen.

Verdient worden ist das Geld jedoch zweifellos durch die Kommerzialisierung und nicht durch Tradition. Wer einigermaßen glaubwürdig gegen die Kommerzialisierung des Fußballs einstehen will, sollte sich vielleicht doch eher bei RW Essen in die Kurve stellen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Verdient worden ist das Geld jedoch zweifellos durch die Kommerzialisierung und nicht durch Tradition.
Die alte Henne-Ei-Diskussion, in der es drum geht ob beispielsweise ein Sponsorenvertrag zustande kam, nachdem sich der Empfänger durch Leistung dafür interessant gemacht hat oder nur eine Oberfläche ist auf der sich der Geldgeber präsentiert.
Ich finde, es steht jedem frei nach Leipzig zu fahren oder es bleiben zu lassen weil man die scheisse findet. Niemand muss begründen, warum er einen Verein scheisse findet, ist eh für andere mehr oder eben weniger oder sogar gar nicht nachvollziehbar. Und Glaubwürdigkeit ist bei einer Freizeitbeschäftigung wie Fussball ja eh am Arsch.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Wenn die keinen Bock haben dahin zu fahren, fahren sie halt nicht hin; ist ja auch deren Geld und Freizeit die sie dafür aufbringen.
 
Zwischen einfach nicht hinfahren, weil man keinen Bock hat und nicht hinfahren + es an die große Glocke hängen - "Boykott" - sehe ich einen Unterschied.
 
Ja, sicher. Aus meiner Sicht ist es so aber albern und kontraproduktiv in zweierlei Hinsicht: Man verweigert der eigenen Mannschaft die Unterstützung bei einem schweren Auswärtsspiel und man verpasst eine Gelegenheit quasi in der Höhle des Löwen selbst öffentlichkeitswirksam gegen das Modell RB zu demonstrieren.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Unterschiedliche Auffassungen eben; ich kann's super nachvollziehen, dass man nicht wohin fährt, wenn einem das gar nicht passt und dann eben auch versucht andere dazu zu motivieren das nicht zu tun.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Das Spiel wird sehr gut besucht sein. Der BVB ist ein Zugpferd und das Spiel wird ja nicht von allen Fans boykottiert. Allein schon wegen der Neugier, wie sich RB im ersten Heimspiel in der 1. Liga schlagen wird, wird die Arena ( ehemals Zentralstadion ) sehr gut besucht, ja sogar ausverkauft sein. Aki Watzke hat in diesem Zushg. die richtige Wortwahl gefunden :)
 
So wie es Watzke formuliert und ausgedrückt, habe ich überhaupt kein Problem damit. Auch als Leipziger werde ich mit RB aus den bekannten Gründen nicht warm.

Dennoch fängt die Kommerzialisierung nun wahrlich nicht erst bei RB oder Hoffenheim an, auch wenn das einige Fans der ur-gemeinnützigen, fußballtraditionellen Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Kommanditgesellschaft auf Aktien anders sehen.

Ein Dammbruch war für mich beispielsweise der Verkauf von Stadiennamensrechten an Sponsoren. Der Name eines Stadions war für mich neben dem Vereinsnamen immer das Erkennungszeichen schlechthin, das untrennbar mit dem Verein verbunden war: Westfalenstadion, Volksparkstadion, Parkstadion oder auch die neueren Stadien ohne Sponsorenbezeichnung.
Es gibt zum Glück weiterhin löbliche Ausnahmen, wie etwa Gladbach (Bökelberg, Borussia-Park) oder Bremen (Weserstadion).

Ich weiß, dass es damals auch Proteste von Fangruppen gab, aber er fiel dann doch auffällig leise aus.
 
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