2. Liga führt Videobeweis zur kommenden Saison ein

Noir

FROM boRUSSIA WITH LOVE
Ja, dachte ich mir auch schon. *g*
Endlich wird mal was gegen den Bayern-Bonus unternommen! :D
 

Schröder

Problembär
Führt zu ersten Irritationen. Wiesbaden legt Einspruch gegen die Spielwertung (0:1 in Dresden) ein.

Die Entscheidung (kein Tor für Wiesbaden, weil der Ball vorher auf der anderen Spielfeldseite im Toraus war) ist aber auch reichlich beknackt.... Zumal ein Dresdener zuletzt am Ball war.

Wiesbaden legt Einspruch gegen Spielwertung in Dresden ein

Ich hab mir das im TV angeguckt. Der Dresdener haut den Ball vielleicht 5 cm hinter der Torauslinie in den Wiesbadener Strafraum, das Spiel läuft weiter und Wiesbaden spielt den Ball ein mal über den ganzen Platz ins Dresdener Tor. Natürlich hätte es Abstoß geben müssen. Allerdings nimmt der SVWW-Spieler den Ball vielleicht 2 Meter von dem Punkt entfernt an, wo er sonst den Abstoß hätte ausführen sollen. Ob der Konter dadurch anders gelaufen wäre?

Keine Ahnung, aber das kann nicht der Sinn des VAR sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also nach meinem Verständnis: wenn nicht das was denn sonst? Es hätte nicht weitergespielt werden dürfen und ich behaupte mal, einen Abstoß hätten WW so schnell nicht ausführen können, wie der tatsächliche Konter durchgeführt wurde.

Der VAR soll sich bei klaren Fehlentscheidungen einschalten. Ein Ball der im Aus ist, aber nicht abgepfiffen wird - klarer geht's kaum oder?
 

powerhead

Pfälzer
Also nach meinem Verständnis: wenn nicht das was denn sonst? Es hätte nicht weitergespielt werden dürfen und ich behaupte mal, einen Abstoß hätten WW so schnell nicht ausführen können, wie der tatsächliche Konter durchgeführt wurde.

Der VAR soll sich bei klaren Fehlentscheidungen einschalten. Ein Ball der im Aus ist, aber nicht abgepfiffen wird - klarer geht's kaum oder?
Da möchte ich auf keinen Fall das Gezeter nicht hören, wenn zB. Gladbach das vermeintliche Siegtor gegen die Bayern nicht gegeben wird, weil ein Bayernspieler zuvor den Ball aus dem Aus weitergespielt hat.
Klar, es geht ja nur um Wehen-Wiesbaden. ...
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Der VAR soll sich bei klaren Fehlentscheidungen einschalten. Ein Ball der im Aus ist, aber nicht abgepfiffen wird - klarer geht's kaum oder?

Ich stimme schweren Herzens zu.

Wir müssen uns einfach so langsam mal von gelebten 45 Jahren Fussballgeschichte mit der Tatsachenentscheidung INNERLICH verabschieden.

Ich hätte sie zwar gerne zurück, aber die Türen sind zu.

Wo man es besonders schmerzlich spürt:

In Spielen, in denen es keinen VAR gibt. Da tun sich bei mir innere Abgründe auf, das ist kaum zu beschreiben.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Da möchte ich auf keinen Fall das Gezeter nicht hören, wenn zB. Gladbach das vermeintliche Siegtor gegen die Bayern nicht gegeben wird, weil ein Bayernspieler zuvor den Ball aus dem Aus weitergespielt hat.
Klar, es geht ja nur um Wehen-Wiesbaden. ...

Nö. Da gibt es keinen Opportunismus.

Es gab Enttäuschung in der ersten Saison, als erstmals (!) ein Einwurf der Gladbacher 15 Sekunden vor einem Tor gegen Schalke durch den VAR korrigiert wurde und der Einwurf nach dem Tor Schalke zugesprochen wurde.

Seither ist bekannt:

Freuen erst, wenn alles im Rückblick zur letzten Spielunterbrechung in Ordnung war.
 

powerhead

Pfälzer
Ich stimme schweren Herzens zu.

Wir müssen uns einfach so langsam mal von gelebten 45 Jahren Fussballgeschichte mit der Tatsachenentscheidung INNERLICH verabschieden.

Ich hätte sie zwar gerne zurück, aber die Türen sind zu.

Wo man es besonders schmerzlich spürt:

In Spielen, in denen es keinen VAR gibt. Da tun sich bei mir innere Abgründe auf, das ist kaum zu beschreiben.
Deswegen gehe ich regelmäßig zu Spielen in den unteren Klassen, zB. Regionalliga oder Verbandsliga. Auch wird dort nicht dauernd reklamiert. Da gibt es noch Fußball, wie ich ihn sehen will. Bundesliga werde ich mir nicht mehr lange antun, die ganze Regeländerungen und der VAR machen den Spaß zunichte.
 

powerhead

Pfälzer
Nö. Da gibt es keinen Opportunismus.

Es gab Enttäuschung in der ersten Saison, als erstmals (!) ein Einwurf der Gladbacher 15 Sekunden vor einem Tor gegen Schalke durch den VAR korrigiert wurde und der Einwurf nach dem Tor Schalke zugesprochen wurde.

Seither ist bekannt:

Freuen erst, wenn alles im Rückblick zur letzten Spielunterbrechung in Ordnung war.
Vielleicht bei dir, meinen Respekt dafür. Mir hängt der VAR seit dem Elfmeter für die 05er gegen Freiburg in der Halbzeitpause dermaßen zum Hals raus, da muss ich Max Liebermann zitieren :"Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte."
 
Ich stimme schweren Herzens zu.

Wir müssen uns einfach so langsam mal von gelebten 45 Jahren Fussballgeschichte mit der Tatsachenentscheidung INNERLICH verabschieden.

Ich hätte sie zwar gerne zurück, aber die Türen sind zu.

Wo man es besonders schmerzlich spürt:

In Spielen, in denen es keinen VAR gibt. Da tun sich bei mir innere Abgründe auf, das ist kaum zu beschreiben.

Klar soweit.

Es ging ja in meinem Post zu der Sache bei WW auch nicht ums Gefühl, sondern um Fakten.
 

Hendryk

Forum-Freund
Freuen erst, wenn alles im Rückblick zur letzten Spielunterbrechung in Ordnung war.
Ich habe die Szene bei Wehen Wiesbaden nicht gesehen.
Aber so wie hier beschrieben gab es keine Spielunterbrechung - hätte es wohl geben müssen. Es wurde gleich weitergespielt mit einem Konter der auf der anderen Seite zu einem Tor führte.
Wenn der VAR in diesem Fall bis zu einem Tor (Spielunterbrechung) wartet, dann möchte ich das mal gegen den FC Bayern sehen.
 
Spekulation bzw haltlose Behauptung kannst du es von mir aus auch nennen, da die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall jemals eintritt, äußerst gering sein dürfte. Falls aber doch ...
Gelle?:huhu:

Was dann doch? Du unterstellst u.a. mir, dass ich dann nicht so reagiere wie ich es jetzt in dem Fall tue, weil es "nur" Wehen-Wiesbaden ist.

Finde ich schon ein wenig frech, weil eben haltlos. That's it. Nicht mehr und nicht weniger.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Jetzt ist aber nicht die Frage, wie jemand irgendwann argumentiert, wenn nicht A gegen B sondern X gegen Y spielt, sondern ob die Entscheidung
- der Regel nach korrekt ist
- diese Regel im Sinne der Spiels ist

Es kann kein Tor erzielt werden, wenn der Ball vorher im Aus war, da sind wir uns hoffentlich einig (falls nicht, ist es überflüssig zu diskutieren).
 

Hendryk

Forum-Freund
Jetzt ist aber nicht die Frage, wie jemand irgendwann argumentiert, wenn nicht A gegen B sondern X gegen Y spielt, sondern ob die Entscheidung
- der Regel nach korrekt ist
- diese Regel im Sinne der Spiels ist

Es kann kein Tor erzielt werden, wenn der Ball vorher im Aus war, da sind wir uns hoffentlich einig (falls nicht, ist es überflüssig zu diskutieren).
Es ist wohl korrekt - aber ist es so im Sinne des Spiels?
Ich glaube, das ist die entscheidende Frage. Man kann ja auch nicht dauernd die Regeln (für den VAR) anpassen.
 
Es ist wohl korrekt - aber ist es so im Sinne des Spiels?
Ich glaube, das ist die entscheidende Frage. Man kann ja auch nicht dauernd die Regeln (für den VAR) anpassen.

Ist es aus deiner Sicht nicht im Sinne des Spiels klare Fehlentscheidungen zu beheben? Diese (Grund-)Regel galt soweit ich weiß für den VAR seit Anfang an.
 

Hendryk

Forum-Freund
Ist es aus deiner Sicht nicht im Sinne des Spiels klare Fehlentscheidungen zu beheben? Diese (Grund-)Regel galt soweit ich weiß für den VAR seit Anfang an.
Das ist schon richtig und auch in meinem Sinn.
Ist schon okay, dann diskutieren wir dieses Themas nicht weiter, ist alles regelkonform und der VAR macht alles richtig.
Demnächst geht es ohne Spielunterbrechung 5 Minuten weiter und dann wird ein Tor aberkannt da der Abstoß verkehrt war...
Ich meine, da muss es auch irgendwo eine Grenze geben, in diesem Fall z.B. bei Überschreiten der Mittellinie.
 
Das ist schon richtig und auch in meinem Sinn.
Ist schon okay, dann diskutieren wir dieses Themas nicht weiter, ist alles regelkonform und der VAR macht alles richtig.
Demnächst geht es ohne Spielunterbrechung 5 Minuten weiter und dann wird ein Tor aberkannt da der Abstoß verkehrt war...
Ich meine, da muss es auch irgendwo eine Grenze geben, in diesem Fall z.B. bei Überschreiten der Mittellinie.

Sagt ja keiner, dass der VAR alles richtig macht. Die Polemik kannst du dir sparen.

Dann führe deine Gedanken doch direkt weiter aus - so wie jetzt - dann ist auch klar worauf du hinaus willst. Ich hab vermutlich ein anderes Verständnis von "Sinn des Spiels" als du, und du wiederum als noch wer anders.

Wo man die Grenze ziehen kann/soll bin ich überfragt. Oder ob man es an einem Zeitraum festmachen müsste. Hier in dem Fall meine ich sogar: der VAR soll sich unmittelbar melden, damit der Schiri analog als wenn er vom Linienrichter ein Signal bekäme abpfeifen kann.
 

Hendryk

Forum-Freund
Sagt ja keiner, dass der VAR alles richtig macht. Die Polemik kannst du dir sparen.

Dann führe deine Gedanken doch direkt weiter aus - so wie jetzt - dann ist auch klar worauf du hinaus willst. Ich hab vermutlich ein anderes Verständnis von "Sinn des Spiels" als du, und du wiederum als noch wer anders.

Wo man die Grenze ziehen kann/soll bin ich überfragt. Oder ob man es an einem Zeitraum festmachen müsste. Hier in dem Fall meine ich sogar: der VAR soll sich unmittelbar melden, damit der Schiri analog als wenn er vom Linienrichter ein Signal bekäme abpfeifen kann.
Ist das Polemik? Sorry! Keine Absicht!
Ich bin da bei dir, der VAR sollte sich in einem solchen Fall sofort melden, nicht erst bei der nächsten Spielunterbrechung, in diesem Fall das Tor auf der anderen Seite. Ist natürlich ein seltener Fall.
Die Regeln für den VAR müssen eben weiter zweckbestimmt angepasst werden.
 

powerhead

Pfälzer
Was dann doch? Du unterstellst u.a. mir, dass ich dann nicht so reagiere wie ich es jetzt in dem Fall tue, weil es "nur" Wehen-Wiesbaden ist.

Finde ich schon ein wenig frech, weil eben haltlos. That's it. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich will mich nicht mit dir zoffen, mein Unmut richtet sich allein gegen den VAR an sich, seine Einführung und die daraus resultierenden ständigen Diskussion nerven mich kolossal, wie es @Ichsachma schon schrieb, die gute alte Tatsachenentscheidung war eben - auch bei offensichtlichen Fehlern der Schiedsrichter - eben für den Sport viel besser und erträglicher. Fussball und Technik - eine üble Kombination.
 
Ich will mich nicht mit dir zoffen, mein Unmut richtet sich allein gegen den VAR an sich, seine Einführung und die daraus resultierenden ständigen Diskussion nerven mich kolossal, wie es @Ichsachma schon schrieb, die gute alte Tatsachenentscheidung war eben - auch bei offensichtlichen Fehlern der Schiedsrichter - eben für den Sport viel besser und erträglicher. Fussball und Technik - eine üble Kombination.

Jap, aber da wir wie Ichsachma ebenfalls schon sagte: das Rad drehen wir nicht mehr zurück. Und ich meine halt auch: es ist ja entwicklungsfähig und es muss weiter an den Prozessen gearbeitet werden. Dann kann das eine sinnvolle Hilfe sein und nimmt wohlmöglich Druck von den Schiedsrichtern, weil die sich Hilfe sicher sein können.

Zudem ist ja nicht jede Technik Murks, s. Torlinientechnik.
 
Ist das Polemik? Sorry! Keine Absicht!
Ich bin da bei dir, der VAR sollte sich in einem solchen Fall sofort melden, nicht erst bei der nächsten Spielunterbrechung, in diesem Fall das Tor auf der anderen Seite. Ist natürlich ein seltener Fall.
Die Regeln für den VAR müssen eben weiter zweckbestimmt angepasst werden.
Werden sie ja auch soweit ich weiß regelmäßig. Oft isses halt wie so oft im Leben: da muss erst was (in dem Fall Ball im Aus und es wird erstmal weitergespielt) passieren, bevor sich was ändert. Vllt. ist das ja mal ein Anstoß., das in Teilen zu überdenken.
 

Schröder

Problembär
Sagt ja keiner, dass der VAR alles richtig macht. Die Polemik kannst du dir sparen.

Dann führe deine Gedanken doch direkt weiter aus - so wie jetzt - dann ist auch klar worauf du hinaus willst. Ich hab vermutlich ein anderes Verständnis von "Sinn des Spiels" als du, und du wiederum als noch wer anders.

Wo man die Grenze ziehen kann/soll bin ich überfragt. Oder ob man es an einem Zeitraum festmachen müsste. Hier in dem Fall meine ich sogar: der VAR soll sich unmittelbar melden, damit der Schiri analog als wenn er vom Linienrichter ein Signal bekäme abpfeifen kann.
Das darf er nicht, weil er nur bei vermeintlich spielentscheidenden Szenen eingreifen soll, und nicht bei jedem falschen Einwurf oder nicht gegebener gelber Karte.

Also: Hätte Wiesbaden den Konter nicht direkt verwandelt, sondern Dresden den Torschuss noch zur Ecke geklärt.... und aus der Ecke wäre ein Tor gefallen, dann hätte das Tor gezählt wg. neuer Spielsituation.

Wir können natürlich den VAR bei jeder Fehlentscheidung sofort eingreifen lassen. Inklusive Kontrolle des Schiris am Monitor dauert das Spiel dann halt 3 Stunden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
Diese ganze Verwirrung und der ganze Ärger um den sog. Videobeweis ist schlicht und ergreifend darin begründet, dass der Fußball zu blöd und zu arrogant ist. Anstatt sich mal schlau zu machen wann und wie eine Korrektur durch eine Aufzeichnung Sinn macht, was in vielen anderen Sportarten, in denen das seit vielen Jahren erfolgreich exerziert wird, Gang und Gäbe ist, wird das beim Fuppes halt zum neuen Allheilmittel gehypt.
Fußball halt.
 
Das darf er nicht, weil er nur bei vermeintlich spielentscheidenden Szenen eingreifen soll, und nicht bei jedem falschen Einwurf oder nicht gegebener gelber Karte.

Also: Hätte Wiesbaden den Konter nicht direkt verwandelt, sondern Dresden den Torschuss noch zur Ecke geklärt.... und aus der Ecke wäre ein Tor gefallen, dann hätte das Tor gezählt wg. neuer Spielsituation.

Wir können natürlich den VAR bei jeder Fehlentscheidung sofort eingreifen lassen. Inklusive Kontrolle des Schiris am Monitor dauert das Spiel dann halt 3 Stunden.

Ich habe auch nicht von "jedem falschen Einwurf" (die im Übrigen eh nie bis viel zu wenig gepfiffen werden) oder nicht gegebener gelber Karte (was spricht da im Übrigen dagegen bei klaren gelbwürdigen Fouls etc. auf Anweisung vom VAR einem Spieler nachträglich mit gelb zu bestrafen wenn es der SR und sein Team vor Ort ggf. nicht sehen konnten) - ich bezog mich auf den speziellen Fall im Spiel WW gg. Dynamo.

Und auch da wäre die Ecke so direkt wohlmöglich nicht entstanden, weil es anstatt der Kontermöglichkeit erst mal Abstoß gegeben hätte.

Weiß gar nicht was es da zu diskutieren gibt anhand der Fakten und weshalb andere schwammige Beispiele jetzt ins Spiel gebracht werden.
 
Oben