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Düsseldorf: Unruhen aus den eigenen Reihen

Die Düsseldorfer wissen, dass sie vor allem über die mannschaftliche Geschlossenheit ihre Punkte einfahren können, wie es auch schon in der vorherigen Saison geklappt hat. Aktuell gibt es aber durchaus auch kritische Stimmen bei der Fortuna, denn vor dem wichtigen Spiel gegen den VfL Wolfsburg ist in Düsseldorf nicht nur der Fußball ein aktuelles Thema. 

Unter anderem gab es schlechte Stimmung, als das Handelsblatt eine Nebentätigkeit von Boss Thomas Röttgermann betitelt hatte. Dieser hat wohl eine kommerzielle Fußball-App in der Entwicklung, die allerdings nicht mit dem Düsseldorfer Aufsichtsrat abgestimmt wurde. „Ich bin zwar der Auffassung, dass es keine Nebentätigkeit war, aber dennoch hätte ich den Aufsichtsrat informieren müssen“, sagte Röttgermann: „Das war ein Fehler, das hätte ich intelligenter machen können.“

Des Weiteren hatte Röttgermann eine wichtige Personalie nicht mit dem Aufsichtsrat abgesprochen. Sein früherer Wolfsburger Kollege Felix Welling, der ebenfalls mit der App beschäftigt war, kommt als Direktor für Strategie und Markt Entwicklung zur Fortuna. So wurde der bisher zuständige Alexander Steinforth zum Wochenanfang freigestellt. Kein Wunder, dass hier viele direkt von Kungelei ausgehen, allerdings konnten diese Gerüchte durch Gespräche mit dem Aufsichtsrat schnell aus der Welt geräumt werden. 

Nach den Problemen in der Führungsetage kommen nun noch öffentliche Aussagen von einem Führungsspieler auf. Angreifer Rouwen Hennings ist aktuell mit drei Saisontreffern sehr gut in Form, äußerte sich dann aber sehr kritisch zu den aktuellen Verhandlungen bzgl. eines neuen Vertrags in Düsseldorf. Sein aktuelles Arbeitspapier gilt noch bis kommenden Sommer. Derzeit hat er wohl ein Angebot über die Verlängerung um eine weitere Saison vorliegen, allerdings will er sich seiner Sache sicher sein. „Der Verein sollte mittlerweile wissen, was er an mir hat“, so Hennings gegenüber der „Rheinischen Post“: „Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das halt so.“ 

Hennings kündigte in diesem Zusammenhang an, dass er sich umsehen werde. Dass dies nun in aller Öffentlichkeit passiert, ist für die Düsseldorfer nichts Neues. „Eine Wagenburg, in der alle uns am Arsch lecken können“, so Friedhelm Funkel in der vorangegangenen Saison, der dann aber mit seiner Art dafür sorgte, dass ein echtes Team entstehen konnte, welches überraschend viele Punkte eingefahren hat. Bei den Düsseldorfern soll der Teamgedanke immer über allem stehen. In der letzten Rückrunde hat das nach Unruhen in der Winterpause noch sehr gut funktioniert. Bleibt abzuwarten, wie die Fortuna die aktuelle Situation meistern will. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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