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Barcelona: Dembelés Wechselspielchen

Das Transferfensters ist fast überall geschlossen, allerdings haben sich die XXL-Transfers in diesem Sommer bisher in Grenzen gehalten. Vor allem beim FC Barcelona gab es immer wieder Gerüchte, doch letztendlich ist weniger passiert, als die meisten erwartet hätten. 

Ousmane Dembelé ist erst 22 Jahre alt und mit den Franzosen Weltmeister geworden. Mit Barca konnte er zweimaliger spanischer Meister, spanischer Pokalsieger und spanischer Superpokalsieger werden, doch ein Musterprofi ist der Flügelstürmer noch lange nicht. Sowohl in Dortmund als auch in Barcelona hat er schon das Training geschwänzt und blieb sogar komplett unter dem Radar. Unter anderem hat er sich im Spiel gegen Bilbao verletzt, ging dann aber erst 3 Tage später zum Arzt und soll nun bis zu 5 Wochen ausfallen. 

Fraglich, ob es ihn überhaupt interessiert hat, dass er den kompletten Sommer lang vom spanischen Meister als mögliches Tauschobjekt gehandelt wurde. Vielleicht war der fehlende Besuch beim Arzt aber auch gerade deswegen eine Art Trotzreaktion. Eigentlich wollte Barca nun Neymar zurückholen, doch Dembelé verweigerte einen Wechsel nach Paris. Eigentlich sein gutes Recht, hat er doch 2017 immerhin einen Vertrag über 5 Jahre bei den Katalanen ausgearbeitet. Damals wechselte Neymar für 222 Millionen zu PSG, während Barca Dembelé für 105 Millionen und Coutinho für 120 Millionen holte. Beide konnten den großen Ansprüchen nicht gerecht werden. Coutinho ist mittlerweile zu den Bayern gegangen und Barca hat mit Griezmann (120 Millionen) und Frenkie de Jong (75 Millionen) wieder kräftig investiert. 

Ivan Rakitic soll derweil einem möglichen Tausch sogar fast zugestimmt haben, allerdings war der Deal dann schon längst geplatzt, weil Dembelé nicht wollte. So müssen die Katalanen nun ohne Neymar, dafür aber mit Luis Suarez, Lionel Messi, Carlos Perez, Griezmann und Dembelé im Sturm auskommen. Ein Problem, das wohl jeder Verein der Welt gerne hätte. Neymar hingegen muss in Paris weiter 36 Millionen Euro im Jahr verdienen, während er bei Barca für 17 Millionen weniger unterschrieben hätte. Eigentlich könnte man meinen, dass Real Madrids Präsident Florentino Perez über diese Entwicklung beim großen Konkurrenten lachen könnte, doch nach den investierten 300 Millionen Euro bleiben die Madrilenen nun wohl auf Gareth Bale sitzen. 

Der Waliser spielt unter Zinedine Zidane keine große Rolle mehr, wollte sogar nach China wechseln. Nachdem der Transfer aufgrund von abgelehnten Transferforderungen geplatzt ist, soll Zidane nun angeblich wieder mit dem Angreifer planen. Bale kontert mit Leistung und ist derzeit mit 2 Toren und einer Vorlage der Topscorer der Königlichen in der Liga. Auch in München gibt es mit Jerome Boateng einen „Schläfer“, der in diesem Sommer immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wurde, Stand jetzt aber doch bei den Bayern bleiben muss. 

Kategorie: International, News, Primera Division Tags: ,
 
 

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