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Düsseldorf: Funkels Personalsorgen

Die Düsseldorfer haben in dieser Saison noch absolut kein Glück mit ihren Verletzungsfällen. Trainer Friedhelm Funkel hat nun schon erste Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und zieht dabei Vergleiche zu Dodi Lukebakio.

Testspiele kommen die Fortuna im Moment teuer zu stehen, denn vor zwei Wochen verletzte sich Mittelfeldspieler Aymen Barkok (Schultereckgelenk-Sprengung) im Probespiel gegen den Kreisligisten TSV Krefeld-Bockum und jetzt erwischte es mit Kasim Adams und Marcel Sobottka (beide Muskelfaserriss) gleich zwei Defensivspieler. „Sobottka ist in den vergangenen Jahren sehr anfällig geworden“, so Funkel, der auf beide Abwehrspieler erst einmal nicht zurückgreifen kann.

Im Zentrum haben die Düsseldorfer nicht wirklich viele Alternativen, vor allem, weil das nominell gesetzte Duo bestehend aus Andre Hoffmann und Kaan Ayhan beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen nicht den besten Tag erwischt hat. „So etwas können wir erneut erleben, das schließe ich gar nicht aus“, so Funkel mit einem Rückblick auf das schlechte Spiel gegen die Werkself. Dennoch will der Übungsleiter nun kein personelles Risiko eingehen, indem er zum Beispiel Angreifer Dawid Kownacki nach dessen Muskelverletzung zu früh in den ring wirft. „Wir wollen ihn langsam aufbauen, aber er ist auf dem richtigen Weg“, so Funkel weiter. Gegen Leverkusen reichte es zwar schon für einen Einsatz über 30 Minuten, allerdings soll der junge Pole erst in der Länderspielpause wieder zu seinen 100% geführt werden. 

Nun steht das Spiel gegen die Frankfurter an, die heute noch in der Europa-League-Qualifikation gefordert sein werden und dementsprechend nicht bei 100% sein können. Hier wollen sich die Düsseldorfer auch selbst beweisen, dass sie in der neuen Saison angekommen sind. „Wir wollen vor allem uns selbst zeigen, dass wir es besser können“, so Funkel: „Gegen Frankfurt wird es schwer, wir dürfen die Qualität der Mannschaft nicht unterschätzen.“ Fakt ist aber auch, dass Funkel seiner Truppe die Qualität auf keinen Fall absprechen will: “Wir haben auch individuelle Klasse – nur eben keine Weltklasse.“

Einer der hellen Lichter im Kader ist Angreifer Bernhard Tekpetey. Die Leihgabe des FC Schalke und Aufstiegsheld mit dem SC Paderborn kam gegen Leverkusen erst zur Pause, während er gegen Bremen noch über 90 Minuten auf der Bank sitzen musste. „Tekpetey muss sich an gewisse Abläufe gewöhnen, das passiert anderen aber auch“, so Funkel und zieht gleichzeitig noch eine Parallele zu Fortunas Überraschungs-Spieler der abgelaufenen  Saison, der mittlerweile leider keine Rolle mehr spielt. „Dodi Lukebakio hat das erste Mal nach sechs Spieltagen von Beginn an gespielt. Vorher nicht, weil er zu spät zur Besprechung kam und ähnliches. Der ist individuell aber so gut, für uns war das ein Ausnahmespieler“, so der Trainer, der auf die 10 Treffer seines ehemaligen Schützlings zurückblickt. Dieser spielt nun bei der Hertha aus Berlin. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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