0

Augsburg: Jedvaj will Stammspieler werden

Mit gerade einmal 17 Jahren spielte er schon beim AS Rom, bevor er dann mit 18 zu Bayer Leverkusen wechselte. Mit 23 Jahren ist Tin Jedvaj nun beim FC Augsburg angekommen. Der Verteidiger hatte einen schnellen Aufstieg in seiner Karriere, allerdings kam dann auch genauso schnell der Stillstand. Nun will er in der Fuggerstadt den nächsten Anlauf nehmen. Über seine konkreten Ziele hat der Verteidiger nun gesprochen.

„Schon“, so Jedvajs Antwort auf die Frage, ob er davon ausgeht, dass er morgen im Spiel gegen Union Berlin direkt in der Startelf stehen wird. Damit dürfte er durchaus Recht haben, denn es sieht so aus, als würde sein Trainer Martin Schmidt den Leverkusener Verteidiger direkt ins kalte Wasser werfen. Obwohl er flexibel einsetzbar ist, dürfte auch seine Position schon geklärt sein. „Meine Position ist Innenverteidiger“, so der Kroate kurz und bündig.

Jedvaj macht kein Geheimnis daraus, dass er selbst am liebsten nur auf dieser Position zum Einsatz kommen will. Schon vor seinem Wechsel hat er daher extra mit Trainer Martin Schmidt und Sportdirektor Stefan Reuter darüber gesprochen – über „den Plan, die Taktik, die Philosophie, und was sie mit mir vorhaben“. So wie es aussieht, hat dem Verteidiger gefallen, was er gehört hat. Das war in Leverkusen selten so, denn als Allrounder wurde er meist dort eingesetzt, wo Not am Mann war. „Einmal rechtsaußen, einmal linksaußen, einmal innen: Darauf hatte ich keinen Bock mehr“, so der Verteidiger im Bezug auf die Spiele für Leverkusen. Gute Chancen in Augsburg, denn der FCA hat mit Stephan Lichtsteiner gerade erst einen gelernten Rechtsverteidiger engagiert.

Vor allem die Aussicht auf regelmäßige Einsätze hat ihn nun zu diesem Leihgeschäft animiert, denn er will und muss sich unbedingt für die EM 2020 mit Kroatien empfehlen, nachdem er in den letzten beiden Jahren immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen wurde. „Ich will in guter Form sein für diese Saison, das ist auch für mich persönlich wichtig“, so der Abwehrmann: „Ich wollte einen Verein, bei dem ich jedes Wochenende auf meiner Position spiele.“ Jedvaj kam bei der WM 2018 in der Vorrunde gegen Island (2:1) zum Einsatz und wurde am Ende mit seiner Truppe Vize-Weltmeister, doch auch in der Nationalmannschaft konnte er bisher noch nicht dauerhaft Fuß fassen.

Dabei merkt man ihm an, dass ihm die Auftritte für sein Land ganz besonders wichtig sind. „Jedes Spiel ist etwas Besonderes“, so Jedvaj, der wohl schon am Samstag ein erstes Ausrufezeichen in Richtung seines Nationaltrainers Zlatko Dalic setzen kann. Für den FCA geht es gegen die Aufsteiger von Union Berlin. „Die Berliner haben hart gearbeitet, um in die Bundesliga zu kommen“, so der 23-Jährige: „Und die wollen hier bleiben.“

 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.