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Freiburg: Streich über Emotionen

Die Freiburger konnten seit 2001 erstmals wieder mit einem Dreier in die Saison starten. Laut Trainer Christian Streich war die Partie allerdings „schnell abgehakt, weil wir hoffentlich wissen, was am Samstag passieren wird – es ist nicht einfach in Paderborn zu bestehen“. Nach dem Sieg vor heimischer Kulisse gegen Mainz bekommen es die Breisgauer morgen mit dem SC Paderborn zu tun, für die es das erste Heimspiel nach dem Aufstieg ist. 

Eigentlich könnten die Freiburger mit einem sehr guten Gefühl nach Paderborn reisen, denn das letzte Spiel im Jahr 2016 konnte man gegen den SCP gewinnen und damit auch den Wiederaufstieg klarmachen. „Das wäre mir wahrscheinlich wieder eingefallen, wenn ich ins Stadion gelaufen wäre“, sagte Streich auf der Pressekonferenz und ergänzte:  „Gut gespielt haben wir da nicht.“ Jetzt kommt es zu einem erneuten Duell, nur eine Etage weiter oben. Streich geht von einer sehr emotionalen Partie aus, bei der „nicht die Taktik, sondern die Haltung entscheidend sein wird“. Dennoch hat er sich zusammen mit seinem Team natürlich eine Taktik überlegt, wie man den Aufsteiger knacken möchte. 

Schon in der letzten Saison hat sich Streich einige Spiele von Paderborn angeschaut, die er nun zur Vorbereitung auf die Partie herangezogen hat. SCP-Trainer Steffen Baumgart hat derweil bereits angekündigt, die offensive Spielweise auch eine Klasse höher beizubehalten. „Mich hat es nicht gewundert, dass es zur Halbzeit schon 2:2 stand“, so Streich über die knappe 2:3-Auftaktniederlage des SCP in Leverkusen: „Sie geben Vollgas, nerven den Gegner, haben Aggressivität und Schnelligkeit und richtig viele Dinge, die eine gute Fußballmannschaft ausmachen. Dass sie so spielen können, ist bei dem Trainer nicht erstaunlich, so hat er selbst gekickt, so kenne ich ihn noch aus dem Fernsehen. Meine Spieler müssen deshalb die optimale Einstellung haben und sich quälen wollen.“

In Sachen Personal kann Streich noch nicht auf Mark Flekken (Syndesmoseriss), Marco Terrazzino (Innenbandriss im Knie) und Luca Itter (knöcherne Verletzung im Sprunggelenk) zurückgreifen. Janik Haberer ist zwar nach einem doppelten Bänderriss wieder dabei, wird laut Streich aber „nicht oder nicht von Anfang an spielen“. Neuzugang Chang-Hoon Kwon war gegen Mainz noch im Kader, hat aber durch weitere Trainingseinheiten „mehr Power gekriegt“, so dass man durchaus mit dem Südkoreaner in der Startformation rechnen könnte. 

Keine Rolle spielt weiterhin Patrick Kammerbauer, der in der letzten Saison noch an Holstein Kiel ausgeliehen war und nun optimalerweise wieder ausgeliehen werden soll. Dabei war er gerade erst beim SC Paderborn zum Probetraining eingeladen. „Wenn er zurückkommt, werde ich ihn nicht fragen, was sie da gemacht haben“, so Streich: „Und wenn er schlau ist, hat er da auch einfach nur trainiert und versucht sich zu präsentieren.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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