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Dortmund: Luxusprobleme

Die Dortmunder können wohl erwarten, dass das Spiel gegen Köln morgen kein Spaziergang wird, wie das 5:1 über Augsburg vor allem in der Schlussphase. Trainer Lucien Favre hat im Vorfeld bereits einige Spiele des FC analysiert und will sein Team nun dementsprechend auf ein ganz hartes Stück Arbeit vorbereiten. 

Bis auf Mateu Morey (Rückstand nach Schulterverletzung) haben die Dortmunder wohl alle Profis zur Verfügung, was zu diesem Zeitpunkt durchaus als purer Luxus zu bezeichnen ist. Selbst Roman Bürki  und Raphael Guerreiro, die beim Saisonauftakt gegen Augsburg noch fehlten, sind wieder mit von der Partie. Bisher eher weniger beachtete Spieler wie Thomas Delaney oder Neuzugang Julian Brandt machen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an. Mario Götze droht derweil ein ähnliches Schicksal wie in der letzten Saison, als er zu Beginn kaum eine Rolle spielte und erst im Oktober aufblühen konnte. 

Favre bevorzugt gerade ein 4-2-3-1-System und vor allem in der Offensive hat der Schweizer so viele Optionen, dass er nahezu beliebig rotieren lassen kann. Das betonte der Coach auch noch einmal bei der Pressekonferenz. „Wir haben viele Optionen“, so Favre, der alleine im Angriff zwischen Paco Alacaer, Thorgan Hazard, Jacob Bruun Larsen und Götze entscheiden kann. Im Zentrum dahinter können Marco Reus, Julian Brandt oder auch Götze agieren. Wer letztendlich wo spielen wird, hängt dann aber auch von der Spielweise ab. 

Fakt ist, dass Kader-Baumeister Michael Zorc seinem Trainer so viele Möglichkeiten gegeben hat, wie noch nicht. Viele Spieler sind gut, allerdings müssen diese auch regelmäßig zum Einsatz kommen, um keinen Unmut im Kader aufkommen zu lassen. „Was mache ich mit denen, die ein wenig überzählig sind“, so Ex-Profi Christoph Metzelder in den Ruhr Nachrichten, „es wird immer schwierig bleiben in einer Fußballmannschaft, die frustrierte Hälfte des Kaders hinter sich zu behalten.“ Erfolg sei wohl das beste Mittel, wenn man dem ehemaligen Nationalspieler Glauben schenkt: „Dann haben diese Spieler keine Argumente, sich intern oder extern zu äußern.“

Favre will sich nun zunächst ganz konkret mit den Kölnern befassen. Seine Analyse ergab, dass der Aufsteiger „sehr gut, sehr hart und sehr aggressiv“ presst und im Vergleich zu Augsburg bereits eine gute Basis für die Saison gelegt hat: „Es wird wahrscheinlich nicht so einfach wie gegen Augsburg“, so Sportdirektor Zorc, „wir müssen neben unserer spielerischen Qualität und Leichtigkeit die richtige Schärfe haben.“ Derweil wollte der Leiter noch keine Auskunft über die Vertragsverhandlungen mit Guerreiro geben. Es scheint wohl in alle Richtungen offen zu sein, wie es in Zukunft mit dem Portugiesen weitergehen wird. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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