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Bayern: Was wird aus Sanches?

In der letzten Saison hatte Renato Sanches noch zu viel Konkurrenz im Mittelfeld der Bayern. Er äußerte ganz offen Kritik und seinen eigenen Unmut. Nun will ihm Trainer Niko Kovac die Chance geben, sich zu etablieren, doch der Portugiese will lieber den Verein wechseln. Was wird aus dem Europameister von 2016? 

Schon 15 Minuten nach dem ersten Spiel der Saison verschwand Sanches schon durch die Mixed Zone. Er war zwar unglücklich, aber immerhin nicht sauer. Vielmehr wirkte er enttäuscht darüber, dass er wieder einmal nicht richtig zum Zug gekommen ist. So hätte er in diesem Sommer schon zum zweiten Mal die Chance gehabt, den Verein zu verlassen. Doch aufgrund des kleinen Kaders wollen die Verantwortlichen des FCB ihn einfach nicht gehen lassen. „Weil wir alle von ihm überzeugt sind“, so Karl-Heinz Rummenigge wenig später in einem Statement, „und er seine Chancen noch kriegen wird.“ Das hat Trainer Niko Kovac dem besten Nachwuchsspieler der EM 2016 versprochen. 

Im Spiel gegen Cottbus im Pokal musste Sanches schon früh vom Feld, obwohl Corentin Tolisso im Mittelfeld deutlich schlechter spielte. Beim 2:2 gegen die Hertha im ersten Spiel der Bundesliga gab es hingegen gerade einmal 5 Minuten Spielzeit. „Das ist nicht genug“, sagt der Europameister, der das nur sehr schwer nachvollziehen kann. Rummenigge sagt, dass er den Frust des Spielers durchaus nachvollziehen kann, allerdings muss er sich gedulden, bis er seine Chancen bekommt, die er dann nutzen muss. Potenzial scheint genug vorhanden zu sein, doch das wird Sanches auch schon seit einiger Zeit nachgesagt. 

Doch wo will Kovac den Portugiesen in seinem System überhaupt unterbringen? Auf der Sechs ist eigentlich Thiago gesetzt und auf der Acht gibt es einen offenen Konkurrenzkampf zwischen Sanches, Tolisso, Leon Goretzka, Thomas Müller und womöglich auch noch Neuzugang Philippe Coutinho. Möglich wäre eine Doppelsechs zusammen mit Thiago, wo er die defensivere Arbeit für den Spanier übernehmen könnte. Mit seiner Robustheit und Ballsicherheit bringt er Fähigkeiten mit, die nur wenige im Kader haben. Zudem soll er beim Training immer einer der Fleißigsten auf dem Platz sein. 

Geduld ist aber nicht seine Stärke. Die Bayern haben in dieser Saison noch 33 Spiele in der Liga, mindestens 6 Spiele in der Champions League und dann auch noch einige Duelle im Pokal. Es werden also definitiv noch Möglichkeiten für Sanchez kommen, sich unter Beweis zu stellen. Bleibt abzuwarten, ob die Bayern in Sachen Transfers weiterhin hart bleiben werden. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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