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Bayern: Süle als Leitwolf

Vom unscheinbaren Verteidiger zum Führungsspieler und das in kürzester Zeit: Niklas Süle will schon in der kommenden Saison bei den Bayern eine ganz neue Rolle einnehmen. Er will nicht nur durch seie Worte, sondern vor allem auch durch seine Taten vorangehen und eine Führungsrolle im Kader übernehmen. 

Das Training in der Hitze von Houston ist für Süle und seine Kollegen durchaus anstrengend, doch zumindest der Verteidiger kann laut eigener Aussagen diesen Tripp durchaus genießen.  „Wir Fußballer sind privilegiert, ich war noch nicht in Los Angeles und auch nicht in Houston“, so der Innenverteidiger am Sonntagmittag während eines Termins beim Biersponsor des FC Bayern. Dazu gehören natürlich auch Höhepunkte wie beispielsweise das Treffen der NBA-Stars: „Wenn einem James Harden die Hand schüttelt, freut man sich natürlich.“

Süle geht nun in sein drittes Jahr bei den Bayern und möchte nach einer positiven Entwicklung den logischen nächsten Schritt machen. Er will auf und neben dem Platz noch mehr Verantwortung übernehmen: „Neben dem Platz bin ich ein offener Typ, auf dem Platz mehr auf meine Lage fokussiert, das muss ich ändern“, der selbst von sich sagt, dass er noch nie der geborene Lautsprecher war: „Jo Kimmich konnte das immer gut, der war schon direkt nach seinem Wechsel zu den Bayern nicht auf den Mund gefallen. Ich tue mich da schwer.“ 24 Jahre alt wird Süle nun im kommenden September. Für ihn genug Anlass, sich in die neue Rolle einzuarbeiten. Das erwartet nicht nur der Verein, sondern in erster Linie der Kicker selbst von sich. So erhofft er sich aus der neuen Generation einen guten Mix aus allen Eigenschaften. Kimmich, Leon Goretzka oder Serge Gnabry sind hier wohl die Hauptdarsteller: „Es muss nicht jeder so sein wie Jo, es muss nicht jeder so sein wie ich.“

Karl-Heinz Rummenigge adelte den Ex-Hoffenheimer zuletzt und machte ihn gleich zum besten deutschen Innenverteidiger, doch diese Diskussion möchte Süle nicht führen. „Ich beteilige mich an dieser Diskussion nicht, bin aber froh, wenn meine Leistung anerkannt wird. Wenn die Leute sagen, ich bin ein guter Spieler, dann habe ich einen guten Job gemacht“, so der Verteidiger. Süle ist mit seinen knapp 100 Kilo auf 1,95 Meter eine echte Kante, ist aber gleichzeitig kein großer Fan von Krafttraining. Gleichzeitig ist er aber trotz seines Körpers einer der schnellsten Spieler der gesamten Liga. „Schnelligkeit kann man nicht groß trainieren, die körperliche Veranlagung auch nicht. Ich bin nicht durchtrainiert wie Lewy, aber auch kein Fettsack, relativ stämmig. Trotz meiner Größe und meiner Statur bin ich relativ schnell, wenn auch nicht auf den ersten fünf Metern, aber auf die lange Distanz“, so Süle. 

Gleichzeitig äußerte er sich auch zu den Preisen, die derzeit für Innenverteidiger auf den Tisch gelegt werden, doch überrascht zeigte er sich von dieser Entwicklung nicht. „Dadurch, dass heutzutage mehr Fußball gespielt wird, die Spieleröffnung wichtiger wurde, werden die Summen auf unserer Position höher. Wir sind die ersten Aufbauspieler zusammen mit dem Torwart und die Position, die als letzte etwas machen kann, bevor es Richtung Torwart geht“, so der Nationalspieler, der seinen Marktwert in den kommenden Jahren wohl auch noch deutlich steigern können wird. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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