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Hoffenheim: Grifo will durchstarten

Eine aufregende Saison liegt hinter Vincenzo Grifo. Unter anderem gab er sein Debüt für die Squadra Azzurra, dann folgte die Ausleihe nach Freiburg und letztendlich auch noch seine kirchliche Hochzeit. „Ich gehe mit einem strahlenden Gefühl in die Saison“, so der Mittelfeldmann der TSG Hoffenheim, der die Vergangenheit nun ruhen lassen will.

Den Blick zurück wirft Grifo nicht wirklich gerne, denn für ihn ist die Zukunft viel wichtiger. „Es ist ein neuer Trainer da, eine neue Philosophie – ich möchte mit der Kraft, die ich in Freiburg verspürt habe, hier angreifen“, so der Mittelfeldspieler. Genauso kurz fiel dann auch das Fazit zu Julian Nagelsmann aus, unter dem er nur wenige Einsätze verbuchen konnte. „Julian hat überragende Arbeit geleistet. Es waren viele Spieler da, es hat halt nicht so hingehauen. Neues Spiel, neues Glück“, so Grifo, der über den ehemaligen Trainer mein schlechtes Wort verliert und sich lieber darüber freut, dass die Leihe nach Freiburg den gewünschten Effekt gebracht hat. 

6 Tore und 5 Vorlagen für den SC sprechen eine klare Sprache. „Im Fußball geht es schnell“, so Grifo der nun hofft, dass es unter Alfred Schreuder auch bei der TSG endlich funktioniert und er zum Stammspieler reifen kann. Vor allem mit seinen ruhenden Bällen ist er eine echte Waffe. „Ich danke dem lieben Gott, dass er mir dieses Talent, dieses Füßchen gegeben hat“, so der Pforzheimer, der aber immer weiter an seinen Standards pfeift. Gerade in diesem Bereich kann die TSG seine Qualität sehr gut gebrauchen. In der letzten Saison gelangen lediglich 6 Treffer nach Ecken und Freistößen. Damit ist man im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz, lediglich die Absteiger aus Hannover haben noch einen Treffer weniger aus Standards markiert. 

Grifo selbst war mit neun Torbeteiligungen aus ruhenden Bällen hinter Leipzigs Marcel Halstenberg (elf) die Nummer zwei in dieser Statistik. „Standards sind wichtig. Sie können Dosenöffner sein, Spiele entscheiden“, so Grifo, der mittlerweile auch beim italienischen Verband für Aufsehen gesorgt hat. Trotz der schlechten Vorrunde wurde er im Herbst 2018 von Roberto Mancinci zur Squadra Azzurra eingeladen und kam im Testspiel gegen die USA zu seinem ersten Länderspiel. „Keiner von euch kann sich vorstellen, was zu Hause bei uns abging, als ich eingewechselt wurde“, so Grifo, der von Kindesbeinen von diesem Moment geträumt hat. „Um die Gefühle in diesem Moment beschrieben zu können, bräuchte ich zwei Stunden. Mehr geht nicht. Ich krieg jetzt schon Gänsehaut. Wenn du das nicht genießt, da nicht emotional bist, dann bist du kein Mensch mehr …“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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