0

Mainz: Thurk steigt ein

Michael Thruk wir den meisten noch aus seiner Zeit bei Mainz 05, Energie Cottbus, Eintracht Frankfurt, FC Augsburg oder dem FC Heidenheim bekannt sein. Der mittlerweile 43-Jährige ist seit dieser Vorbereitung nun ein Teil des Trainerteams der Mainzer und hat sich prompt zu Wort gemeldet. 

„Die anderen haben auch alle Fußball gespielt, aber eher defensiv gedacht. Ich bin der einzige ehemalige Stürmer im Trainerteam, dadurch kommt ein anderer Blickwinkel rein“, so Thurk, der im vergangenen Jahr die Trainer-A-Lizenz geschafft hat. Mit der Elite-Jugend-Lizenz durfte er zuvor den Nachwuchs des FC Stätzling vor den Toren Augsburgs coachen und hat damit erste Erfahrungen in der Trainerbranche sammeln. Nun folgt bei den Mainzern der nächste Schritt in der Karriere nach der Karriere. 

Bei seiner ersten Co-Trainerstation wird sich Thurk in erster Linie um den Sturm sowie die Gegneranalyse kümmern. Hinzu kommt dann noch die Beobachtung der kommenden Gegner der 05er. „Ich glaube, dass es in die Richtung geht, dass immer mehr Spezialtrainer im Staff auftauchen. Es gibt ja auch schon Übergangstrainer, wie Otto Addo in Dortmund und Eugen Polanski in Gladbach, die mit den Toptalenten Individualtraining absolvieren“, so Thurk, der ein alter Weggefährte des Mainzer Cheftrainers Sandro Schwarz ist. Die beiden standen in insgesamt 67 Zweitligapartien und vier DFB-Pokal-Spielen bei Mainz 05 gemeinsam auf dem Feld.

In der Bundesliga brachte Thurk in 81 Spielen immerhin 22 Tore zustande. In der 2. Liga waren es 96 Tore in 251 Einsätzen. Lediglich bei den Frankfurtern, wo er von 2006 bis 2007 spielte, war er mit 4 Toren in 36 Spielen nicht wirklich erfolgreich. „Im Nachhinein würde ich es nicht mehr so machen, aber es war für mich eine emotionale Geschichte, weil Frankfurt auch meine Heimat ist, aber im Grunde genommen hatte ich bei der Eintracht keine Chance“, so der gebürtige Frankfurter. In Mainz hat er mit am meisten Erfolg gehabt und nimmt dort nun einen neuen Anlauf mit neuer Tätigkeit. „Es macht tierischen Spaß. Wir haben gute junge Stürmer, aber die Routine ist noch nicht so vorhanden. Da kann mal viel aufzeigen, zum Beispiel was Laufwege betrifft und Abstimmung untereinander. Für einen Spieler ist es einfacher zu verstehen, wenn ein ehemaliger Stürmer mit ihm spricht. Er hört besser zu und ich kann mich besser reinversetzen in seine Situation“, so Thurk.

Derweil hält er selbst Robert Lewandowski immer noch für den besten Stürmer in der Liga. Allerdings ist sich Thurk auch sicher, dass Jean-Philippe Mateta (22) den Polen „in den nächsten Jahren sicher überholen wird“, was er allerdings nicht nur mit dem Altersunterschied von 9 Jahren begründet: „Ich würde es Jean-Philippe wünschen, dass er es zeitnah schafft, weil er ein Riesenpotenzial hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man als junger Spieler aus der 2. Liga Frankreichs gekommen ist, 14 Bundesligatore zu schießen. Und das nicht für Bayern München oder Dortmund, sondern für Mainz 05, was noch einmal höher zu bewerten ist“, so Thurk.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.