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Dortmund: Meisterschafts-Offensive in den USA

„Wir wollen Meister werden“: Die Dortmunder sind weiter sehr aggressiv bei der Formulierung ihrer Saisonziele und das auch nach der Ankunft in den USA. In einem Interview sprach Michael Zorc darüber, wie der BVB in Übersee sowohl sportlich vorankommen, allerdings auch in Sachen Marketing große Fortschritte machen will. 

Michael Zorcs hat ein ganz einfaches Geheimnis für eine ungestörte Bettruhe. “Im Flugmodus klingelt das Handy nicht“, so der BVB-Sportdirektor am Montagabend, wie er den langen Flug und auch die 9 Stunden Zeitverschiebung überstanden hat. Seit heute sind die Dortmunder in Seattle im Nordwesten der USA unterwegs. Der richtige Schlafrhythmus muss natürlich erst noch gefunden werden und dementsprechend müde wirkte der Tross auch noch bei der Ankunft. 

200 geladene Gäste verteilen sich bei der Begrüßung der Truppe, es wurde Live-Musik gespielt und später legte ein DJ auf. Der Höhepunkt des offiziellen Teils des Empfangs war aber ein erster Trailer für die kommende Dokumentation „Inside Borussia Dortmund“. Diese wurde in der vergangenen Rückrunde in Zusammenarbeit mit Amazon Prime gedreht. Die Dortmunder werden für die weltweite Ausstrahlung wohl knapp 6 Millionen Euro kassieren.  

In der Vorsaison konnte der Traum vom Titel nicht verwirklicht werden. Unter anderem hat sich nun aber schon Carsten Cramer, BVB-Geschäftsführer für Marketing, Vertrieb und Digitales, über die kommenden Aufgaben und Ziele geäußert: „Wir haben uns in diesem Jahr das ambitionierteste Ziel gesetzt, das wir uns setzen können. Wir wollen Meister werden“, so der Verantwortliche gegenüber den Anwesenden beim Empfang. Für die Amerikaner sicher ein entsprechend reizvoller Aufruf, denn an Heldengeschichten können diese sich bekanntlich nie satt sehen. Umso wichtiger ist dabei aber die Vorbereitung auf die neue Saison. So soll auch in den USA die sportliche Vorbereitung nicht unter den Tisch fallen. „Wir haben in den vergangenen Jahren stets die richtige Balance gefunden zwischen den sportlichen Aufgaben und den Marketing-Aktivitäten“, so Zorc, der mit dem BVB bewusst die Reisedauer auf nur 6 Tage verkürzt hat. Dennoch wird es in der kurzen Zeit gleich zwei Testspiele gegen die Seattle Sounders und den FC Liverpool geben. Des Weiteren werden drei volle Trainingseinheiten absolviert. 

Auch in den kommenden Jahren will der BVB keine sehr langen Reisen unternehmen. In den nächsten zwei Jahren geht es wieder nach Asien und im Anschluss wie gewohnt ins Trainingslager nach Bad Ragaz folgen. Diese Aufteilung hat in den letzten Jahren immer gut funktioniert: „Wir haben damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht“, so Zorc zufrieden. Die kurze Reisedauer hat dabei nicht nur Vorteile. Marcel Schmelzer und Manuel Akanji sind nicht mit dabei, da beide derzeit mit muskulären Problemen zu kämpfen haben. „Da sie an den insgesamt drei Flugtagen nicht so intensiv trainieren könnten, hat es mehr Sinn, dass sie in Dortmund sind“, sagte Zorc: „Dort können sie gezielter und besser im Grundlagenbereich arbeiten.“ 

Zur Unterstützung des Duos ist auch Athletiktrainer Johannes Wieber in der Heimat geblieben. Heute stehen gleich zwei Trainingseinheiten und dann auch noch Termine im Amazon Headquarter sowie auf dem traditionellen Fischmarkt an der Waterfront an.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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